{"id":10100,"date":"2022-06-14T16:57:43","date_gmt":"2022-06-14T15:57:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=10100"},"modified":"2022-07-06T08:29:13","modified_gmt":"2022-07-06T07:29:13","slug":"17-millionen-tonnen-mehr-verpackung-durch-steigenden-konsum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2022\/06\/14\/17-millionen-tonnen-mehr-verpackung-durch-steigenden-konsum\/","title":{"rendered":"1,7 Millionen Tonnen mehr Verpackung durch steigenden Konsum"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Verpackungs\u2010Verb\u00e4nde liefern Beitrag f\u00fcr breitere Konsumdebatte.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zum 8. Tag der Verpackung ver\u00f6ffentlichen f\u00fcnf Verb\u00e4nde der Verpackungswirtschaft die<br>Ergebnisse einer aktuellen Studie der Gesellschaft f\u00fcr Verpackungsmarktforschung (GVM) zur<br>Entwicklung von Konsumverhalten, Verpackungsmengen und Materialeffizienz zwischen 1991 und<br>2020.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der gestiegene Konsum in Deutschland verursachte allein im Jahr 2020 einen Verpackungsmehraufwand von 1,7 Millionen Tonnen (22,2 Prozent) im Vergleich zu 1991.<\/li><li>Struktureffekte wie beispielsweise demografische Faktoren haben mit weiteren 0,9 Millionen Tonnen zur Zunahme des Verpackungsverbrauchs beigetragen.<\/li><li>Optimierte Verpackungen konnten 92 Prozent des konsumbedingten Mehrverbrauchs kompensieren. <\/li><li>Insgesamt wurden seit 1991 durch leichtere Verpackungen 23 Millionen Tonnen Material eingespart.<\/li><li>Studie sieht wenig Spielraum f\u00fcr weitere Effizienzgewinne beim Materialeinsatz. Branchenverb\u00e4nde betonen die Bedeutung des Konsumverhaltens f\u00fcr Umwelt\u2010 und Klimaschutz. Produkt und Verpackung m\u00fcssen als Einheit gesehen werden. Studie liefert Erkenntnisse f\u00fcr breitere Konsumdebatte.<\/li><li>Branche treibt Innovationen im Bereich Kreislaufwirtschaft voran.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Infografik-GVM_Studie-Konsum_und_Verpackung-TagderVerpackung2022.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"852\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Infografik-GVM_Studie-Konsum_und_Verpackung-TagderVerpackung2022-1024x852.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10101\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Infografik-GVM_Studie-Konsum_und_Verpackung-TagderVerpackung2022-1024x852.jpg 1024w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Infografik-GVM_Studie-Konsum_und_Verpackung-TagderVerpackung2022-300x250.jpg 300w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Infografik-GVM_Studie-Konsum_und_Verpackung-TagderVerpackung2022-768x639.jpg 768w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Infografik-GVM_Studie-Konsum_und_Verpackung-TagderVerpackung2022-1536x1278.jpg 1536w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Infografik-GVM_Studie-Konsum_und_Verpackung-TagderVerpackung2022-2048x1704.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Infografik-GVM_Studie-Konsum_und_Verpackung-TagderVerpackung2022<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Verpackungen ben\u00f6tigen immer weniger Material und Rohstoffe. Dennoch steigt der j\u00e4hrliche<br>Verpackungsverbrauch an. Wie eine aktuelle Studie der Gesellschaft f\u00fcr Verpackungsmarktforschung<br>(GVM) aus Anlass des 8. Tages der Verpackung zeigt, konnten 2020 in Deutschland durch verringerten<br>Materialeinsatz 92 Prozent beziehungsweise 1,6 Millionen Tonnen des konsumbedingten<br>Verpackungsmehraufwands im Vergleich zu 1991 eingespart werden. Insgesamt belaufen sich die<br>Materialeinsparungen durch leichtere Verpackungen seit 1991 auf 23 Millionen Tonnen.<br>Dass der Verpackungsverbrauch im gleichen Zeitraum dennoch gewachsen ist, liegt am gestiegenen<br>Konsumniveau und einem ver\u00e4nderten Konsumverhalten. W\u00fcrden wir heute noch die gleiche Anzahl<br>an Produkten konsumieren wie vor 30 Jahren, k\u00f6nnten wir pro Jahr auf 1,7 Millionen Tonnen<br>Verpackung verzichten.<br>Neben der gestiegenen Anzahl konsumierter Produkte haben auch Struktureffekte und<br>soziodemografische Faktoren zu einem Mehrbedarf an Verpackungsmaterial gef\u00fchrt. Aspekte wie<br>eine gestiegene Zahl kleinerer Haushalte und die vermehrte Nachfrage nach kleineren<br>Packungsgr\u00f6\u00dfen haben mit weiteren 0,9 Millionen Tonnen zur Zunahme des Verpackungsverbrauchs<br>beigetragen.