{"id":10660,"date":"2022-12-08T15:31:16","date_gmt":"2022-12-08T14:31:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=10660"},"modified":"2023-06-09T15:37:50","modified_gmt":"2023-06-09T14:37:50","slug":"nachlese-tag-1-8-expertentreff-verpackungsdruck-vielfalt-wagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2022\/12\/08\/nachlese-tag-1-8-expertentreff-verpackungsdruck-vielfalt-wagen\/","title":{"rendered":"Nachlese Tag 1: 8. Expertentreff Verpackungsdruck &#8211; Vielfalt wagen"},"content":{"rendered":"\n<p><em><strong>Die Vielfalt rund um die Themen Design, PrePress, Druckfarben, Druckverfahren und konventionelle Maschinentechnik zog die Teilnehmer in ihren Bann. Besondere Beachtung fand die Frage nach der Relevanz gedruckter Verpackungen in Zukunft. Das Supermarktregal hat sein Alleinstellungsmerkmal als ultimativer Point of Sale verloren, lautete die provokante These eines Fachvortrages. Weiterhin beherrschen Themen rund um die ressourcenschonendere Herstellung von Verpackungen die Branche.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Motto \u00bbVielfalt wagen\u00ab er\u00f6ffnete Karsten Schr\u00f6der den 8. Expertentreff am 23.\u201324. November in Osnabr\u00fcck. Die Fachtagung bot ein buntes Programm quer durch eine Vielzahl aktueller Verpackungsthemen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/VD-mit-Datum_Footer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"325\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/VD-mit-Datum_Footer-1024x325.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10666\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/VD-mit-Datum_Footer-1024x325.jpg 1024w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/VD-mit-Datum_Footer-300x95.jpg 300w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/VD-mit-Datum_Footer-768x244.jpg 768w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/VD-mit-Datum_Footer-1536x488.jpg 1536w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/VD-mit-Datum_Footer.jpg 1672w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><a href=\"http:\/\/vd.innoform.de\" title=\"\">http:\/\/vd.innoform.de<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Design-Vielfalt f\u00fcr nachhaltige Marken-Botschaften<\/strong><br>\u00bbNachhaltigkeit sichtbar machen\u00ab war das Vortragsthema von Volker Muche (pacoon Sustainability Concepts&nbsp;PSC). Um die Wahrnehmung am Point of Sale buhlen neben Nachhaltigkeit noch andere Nutzenversprechen. Volker Muche zeigte anhand von Anwendungsf\u00e4llen auf, wie nachhaltiges Grafikdesign austariert wird und welche grafischen Stellgr\u00f6\u00dfen daf\u00fcr von besonderer Relevanz sind.&nbsp;Im Vordergrund steht die Verpackungskonzeption, ob durch Vermeidung oder Reduzierung von Verpackungsmaterial, Verbesserung der Recyclingf\u00e4higkeit, den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen oder einen kompletten Systemwechsel&nbsp;zu Mehrweg. Eine glaubw\u00fcrdige&nbsp;Nachhaltigkeitskommunikation auf der Verpackung&nbsp;muss dabei auch aus gesetzlichen Anforderungen heraus&nbsp;auf belastbaren Fakten des zugrundeliegenden Verpackungssystems basieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verl\u00e4ssliche Farbmessung auf unterschiedlichen Substraten<\/strong><br>Der Zugang zu Farbvorgaben und ihren Toleranzen im Verpackungsdruck muss f\u00fcr alle Beteiligten leicht erreichbar sein. Heute werden CxF Daten in sehr vielen Applikationen f\u00fcr unterschiedlichste Substrate verwendet, beschrieb Frank Beuleke (X-Rite GmbH) die aktuelle Situation im Verpackungsdruck. Bereits in der Vorstufe werden sie zum Profilieren oder Proofen eingesetzt, als auch zur Rezeptierung der Farben sowie in der Qualit\u00e4tskontrolle. Als eindeutige digitale Referenzen ersetzen sie gedruckte Vorlagen, ohne den Nachteil zu besitzen, dass sie variieren, indem sie altern. Mit diesen CxF-Vorgaben l\u00e4sst sich die Erwartungshaltung an gedruckte Farbt\u00f6ne besser steuern. In Clouds dienen sie als global und zentral verf\u00fcgbare Standards zur Farbkommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Recyclinggerechte Druckfarben<\/strong><br>Die in den Verpackungsdruckfarben eingesetzten Bindemittel bestimmen den Recyclingprozess und die Rezyklat-Qualit\u00e4t des bedruckten Verpackungsmaterials, stellte Dr. Annett Kaeding-Koppers (AKK Innovation) an den Anfang ihres Vortrages. Gegen\u00fcber nicht hitzebest\u00e4ndigen Druckfarben auf Nitrocellulose-Basis k\u00f6nnen hitzebest\u00e4ndige Druckfarben auf Polyurethan- oder PVB-Basis direkt mechanisch recycelt werden. K\u00f6nnte das Granulat zuk\u00fcnftig auch in Automobilkomponenten eingesetzt werden, oder wieder in Verpackungen?