{"id":181,"date":"2011-08-30T09:30:00","date_gmt":"2011-08-30T09:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=181"},"modified":"2016-01-26T15:00:12","modified_gmt":"2016-01-26T15:00:12","slug":"standbeutel-in-der-verpackungsindustrie-eine-einschatzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2011\/08\/30\/standbeutel-in-der-verpackungsindustrie-eine-einschatzung\/","title":{"rendered":"Standbeutel in der Verpackungsindustrie"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Artikel aus der Innoform InnoLetter Reihe<br \/>\n<strong>von Henno Hensen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Entwicklung des Standbeutels<\/strong><br \/>\n1962 ist der Standbeutel als Doy-Pack von den Br\u00fcdern Doyen in Frankreich patentiert worden. Bis zum Beginn des Erfolges von, durch und mit Capri-Sonne Ende der 60er Jahre war er ein unbedeutendes Packmittel und als Packung f\u00fcr Fl\u00fcssigkeiten kaum bekannt. Als das Patent 1980 auslief, hatte der einzige Lizenznehmer, die Wild Gruppe in Heidelberg, wichtige Schritte zum Schutz der eigenen Marke eingeleitet: Nun ist der 200 ml Capri Sonne Beutel in Verbindung mit Fruchtsaft ein weltweit gesch\u00fctztes Geschmacksmuster und Markenrecht.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich hat Wild ein Patent auf die Fertigung des Loches zum leichten Einstechen des Trinkhalms und bietet f\u00fcr den Beutel einen kompletten Service von den Grundstoffen des Fruchtsafts bis zur Endverpackung an. Auf der Basis dieses Schutzanspruchs erlebte der Capri Sonne Beutel durch Lizenzen von Wild auf der ganzen Welt ab 1980 einen unvergleichlichen Aufschwung. 1980 wurden bei Wild bereits 600 Millionen Beutel verarbeitet.<\/p>\n<p>Gleichzeitig blockiert aber der Patentschutz dieses Beutels in seiner Form und Gr\u00f6\u00dfe durch das zeitlich unbegrenzte Markenrecht eine weitere Verbreitung dieser Verpackungsform. Der Patentschutz hat bis heute Bestand und wird auch von den Wildwerken verteidigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Capri-Sonne-ALLE.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-185 aligncenter\" title=\"Capri Sonne ALLE\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Capri-Sonne-ALLE.png\" alt=\"\" width=\"630\" height=\"253\" \/><\/a><\/strong>\u00dcberall auf der Welt ist Capri-Sonne zu finden und wenn eine Lizenz an ein weltweit auftretendes Unternehmen vergeben wird wie Kraft Foods, kann das\u00a0 bei entsprechenden Mengen und guten Konditionen zu einem neuen Namen wie Kool-Aid und Tang f\u00fchren. Trotzdem unterliegt der Beutel in der Gr\u00f6\u00dfe und Form \u00a0dem Schutz des Geschmacksmusters solange der Inhalt mit Fruchtsaft zu tun hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/USA-ALLE.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-186 aligncenter\" title=\"USA ALLE\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/USA-ALLE.png\" alt=\"\" width=\"394\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/USA-ALLE.png 960w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/USA-ALLE-300x178.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 394px) 100vw, 394px\" \/><\/a>Unter dieser starken Kontrolle des Erfolgssegmentes Getr\u00e4nke hat Wild f\u00fcr sich und diese Packungsform eine Erfolsstory geschrieben. Allerdings haben sich Getr\u00e4nke im Beutel durch den Patentschutz vorwiegend zum Wohle von Wild fortentwickelt. Den Versuch den Schutz zu umgehen, belegen auch die Wege von Minute Maid (ein Produkt von Coca-Cola) und Farmers Market, die in dem Beutelgesch\u00e4ft Fu\u00df gefasst haben. Dazu wurde der Beutel in seiner Form ge\u00e4ndert. Zus\u00e4tzlich wurde zum Einstechen des Trinkhalms eine Bodenfalte auch im Kopf eingef\u00fchrt bzw. ein Laserloch eingebracht, um das Material zur Entnahme zu schw\u00e4chen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/USA-ALLE-Minute-Maid-Farmers.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-189\" title=\"USA ALLE Minute Maid Farmers\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/USA-ALLE-Minute-Maid-Farmers.png\" alt=\"\" width=\"404\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/USA-ALLE-Minute-Maid-Farmers.png 988w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/USA-ALLE-Minute-Maid-Farmers-300x234.