{"id":5136,"date":"2017-02-13T11:33:33","date_gmt":"2017-02-13T11:33:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=5136"},"modified":"2017-02-13T14:57:33","modified_gmt":"2017-02-13T14:57:33","slug":"karsten-schroeder-ueber-umwelt-und-umfeldgerechte-kunststoffverpackungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2017\/02\/13\/karsten-schroeder-ueber-umwelt-und-umfeldgerechte-kunststoffverpackungen\/","title":{"rendered":"Karsten Schr\u00f6der \u00fcber umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen"},"content":{"rendered":"<p>Karsten Schr\u00f6der studierte Werkstofftechnik. Anschlie\u00dfend sammelte er rund 10 Jahre Erfahrungen bei Bischof und Klein GmbH &amp; Co., Lengerich in der produktionsnahen Produktentwicklung. Als Projektleiter konnte er zahlreiche neue Lebensmittel-und Konsumg\u00fcterverpackungsl\u00f6sungen etablieren.<br \/>\n1998 gr\u00fcndete er die Innoform GmbH und rief mit Herrn Dipl.-Ing. Klaus Behringer im Jahre 2000 den Innoform Testservice ins Leben.<br \/>\nIm Jahre 2004 gr\u00fcndete er mit seiner Ehefrau Kerstin die Innoform Coaching GbR, die seitdem \u00f6ffentliche Seminare anbietet.<br \/>\nGemeinsam mit Dr. Rainer Brandsch und Klaus Behringer gr\u00fcndete er 2010 die Innoform Consulting GmbH.<br \/>\nAls Initiator der InnoNET-partners legt er 2008 den Grundstein f\u00fcr projektorientierte Arbeit in virtuellen Teams von hoch spezialisierten Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen.<\/p>\n<p>Am 04.\/05. April moderiert er die Tagung <a href=\"http:\/\/event.innoform-coaching.de\/information.php?code=UM\">Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen<\/a>, die Innoform in Kooperation mit dem SKZ in W\u00fcrzburg auf der Marienfestung veranstaltet.<\/p>\n<p><em><strong>Die Tagungs\u00fcberschrift: Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen beschreibt den Spannungsbogen zwischen Marketing-, Konsumenten- und Umweltanforderungen. Wie sehen Sie insgesamt, abgesehen von Ihrem Vortragsthema, die Rolle der Verpackung im gesellschaftlichen Umfeld? Verpacken wir richtig?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Obwohl ich ein begeisterter Verpacker bin, denke ich doch, dass wir h\u00e4ufig \u00fcber das Ziel hinaus schie\u00dfen und insgesamt zu viele Verpackungen auf den Markt bringen. Aber die Lage ist vielschichtig und komplex. Die Folienindustrie macht vieles richtig, bedenkt aber oft zu wenig das Kundeninteresse.<\/p>\n<p>So werden beispielsweise extrem d\u00fcnne Folien, die kaum noch zu handhaben sind, mit Wiederverschl\u00fcssen ausgestattet, die kaum praktikabel nutzbar sind. Mir dr\u00e4ngt sich oft der Eindruck auf, dass hier dem Auftraggeber zu oft zu wenig Kompetenz entgegen gesetzt wird und alles getan wird, um Kundenforderungen zu erf\u00fcllen &#8211; egal wie unsinnig die auch sein m\u00f6gen.<\/p>\n<p>Ich denke Packmittel-Hersteller d\u00fcrfen hier noch besser und nachdr\u00fccklicher beraten. Das Packmittelwissen liegt beim beim Hersteller und oft verl\u00e4sst sich dieser auf nicht ganz ausgereifte Forderungen seiner Kunden. Hier t\u00e4te vielen Lieferanten von flexiblen Verpackung ein aufrechterer Gang sicherlich gut und w\u00fcrde dem Konsumenten zugutekommen.<\/p>\n<p><em><strong>Mit Ihrem Thema Die &#8220;Materialbank-Idee&#8221; als Unterst\u00fctzung der Kreislaufwirtschaft \u00a0leisten Sie einen inhaltlich sehr gut passenden Beitrag. Was genau werden Ihre Kernaussagen sein?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>In einem Video von Prof. Dr. Braungart habe ich gelernt, dass Stoffstr\u00f6me motiviert sein m\u00fcssen. Das hei\u00dft, dass der \u201eInverkehrbringer\u201c daran interessiert sein muss, was nach dem Verkauf mit seinem Material passiert. Daf\u00fcr empfiehlt er, Materialien gar nicht mehr zu verkaufen, sondern zu verleihen.