{"id":313,"date":"2011-09-14T08:04:11","date_gmt":"2011-09-14T08:04:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=313"},"modified":"2011-10-25T08:02:26","modified_gmt":"2011-10-25T08:02:26","slug":"%e2%80%9cdrucken-und-kaschieren%e2%80%9d-teil-2-von-8-haufig-verwendete-folien-zum-drucken-und-kaschieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2011\/09\/14\/%e2%80%9cdrucken-und-kaschieren%e2%80%9d-teil-2-von-8-haufig-verwendete-folien-zum-drucken-und-kaschieren\/","title":{"rendered":"\u201cDrucken und Kaschieren\u201d (Teil 2 von 8): Eigenschaften und Einsatzgebiete verschiedener Folientypen"},"content":{"rendered":"<p>2. Teil: H\u00e4ufig verwendete Folien zum Drucken und Kaschieren<br \/>\n<strong>Eigenschaften und Einsatzgebiete verschiedener Folientypen<\/strong><br \/>\nvon Karsten Schr\u00f6der, Ansgar Wessendorf<\/p>\n<p><em>Im zweiten Teil dieser Artikelserie \u00fcber die markt\u00fcblichen Arten und Typen synthetischer Folien zur Herstellung von Lebensmittelverpackungen stehen die Eigenschaften und Einsatzgebiete verschiedener Folientypen im Zentrum der Berichterstattung. <\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><strong>Polyvinylchlorid (PVC)<\/strong><br \/>\nPVC ist bei Werkstoffexperten sehr beliebt, das es nicht nur in den Ausf\u00fchrungen Hart-PVC (PVC-U) und Weich-PVC PVC-P verf\u00fcgbar ist, sondern auch nicht so eng an den Roh\u00f6lpreis gekoppelt ist, wie die meisten anderen Kunststoffe. Dies hat seinen Grund darin, da\u00df Ethylenchlorid, der zweite Basisgrundstoff von PVC, ein Reaktionsprodukt von Ethylen mit Kochsalz (NaCl) ist. Dies ist daher in ausreichendem Ma\u00df vorhanden und im Vergleich zum \u00d6l unterliegt es nur geringen Preisschwankungen (Abbildung 1).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/1.-Bild.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-315\" title=\"1. 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Hauptursache daf\u00fcr ist die Diskussion um Weichmacher, auf die hier allerdings nur kurz eingegangen werden kann. Weichmacher halten Kunststoffprodukte geschmeidig. Sie werden daher in vielen Bereichen des t\u00e4glichen Lebens verwendet und entsprechend h\u00e4ufig kommen die Verbraucher mit diesen Substanzen in Kontakt. Zu den am h\u00e4ufigsten verwendeten Weichmachern geh\u00f6rt die zur Gruppe der Phthalate geh\u00f6rende Substanz Diethylhexylphthalat (DEHP). Aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften kann sich DEHP beim Kontakt mit Fl\u00fcssigkeiten oder Fetten aus Kunststoffen l\u00f6sen bzw. ausgasen und damit direkt an den Verbraucher gelangen oder in die Innenraumluft \u00fcbergehen. Es mu\u00df in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, da\u00df diese Substanz hinsichtlich ihrer Gesundheitsgef\u00e4hrlichkeit als \u00bbgut untersucht\u00ab gilt. Danach ist die akute Giftigkeit von DEHP gering und die Substanz ist als nicht erbgutsch\u00e4digend eingestuft.<\/p>\n<p>Weltweit steigen die Produktionsmengen von PVC, wobei f\u00fcr den Bereich der Lebensmittelverpackungen vor allem das Hart-PVC interessant ist. Ein Grund daf\u00fcr ist der Boom der sogenannten Tiefzieh- oder Thermoformverpackungen, wie sie f\u00fcr Modified Atmosphere Packaging (MAP) frischer Produkte wie Wurst und K\u00e4se im gro\u00dfen Stil zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>Aufgrund der oben angedeuteten Diskussion um die Weichmacher ist der Einsatz von Weich-PVC (PVC-P) in Zentraleuropa r\u00fcckl\u00e4ufig. Im Pharmasegment gibt es noch einige Bereiche, in denen Weich-PVC nach wie vor eingesetzt wird (z.B. Beutel f\u00fcr Blutkonserven). Doch auch hier wird verst\u00e4rkt nach\ufeff Alternativen gesucht.