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 404px) 100vw, 404px\" \/><\/a>Der Endverbraucherpreis f\u00fcr den Karton mit 10 Beuteln liegt heute in den USA bei US $ 2,20. Dieser ungew\u00f6hnlich niedrige Preis ist nur dann zu erreichen, wenn von der Folienherstellung bis zur Endverpackung jedes Einsparungspotential ausgesch\u00f6pft wird. Das wiederum ist nur dank der enorm gestiegenen Mengen durchsetzbar. Dies gilt f\u00fcr alle Hersteller Wild, Kraft Foods, Minute Maid und Formers Market.<\/p>\n<p>Ein kleiner Teil an Fruchtsaft im Beutel\u00a0 von unter 5% wird in Japan unter dem Namen Cheerpack verkauft. Dies ist ein Beutel mit einem Ausgie\u00dfer und einer Konstruktion mit zwei Seitenfalten. Der Verkaufspreis ist entsprechend 3-mal h\u00f6her als der klassische Capri Sonne Beutel, auch wenn der Cheerpack keine Standf\u00e4higkeiten hat. \u00a0Die ist besonders auf den Wiederverschluss und die Marktgegebenheiten in Japan zur\u00fcck zu f\u00fchren. Unter dem Namen Guala wird in Europa ein \u00e4hnliches Produkt mit Ausgie\u00dfer verkauft. Die nachstehend abgebildeten Beutel erfreuen sich besserer Preise, sind aber wenig bekannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Cheerpack-und-Disney-Schokomilch.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-190\" title=\"Cheerpack und Disney Schokomilch\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Cheerpack-und-Disney-Schokomilch.png\" alt=\"\" width=\"517\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Cheerpack-und-Disney-Schokomilch.png 1259w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Cheerpack-und-Disney-Schokomilch-300x180.png 300w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Cheerpack-und-Disney-Schokomilch-1024x614.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 517px) 100vw, 517px\" \/><\/a> Alle Abbildungen vom Autor erstellt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weltverbrauch 1998\u00a0 6 Milliarden 1998\u00a0 und 25 Milliarden in 2006<\/strong><br \/>\n<strong>Das entspricht einer Steigerung von 23% pro Jahr<\/strong><br \/>\nDer erste Balken der nachstehenden Graphik ist fast ausschlie\u00dflich mit dem Produkt von Wild besetzt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Weltverbrauch-Grafik-1998.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-191 alignleft\" title=\"Weltverbrauch Grafik 1998\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Weltverbrauch-Grafik-1998.png\" alt=\"\" width=\"493\" height=\"276\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die mengenm\u00e4\u00dfig so positive Entwicklung von Getr\u00e4nken in Beuteln (vorwiegend ohne Ausgie\u00dfer), ist vorwiegend durch Wild und sein unvergleichliches Marketingkonzept erreicht worden. Die enormen Mengenzuw\u00e4chse insbesondere zu Beginn der 90er Jahre sind aber auch der Umweltdiskussion geschuldet, in der nicht nur der Milchkarton sein umweltfreundliches Image bekam sondern auch der Schlauch- und Standbeutel. Das positive Image des Beutels der nicht mit Pfand belastet ist, ist ein Erfolg der Wild Gruppe.<\/p>\n<p><strong>Und in Europa sieht die Entwicklung so aus:<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Entwicklung-Europa-Grafik.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-192\" title=\"Entwicklung Europa Grafik\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Entwicklung-Europa-Grafik.png\" alt=\"\" width=\"597\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Entwicklung-Europa-Grafik.png 981w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Entwicklung-Europa-Grafik-300x170.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 597px) 100vw, 597px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p>Eine Steigerung der j\u00e4hrlichen Verbrauchsmengen des Standbeutels in allen Segmenten um mehr als das 10fache in 12 Jahren von 1,8 Milliarden in 1995 auf 4,5 Milliarden in 1999, auf 9 Milliarden in 2002 und bis auf 19 Milliarden in 2007 ist ebenso au\u00dfergew\u00f6hnlich und setzt sich weiter fort. Dies ist umso erstaunlicher, weil zur gleichen Zeit die PET Flasche bei Getr\u00e4nken Einzug hielt.