{"id":4358,"date":"2016-06-01T10:49:41","date_gmt":"2016-06-01T10:49:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=4358"},"modified":"2017-02-15T14:57:41","modified_gmt":"2017-02-15T14:57:41","slug":"das-raumschiff-erde-ist-vom-nachschub-abgeschnitten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2016\/06\/01\/das-raumschiff-erde-ist-vom-nachschub-abgeschnitten\/","title":{"rendered":"Das Raumschiff Erde ist vom Nachschub abgeschnitten"},"content":{"rendered":"<p>Seit\u00a0Beginn der 1990er Jahre, wenn nicht sogar fr\u00fcher, besch\u00e4ftigen sich auch Verpackungsunternehmen mit Umweltfragen. Aber was sind das eigentlich f\u00fcr Umweltfragen? Was macht die Verpackung mit der Umwelt? Zun\u00e4chst einmal nicht viel, da eine gew\u00fcnschte Eigenschaft der Verpackung die Inertheit ist. Also, dass sie nichts tut. Sie soll das Produkt &#8211; <em>und die Umwelt &#8211;<\/em> sch\u00fctzen, ohne negativ zu beeinflussen \u2013 so steht es sogar im Gesetz.<\/p>\n<p>Doch \u201eder Konsument\u201c sieht das anders: Er nimmt Verpackung <em>\u00a0<\/em>als st\u00f6rend und sogar als M\u00fcll wahr \u2013 sp\u00e4testens dann,\u00a0wenn der Inhalt verbraucht ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019748_1920.jpg\" rel=\"attachment wp-att-4371\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4371\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019748_1920.jpg\" alt=\"environment-1019748_1920\" width=\"175\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019748_1920.jpg 150w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019748_1920-96x96.jpg 96w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019748_1920-24x24.jpg 24w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019748_1920-36x36.jpg 36w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019748_1920-48x48.jpg 48w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019748_1920-64x64.jpg 64w\" sizes=\"auto, (max-width: 175px) 100vw, 175px\" \/><\/a>Was machen die Konsumenten nach dem Entnehmen der Lebensmittel mit den Verpackungen? Sie f\u00fchren sie dem Dualen System oder einem seiner Wettbewerber kostenlos zu und obwohl \u00a0die Konsumenten sogar selbst die Entsorgung vorher bezahlt haben, sammeln und sortieren \u00a0sie wie die Weltmeister. Sie arbeiten somit kostenlos als Mitarbeiter f\u00fcr den gr\u00fcnen Punkt und seine Marktbegleiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie kann der Handel den Entsorgern die Arbeit und Marge entlocken? Schauen wir doch einmal zu den Getr\u00e4nkeflaschen und dem so genannten Dosenpfand (Pfand auf Getr\u00e4nkegebinde). Hier kassieren die Inverkehrbringer, aber auch der Einsammler \u2013 und das gleich mehrfach.<\/p>\n<p>So profitiert der Abf\u00fcller von Einwegsystemen, die mit Pfand belegt sind, von rund 3% nicht zur\u00fcckgegebener Flaschen, f\u00fcr die aber Pfand eingenommen wurde.<\/p>\n<p>Zudem profitiert der besonders viel sammelnde Handel, der viele Flaschen zur\u00fccknimmt, da er vom Abf\u00fcller die Mehrwertsteuer erh\u00e4lt, die er aber dem Kunden gar nicht gezahlt hat \u2013 also Steuergeld von Steuerzahlern.<\/p>\n<p>Das Handelsblatt schreibt: &#8220;\u2026 Nutznie\u00dfer sind Filialketten, wo h\u00e4ufig gro\u00dfe Mengen an Leergut abgegeben werden, Verlierer sind dagegen Kioske und Tankstellen \u2026&#8221; Quelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-konsumgueter\/einzelhandel-millionen-gewinne-durch-einwegpfand-seite-3\/3499108-3.html\">http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-konsumgueter\/einzelhandel-millionen-gewinne-durch-einwegpfand-seite-3\/3499108-3.html<\/a> )<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/money-1305121_640.jpg\" rel=\"attachment wp-att-4375\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4375 size-full\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/money-1305121_640.jpg\" alt=\"money-1305121_640\" width=\"150\" height=\"40\" \/><\/a>Das k\u00f6nnte ein Modell auch f\u00fcr andere Verpackungen werden \u2013 denn dann k\u00f6nnte man auch noch den Wertstoff \u201eversilbern\u201c.