Dipl.-Ing. Winfried Dietz

Begrenzung der EEG-Umlage
(Erneuerbare-Energien-Gesetz) für stromintensive Betriebe

Kurzzusammenfassung

Produktionsunternehmen der Verpackungsmittelindustrie sind „energie- und stromintensiv“. Die Bundesregierung will den Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 auf 50% ausbauen. Die Kosten dafür werden grundsätzlich auf alle Stromverbraucher umgelegt (EEG Umlage). Besonders hart kann das stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes treffen. Zunehmend sehen dadurch Unternehmen des produzierenden Gewerbes ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährdet.

1    Die Ausgangslage

1.1    Was ist zu tun?
Zur Abmilderung der entstehenden Wettbewerbsverzerrungen für deutsche Unternehmen wurden besondere Ausgleichsmechanismen vom Gesetzgeber vorgesehen. Dazu kann das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die sogenannte “EEG-Umlage” begrenzen. Die vom Bundestag am 30.06.2011 beschlossene und zum 01.01.2012 in Kraft getretende EEG -Novelle 2012 wird Veränderungen für diesen – auch „Härtefallregelung“ genannten – besonderen Ausgleichsmechanismus mit sich bringen.

Bei Vorliegen der unten dargestellten Voraussetzungen für eine Antragsstellung muss eine Zertifizierung des praktizierten Energiemanagementsystems einschließlich des Nachweises der kontinuierlichen Optimierung der Energieeffizienz nach ISO 50001 oder EMAS mit integrierter § 41 EEG-Zertifizierung vorliegen.

1.2    Welche Kostenvorteile sind möglich?
Vereinfacht kann der monet

äre Vorteil (beispielhaft für 2011) wie folgt quantifiziert werden:
Über drei Cent/kWh können durch die Begrenzung der EEG-Umlage für das Kalenderjahr 2012 gespart werden.

2    Voraussetzungen

Die Innovationsfreudigkeit der Verpackungsmittelindustrie wird hier viel Positives für die Umwelt- und Ressourcenschonung tun und gleichzeitig die Kostenstruktur in den Herstellprozessen von Verpackungen verbessern.
Insbesondere sind für kleine und mittlere Unternehmen nun bessere „Öffnungen“ vorhanden. Auf Antrag kann das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die “EEG-Umlage” begrenzen. Folgende Voraussetzungen müssen vorliegen:
•    Stromverbrauch von mehr als 1 GWh/Jahr (Gigawattstunde- bislang 10 GWh) an einer Abnahmestelle im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor Antragstellung
•    Stromkosten von mehr als 14 Prozent (bislang 15%) der Bruttowertschöpfung des Unternehmens
•    Vorliegen des Antrag mit sämtlichen Unterlagen bei dem BAFA und Einhaltung der Antragsfrist jeweils bis zum 30. Juni
•    Zertifiziertes Energiem

anagementsystems (ISO 50001 oder EMAS) mit der Verpflichtung der kontinuierlichen Optimierung der Energieeffizienz des Unternehmens falls der Stromverbrauch größer 10 GWH/Jahr ist.

Zur Bestimmung der Bruttowertschöpfung kann folgender EEG Rechner verwendet werden:

http://www.pwc.de/de/energiewirtschaft/eeg-rechner.jhtml

Nach bisheriger Rechtslage führte ein positiv verabschiedeter Antrag zu einer Reduzierung der abzunehmenden EEG-Strommenge. Zukünftig wird direkt die EEG-Umlage anteilig gekürzt werden. Bei dieser Änderung handelt es sich um eine reine Folgeänderung des neu gestalteten EEG-Wälzungsmechanismus.

Die integrierter § 41 EEG-Zertifizierung (BAFA-Zertifizierung) lässt sich wie folgt beschreiben: (Quelle: Stufe 1 Leitfaden Gutcert)

Weitere Informationen
Gerne bieten wir Ihnen weitere Informationen zu dem beschriebenen Verfahren, z.B. in Form eines Innoform – Seminars an.

Über die Website von InnoNET können Sie fragen auch direkt an den Autor per Email richten.

 

Wir hoffen, dass wir Ihnen hiermit hilfreiche Informationen geben konnten. Für Rückfragen und Feedback stehen wir gerne zur Verfügung:

Innoform GmbH Testservice

Industriehof 3

26133 Oldenburg

Tel: +49 441 94986-0

www.innoform.de

TS@innoform.de

Mitglied von InnoNET-Partners

 


Planen Sie Ihre Termine für die nächsten Monate schon jetzt. Hier finden Sie eine Übersicht aller Tagungen, Seminare und weitere Veranstaltungen bis Juni 2012 rund um das Thema Folienverpackungen und sichere Lebensmittelverpackungen.

