{"id":10662,"date":"2022-12-21T08:00:00","date_gmt":"2022-12-21T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=10662"},"modified":"2023-06-09T15:37:30","modified_gmt":"2023-06-09T14:37:30","slug":"nachlese-teil-2-8-expertentreff-verpackungsdruck-vielfalt-wagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2022\/12\/21\/nachlese-teil-2-8-expertentreff-verpackungsdruck-vielfalt-wagen\/","title":{"rendered":"Nachlese Teil 2: 8. Expertentreff Verpackungsdruck &#8211; Vielfalt wagen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>E-Commerce ist gekommen, um zu bleiben<\/strong><br>Die These von Stefan Hil\u00df (Linked2Brands) eingangs seines seinen Vortrag lautete: \u00bbDas Supermarktregal hat sein Alleinstellungsmerkmal als ultimativer Point-of-Sale verloren\u00ab. E-commerce hat sich als zweiter POS f\u00fcr FMCG etabliert. Dazu m\u00fcssen die Verpackungen digital aufbereitet werden, indem computergenerierte Bilder direkt aus der nativen Artwork-Datei erstellt werden bzw. f\u00fcr Smartphones sogenannte Mobile Ready Hero Images als zentrale visuelle Assets erstellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Budget f\u00fcr die Produktpr\u00e4sentation splittet sich in den Aufwand f\u00fcr die Erstellung der physischen Verpackung und den Produktauftritt des \u00bbDigital Twins\u00ab. In beiden F\u00e4llen sollen die Konsumenten die gleiche User Experience erhalten. Dies schl\u00e4gt sich in j\u00fcngster Zeit verst\u00e4rkt in der einfacheren Aufmachung der physischen Verpackung nieder. Unterst\u00fctzt wird dieser Trend noch von weiteren Einflussfaktoren, z.B. der Nachhaltigkeit einer Verpackung. In dieser neuen Realit\u00e4t droht der gedruckten Verpackung im Supermarktregal ein Verlust an Relevanz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Digitaldruck als innovatives Verpackungs-Konzept begreifen<\/strong><br>Wo l\u00e4sst sich Digitaldruck heute anwenden, war das Thema des Vortrages von Thomas Bucher und Mark Weller (HP Deutschland GmbH). Er bietet sich vornehmlich an, um den analogen Druck bei Kleinauflagen zu entlasten, beispielsweise bei Vorabproduktionen f\u00fcr Markteinf\u00fchrungen. Die Anwendungsbreite geht \u00fcber die gesamte Produktpalette des Verpackungsdrucks. Die digitalen Gesch\u00e4ftsmodelle bedeuten f\u00fcr den Drucker neue Herausforderungen, die Auseinandersetzung mit Workflow Automatisierung, neuen Vertriebsmodellen und der Produktion zahlreicher Kleinauftr\u00e4ge pro Tag. Oftmals wird der Digitalduck in Profitcenter ausgelagert, um dort die Kleinauftr\u00e4ge zu fertigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in der Verpackungsbranche wird es zunehmend schwieriger, Fachkr\u00e4fte zu bekommen. F\u00fcr neue Medien wie Digitaldruck ist die Anwerbung von Fachkr\u00e4ften einfacher, zudem sind Schulungen f\u00fcr die Operator in wenigen Wochen m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lebensmittelverpackungen aus Papier digital bedrucken<\/strong><br>Papierbasierte Verpackungen liegen aus Gr\u00fcnden der Nachhaltigkeit im Trend, konnten aber von der Trockentoner-Technologie bisher nicht abgedeckt werden, erl\u00e4uterte Frank Jacobs (Xeikon Manufacturing NV) die Situation. Die bislang eingesetzten Trockentoner schmelzen beim Versiegeln und hinterlassen Verf\u00e4rbungen auf den Papierverpackungen. Zudem verschmutzen sie die Siegelwerkzeuge. Mit der neuentwickelten Titon Trockentoner-Technologie wurde eine Systeml\u00f6sung aus Toner- und Maschinentechnologie f\u00fcr siegelf\u00e4hige Papierverpackungen entwickelt. Der Titon Trockentoner polymerisiert durch LED Bestrahlung und kann dadurch beim Siegeln nicht mehr schmelzen. Er ist thermal, chemisch und mechanisch best\u00e4ndig. Zum Einsatz kommt die Titon Trockentoner-Technologie auf Xeikon CX500t Druckmaschinen, die mit einer zus\u00e4tzlichen LED-Trocknung ausger\u00fcstet sind. Die Titon Trockentoner sind migrationsgetestet und lebensmittelecht. Die damit bedruckten Papierverpackungen sind recyclebar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laserbearbeitung f\u00fcr Flexible Verpackungen<\/strong><br>Bevor Hendrik Kleinfeldt (LasX Europe GmbH) auf die Entwicklung hoch performanter Laserbearbeitungsprozesse einging, stellte er kurz die Prozesse des Ritzens, Schneidens und der Mikroperforation vor. Die Eindringtiefe beim Ritzen&nbsp; ist sehr pr\u00e4zise einstellbar und eignet sich f\u00fcr die allermeisten Kunststoffmaterialien.