<\/p>\n<p>Zudem mutma\u00dft das <em>Handelsblatt<\/em>: &#8220;\u2026 mancher Lebensmittelverk\u00e4ufer ist sogar ins Entsorgungsgesch\u00e4ft eingestiegen.\u201c Quelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-konsumgueter\/einzelhandel-millionen-gewinne-durch-einwegpfand\/3499108.html\">http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-konsumgueter\/einzelhandel-millionen-gewinne-durch-einwegpfand\/3499108.html<\/a><\/p>\n<p><strong>Warum wir uns keine M\u00fcllentsorgung im klassischen Sinne mehr leisten sollen und d\u00fcrfen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/moon-landing-60582_1920.jpg\" rel=\"attachment wp-att-4382\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4382 size-full\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/moon-landing-60582_1920.jpg\" alt=\"moon-landing-60582_1920\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/moon-landing-60582_1920.jpg 150w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/moon-landing-60582_1920-96x96.jpg 96w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/moon-landing-60582_1920-24x24.jpg 24w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/moon-landing-60582_1920-36x36.jpg 36w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/moon-landing-60582_1920-48x48.jpg 48w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/moon-landing-60582_1920-64x64.jpg 64w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Wir Menschen sind wie der zur\u00fcckgelassene <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_Marsianer\">Marsianer <\/a>\u00a0Mark Watney auf dem Mars. Wir sind verdammt, mit unseren Ressourcen zu haushalten. Nur, dass wir nicht wie Mark nur f\u00fcr uns selber, sondern gleichsam f\u00fcr alle 7 Mrd. Menschen und x Billiarden Tiere und Pflanzen Verantwortung tragen, diese aber weder \u00fcberblicken, noch annehmen, noch wahrnehmen.<\/p>\n<p>Nun hat nicht jeder den Roman \u201eDer Marsianer\u201c gelesen oder den Film gesehen. Es geht in kurzen Worten darum, dass ein scheinbar totes Crew-Mitglied allein auf dem Mars zur\u00fcckbleibt \u2013 Mark Watney. Wie durch ein Wunder ist er aber gar nicht tot, sondern nur leicht verletzt. Allerdings hat er viel zu wenig Vorr\u00e4te und leider auch kein Raumschiff f\u00fcr den Heimweg. Da ergeben sich mehrere Probleme, die r\u00fchrend, spannend und ersch\u00fctternd zugleich vom Autor Andy Weirs beschrieben und bis ins Detail, einschlie\u00dflich seiner Gem\u00fctslage, erkl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019749_1920-1_gespiegelt.jpg\" rel=\"attachment wp-att-4383\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4383 size-full\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019749_1920-1_gespiegelt.jpg\" alt=\"environment-1019749_1920-1_gespiegelt\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019749_1920-1_gespiegelt.jpg 150w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019749_1920-1_gespiegelt-96x96.jpg 96w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019749_1920-1_gespiegelt-24x24.jpg 24w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019749_1920-1_gespiegelt-36x36.jpg 36w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019749_1920-1_gespiegelt-48x48.jpg 48w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environment-1019749_1920-1_gespiegelt-64x64.jpg 64w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>F\u00fcr jeden Umweltaktivisten ist das eigentlich eine Standardlekt\u00fcre. Denn hier versteht man sofort, was es hei\u00dft, mit limitierten Rohstoffen zu haushalten und was unter Recycling im weiteren Sinne verstehen <em>(verstanden) <\/em>werden muss \u2013 n\u00e4mlich echte Kreislaufwirtschaft.<\/p>\n<p>Da wird \u201eDowncycling\u201c (also das schlechter machen des Werkstoffes durchs Recycling) ganz schnell zum Unwort und aus dem allgemein g\u00fcltigen Gedankengut verbannt \u2013 denn es gibt keinen Nachschub \u2013 gar keinen.