{"id":5102,"date":"2017-01-24T12:51:44","date_gmt":"2017-01-24T12:51:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=5102"},"modified":"2017-01-26T08:15:51","modified_gmt":"2017-01-26T08:15:51","slug":"hermann-onusseit-ueber-umwelt-und-umfeldgerechte-verpackungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2017\/01\/24\/hermann-onusseit-ueber-umwelt-und-umfeldgerechte-verpackungen\/","title":{"rendered":"Hermann Onusseit \u00fcber umwelt- und umfeldgerechte Verpackungen"},"content":{"rendered":"<p>Hermann Onusseit wurde 1951 in Paderborn geboren. Nach dem Studium des Maschinenbaus mit der Fachrichtung Kunststoffverarbeitung und anschlie\u00dfendem Chemiestudium promovierte er im Bereich der physikalischen Chemie. Seit 1984 ist er bei bei der Henkel AG &amp; Co. KGaA, D\u00fcsseldorf auf dem Gebiet der Papier- und Verpackungsklebstoffe t\u00e4tig und seit 1989 Leiter der Produktentwicklung und des technischen Service f\u00fcr Papier- und Verpackungsklebstoffe. Seit 1999 ist er im Bereich &#8220;Technologie Entwicklung&#8221; f\u00fcr Industrieklebstoffe bei der Firma Henkel t\u00e4tig. Von 2003 bis 2012 war Herr Onusseit im Unternehmensbereich Adhesive Technologies im Bereich Forschung u. a. zust\u00e4ndig f\u00fcr die Umsetzung der REACH Gesetzgebung. Seit 25 Jahren ist er Mitglied bzw. Vorsitzender der &#8220;Technischen Kommission f\u00fcr Papier- und Verpackungsklebstoffe&#8221; des Industrieverbands Klebstoffe sowie Mitglied und Vorsitzender des &#8220;Technisches Ausschusses&#8221;, des European Technical Boards des Europ\u00e4ischen Klebstoffverbandes (FEICA) und der FEICA Arbeitsgruppe &#8220;Paper and Packaging Adhesives&#8221;. 2012 hat sich Hermann Onusseit als Berater selbst\u00e4ndig gemacht.<\/p>\n<p><em><strong>Die Tagungs\u00fcberschrift: Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen beschreibt den Spannungsbogen zwischen Marketing-, Konsumenten- und Umweltanforderungen. Wie sehen Sie insgesamt, abgesehen von Ihrem Vortragsthema, die Rolle der Verpackung im gesellschaftlichen Umfeld? Verpacken wir richtig?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ohne Verpackung geht es nicht!\u00a0 Aber wir verpacken zu viele Waren mit zu viel Material! Hauptgrund ist die Tatsache, dass Verpackungen nicht nur zum Schutz der Waren gebraucht werden, sondern heute vielfach haupts\u00e4chlich Marketingaufgaben zu erf\u00fcllen haben.<\/p>\n<p><em><strong>Mit Ihrem Thema &#8220;Was bedeutet nachhaltige Verpackung eigentlich?&#8221; leisten Sie einen inhaltlich sehr gut passenden Beitrag. Was genau werden Ihre Kernaussagen sein?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Verpackungen, wie alle Produkte und Dienstleistungen, sollten so gestaltet sein, dass durch sie das \u00f6kologische Gleichgewicht der Erde nicht gest\u00f6rt wird. Das ist haupts\u00e4chlich auch ein Mengenproblem. Wie m\u00fcssen weniger und intelligenter konsumieren (verpacken).<\/p>\n<p><em><strong>Das Thema Nachhaltigkeit ist eines Ihrer Lieblingsthemen, mit dem Sie sich schon seit einigen Jahren besch\u00e4ftigen. Was bedeutet das Thema Nachhaltigkeit f\u00fcr Sie ganz pers\u00f6nlich, nicht nur auf Verpackungen bezogen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ich denke, dass wir, besonders in den Industriel\u00e4ndern, der Erde zu viel zumuten (ohne dass der daraus resultierend Nutzen f\u00fcr uns merklich ist) Daher versuche ich bewusster zu handeln, weniger und intelligenter zu konsumieren.<\/p>\n<p><em><strong>Medien und auch die \u00f6ffentliche Meinung tendieren in j\u00fcngerer Vergangenheit eher zu Negativ-Darstellungen von Verpackungen insgesamt. Neben Umweltrisiken werden auch immer wieder Gesundheitsrisiken bem\u00e4ngelt. Wie sch\u00e4tzen Sie das Aufwand-Nutzen-Verh\u00e4ltnis von Verpackungen allgemein und von Kunststoffverpackungen insbesondere ein?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ohne Verpackung geht es nicht! Bei Anwendungen der bestehenden Gesetze k\u00f6nnen Verpackungen heute so gestaltet werden, dass Gesundheitsrisiken ausgeschlossen werden k\u00f6nnen. Umweltrisiken k\u00f6nnen durch intelligentere Verpackungen und Kreislaufsysteme auf ein Minimum reduziert werden. Alles muss sich jedoch an einer \u00d6kobilanz mit Fakten belegen lassen!<\/p>\n<p><em><strong>Folienverpackungen werden als Minimalverpackung bezeichnet. Doch in einem Punkt sind sich viele einig: Das Recycling ist schwierig und belastet die \u00d6kobilanz der Folie. Wie sch\u00e4tzen Sie diesen Nachteil im Vergleich zu Mehrweg- oder Pfandsystemen ein, wie es uns die Flaschenindustrie vormacht?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Minimierung, Mehrweg- oder Pfandsysteme oder das Recycling von Verpackungen, alles geht in die richtige Richtung, zu einer Kreislaufwirtschaft und weniger Ressourcenverbrauch! Welcher Weg in einem bestimmten Fall der beste ist, k\u00f6nnen nur die Fakten einer \u00d6kobilanz beantworten.<\/p>\n<p><em><strong>Achten Sie auf eine optimale Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? W\u00e4hlen Sie Produkte bewusst oder unbewusst nach der Verpackung und nicht nur nach dem Inhalt aus? Und wie wichtig stufen Sie als Verbraucher und Fachmann das Image eines Packmittels im Vergleich zu alternativen Packmitteln ein?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Bei Verpackungen schaue ich nicht auf \u201eSch\u00f6nheit\u201c, sondern kaufe, wenn m\u00f6glich, Produkte, deren Verpackung ihre Hauptfunktion &#8211; den Schutz &#8211; sinnvoll erf\u00fcllt. Im Zusammenhang mit dem Thema Nachhaltigkeit l\u00e4sst sich das Image eines Packmittels nur an den Fakten eine \u00d6kobilanz festmachen.<\/p>\n<p><em><strong>Zum Schluss noch eine pers\u00f6nliche Frage: Was begeistert Sie au\u00dferhalb Ihres Berufes?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Astrophysik, Reisen, Modelleisenbahn und vieles mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hermann Onusseit wurde 1951 in Paderborn geboren. 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