{"id":11181,"date":"2023-06-26T14:45:54","date_gmt":"2023-06-26T13:45:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=11181"},"modified":"2023-06-27T09:55:37","modified_gmt":"2023-06-27T08:55:37","slug":"pe-und-pp-beutel-sollen-ab-september-nicht-mehr-als-recyclingfaehig-gelten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2023\/06\/26\/pe-und-pp-beutel-sollen-ab-september-nicht-mehr-als-recyclingfaehig-gelten\/","title":{"rendered":"PE- und PP-Verpackungen sollen ab September nicht mehr als recyclingf\u00e4hig gelten"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Konsultationsverfahren f\u00fcr den neuen Mindeststandard ist er\u00f6ffnet<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Alle flexiblen Verpackungen aus PE und PP, die kleiner als DIN A4 sind sowie die gro\u00dfformatigen Folien (>DIN A4) aus PP werden mit der G\u00fcltigkeit des neuen Mindeststandards ab September als nicht mehr recyclingf\u00e4hig eingeordnet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das gleiche gilt auch f\u00fcr starres PET-A f\u00fcr Monolayer, starres und expandiertes Polystyrol sowie alle faserbasierten Verbundverpackungen, wozu z. B. kaschierte Faltschachteln (f\u00fcr TK-Produkte), Kombidosen oder beschichtete Papiere (z. B. Trockensuppenbeutel und Puddingpulvert\u00fctchen) geh\u00f6ren. Um weiterhin als recyclingf\u00e4hig zu gelten, muss f\u00fcr diese Verpackungstypen und Materialien nun zwingend ein Einzelnachweis erbracht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grund f\u00fcr diese \u00fcberraschende Neubewertung ist der Wegfall der bisherigen Spalte 3b im neu ver\u00f6ffentlichten Konsultationsentwurf zum kommenden Mindeststandard.<\/p>\n\n\n\n<p>Bisher gab es eine dreiteilige Bewertung der vorhandenen Stoffstr\u00f6me, ausgedr\u00fcckt durch die Spezifikationsnummern. Eine Verpackung kann nur dann hinsichtlich ihrer Recyclingf\u00e4higkeit bemessen werden, wenn sie einem entsprechenden Sortierstrom zuzuordnen ist. Dabei gibt es die einfach zu sortierenden Hauptstr\u00f6me wie starres PE und PP, die von mehr als 80 % der Sortieranlagen bedient werden, die zugeh\u00f6rigen Fraktionsnummern finden sich in Spalte 3a und werden als \u201evorhanden\u201c bezeichnet. In der Spalte 3c &#8211; bisher bezeichnet \u201enur im Einzelfall\/marginal\u201c &#8211; sind, einer Untersuchung des UBA zufolge, nur ca. 20 % der bundesweiten Sortierkapazit\u00e4ten vorhanden. F\u00fcr diese Sortierfraktion gab es bisher die freiwillige M\u00f6glichkeit des Einzelnachweises. Die Spalte 3b sammelte alle \u00fcbrigen Sortierkapazit\u00e4ten zwischen 20 % bis 80 % ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die neue Zweiteilung l\u00e4sst zuk\u00fcnftig jetzt nur noch entweder \u201evorhanden\u201c oder \u201ebegrenzt\/im Einzelfall\u201c zu und fordert verpflichtend den Einzelnachweis.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ein Einzelnachweis ist, wird im Mindeststandard, unterst\u00fctzt durch zwei Beispiele, d\u00fcrftig beschrieben. Letztlich bedeutet es, dass der Inverkehrbringer sich von seinem dualen System nachweisen lassen muss, dass die lizenzierte Verpackungsmenge auch wirklich einem hochwertigen werkstofflichen Recycling zugef\u00fchrt wird, unter Nachweis aller Mengenbelege. Diese zus\u00e4tzliche Dienstleistung verursacht f\u00fcr den Kunden zus\u00e4tzliche Kosten und ist auch nicht von allen dualen Systemen zu leisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem ist absehbar, dass es gar nicht ausreichend gro\u00dfe \u00c4quivalenzmengen f\u00fcr alle systembeteiligungspflichtigen Verpackungen geben wird. Das bedeutet, dass relevante Mengen der bisher im Wertstoffstrom sortierten und recycelten Verpackungen, wie z. B. Faltschachteln, Beutel und Folien, als nicht mehr recyclingf\u00e4hig gelten und gem\u00e4\u00df \u00a721 mit noch h\u00f6heren Geb\u00fchren belegt werden k\u00f6nnen. Und wenn die neue Europ\u00e4ische Verpackungsverordnung in Kraft tritt, d\u00fcrfen Verpackungen, die nicht zu mindestens 70 % als recyclingf\u00e4hig gelten, nicht mehr in Verkehr gebracht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Positiv ist, dass es sich ja aktuell um einen <strong>Entwurf<\/strong> handelt, die Inverkehrbringer also noch die M\u00f6glichkeit haben, sich mit einem Einwand an die Zentrale Stelle Verpackungsregister zu wenden und diese Regelung abzulehnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir kl\u00e4ren auf in unseren Webseminar: <br><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/webseminar\/konsultationsverfahren-zum-geplanten-neuen-mindeststandard-2023-laeuft-2023\">Konsultationsverfahren zum geplanten neuen Mindeststandard 2023 l\u00e4uft<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Gastbeitrag von Sonja B\u00e4hr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konsultationsverfahren f\u00fcr den neuen Mindeststandard ist er\u00f6ffnet Alle flexiblen Verpackungen aus PE und PP, die kleiner als DIN A4 sind sowie die gro\u00dfformatigen Folien (>DIN A4) aus PP werden mit der G\u00fcltigkeit des neuen Mindeststandards ab September als nicht mehr recyclingf\u00e4hig eingeordnet werden k\u00f6nnen. 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