<br>In der Summe von gestiegenem Konsumniveau, ver\u00e4nderter Konsumstruktur und abz\u00fcglich der<br>Effizienzgewinne durch optimierte Verpackungen nahm der private Endverbrauch von Verpackungen <\/p>\n\n\n\n<p>\u00fcber alle Materialien von 1991 bis 2020 um 1,04 Millionen Tonnen beziehungsweise 14 Prozent auf<br>8,7 Millionen Tonnen zu.<br>Die Studie der GVM entstand im Mai 2022 im Auftrag des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. (dvi),<br>der Arbeitsgemeinschaft Verpackung + Umwelt e.V. (AGVU), des Fachverbands Faltschachtel<br>Industrie e. V. (FFI), der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. (IK) und des<br>Industrieverbands Papier\u2010 und Folienverpackungen e. V. (IPV).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stellungnahme dvi<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kim Cheng, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Deutschen Verpackungsinstituts e. V.: \u201eEs ist ein bisschen wie bei<br>Hase und Igel. Die Branche hat die Verpackungen in den letzten 30 Jahren kontinuierlich immer<br>leichter und schlanker gemacht. Aber jeder Fortschritt wird vom wachsenden Konsum gleich wieder<br>aufgefressen. Nat\u00fcrlich zahlen sich die gewaltigen Effizienzgewinne der letzten Jahre aus \u2010 im Hinblick<br>auf Umwelt und Klima, aber auch im Hinblick auf die aktuell extrem steigenden Preise und<br>Knappheiten bei Rohstoffen. Klar ist aber auch, dass man Verpackungen nicht unendlich weiter<br>verschlanken kann. Denn an erster Stelle steht der Schutz der verpackten Ware, die einen vielfach<br>h\u00f6heren Wert und \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck hat, als ihre Verpackung. Bei Lebensmitteln ist der<br>Fu\u00dfabdruck beispielsweise um das 16\u2010 bis 30\u2010Fache gr\u00f6\u00dfer. Diese Ressourcen gilt es zu sch\u00fctzen. Die<br>Verpackungswirtschaft setzt deshalb bereits seit einigen Jahren massiv auf L\u00f6sungen f\u00fcr die<br>Kreislaufwirtschaft wie beispielsweise die vollst\u00e4ndige Recyclingf\u00e4higkeit, den Einsatz von<br>Rezyklaten, Mehrweg\u2010 und Nachf\u00fclll\u00f6sungen oder immer neue Anwendungsgebiete f\u00fcr Materialien<br>aus nachwachsenden Rohstoffen. Trotzdem m\u00fcssen wir unser Konsumverhalten auf den Pr\u00fcfstand<br>stellen. Als Konsumentinnen und Konsumenten sind wir die Hauptverursacher f\u00fcr die Zunahme des<br>Verpackungsverbrauches. Wenn wir weniger Verpackungen wollen, m\u00fcssen wir das \u00e4ndern.<br>Konsumgewohnheiten und Konsumniveau sind unmittelbar mit dem Verpackungsaufkommen<br>verkn\u00fcpft. An einer breiteren Konsumdebatte kommen wir nicht vorbei.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stellungnahme AGVU<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Carl Dominik Klepper, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt<br>e. V.: \u201eDie Studie belegt die Fortschritte in der Verpackungsgestaltung, insbesondere durch einen<br>mehr und mehr reduzierten Ressourceneinsatz. Das n\u00e4chste Etappenziel ist die Recyclingf\u00e4higkeit<br>aller Verpackungsbestandteile und der vermehrte Einsatz von Sekund\u00e4rrohstoffen, so dass nur noch<br>geringe Mengen an Neuware in der Produktion notwendig sind. Klar ist auch: Um im Klima\u2010 und<br>Ressourcenschutz wirklich voranzukommen, braucht es ein achtsames Konsumverhalten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stellungnahme IK<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mara Hancker, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.: \u201eProdukt<br>und Verpackung bilden eine Einheit. Die Verpackung einfach wegzulassen, macht unseren Konsum<br>nicht nachhaltiger; meist ist sogar das Gegenteil der Fall. Aber nat\u00fcrlich erm\u00f6glichen Verpackungen<br>auch neue Formen des Konsums wie beispielsweise To Go. Umso wichtiger ist, dass sich alle Akteure<br>in der Diskussion ehrlich machen. Je mehr Fakten wir kennen, desto bewusster k\u00f6nnen wir<br>entscheiden. Mit der gemeinsamen Studie zu Konsumgewohnheiten, Materialeffizienz und <\/p>\n\n\n\n<p>Verpackungsmengen wird der oft nur auf den Abfall verengte Blick ge\u00f6ffnet. Aus den Ergebnissen<br>k\u00f6nnen wiederum alle ihre Schl\u00fcsse ziehen: Industrie, Handel und Verbraucher. Denn auch das zeigt<br>die Studie: Es gibt nicht den einen Game