<\/p>\n<p>Das hochtransparente, steife\/spr\u00f6de Hart-PVC (PVC-U) eignet sich besonders f\u00fcr die bereits erw\u00e4hnten Thermoformanwendungen. Gute Verformbarkeit bei hoher Steifigkeit und guter Transparenz sowie Siegel-\/Kaschierf\u00e4higkeit sind Materialeigenschaften die daf\u00fcr sorgen, da\u00df PVC noch lange f\u00fcr derartige Anwendungen eingesetzt wird.<\/p>\n<p><strong>Polystyrol (PS)<\/strong><br \/>\nHinsichtlich seiner Bedeutung f\u00fcr Lebensmittel-Prim\u00e4rverpackung scheint das Polystyrol etwas an Boden zu verlieren. Dies hat damit zu tun, da\u00df es zum einen auch die Vertr\u00e4glichkeit von Styrol nicht unangefochten ist und zum anderen damit, da\u00df die Eigenschaftsprofile alternativer Werkstoffe wie PVC, PET und PP im Hinblick auf Lebensmittelverpackungen \u00fcberlegen sind. Dar\u00fcber hinaus spielen Preis und Verarbeitbarkeit ebenso eine Rolle wie Barriereeigenschaften, die bei Polystyrol nicht \u00fcberragend sind.<\/p>\n<p>Das Material wird durch Polymerisation des monomeren Styrols gewonnen, wovon sp\u00e4ter im Lebensmittel m\u00f6glichst nichts mehr zu finden sein soll (Abbildung 2).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/2.-Bild.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-316 aligncenter\" title=\"2. Bild\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/2.-Bild.png\" alt=\"\" width=\"192\" height=\"228\" \/><\/a><strong><em>Abbildung 2: Strukturformel des (Poly)Styrol<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Zu den bekanntesten Anwendungen von Polystyrol im Lebensmittelbereich z\u00e4hlen der Joghurtbecher sowie thermogeformte Verpackungen f\u00fcr Frischprodukte (Abbildung 3 und 4).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/3.-Bild.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-317 aligncenter\" title=\"3. Bild\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/3.-Bild.png\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/3.-Bild.png 240w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/3.-Bild-96x96.png 96w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/3.-Bild-24x24.png 24w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/3.-Bild-36x36.png 36w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/3.-Bild-48x48.png 48w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/3.-Bild-64x64.png 64w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a><strong><em>Abbildung 3: Joghurtbecher ohne Deckel<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/4.-Bild.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-318 aligncenter\" title=\"4. Bild\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/4.-Bild.png\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/4.-Bild.png 240w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/4.-Bild-96x96.png 96w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/4.-Bild-24x24.png 24w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/4.-Bild-36x36.png 36w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/4.-Bild-48x48.png 48w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/4.-Bild-64x64.png 64w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a><strong><em>Abbildung 4: Produktbeispiele f\u00fcr thermogeformte PS-Verpackungen<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Polystyrol wird h\u00e4ufig kaschiert und\/oder bedruckt. In diesem Zusammenhang ist die Eigenschaft des Materials, L\u00f6semittel aus der Druckfarbe oder dem Klebstoff aufzunehmen, ein weiterer negativer Aspekt hinsichtlich seiner Eignung f\u00fcr Lebensmittelverpackungen, da bei unsachgem\u00e4\u00dfer Verarbeitung hohe Restl\u00f6semittelgehalte zur\u00fcck bleiben k\u00f6nnen. Grunds\u00e4tzlich ist das Material aber f\u00fcr Verpackungsanwendungen zugelassen und findet auch seit vielen Jahren erfolgreich Verwendung.