<\/p>\n<p>In der Gesamtheit haben die Standbeutel seit mehr als 20 Jahren eine Steigerung erfahren, die dem DAX zur Ehre gereichen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle der Graphiken: Allied Development Corp.<\/p>\n<p><strong>Worin liegt das Geheimnis dieses Zuwachses?<\/strong><br \/>\nUnter diesem Mengenzuwachs ist auch die Preisentwicklung zu beachten, denn der Kostenblock des Materials sinkt bei standardisierten Qualit\u00e4ten und steigenden Mengen erheblich. Dies belegt der geschilderte Erfolg des Getr\u00e4nkebeutels, der auch deshalb so erfolgreich ist, weil die Packungsform und Gr\u00f6\u00dfe sowie die Materialzusammensetzung standardisiert wurden. Gleiches hat sich inzwischen mit dem Portionsbeutel 80 und 100 Gramm f\u00fcr Katzenfutter ergeben, der inzwischen ebenfalls in gro\u00dfen Mengen verkauft wird und das Volumen des Capri Sonne Beutels eingeholt hat.<\/p>\n<p>Sicherlich ist hier auch Marketing ein wichtiges Tool. Mit seinen Begr\u00fcndungen in \u00f6kologischer und qualitativer Hinsicht ist dem Verbraucher diese Packungsform im Regal \u00a0nahe gebracht worden. Inzwischen ist auch der Preis der Verpackung bei den 80 und 100 Gramm Katzenfutterbeuteln ein erheblicher Kaufanreiz geworden. Die Industrie gibt inzwischen offensichtlich die logistischen Vorteile und die energetischen Einsparungen beim Autoklavieren an den Verbraucher weiter. Dies f\u00fchrt zu schrumpfenden Mengen von Dose und Tray zugunsten des Beutels.<\/p>\n<p><strong>SWOT des Standbeutels:<\/strong><br \/>\nDer Standbodenbeutel hat den au\u00dfergew\u00f6hnlichen Vorteil, dass er in seiner Form dem Inhalt angepasst werden kann, was dem Marketing unvergleichliche M\u00f6glichkeiten zur Unterscheidung seines Produktes gibt. Nicht das Etikett der Dose ist das einzige Unterscheidungsmerkmal am POS sondern das gesamte Kleid des Produktes kann wirken.<\/p>\n<p>Hinzu kommen die unterschiedlichen Barriereeigenschaften der Folie, die dem Marketingmanager noch einmal zus\u00e4tzlich alle M\u00f6glichkeiten zur Unterscheidung geben, bis hin zu einem Fenster um das Produkt zu zeigen.<\/p>\n<p>Diese Vielfalt der M\u00f6glichkeiten zur Gestaltung der Packung hat den Nachteil, dass der Standbeutel mit Erreichen aller dieser Unterscheidungsmerkmale keine Standardisierung erreichen kann. Damit wird die Erwartung eines preiswerten Packmittels nicht erreicht. Gewicht und Leervolumen sowie logistische Vorteile bei Lagerung und Transport n\u00e4hren diese Erwartung. Nur das von Wild zuerst so erfolgreiche Standardisieren f\u00fchrt zu einem Mengenzuwachs, der nur dann seine Auswirkungen in einem niedrigen Preis der Packung findet.<\/p>\n<p>Hinzu kommt der Ruf nach Hochleistungsanlagen, die Beutel so schnell f\u00fcllen und verpacken k\u00f6nnen, wie dies in der Konservenindustrie \u00fcblich ist. Inzwischen gibt es Anbieter, die 1000 Beutel und mehr pro Minute verarbeiten k\u00f6nnen. Trotzdem gibt es wegen der so unterschiedlichen Formen und Folien noch keine allgemein g\u00fcltigen L\u00f6sungswege.<\/p>\n<p>Es wird \u00fcber Form-Fill-Seal geredet, F\u00fcllen-Verschwei\u00dfen ist eine weitere Variante und F\u00fcllen-Verschrauben wird ebenso angeboten. All diese L\u00f6sungswege werden von einer Vielzahl von Anbietern unterst\u00fctzt und tragen zur Verwirrung der Entscheider bei.<\/p>\n<p>Deshalb ist es unabdingbar notwendig, dass all diese vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten und Anforderungen an diese Packungsform mit den technischen Machbarkeiten koordiniert und geb\u00fcndelt werden. Dieses wiederum fordert von dem Packmittelhersteller eine au\u00dfergew\u00f6hnliche breite Wissensbasis, um den Auftraggeber umfassend beraten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nicht nur das Wissen um Folie, Druck und die Vielfalt in der Formgebung muss beherrscht werden, sondern auch die Einfl\u00fcsse des Produktes auf das Packmittel bei seiner Herstellung und Verbringung in die Packung sind ebenso eine Wissensnotwendigkeit. Gleichzeitig ist der permanente Kontakt zu den verschiedenen Anbietern von F\u00fcll- und Verpackungsmaschinen stets zu aktualisieren, um dieses Packmittel erfolgreich verkaufen zu k\u00f6nnen. Hinzu kommt noch der Wiederverschluss f\u00fcr den Beutel, der eine zus\u00e4tzliche Anforderung an die Wissensbasis des Verk\u00e4ufers stellt.