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann ging er auf die Anwendungen wie Easy Open, dem Einritzen von Beutelfolien zum gerichteten Aufrei\u00dfen, oder der Perforation von Shrinksleeves ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mikroperforation als dritte Einsatzvariante von Lasern dient dem Gasaustausch in einer Verpackung und sorgt so f\u00fcr eine l\u00e4ngere Haltbarkeit. Sie wird auch bei Rapid-fill L\u00f6sungen eingesetzt oder um Ventile f\u00fcr Kaffeeverpackungen aufzubringen. Zudem werden Laser f\u00fcr Markierungsanwendungen oder f\u00fcr das Einbringen variabler Daten eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Recyclebare Barrierefolien beim Converter produzieren<\/strong><br>Den verfahrenstechnischen Durchbruch, Barriereschichten auf MDO-PE-Folien im Flexo- bzw. Tiefdruck aufzutragen, pr\u00e4sentierte Dr. Holger Kreilkamp (Windm\u00f6ller &amp; H\u00f6lscher KG). Die im Druck eingesetzten Barrierelacke bestehen aus dem wasserl\u00f6slichem synthetischen Polymer PVOH. Die Herausforderung beim Auftragen von Barrierelack ist der niedrige Festk\u00f6rperanteil. Deshalb ist ein hohes Nassauftragsgewicht notwendig, um eine homogen geschlossene, fehlerfreie Oberfl\u00e4che mit ausreichend hoher Schichtdicke zu erreichen. Der Barrierelack-Auftrag ist durch die Erh\u00f6hung der Wertsch\u00f6pfungstiefe f\u00fcr Converter ein wirtschaftlich interessantes Verfahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum nicht gleich das Produkt zur Farbvorlage machen?<\/strong><br>Wie l\u00e4sst sich der Prozess der grafischen Verpackungsentwicklung kosteng\u00fcnstiger, schneller und zudem nachhaltiger gestalten? Diese Frage beantwortete Bj\u00f6rn Kammert\u00f6ns (B.Packed) mit einer Farbkommunikation, in der Farbvorlagen mit den Bedruckstoffen und den Druckverfahren abgeglichen werden. Dazu hat L\u2018Or\u00e9al einen Prozess entwickelt, der mit der Definition und dem Digitalisieren der Soll-Farben durch direktes Messen \u00fcber das Spectrophone 2 Pro Messger\u00e4t beginnt. In weiteren Stufen erfolgt die Kommunikation der Farbdaten mit Agentur, PrePress und Druck sowie die \u00dcberpr\u00fcfung auf Machbarkeit mit der Druckerei. Erst danach werden die Soll-Farben final festgelegt und f\u00fcr den Druck ausgearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachhaltig Drucken \u2013 und das bei immer kleiner werdenden Auftragsgr\u00f6\u00dfen!<\/strong><br>Die Automatisierung von Druckprozessen, war das Thema von Thomas Reckert (Bobst Meerbusch GmbH). OneECG Tiefdruck vervollst\u00e4ndigt die Extended Color Gamut Printing (ECG) bei Bobst. Es geht um den Druck mit bis zu 7 Farben (CMYK + Orange + Gr\u00fcn + Violett). oneECG&nbsp;steht f\u00fcr die vollst\u00e4ndige digitale Automatisierung beim Druck im erweiterten Farbraum. Die Vorteile liegen in einer au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Farbqualit\u00e4t und -konsistenz, der Flexibilit\u00e4t \u00fcber Substrate hinweg, der Farbabstimmung mit nur geringen Anpassungen auf der Druckmaschine. Durch die vollst\u00e4ndige Prozessautomatisierung sind die Abl\u00e4ufe unabh\u00e4ngig von den F\u00e4higkeiten des Bedieners und f\u00fchren zu einer hohen Maschinenverf\u00fcgbarkeit, bei geringsten Materialeinsatz beim R\u00fcsten der Maschine.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschluss der Veranstaltung fasste Karsten Schr\u00f6der wie immer gekonnt und unterhaltsam die Kernaussagen der Vortr\u00e4ge zusammen. Mit wieder steigenden Teilnehmerzahlen wird der Expertentreff auch im n\u00e4chsten Jahr ein Highlight im Veranstaltungskalender der Verpackungsdrucker sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier geht es zum Finale.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Finale Karsten Schr\u00f6der VD-11-22\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/782509518?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"500\" height=\"281\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Teil 1 finden Sie hier: <a href=\"https:\/\/www.inno-talk.de\/blog\/2022\/12\/08\/nachlese-tag-1-8-expertentreff-verpackungsdruck-vielfalt-wagen\/\">InnoTalk | Nachlese Tag 1: 8. Expertentreff Verpackungsdruck \u2013 Vielfalt wagen (inno-talk.de)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dieter Finna \u00b7 Pack.Consult (www.pack-consult.org)<\/strong> leicht \u00fcberarbeitet von Karsten Schr\u00f6der<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.innoform-coaching.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>E-Commerce ist gekommen, um zu bleibenDie These von Stefan Hil\u00df (Linked2Brands) eingangs seines seinen Vortrag lautete: \u00bbDas Supermarktregal hat sein Alleinstellungsmerkmal als ultimativer Point-of-Sale verloren\u00ab. E-commerce hat sich als zweiter POS f\u00fcr FMCG etabliert. 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