Vom Bestseller bis zur Premiere ist alles dabei:

 

Verbundfolien für Einsteiger – Basiswissen zum Anfassen
Wann: Dienstag/Mittwoch, 28./29. Februar 2012
Wo: in Eppertshausen

Kunststof verpakkingsfolies – materialen, techniek en toepassingen (Seminar)
Durchführung garantiert
Wo: in Veldhoven (Niederländisch)
Wann: Dienstag/Mittwoch, 13./14. März 2012

Flachfolienextrusion für die Verpackungsindustrie
– eine Fachtagung des SKZ – (Tagung)

Wann: Mittwoch/Donnerstag, 21./22. März 2012
Wo: in Würzburg

DIN EN 15593 – Hygienemanagement bei der Herstellung von Lebensmittelverpackungen – Inhalte und Konsequenzen (Seminar)
Durchführung garantiert
Wann: Dienstag/Mittwoch, 27./28. März 2012
Wo: Osnabrück

Thermoformen von Folienverpackungen (Seminar)
Durchführung garantiert
Wann: Dienstag/Mittwoch, 17./18. April 2012 Seminar
Wo. Osnabrück

Der BRC/IoP Standard Version 4 – Was ist neu? (Seminar)
Wann: Mittwoch/Donnerstag, 25./26. April 2012
Wo: Osnabrück

Grundlagen der Kunststoff-Verpackungsfolien (Seminar)
Durchführung garantiert
Dienstag/Mittwoch, 8./9. Mai 2012
Wo: Osnabrück

Mechanische Folienprüfungen – Theorie und Praxis (Workshop)
Durchführung garantiert
Wann: Mittwoch/Donnerstag, 9./10. Mai 2012
Wo: Oldenburg

Energiemanagementsystem in der Verpackungsmittelindustrie (ISO 50001/EN 16001) erfolgreich einführen (Seminar)
Wann: Montag/Dienstag, 14./15. Mai 2012
Wo: Osnabrück

Erfolgreiche Audits in der Verpackungsindustrie (Seminar)
Wann: Dienstag/Mittwoch, 5./6. Juni 2012
Wo: in Osnabrück

Verbundfolien für Einsteiger – Basiswissen zum Anfassen (Workshop)
Wann: Mittwoch/Donnerstag, 20./21. Juni 2012
Wo: in Eppertshausen

PE und PP Folien – Siegelschichten für dichte Verpackungen (Tagung noch in Vorbereitung)
Wann: Donnerstag/Freitag, 21./22. Juni 2012
Wo: in Würzburg

Haben Sie ein bestimmtes Thema vermisst? Dann schlagen Sie ein Thema vor und schreiben uns gerne dies bzgl. eine E-Mail an wilma.igelbrink@innoform.de.

Wir freuen uns auf Sie.

P.S. Hier ist ein exklusives Interview des 10. Inno-Meetings, dem Folien-Branchentreff im deutschsprachigen Raum. Das  “10. Inno-Meeting: Neues mit Folie schaffen” fand am Dienstag/Mittwoch, 7. / 8. Februar 2012 in Osnabrück statt. Wir freuen uns schon jetzt auf das 11. Inno-Meeting. Auf unserer Innoform Facebook Seite finden Sie viele weitere Bilder und Impressionen des beliebten Branchentreffs.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Innoform-Veranstaltungsseite. Bei Fragen zu den jeweiligen Veranstaltungen, können Sie sich auch gerne jederzeit auch über XING an  Wilma Igelbrink oder Karsten Schröder wenden.

Ihr Innoform TEAM
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E-Mail: wilma.igelbrink@innoform.de

 

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“Prüfen und Bewerten von Folienverpackungen”: Permeation (Teil 2)
von Karsten Schröder (Innoform)

Haben Sie sich auch schon einmal über diese sperrige Einheit gewundert, die bei Permeationsmessungen oder Werten für Gasdurchlässigkeit angegeben wird? Für unsere Seminare haben wir dafür ein schönes Bild entwickelt.
Stellen Sie sich bitte einmal einen Quadratmeter der Folie vor, für die die Sauerstoffdurchlässigkeit angegeben wird – also ein Stück Folie mit den Maßen 1 m x 1 m. Der Zahlenwert, den Sie im Prüfzeugnis oder im Datenblatt oder sonst wo finden und in der Einheit Kubikzentimeter (cm³) pro (/) Quadratmeter (m²) mal (x) Tag (D) und bar angegeben wird entspricht demnach:

•    Genau der Menge an Sauerstoff,
•    die durch einen m² Folie
•    pro Tag durch permeiert (durch dringt)
•    vorausgesetzt der Druck ist auf beiden Seiten der Folie gleich.

Da eine Druckdifferenz zwischen beiden Seiten für die Geschwindigkeit des „Permeierens“ eine Rolle spielt, steht die Einheit bar mit in der kompliziert anmutenden Einheit der Permeationsrate.
Wenn man nun weiß, dass ein Kubikzentimeter in etwas dem Volumen eines Würfelzucker-Stückchens entspricht, wird die Einheit plötzlich anschaulich.

Bei PET beispielsweise sind typische Werte für eine 12 µm Folie rund 100 cm³/m² x d x bar. Mit anderen Worten es wandern 100 Würfelzucker-Einheiten an Sauerstoff durch einen Quadratmeter Folie am Tag durch – das ist ganz schön viel.
Wenn man solch eine Folie nun mit einer Metallisierung oder AlOx bzw SiOx-Beschichtung ausrüstet, kann sich der Wert auf z.B. 1 Stückchen „Würfelzuckerstückchen-Einheit“ Gas reduzieren.

Wenn Sie mal nachschlagen wollen, welche Folie welche Permeationsrate typischerweise zeigt, schauen Sie doch mal in unseren Permeationsrechner. Aber Achtung – alle unsere Werte im Permeationsrechner sehen Sie nur, wenn Sie bei InnoZONE (Mein.Innoform) eingelogt sind.

Diskutieren Sie mit mir und anderen Lesern. Gerne auch in unsere Innoform-XING-Gruppe.

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