<\/p>\n<p>Weil diese Packungsform seit 20 Jahren \u00fcberdurchschnittliche Zuwachsraten aufweist, sind viele neue Anbieter auf dieses Packmittel und die Maschinen aufmerksam geworden. Das f\u00fchrt\u00a0 naturgem\u00e4\u00df dazu, dass es dem Entscheider zunehmend schwer f\u00e4llt, die richtige L\u00f6sung f\u00fcr sein Produkt zu finden.<\/p>\n<p>Nicht hinreichendes Fachwissen und der kommerzielle Druck f\u00fchrt bei den vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten h\u00e4ufig zu Entscheidungen, die dem Produkt im Beutel nicht gerecht werden. Jeder der Marktteilnehmer verfolgt vorwiegend seine eigenen Interessen, weshalb es immer wieder zu Fehlentwicklungen kommt, die der Gesamtheit dieser Packungsform nicht zutr\u00e4glich sind.<\/p>\n<p><strong>Der Weg zur richtigen L\u00f6sung<\/strong><br \/>\nWenn sich ein Produkthersteller f\u00fcr eine Fl\u00fcssigkeitsverpackung im Standbodenbeutel entscheidet, muss es ihm gelingen die Argumente, die ihm anbieterspezifisch gegeben werden, von den wirklichen Notwendigkeiten seines Produktes zu trennen. Er darf sich keinesfalls nur vom Preis leiten lassen, sondern muss verschiedene Ausgie\u00dfer, verschiedene Folien, verschiedene Beutel- und Folienhersteller nebeneinander stellen. Ebenso muss er auch die Druckverfahren und Fertigungstoleranzen vergleichen und diese mit den produktspezifischen Anforderungen f\u00fcr sein Produkt im Zusammenhang bringen. Weiterhin ist es notwendig diese Notwendigkeiten auf die m\u00f6glichen Maschinenanbieter zum Verarbeiten seines Produktes im Standbodenbeutel zu \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Kaum eine Einkaufsabteilung ist in der Lage dieser Aufgabe gerecht zu werden, weil die stabilen Packmittel standardisiert sind und sich Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten f\u00fcr eine schnelle Entscheidung daf\u00fcr heraus gebildet haben. Dieses gilt f\u00fcr den Milchkarton, f\u00fcr Glas- und PET-Flaschen, als auch f\u00fcr Dosen. Diese Aufgabe wird noch dadurch erschwert, weil das erwartete geringere Kostenniveau des Standbodenbeutels selten mit der Realit\u00e4t \u00fcbereintrifft.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrt auch dazu, dass die kaufm\u00e4nnische Beurteilung dieser Packungsform h\u00e4ufig den technischen Notwendigkeiten durch preiswertere L\u00f6sungen widersprechen, weil kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Komplexit\u00e4t der Gesamtzusammenh\u00e4nge hergestellt wird und erreicht werden kann.<\/p>\n<p>Die Entscheidung, welcher Beutel, in welcher Form, mit oder ohne Ausgie\u00dfer muss vorwiegend nach den Anforderungen des Produkts und seiner Platzierung am POS beeinflusst werden. Die technischen Aspekte zur Verarbeitung des Standbeutels m\u00fcssen ein gr\u00f6\u00dferes Gewicht erhalten und die Diskussion, ob ein vorgefertigter Beutel eingesetzt wird oder ob von der Rolle gefertigt wird, darf nicht allein von kaufm\u00e4nnischen Gesichtspunkten gepr\u00e4gt sein.<\/p>\n<p>Es entstehen sonst unter dem Kostendruck und des kurzfristigen Erfolgszwangs schlechte L\u00f6sungen, die weniger dem eigentlichen Produkt dienlich sind sondern nur den kaufm\u00e4nnischen Notwendigkeiten folgen. Ein altes Produkt in einem neuen Kleid wird erfolgreicher sein als ein neues Produkt in einem unattraktiven Outfit.<\/p>\n<p>Der Beutel in seiner richtigen Anwendung ist eine ideale Verpackung, um ein wertvolles Produkt in seiner Darbietungsform von vergleichbaren Produkten zu unterscheiden. So wird vermieden, dass eine minderwertig anmutende Verpackung das Produkt in eine Abw\u00e4rtsspirale des Endpreises hineingestellt wird. Allerdings kann man dieser Spirale entkommen, wenn eine breite Wissensbasis zur Verf\u00fcgung steht, die f\u00fcr den Standbodenbeutel noch nicht ausreichend etabliert ist.