<\/p>\n<p>Wer sich diesem Gedanken konsequent n\u00e4hert, kommt auch\u00a0zu dem Schluss, dass Verpackungen einfach zu wertvoll sind, um sie der Umwelt oder den Kr\u00e4ften s. g. freier M\u00e4rkte zu \u00fcberlassen. Der Wertstoff Verpackung entspringt den Erdressourcen. Im besten Falle f\u00fchrt man sie der Erde wieder zu. Daf\u00fcr braucht man aber Energie, die wir ebenfalls nur bedingt \u201egewinnen\u201c k\u00f6nnen, ohne diese Erdressourcen zu verbrauchen und oft sogar dadurch irreversibel zu vernichten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/output-476124_1920.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4404 alignleft\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/output-476124_1920.png\" alt=\"output-476124_1920\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/output-476124_1920.png 150w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/output-476124_1920-96x96.png 96w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/output-476124_1920-24x24.png 24w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/output-476124_1920-36x36.png 36w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/output-476124_1920-48x48.png 48w, https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/output-476124_1920-64x64.png 64w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Es gibt n\u00e4mlich keinen Nachschub auf unserem Raumschiff Erde. Auch wenn wir das mit unserem Gehirn nur bedingt verstehen k\u00f6nnen, da wir so viele Informationen\u00a0 bekommen, die wir alle gewichten und bewerten wollen. Wir Menschen k\u00f6nnen nach allen Sch\u00e4tzungen der Naturwissenschaften nicht genug Energie erzeugen, um alles im Kreis zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Der Marsianer hat das in seinem ersten Gedanken sofort klar erfasst, als er wieder das Bewusstsein erlangte. Er hatte genug Energie, da ihm Solarstrom f\u00fcr ein ganzes Team zur Verf\u00fcgung stand, den er ganz alleine verbrauchen konnte.<\/p>\n<p>Das zu verstehen ist uns allen so einfach bisher nicht verg\u00f6nnt gewesen. Deswegen empfehle ich\u00a0auch uneingeschr\u00e4nkt die Lekt\u00fcre des Marsianers f\u00fcr jeden Lebensmittel- und Verpackungsexperten \u2013 also f\u00fcr alle Menschen dieses Raumschiffes Erde, f\u00fcr das es keine Nachschubquellen gibt. Denn wir sind\u00a0per Erbgut dazu verdammt, Lebensmittelexperten zu sein. Wir kriegen alle irgendwann unb\u00e4ndigen Hunger. Und deshalb geht es uns alle wirklich viel an.<\/p>\n<p><strong>Aber was bedeutet das nun konkret?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/garbage-can-1012454_1920.jpg\" rel=\"attachment wp-att-4390\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4390 alignright\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/garbage-can-1012454_1920.jpg\" alt=\"garbage-can-1012454_1920\" width=\"200\" height=\"265\" \/><\/a>M\u00fclldeponien darf es &#8211; wenn \u00fcberhaupt &#8211; nur tempor\u00e4r geben.<\/li>\n<li>M\u00fcll gibt es im weiteren Sinne gar nicht, sondern immer nur Wertstoffe einer m\u00f6glichst \u201erunden und geschlossenen\u201c Kreislaufwirtschaft.<\/li>\n<li>Insbesondere Rohstoffe aus fossilen Bodensch\u00e4tzen wie \u00d6l und Gas neigen sich schrittweise, aber schon jetzt, merklich dem Ende entgegen (Peak Oil) \u2013 die m\u00fcssen wir, so lange es geht, bewahren. Sie m\u00fcssen dem Wirtschaftskreislauf erhalten bleiben.<\/li>\n<li>Zudem sprechen viele vom Peak Soil, den wir schon erreicht h\u00e4tten. Also den Zeitpunkt, von dem an die bewirtschafteten Fl\u00e4chen an Mutterb\u00f6den abnehmen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wenn wir also zum Beispiel in Deutschland die Deponierung von M\u00fcll weitestgehend ausschlie\u00dfen konnten, klappt das in einigen L\u00e4ndern des vereinten Europa leider noch gar nicht. Aber das muss der erste Schritt sein, um das rasante Ressourcenschwinden zu bremsen.<\/p>\n<p><strong>Rohstoffquelle Verpackung \u2013 gibt es die?