<\/p>\n<p>Einen Boom erf\u00e4hrt es im Bereich der s.g. Sleeve-Etiketten \u2013 dazu in folgenden Artikeln mehr.<\/p>\n<p><strong>Polyethylenterephthalat (PET)<\/strong><br \/>\nPET ist ein harter Werkstoff, der im Lebensmittelbereich vor allen f\u00fcr Thermoformanwendungen eingesetzt wird (Abbildung 5).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/5.-Bild.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-319 aligncenter\" title=\"5. Bild\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/5.-Bild.png\" alt=\"\" width=\"248\" height=\"130\" \/><\/a><strong><em>Abbildung 5: Struktur des Polyethylenterephthalat <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Dabei handelt es sich um einen durch Polykondensation hergestellten thermoplastischen Kunststoff aus der Familie der Polyester. PET hat vielf\u00e4ltige Einsatzbereiche und wird unter anderem zur Herstellung von Kunststofflaschen und Folien verwendet.<\/p>\n<p>Abh\u00e4ngig vom Grad der Kristallinit\u00e4t, d.h. der regelm\u00e4\u00dfigen Anordnung seiner Polymerketten, bietet PET vielf\u00e4ltigste Eigenschaften:<\/p>\n<ul>\n<li>PET-C:      kristalline PET<\/li>\n<li>PET-A:      amorphes PET mit nichtstrukturierter Anordnung der Polymerketten<\/li>\n<li>PET-G:      mit Glykol modifiziertes PET, dessen Kristallisation verhindert wurde<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alle drei Varianten kommen entweder einzeln, in Mischungen oder in co-extrudierten Schichten zum Einsatz.<\/p>\n<p>PET-A ist glasklar, thermisch formbar und bedingt siegelf\u00e4hig. Je mehr es kristallisiert, desto tr\u00fcber aber auch thermisch stabiler wird es. Somit ist das kristalline PET-C das derzeit einzige Kunststoffmaterial, das f\u00fcr Anwendung zum Aufbacken von Fertigmen\u00fcs zum Einsatz kommt. Oft werden daf\u00fcr coesxtrudierte Materialien aus PET-C mit d\u00fcnnen PET-A Schichten verwendet, um die Versiegelung einer solchen Men\u00fcschale zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Polyethylenterephthalat<strong><em> <\/em><\/strong>wird im Gegensatz zu den beiden anderen Hartfolien auch als D\u00fcnnfolie (bis zu 8 \u00b5m; Standarddicke: 12 \u00b5m) produziert. Um konstante Au\u00dfenschichten zu erhalten und dennoch zur\u00fcckgewonnene Produktionsreste in der Mittelschicht verwenden zu k\u00f6nnen, sind diese Folien zumeist dreischichtig ausgef\u00fchrt. Sie lassen sich sehr gut bedrucken und kaschieren und das nachgeschaltete Reckverfahren nach der Gie\u00dffolienherstellung f\u00fchrt zu extrem geringen Dickentoleranzen. Diese Folien haben in der Regel Schmelzpunkte von \u00fcber 250\u00b0C, so da\u00df sie auch als Oberfolie in Verbundmaterialien geeignet sind, um damit den Einsatz auch sehr hei\u00dfer Siegelwerkzeuge zu erm\u00f6glichen. Beispiele hierf\u00fcr sind Deckelfolien f\u00fcr MAP-Thermoformverpackungen.<\/p>\n<p><strong><em>[wird fortgesetzt]<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Innoform auf\u00a0\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/www.xing.com\/net\/innoform\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Logo zum Verlinken\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Logo-zum-Verlinken.jpg\" alt=\"\" width=\"41\" height=\"41\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Innoform GmbH Testservice<\/strong><br \/>\nIndustriehof 3,<br \/>\n26133 Oldenburg<br \/>\nTS@innoform.de<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.innoform.de\/\" target=\"_blank\"><strong>www.innoform.de<\/strong><\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. 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