<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu fehlt es im Wesentlichen an einer Designver\u00e4nderung, korrekten Guidelines und noch an Firmen, die eine Vorreiterrolle mit rezyklierten Granulaten \u00fcbernehmen. W\u00e4re dies erfolgreich umgesetzt, k\u00f6nnen gesetzliche Vorgaben daraufhin weiterentwickelt und Sortier- und Recycling-Prozesse entsprechend angepasst werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zentralzylinder Offset-Maschinen f\u00fcr die flexible Verpackung<\/strong><br>Die Vorteile, die der Zentralzylinder Offsetdruck mit der Comexi Offset CI Evolution im Verpackungsdruck bietet, hob Stefan Faktor (Eumatex) hervor. Das Offset-Druckverfahren unter Nachhaltigkeits-Aspekten betrachtet besitzt Vorteile durch seine l\u00f6semittelfreie Technologie, den geringeren Energieverbrauch und einen geringeren CO2-Aussto\u00df. Im Qualit\u00e4tsbereich sind es vor allem die feinen Rasterverl\u00e4ufe, die im Offset problemlos m\u00f6glich sind. Beim Kostenvergleich geben die g\u00fcnstigeren Druckformen den Ausschlag zugunsten des Offsetdrucks. Zudem besticht der Offsetdruck durch seine k\u00fcrzeren Prozesszeiten in der Plattenherstellung und die Kombinationsm\u00f6glichkeit unterschiedlicher Motive in einer Form. Hinsichtlich Effizienz und Automatisierung ist es das automatische R\u00fcsten mit Robotereinsatz sowie der einfache Farbwechsel mit automatischem Waschsystem, das den CI-Offset f\u00fcr den Verpackungsdruck interessant macht. Weltweit wurden bislang bereits 27 Maschinen dieses Typs verkauft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wasserloses EB Offset Drucksystem<\/strong><br>Der Vortrag von Itsue Yanagida (Toray International Europe GmbH) f\u00fcgte sich nahtlos in die Vorteile des Offset CI-Verpackungsdrucks ein. Verglichen mit dem Tiefdruck betr\u00e4gt der CO2-Aussto\u00df des EB-Offsetdrucks nur ein F\u00fcnftel und gegen\u00fcber dem Flexodruck nur ein Drittel. Die Innovation im Farbenbereich liegt in der Entwicklung eines Harzes f\u00fcr wasserauswaschbare EB-Farben, das sich mit einer Reinigungsl\u00f6sung auf Wasserbasis abwaschen l\u00e4sst. Da weder die Elektronenstrahl h\u00e4rtende Farbe noch die Reinigungsl\u00f6sung auf Wasserbasis L\u00f6semittel enthalten, ist der gesamte Druckprozess v\u00f6llig VOC-frei. Zudem k\u00f6nnen die aus Aluminium hergestellten Platten im Kreislauf gef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alles Bio (abbaubar) oder was?<\/strong><br>Bioabbaubare Polymere war das Thema von Prof. Dr.-Ing. Michael Herrenbauer (Hochschule der Medien). Generell unterteilen sich die Rohstoffe in biogene (Rohstoffe pflanzlichen Ursprungs) und biologisch abbaubare Rohstoffe. Sie haben ihre Schnittmenge bei den bioabbaubaren, nachwachsenden Rohstoffen. Bei ihrem Zerfall spalten Enzyme Polymerketten an der Kunststoffoberfl\u00e4che, wodurch sich Kettenbruchst\u00fccke l\u00f6sen. Im Kompost lassen sich Fragmente daraus in einer Teilchengr\u00f6\u00dfe von &gt; 1mm finden. Sie zerfallen weiter in CO2, Wasser und Methan, d.h. aus ihren Rohstoffen entsteht kein Kompost wodurch kein Verwertungs-Kreislauf nachwachsender Rohstoffe vorliegt. Auch bei der Frage nach der Vermeidung der Verschmutzung der Weltmeere sind Biopolymere keine L\u00f6sung. Aus diesen Gr\u00fcnden muss auch f\u00fcr Biopolymere das Recycling der bevorzugte Entsorgungspfad sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Zukunft der (Verpackungs-) Druckvorstufe mit k\u00fcnstlicher&nbsp;Intelligenz<\/strong><br>\u00bbK\u00fcnstliche Intelligenz ist die \u00dcbertragung menschlichen Denkens auf Computer, um eigenst\u00e4ndig Antworten zu finden und Probleme zu l\u00f6sen\u00ab definiert Ingo Beutler (Saueressig Group) den h\u00e4ufig verwendeten Begriff. Ziel der KI in der Druckvorstufe ist es, diese zu vereinfachen. So wurden bei Saueressig Algorithmen&nbsp;entwickelt und trainiert, um bestimmte Fehler in der Druckvorstufe auszuschlie\u00dfen. H\u00e4ufig angewandte Technik ist die Suche nach vergleichbaren Daten (Simularity Search). Auch die Analyse identischer Druckwerkzeuge (Commonality Search) dient einer kosteneffizienteren Produktion. Dazu geh\u00f6rt die schnelle Analyse von Wechselfarben oder der Bildvergleich mit einer unbekannten Anzahl an Referenzen. Zudem befasst sich die KI mit Imagecreation, um frei erfundene Bilder aus unterschiedlichen Teilbildern zusammenzusetzen. Diese k\u00f6nnen ohne einen Versto\u00df gegen Pers\u00f6nlichkeitsrechte publiziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dieter Finna \u00b7 Pack.Consult (www.pack-consult.org)<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vielfalt rund um die Themen Design, PrePress, Druckfarben, Druckverfahren und konventionelle Maschinentechnik zog die Teilnehmer in ihren Bann. Besondere Beachtung fand die Frage nach der Relevanz gedruckter Verpackungen in Zukunft. Das Supermarktregal hat sein Alleinstellungsmerkmal als ultimativer Point of Sale verloren, lautete die provokante These eines Fachvortrages. 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