Okt 162017
 
heidelberger druckmaschinen ag
archivnummer hdm2007247

Martin Schmitt-Lewen  studierte Physik an der Universität Würzburg, wo er auch promoviert hat.
Seine Berufserfahrung umfasst Tätigkeiten in der chemischen Verfahrenstechnik, der experimentellen Versuchstechnik und vor allem in der grafischen Industrie, in der er breite Erfahrungen gesammelt hat. Von 1994 bis 1997 war er als Entwickler in der Tiefdruckformenherstellung (Gravur) bei der Firma MDC Max Dätwyler AG in der Schweiz tätig. Seit 1997 arbeitet er für die Firma Heidelberger Druckmaschinen AG. Dort hat er zunächst als Technologiescout und dann als Senior Manager „Technologies for Future Business“ gearbeitet. Seine Themen sind eng an der Technik orientiert, aber immer auch gepaart mit einem zusätzlichen Blick für neue Geschäftsmöglichkeiten (Business Development).
Heute sind seine Hauptthemen die Umsetzung neuer Applikationen, um den Kunden erweiterte Möglichkeiten mit der Druckmaschine aufzuzeigen und damit einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Er arbeitet eng mit technischen und grafisch orientierten Hochschulen und Universitäten zusammen, um dort von den frischen Ideen der Studenten zusätzlich zu profitieren.

Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?
Die Themen der Veranstaltung decken sich in vielen Punkten mit meinen Arbeitsinhalten bei Heidelberger Druckmaschinen AG.

Ihr Thema gehört zu einer Reihe verschiedener Blickwinkel auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat:  Veredelung. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Themenkomplex?
Meine Kernaussage ist, dass es noch viel Neues zu entwickeln und zu kommunizieren gibt, was im Markt noch nicht sehr bekannt ist oder nur wenig umgesetzt wird, obwohl die Technik dazu zum Teil schon verfügbar ist.

Sie referieren über „Inline-Druckveredelung: Haptik, Glanz und mehr“. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?
Mich bewegt das Thema Inline-Veredelung, weil Veredelung meist als „Offline-Finishing“ gedacht wird.

Sind Haptik, Glanz und mehr nur Marketinginstrumente für einen gesteigerten Umsatz oder werden auch Konsumentenwünsche bei der Druckveredelung berücksichtigt?
Das ist schwer zu trennen; Marketing ist nah am Konsumentenwunsch, oder sollte es zumindest sein. Auf der unbewussten Ebene spielt Emotionalität, die Haptik zum Beispiel vermitteln kann, bestimmt eine wichtige Rolle beim Konsumenten. Ich glaube, manchmal macht sich der Konsument das auch gar nicht wirklich bewusst, aber wie will man das außer mit professionellen Marketingmethoden messen. Ich arbeite aktuell mit einer Doktorandin an Veredelungsthemen und stelle in der Diskussion mit dieser jungen Frau fest, wie stark bei ihr die Emotionalität für Print vorhanden ist. „Passion for Print“ eben und das bei einer Jungingenieurin, die man sonst vielleicht eher als Digital Native sehen würde.

Wo sehen Sie für die Verpackungsdrucker momentan besonderen Handlungsbedarf?
Ich will diese Frage nicht generell beantworten, sondern nur für diejenigen, die sich als Qualitätsführer sehen. Für die habe ich folgende Antwort: die heute bekannten  Veredelungsmöglichkeiten sind schon sehr vielfältig, aber es ergeben sich doch immer wieder neue Möglichkeiten. Die Zitrone ist noch lange nicht ausgepresst. Wer also ganz vorne mitspielen will und das über Differenzierung erreicht, hat auch in Zukunft noch neue Möglichkeiten dazu.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie persönlich von der Zuhörerschaft?
Da bin ich sehr gespannt. Ich würde mich sehr freuen, wenn reges Feedback zu den vorgestellten Themen kommen würde.

Konferenzen zum Thema Verpackungsdruck erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?
Ich denke, das liegt zum Teil daran, dass der Verpackungsdruck ein recht stabiles und wachsendes Marktsegment im Printumfeld darstellt.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?
Das spielt eine große Rolle, aber nicht eine alleinig dominierende. Wir kennen das im Bereich des schmalbahnigen Etikettendrucks schon sehr lange. Im Bogenoffsetdruck ist ein Flexo-basiertes Lackierwerk heute Standard. Die Inline-Veredelung lebt davon.

Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für den Verpackungsdruck im Vergleich zu anderen Druckbereichen ein und warum?
1 bis 2. Wenn ich als gelernter Physiker eine glatte 1 vergeben würde, würde ich mir unseriös vorkommen, weil mir das zu absolut ist. Schließlich kann man nicht alles vorhersehen, insbesondere wenn es um die Zukunft und die noch unbekannten Trends und Strömungen geht.  Warum? Weil die Banane krumm ist, von Natur aus gut verpackt und trotzdem ein Chiquita Label bekommt.

Unsere Teilnehmer möchten die  Referenten auch gerne persönlich besser kennenlernen. Deshalb eine persönliche Frage: Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?
Fotografieren beim „Kurpfalzen“ = rund um Heidelberg die Natur, die Kultur und die Genüsse von dort erleben.

 

 

 

 

 

Okt 192016
 
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Nach dem Studium an der Technischen Universität in Clausthal/Harz war Ulrich Harte ab 1985 als Produktionsingenieur bei einem namhaften Unternehmen in der Öl- und Gas-Branche tätig, bevor er 1990 zu Windmöller & Hölscher wechselte. Hier war er zuerst als Projekt-Ingeneur für die Erstellung kompletter Produktionswerke zur Herstellung flexibler Verpackungen tätig.
Seit 1993 ist Ulrich Harte im Marketing bei Windmöller & Hölscher als Product Manager Druck für alle Marketing- und Business Development-Maßnahmen für Druckmaschinen zuständig. Schwerpunkt dabei ist der Abgleich von Marktbedürfnissen mit den R&D- und Vertriebsaktivitäten.

Auf der Drucktagung am 24./25. November in Osnabrück referiert Ulrich Harte über die Tiefdruckmaschinen-Revolution für ultrakurze Aufträge

Innoform: Sie Sind Referent in Osnabrück. Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Ulrich Harte (UH): Innoform hat sich zu einer der führenden Tagungen zum Thema Verpackungen und Verpackungsdruck entwickelt. In diesem Forum stellen wir naturgemäß als einer der weltweit führenden Hersteller von Maschinen für die flexible Verpackung gern Innovationen  vor und nehmen am Gedankenaustausch zur Zukunft der Märkte teil.

Innform: Ihr Thema gehört zu einer Reihe von verschiedenen Blickwinkeln auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat – Das Ergebnis zählt. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Fokus?

UH: Natürlich zählt das Ergebnis für jeden Produktionsprozess. Dabei sehen wir nicht nur das kurzfristige wirtschaftliche Ergebnis unseres Handelns, sondern auch die Qualität, Leistungsfähigkeit und den Nutzen unserer Produkte für unsere Kunden. Erst aus langfristig positiven Ergebnissen unserer Kunden erwachsen dauerhafte, enge Kundenbindungen, die auch rückwirkend den Erfolg unseres Unternehmens sicherstellen.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie sich persönlich von der Zuhörerschaft?

UH: Von den aus vielen Innoform-Veranstaltungen bekannten versierten Besuchern erwarten wir fruchtbare Diskussionen zu den Vorträgen und fundiertes Feedback zu neuen Ideen und maschinentechnischen Ansätzen. Gern nutzen wir die Veranstaltungen auch, um zukunftsträchtige Themen aufzuzeigen und diese später in unserem Unternehmen spezifisch weiter zu diskutieren.

Innoform: Konferenzen zum Thema Drucken erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

UH: Von allen Druckprodukten entwickelt sich der Verpackungsdruck seit vielen Jahren und wohl auch in absehbarer Zukunft positiv. Der Markt des Verpackungsdrucks zeigt sich bei gutem Wachstum als äußerst dynamisch: Konventionelle Verfahren, wie der Flexo- und Tiefdruck, werden ergänzt durch neue Ansätze wie den Digitaldruck. Das bringt neue Innovationskraft für alle Verfahren. Auch künftig werden neue, innovative Verpackungsmaterialien auf den Markt kommen, die Auswirkungen auf den Druckprozess haben. Anwender, Maschinenhersteller sowie Lieferanten von Komponenten führen kontinuierlich Verbesserungsprozesse durch, die Schritt für Schritt die Effektivität des Verpackungsdrucks erhöhen.  Um dem Fortschritt der Technologien folgen zu können, sind umfangreiche Informationen – auch aus Fachkonferenzen wie den Innoform Expertentreff zum Verpackungsdruck- eine gute Entscheidungsbasis.

