Aug 302017
 
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Am 19./20. Oktober 2017 lädt das Ofi zur österreichischen Verpackungstagung Impackt 2017 in Salzburg ein. Aus verschiedenen Perspektiven beleuchten Wirtschaftsexperten, wie Innovationen einen Mehrwert und mehr Umsatz für Unternehmen generieren können.

Ständig drängen neue Produkte auf den Markt, Services werden kontinuierlich an wandelnde Strukturen angepasst. Doch wie wird etwas Neues zu einer Innovation? Welche Projekte gibt es zur Zeit am Markt? Wie innovativ ist die Verpackungsindustrie?

Herr Dipl.-Ing. Michael Auer,  Leiter des österreichischen Instituts für Verpackungswesen hat die Kernaussagen der Referenten treffend auf den Punkt gebracht, wo der Bedarf an Innovation in der Verpackungsindustrie liegt:
„Die Herausforderung ist die optimale Erfüllung der Verpackungsfunktionen in Abstimmung mit den Produkteigenschaften und den vorgesehenen Distributionskanälen unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sowie „Easy of use“ für den Konsumenten. Ferner darf hier das Instrument „Marketing“ nicht außer Acht gelassen werden, sprich die direkte Kommunikation des Produktes mit dem Endverbraucher, welche über die Verpackung stattfindet.“

Innovationen resultieren erst dann aus Ideen, wenn diese in neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden, ihre Nützlichkeit erkannt  und ein Produkt, Produktionsprozess oder Geschäftsmodell entsprechend neu eingeführt oder verändert wird (Quelle: Wikipedia). Ein wesentliches Kriterium für eine Innovation ist das Hinterfragen bestehender Leistungen und Vorgehensweisen sowie ihre erfolgreiche Anwendung und Marktdurchdringung bis hin zur Akzeptanz beim Kunden.

Innoform unterstützt aktiv den österreichischen Branchentreff  für Verpackungen: Karsten Schröder, Geschäftsführer der Innoform Coaching GbR, macht auf der Impackt 2017 den Anfang und rollt mit seinem Vortrag „Trends in der Flexpack-Industrie: Mega-Trend Kreislaufwirtschaft und Recyclierbarkeit durch Einstoff-Verpackungen“ das Thema von hinten auf. Er sieht in der allgegenwärtigen Digitalisierung unendliche Ressourcen zur Optimierung einer maßgeschneiderten Verpackungslösung für individuelle frische Lieferungen. Am Beispiel der Kreislaufwirtschaft zeigt er, wie Konzepte erfolgreich positioniert werden können, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Entwicklung neuer Kunststoffe und Verpackungssysteme über gelungene Marketingstrategien wie intelligent eingesetzter Verpackungssensorik bis hin zu Prozessierungsschritten zur Haltbarkeitsverlängerung von Lebensmitteln zeigen die Referenten anhand Best Practice Beispielen, wie Sie mit Nachhaltigkeit punkten, Kundenerwartungen erfüllen und mit Innovationen vielleicht sogar einen steigenden Umsatz erzielen.

Die wirtschaftlichen Gegebenheiten müssen stimmen, um innovative Konzepte in die Praxis umsetzen zu können.

Profitieren Sie von neuen Inputs rund um die zentrale Fragestellung DER österreichischen Verpackungstagung „Mehr Umsatz durch Innovation?“ Hier geht’s zur Anmeldung.

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Okt 192016
 
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Nach dem Studium an der Technischen Universität in Clausthal/Harz war Ulrich Harte ab 1985 als Produktionsingenieur bei einem namhaften Unternehmen in der Öl- und Gas-Branche tätig, bevor er 1990 zu Windmöller & Hölscher wechselte. Hier war er zuerst als Projekt-Ingeneur für die Erstellung kompletter Produktionswerke zur Herstellung flexibler Verpackungen tätig.
Seit 1993 ist Ulrich Harte im Marketing bei Windmöller & Hölscher als Product Manager Druck für alle Marketing- und Business Development-Maßnahmen für Druckmaschinen zuständig. Schwerpunkt dabei ist der Abgleich von Marktbedürfnissen mit den R&D- und Vertriebsaktivitäten.