<\/strong><\/p>\n<p>Aber was steckt denn nun drin in unseren Verpackungen? Wie kriegen wir das, was vielleicht drinsteckt, denn raus? Ja \u2013 da ist sie &#8211; genau die Killerphrase, die immer diejenigen einwerfen, die das Recycling kritisieren, da es nicht wirtschaftlich, nicht sicher und schon gar nicht f\u00fcr Lebensmittelverpackungen geeignet sei. Aber das stimmt nat\u00fcrlich nur, solange ein \u201escheinbarer Nachschub\u201c gesichert ist. Nimmt man den aber mal als\u00a00 an, sieht die Rechnung anders aus. Dann kann es keine Zweifler mehr geben, die das wirklich durchdacht haben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environmental-protection-544198_1920.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4406\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/environmental-protection-544198_1920.jpg\" alt=\"environmental-protection-544198_1920\" width=\"150\" height=\"102\" \/><\/a>Watney macht aus Raketentreibstoff Wasser f\u00fcr die Zucht seiner Nahrungsquelle Kartoffeln und sp\u00e4ter wieder aus demselben Wasser Treibstoff. Denn erst braucht er Nahrung\u00a0&#8211; Kartoffeln, die nur mit Wasser wachsen &#8211; und danach wieder Treibstoff, um auf das Raumschiff zu gelangen. Also eine vollst\u00e4ndige, stoffliche Verwertung in mehreren Phasen bis hin zur finalen \u201eVerbrennung\/Verschwendung\u201c, bis uns auch daf\u00fcr noch etwas Clevereres einf\u00e4llt. Denn dann ist der Rohstoff endg\u00fcltig verloren.<\/p>\n<p>Da geht es nicht, einfach einmal die Augen zu verschlie\u00dfen und auf neue Nachschubquellen wie Wasser- oder \u00d6lreserven in noch nicht entdeckten Landstrichen zu hoffen \u2013 auf dem Mars ist eben nur das Wasser, das die Menschen dorthin brachten \u2013 zumindest in dem Roman. Und dann geht es auch mit dem Recycling voran \u2013 wenn wir m\u00fcssen. Wir auf der Erde m\u00fcssten es eigentlich auch \u2013 reden aber immer noch drumherum.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/plastic-bottles-115071_1920.jpg\" rel=\"attachment wp-att-4393\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4393 alignleft\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/plastic-bottles-115071_1920.jpg\" alt=\"plastic-bottles-115071_1920\" width=\"150\" height=\"113\" \/><\/a>Richtig gut klappt das schon mit dem PET, welches durch Polykondensation immer wieder prima zu neuem PET \u201erecycelt\u201c werden kann. So wird aus der Wasserflasche schon heute in vielen F\u00e4llen wieder eine Wasserflasche. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/PET-Flasche#Deutschland\">Wikipedia<\/a> spricht von einer Quote von 30% aller PET-Flaschen, die einem sortenreinen Recycling zugef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Hier ist das sogar schon wirtschaftlich. Auch wenn dazu etwas Politik und guter Wille n\u00f6tig waren. Das Pfandsystem kann hier als entscheidende Ma\u00dfnahme genannt werden \u2013 bei all seinen Nebenwirkungen, die es sicher auch hatte und hat.<\/p>\n<p>Also m\u00fcssen wir gar keine wissenschaftlichen Herleitungen abhandeln, was in den Verpackungen steckt \u2013 die Frage er\u00fcbrigt sich, da es\u00a0keinen Nachschub gibt und wir irgendwann das Zeug einfach brauchen werden, wenn wir kein frisches \u00d6l oder andere Quellen zeitnah finden. Entweder, um daraus Verpackungen zu machen oder Treibstoff, um irgendwo \u2013 vielleicht auf dem Mars &#8211; Ressourcen zu pl\u00fcndern, die auf der Erde nicht mehr vorkommen. Aber selbst dann w\u00e4re das Problem nur aufgeschoben.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4ren Sie einmal einem Bergmann, dass es Sinn ergibt, Verpackungen nach Gebrauch wieder einzubuddeln, um sie dann irgendwann wieder \u201ezu f\u00f6rdern\u201c. Aber das w\u00e4re immer noch besser, als einfach immer alles sinnlos zu verbrennen und endg\u00fcltig aus dem Kreislauf zu entziehen. Hier wird uns die Biologie in Kombination anderer technischerer Fachgebiete als \u201eSchl\u00fcsseltechnologie\u201c sicher bald weiterhelfen. Aber das \u00fcbersteigt den Rahmen dieses Artikels.<\/p>\n<p><strong>Wer muss handeln?<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt haben wir also schon den Salat und nichts tut sich so recht, oder? Doch \u2013 es tut sich viel. Und es ist zu vermuten, dass sich bald noch viel mehr tun wird.