Innoform: Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?

UH: In den überwiegenden Fällen gibt das Druckprodukt das Druckverfahren vor. Designvorgaben und Druckqualitäten, Substrat- und Farbvorgaben sowie Anforderungen aus dem Abfüll- und Distributionsprozess haben einen wesentlichen Einfluss auf das angewendete Druckverfahren.

Die Druckqualitäten der heute dominierenden Verpackungsdruckverfahren Flexo- und Tiefdruck haben sich in den letzten Jahren weiter angenähert. Es bleiben aber für beide Verfahren Stärken, die in der Druckmaschine kombiniert werden können. Dieses ist ein durchaus übliches Verfahren beim Druck von Etiketten. In der flexiblen Verpackung wird die Kombination Flexodruck mit Inline-Tiefdruck häufig für den Downstream-Auftrag von Lacken, Kaltsiegelmaterialien o. ä. angewandt.

Innoform: Was erhoffen Sie sich persönlich und als Unternehmen nach dem Vortrag als Feedback und Wahrnehmung am Markt?

UH: Ich erwarte aus dem Vortrag eine offene Diskussion darüber, welche Rolle der Verpackungstiefdruck gerade in Mitteleuropa in Zukunft spielen kann. Besonders in Hinblick auf Entwicklungen aus dem Digitaldruck, der heute seine Eignung für die flexible Verpackung noch nicht nachgewiesen hat, sollte intensiv erörtert werden, wie die heutigen marktführenden Tief- und Flexodruckverfahren weiterentwickelt und auf sich stark verändernde Marktgegebenheiten weiter optimiert werden können.

 

 

Okt 112016
 
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Stephan Doppelhammer absolvierte nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Drucktechniker am BSZ Alois Senefelder in München. Im Anschluss arbeitete er sechs Jahre bei BASF Drucksysteme GmbH bzw. Flint Group im Bereich Anwendungstechnik und Key-Account-Management Flexodruck. Nach einer kurzen Zwischenstation bei RAFF der Drucker als Vertriebsleiter Offsetdruck ist er seit 2009 bei der Firma QuadTech beschäftigt, bei der er bis Ende 2013 für den Vertrieb DACH sowie Osteuropa zuständig war. Seit 2014 ist Herr Doppelhammer als Market Manager Packaging mitverantworlich für die globale Produktausrichtung, Produkteinführung, Marktbeobachtung sowie das Brand Owner Management.

Innoform: Sie sind Referent in Osnabrück. Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Stephan Doppelhammer (SD): Die hohe Qualität und professionelle Durchführung der Veranstaltung war ausschlaggebend für mich.

Innoform: Ihr Thema gehört zu einer Reihe von verschiedenen Blickwinkeln auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat – Das Ergebnis zählt. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Fokus?

SD: Das Ergebnis zählt trifft es sehr genau. Aufzeigen, weshalb Markenartikelhersteller verstärkt auf die Druckqualität blicken, welche Möglichkeiten es gibt, diese zu beurteilen, darzulegen, zu ermitteln und welche Vorteile der Drucker dabei erzielen kann.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie sich persönlich von der Zuhörerschaft?

SD: Dass die Zuhörer offen sind für neue Ansatzpunkte in Bezug auf Farbkorrekturen und Qualitätssicherung an der Druckmaschine und weshalb dieses für Markenartikelhersteller so wichtig ist.

Konferenzen zum Thema Drucken erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

SD: Meiner Meinung nach geht dieses Hand in Hand mit den gesteigerten Anforderungen von Markenartikelherstellern. Farbe und Sustainability rücken immer mehr in den Fokus.

Was erhoffen Sie sich persönlich und als Unternehmen nach dem Vortrag als Feedback und Wahrnehmung am Markt?

SD: Ich wünsche mir, dass Investitionen in Bezug auf Qualitätssicherung, speziell im Bereich Farbe, Wettbewerbsvorteile bringen, ROI kurzfristig erzielt werden kann und zukünftige Anforderungen von Markenartikelherstellern erfüllt werden. QuadTech bietet speziell im Bereich inline Farbmessung über 18 Jahre Erfahrung mit aktuell über 1000 installierten Farbmesssystemen.