Changer \u2013 Klimaschutz ist auch das Ergebnis<br>verantwortungsbewusster Entscheidungen jedes Einzelnen. Dazu geh\u00f6ren auch unser Lebenswandel<br>und insbesondere unser Konsumverhalten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stellungnahme FFI<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Christian Schiffers, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Fachverbands Faltschachtel Industrie e. V.: \u201eDiese wichtige GVM-Studie belegt die Ursachen f\u00fcr den Verpackungsmehrverbrauch in den letzten drei Jahrzehnten. Die demographischen Ver\u00e4nderungen f\u00fchren so zum Beispiel zu immer mehr kleineren Haushalten und die auch arbeitsmarktpolitisch bedingte Mobilit\u00e4t der Gesellschaft zu einem erweiterten Angebot und einer gr\u00f6\u00dferen Nachfrage nach verbrauchergerechter und hygienischer Unterwegs-Versorgung. Durch kontinuierliche Lightweighting-Programme zur Reduzierung des spezifischen Gewichts von Kartonverpackungen konnte der Mehrverbrauch an Verpackungen erfolgreich, aber eben nur zum Teil kompensiert werden. Umso mehr gilt es durch den Einsatz von Rezyklaten und die Steigerung der Recyclingf\u00e4higkeit die Kreislauff\u00e4higkeit von Verpackungen insgesamt zu steigern, um so das Klima und die nat\u00fcrlichen Ressourcen zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stellungnahme IPV<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Karsten Hunger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Industrieverband Papier- und Folienverpackung e.V.: \u201eF\u00fcr das technische Design von Verpackungen gilt der Grundsatz \u2013 so wenig wie m\u00f6glich, aber so viel wie n\u00f6tig. Diesem Ansatz folgt die Branche bereits seit langem mit immer neuen Optimierungen. Die vorliegende Studie beweist das eindrucksvoll. Gleichzeitig wandelt sich das gesamte Umfeld des Verpackungseinsatzes, sei es die Bev\u00f6lkerungsstruktur, die Lebens- und Arbeitsverh\u00e4ltnisse oder das Konsumverhalten. Die daraus folgenden ver\u00e4nderten Mengen an Produkten und Verpackungen konnten und k\u00f6nnen allein durch die Optimierung von Verpackungen nicht vollst\u00e4ndig kompensiert werden. Daher sind alle Akteure entlang der gesamten Lieferkette bis hin zum Verbraucher dazu aufgerufen das eigene Handeln und Entscheiden stetig auf die Nachhaltigkeit hin zu \u00fcberpr\u00fcfen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Detailergebnisse f\u00fcr Materialien, Produktgruppen und Effekte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die GVM-Studie stammt aus Mai 2022. Sie untersucht die Entwicklung des Gesamtverbrauchs von Verpackungen und schl\u00fcsselt sie in die drei Faktoren Mengeneffekte (Konsumniveau), Struktureffekte (Konsumgewohnheiten) und Gewichtseffekte (Verpackungsoptimierungen) auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt die Studie detaillierte Einblicke zu den Materialgruppen Glas; Papier, Pappe, Karton, Papierverbunde, Fl\u00fcssigkeitskarton; Kunststoff; Aluminium sowie Eisenmetall und stellt die Entwicklung bei sechs ausgesuchten Produktsegmenten dar: Heimtierfutter, Einweg-Kunststoffflaschen f\u00fcr Wasser, Konserven f\u00fcr verarbeitetes Obst und Gem\u00fcse, Molkereiprodukte, Wasch-, Putz- und K\u00f6rperpflegemitteln und Elektroger\u00e4te.<\/p>\n\n\n\n<p>Die f\u00fcnf Branchenverb\u00e4nde zeigen zentrale Erkenntnisse und Detailergebnisse der GVM-Studie auf der Webseite verpackung.org.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutsches Verpackungsinstitut e. V. (dvi): <a href=\"http:\/\/www.verpackung.org\">www.verpackung.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitsgemeinschaft Verpackung + Umwelt e.V. (AGVU): <a href=\"http:\/\/www.agvu.de\">www.agvu.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. (IK): <a href=\"http:\/\/www.kunststoffverpackungen.de\">www.kunststoffverpackungen.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Fachverband Faltschachtel Industrie e. V. (FFI): <a href=\"http:\/\/www.ffi.de\">www.ffi.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Industrieverband Papier- und Folienverpackungen e. V. (IPV): <a href=\"http:\/\/www.ipv-verpackung.de\">www.ipv-verpackung.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verpackungs\u2010Verb\u00e4nde liefern Beitrag f\u00fcr breitere Konsumdebatte. Zum 8. 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