<\/p>\n<p>Der Handel hat das Thema Nachhaltigkeit\u00a0nun schon seit mindestens 10 Jahren auf seine mittelfristigen Ziele geschrieben \u2013 das bringt m\u00e4chtig Schub, um im Science-Fiction-Sprech zu bleiben. So werden nicht nur Verpackungen immer d\u00fcnner und leichter gemacht, und so boomen z. B. Beutel &amp; Co. Hingegen nehmen Anteile an schweren Gl\u00e4sern ab.<\/p>\n<p>Aber auch die Entsorgung der entleerten Verpackungen treibt den Handel um. Das Gesch\u00e4ft mit den PET-Flaschen scheint so attraktiv zu sein, dass nicht zuletzt durch die Discounter ein deutschlandweites R\u00fccknahmesystem quasi \u00fcber Nacht entstand. Und das bestimmt nicht, weil das alles solche Umweltsch\u00fctzer sind, sondern weil es \u00a0sich lohnt und der Anschub der Politik stark genug war, um die alten Umlaufbahnen zu verlassen. Und wenn sich das mit den Flaschen lohnt, die\u00a0kaum einen Materialwert darzustellen scheinen, dann sollte es da noch andere Erl\u00f6squellen f\u00fcr Rohstoffe geben, oder?<\/p>\n<p>Jetzt stellen Sie sich einmal vor, daraus entstehen Gesch\u00e4ftsmodelle, an die wir noch gar nicht zu denken wagten. Der Handel motiviert uns Verbraucher, nicht nur den PET-M\u00fcll, sondern noch ganz andere Wertstoffe wie Handys oder einfach nur Tragetaschen und Konservendosen nach Entleerung wieder in den Markt zu bringen. Was machen dann die vielen arbeitslosen M\u00fcllfahrer? Die auch schon heute kaum mehr gutes PET im Wagen\/in der Tonne haben? Und was machen die armen Kommunen mit ihren teuren M\u00fcllverbrennungsanlagen, die noch nicht abgeschrieben sind?<\/p>\n<p>Was passiert, wenn pl\u00f6tzlich die Wertstofftonne kommt und wir gar keinen M\u00fcll mehr haben werden<em>?\u00a0<\/em> Wenn sich Entsorger um die Wertstoffe streiten und Aldi &amp; Co. pl\u00f6tzlich das Gesch\u00e4ft machen, weil die uns Kunden, die den M\u00fcll gekauft haben \u2013 n\u00e4mlich uns alle &#8211; \u00a0schon haben? Sie br\u00e4uchten nur ihre Werttsch\u00f6pfungskette etwas verl\u00e4ngern, oder anders ausgedr\u00fcckt, daraus eine Wertsch\u00f6pfungswolke machen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/taxes-1032644_1920.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4411\" src=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/taxes-1032644_1920.jpg\" alt=\"taxes-1032644_1920\" width=\"150\" height=\"100\" \/><\/a>Na, dann schreien wir aber alle schnell nach recyclingf\u00e4higen Verpackungen und sind pl\u00f6tzlich ganz verunsichert, wie es denn dem Handel gelungen sein kann, so seine \u201eMarktmacht\u201c zu st\u00e4rken. Erst verkauft uns der Handel die Verpackungen \u2013 zugegeben \u2013 meistens mit dem Inhalt, den wir haben m\u00f6chten \u2013 und dann presst er uns die Wertstoffe wieder ab, die wir dann doppelt bezahlen d\u00fcrfen \u2013 tolle Gesch\u00e4ftsmodelle kann ich mir da vorstellen: Wenn der Handel dann das Packmaterial mit Recyclat vorschreibt, das er selber einsammelt und dann dem Lieferanten g\u00fcnstig anbietet \u2013 das ist Kreislauf-Marktwirtschaft, die begeistert. Und das ist nicht ironisch gemeint \u2013 das k\u00f6nnte in \u00e4hnlicher Form klappen.<\/p>\n<p>Und nur so \u2013 \u00fcber vern\u00fcnftige und\/oder funktionierende Systeme -schafft man Wandel. Weder Verpackungswirtschaft noch Politik allein k\u00f6nnen hier etwas tun \u2013 aber alle m\u00fcssen handeln mit dem Handel.<\/p>\n<p>Weitere Fakten zum Thema finden Sie in unserem Blog <a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/\">https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/<\/a> . Zudem m\u00f6chten wir dazu Impulsvortr\u00e4ge auf Entscheiderforen halten. Informationen finden Sie hier: <a href=\"http:\/\/www.innoimpuls.com\/\">www.innoimpuls.com<\/a> .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit\u00a0Beginn der 1990er Jahre, wenn nicht sogar fr\u00fcher, besch\u00e4ftigen sich auch Verpackungsunternehmen mit Umweltfragen. Aber was sind das eigentlich f\u00fcr Umweltfragen? Was macht die Verpackung mit der Umwelt? Zun\u00e4chst einmal nicht viel, da eine gew\u00fcnschte Eigenschaft der Verpackung die Inertheit ist. Also, dass sie nichts tut. 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