<\/p>\n<p>Die zweite Standbeutel Konferenz in Wiesbaden am 23.\/24. November ist ein idealer Treffpunkt, um die Wissensbasis f\u00fcr Entscheidungstr\u00e4ger zu erweitern und auch neutrale Berater zu finden, die in diesem Feld sachgerechte Unterst\u00fctzung geben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Jurema.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-193\" title=\"Jurema\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Jurema.jpg\" alt=\"\" width=\"492\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Jurema.jpg 2560w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Jurema-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Jurema-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 492px) 100vw, 492px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Hier sind zwei Standbeutel mit 200 Gramm Mais abgebildet, wie sie am Markt sicher gr\u00f6\u00dfere Aufmerksamkeit erreichen w\u00fcrden als eine Blechdose. Diese Studie des Autors mit einem konturierten Beutel und einem Beutel mit Fenster ist nicht am Markt. Sicher ist aber das Produkt attraktiver gezeigt als in eine Dose mit einem Etikett als einziges Unterscheidungsmerkmal. Autoklavierbares Material und der Einsatz einer Barriere mit UV Schutz sind am Markt vorhanden, um diesen Weg zu gehen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>HENSEN CONSULT<\/strong><br \/>\nBeratung f\u00fcr flexible Verpackungen<br \/>\nB\u00fcrgermeister-Spitta-Allee-58F<br \/>\nD-28329 Bremen<br \/>\nTel: 0421 23 33 90<br \/>\nFax: 0421 23 33 53<br \/>\nMobil: 0171 1977 188<br \/>\nE-mail:\u00a0 henno@hensen.de<br \/>\nweb:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 www.hensen-consult.de<br \/>\nMember of www.innonet-partners.eu<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/pages\/start.php\" target=\"_blank\"><strong>Innoform Consulting GmbH<\/strong><\/a><\/p>\n<p>St\u00fcvestra\u00dfe 25<br \/>\nD-49205 Hasbergen<br \/>\nTel: +49 (0) 54 05 \/ 80 76 70<br \/>\nE-Mail: consulting@innoform.de<\/p>\n<p><a href=\"www.innoform.de\" target=\"_blank\">Innoform<\/a> auf:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.xing.com\/net\/innoform\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-240\" title=\"xing\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/xing.jpg\" alt=\"\" width=\"41\" height=\"41\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/xing.jpg 41w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/xing-24x24.jpg 24w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/xing-36x36.jpg 36w\" sizes=\"auto, (max-width: 41px) 100vw, 41px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Innoform.Folienverpackungen\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-237\" title=\"Facebook\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Facebook.png\" alt=\"\" width=\"34\" height=\"34\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Facebook.png 42w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Facebook-24x24.png 24w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Facebook-36x36.png 36w\" sizes=\"auto, (max-width: 34px) 100vw, 34px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/twitter.com\/Innoform_Folie\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-238\" title=\"twitter\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/twitter.jpg\" alt=\"\" width=\"35\" height=\"35\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/twitter.jpg 42w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/twitter-24x24.jpg 24w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/twitter-36x36.jpg 36w\" sizes=\"auto, (max-width: 35px) 100vw, 35px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"www.innoform-coaching.de\/pages\/start.php\" target=\"_blank\">www.innoform-coaching.de\/pages\/start.php<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Ein Artikel aus der Innoform InnoLetter Reihe von Henno Hensen &nbsp; Entwicklung des Standbeutels 1962 ist der Standbeutel als Doy-Pack von den Br\u00fcdern Doyen in Frankreich patentiert worden. 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