Auf der Drucktagung am 24./25. November in Osnabrück referiert Ulrich Harte über die Tiefdruckmaschinen-Revolution für ultrakurze Aufträge

Innoform: Sie Sind Referent in Osnabrück. Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Ulrich Harte (UH): Innoform hat sich zu einer der führenden Tagungen zum Thema Verpackungen und Verpackungsdruck entwickelt. In diesem Forum stellen wir naturgemäß als einer der weltweit führenden Hersteller von Maschinen für die flexible Verpackung gern Innovationen  vor und nehmen am Gedankenaustausch zur Zukunft der Märkte teil.

Innform: Ihr Thema gehört zu einer Reihe von verschiedenen Blickwinkeln auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat – Das Ergebnis zählt. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Fokus?

UH: Natürlich zählt das Ergebnis für jeden Produktionsprozess. Dabei sehen wir nicht nur das kurzfristige wirtschaftliche Ergebnis unseres Handelns, sondern auch die Qualität, Leistungsfähigkeit und den Nutzen unserer Produkte für unsere Kunden. Erst aus langfristig positiven Ergebnissen unserer Kunden erwachsen dauerhafte, enge Kundenbindungen, die auch rückwirkend den Erfolg unseres Unternehmens sicherstellen.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie sich persönlich von der Zuhörerschaft?

UH: Von den aus vielen Innoform-Veranstaltungen bekannten versierten Besuchern erwarten wir fruchtbare Diskussionen zu den Vorträgen und fundiertes Feedback zu neuen Ideen und maschinentechnischen Ansätzen. Gern nutzen wir die Veranstaltungen auch, um zukunftsträchtige Themen aufzuzeigen und diese später in unserem Unternehmen spezifisch weiter zu diskutieren.

Innoform: Konferenzen zum Thema Drucken erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

UH: Von allen Druckprodukten entwickelt sich der Verpackungsdruck seit vielen Jahren und wohl auch in absehbarer Zukunft positiv. Der Markt des Verpackungsdrucks zeigt sich bei gutem Wachstum als äußerst dynamisch: Konventionelle Verfahren, wie der Flexo- und Tiefdruck, werden ergänzt durch neue Ansätze wie den Digitaldruck. Das bringt neue Innovationskraft für alle Verfahren. Auch künftig werden neue, innovative Verpackungsmaterialien auf den Markt kommen, die Auswirkungen auf den Druckprozess haben. Anwender, Maschinenhersteller sowie Lieferanten von Komponenten führen kontinuierlich Verbesserungsprozesse durch, die Schritt für Schritt die Effektivität des Verpackungsdrucks erhöhen.  Um dem Fortschritt der Technologien folgen zu können, sind umfangreiche Informationen – auch aus Fachkonferenzen wie den Innoform Expertentreff zum Verpackungsdruck- eine gute Entscheidungsbasis.

Innoform: Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?

UH: In den überwiegenden Fällen gibt das Druckprodukt das Druckverfahren vor. Designvorgaben und Druckqualitäten, Substrat- und Farbvorgaben sowie Anforderungen aus dem Abfüll- und Distributionsprozess haben einen wesentlichen Einfluss auf das angewendete Druckverfahren.

Die Druckqualitäten der heute dominierenden Verpackungsdruckverfahren Flexo- und Tiefdruck haben sich in den letzten Jahren weiter angenähert. Es bleiben aber für beide Verfahren Stärken, die in der Druckmaschine kombiniert werden können. Dieses ist ein durchaus übliches Verfahren beim Druck von Etiketten. In der flexiblen Verpackung wird die Kombination Flexodruck mit Inline-Tiefdruck häufig für den Downstream-Auftrag von Lacken, Kaltsiegelmaterialien o. ä. angewandt.

Innoform: Was erhoffen Sie sich persönlich und als Unternehmen nach dem Vortrag als Feedback und Wahrnehmung am Markt?

UH: Ich erwarte aus dem Vortrag eine offene Diskussion darüber, welche Rolle der Verpackungstiefdruck gerade in Mitteleuropa in Zukunft spielen kann. Besonders in Hinblick auf Entwicklungen aus dem Digitaldruck, der heute seine Eignung für die flexible Verpackung noch nicht nachgewiesen hat, sollte intensiv erörtert werden, wie die heutigen marktführenden Tief- und Flexodruckverfahren weiterentwickelt und auf sich stark verändernde Marktgegebenheiten weiter optimiert werden können.