<\/p>\n<p>Das geht nat\u00fcrlich nicht auf jeder Produktionsstufe und bei jedem Produkt auf Anhieb. Ich denke dar\u00fcber f\u00fcr Verpackungen nach und diskutiere mit Experten dar\u00fcber. Einen Zwischenstand werde ich vortragen und damit die Diskussionsplattformen erweitern.<\/p>\n<p><em><strong>Medien und auch die \u00f6ffentliche Meinung tendieren in j\u00fcngerer Vergangenheit eher zu Negativ-Darstellungen von Verpackungen insgesamt. Neben Umweltrisiken werden auch immer wieder Gesundheitsrisiken bem\u00e4ngelt. Wie sch\u00e4tzen Sie das Aufwand-Nutzen-Verh\u00e4ltnis von Verpackungen allgemein und von Kunststoffverpackungen insbesondere ein?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Verpackungen sch\u00fctzen in erster Linie den Inhalt. Das ist ihre Kernaufgabe und damit haben sie einen sehr gro\u00dfen Nutzen f\u00fcr die Menschheit. Dennoch verbrauchen wir als Verpackungsindustrie auch eine ganze Menge Ressourcen und Material. Zudem sind wir in der Kritik, Umwelts\u00fcnder zu sein. Dass das nicht stimmt wissen nur Experten. Ich m\u00f6chte einerseits dazu beitragen, dass das Image und das tats\u00e4chliche Verh\u00e4ltnis zur Umwelt besser ausf\u00e4llt f\u00fcr Verpackungen.<\/p>\n<p><em><strong>Folienverpackungen werden als Minimalverpackung bezeichnet. Doch in einem Punkt sind sich viele einige &#8211; das Recycling ist schwierig und belastet die \u00d6kobilanz der Folie. Wie sch\u00e4tzen Sie diesen Nachteil im Vergleich zu Mehrweg- oder Pfandsystemen ein, wie es uns die Flaschenindustrie vormacht?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Pfand ist f\u00fcr Folie eher keine L\u00f6sung in naher Zukunft. Wer will schon jedes Folienschnipsle wieder in einen Pfandautomaten stecken und wie soll das dann entlohnt werden \u2013 das geht eher nur f\u00fcr Flaschen und \u00e4hnliche Gebinde wie Getr\u00e4nkek\u00e4sten oder so etwas. Da Folienverpackungen in der Tat Minimall\u00f6sungen sein k\u00f6nnen und sollten, m\u00f6chte ich Entscheider motivieren dar\u00fcber nachzudenken, Materialien nicht zu verschwenden und im Kreis zu f\u00fchren. Auch wenn das im Moment bei Folien nicht sonderlich sinnvoll erscheinen mag, weil es eben schon minimal zu sein scheint. Aber die Mengen sind enorm f\u00fcr den Folienhersteller und das m\u00f6chte ich klar ansprechen.<\/p>\n<p><em><strong>Achten Sie auf eine optimale Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? W\u00e4hlen Sie Produkte bewusst oder unbewusst nach der Verpackung und nicht nur nach dem Inhalt aus? Und wie wichtig stufen Sie als Verbraucher und Fachmann das Image eines Packmittels im Vergleich zu alternativen Packmitteln ein?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ich kaufe gerne ein und tue das regelm\u00e4\u00dfig. Als Verpackungsfan kaufe ich oft unvern\u00fcnftige, mir unbekannte Verpackungen ein. Insgesamt bem\u00fche ich mich aber Verpackungen zu sparen, indem ich Gro\u00dfpackungen kaufe und manchmal auf Vielfalt verzichte, was mir nicht schwer f\u00e4llt. Auch das Wiederverwenden von Verpackungen betreibe ich intensiv. So bef\u00fclle ich Mineralwasserflaschen wieder und nutze Gefrierbeutel z. B. f\u00fcr Brot mehrfach.<\/p>\n<p><em><strong>Zum Schluss noch eine pers\u00f6nliche Frage: Was begeistert Sie au\u00dferhalb ihres Berufes?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Mich begeistert der Mensch an sich mit all seinen Facetten. Zudem bin ich begeisterter Surfer in allen Varianten und liebe das Laufen am Morgen. Mein Ziel ist es irgendwann einmal 40.000 km gelaufen zu haben \u2013 also fast einmal um die Erde. Ich habe schon \u00fcber die H\u00e4lfte geschafft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karsten Schr\u00f6der studierte Werkstofftechnik. 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