{"id":5315,"date":"2017-03-30T10:10:02","date_gmt":"2017-03-30T10:10:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=5315"},"modified":"2019-04-08T08:45:00","modified_gmt":"2019-04-08T08:45:00","slug":"im-interview-matthias-henker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2017\/03\/30\/im-interview-matthias-henker\/","title":{"rendered":"Im Interview: Matthias Henker, Flint Group"},"content":{"rendered":"<p>Dr. Matthias Henker, geb. in Sohland\/Spree ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er studierte Chemie an der TH Leuna-Merseburg und arbeitet seit fast 20 Jahren in verschiedenen Positionen im Bereich Entwicklung und Anwendung&nbsp; von Druckfarben.<br \/>\nSeit 2006 ist er bei der Flint Group als Product Director Packaging &amp; Narrow Web t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Sein Arbeitsschwerpunkt sind fl\u00fcssige Farben f\u00fcr den Verpackungsdruck. Seit einem Jahr beinhaltet das Arbeitsgebiet auch UV-h\u00e4rtende (speziell low migration) Druckfarben.<\/p>\n<p><em><strong>Wie sind Sie beruflich mit gesetzlichen Forderungen hinsichtlich Verpackungen befasst?<\/strong><\/em><br \/>\nIch habe mich schon in meiner ganzen beruflichen Laufbahn mit der Formulierung von Druckfarben f\u00fcr Lebensmittelverpackungen besch\u00e4ftigt. Seit einigen Jahren bin ich Mitglied in der technischen Kommision Druckfarbe beim VdL und seit zwei Jahren auch in verschiedenen Gremien der EuPIA aktiv. Hier geht es u. a. darum, die n\u00f6tigen Informationen in der Suppyl Chain zu organisieren, um die gesetzlichen Regelungen f\u00fcr Verpackungsmaterialien einzuhalten und diese auch aktiv mitzugestalten.<\/p>\n<p><em><strong>Welche Vorgaben halten Sie f\u00fcr besonders wertvoll und warum?<\/strong><\/em><br \/>\nArt. 3 der Rahmenrichtlinie 1935\/2004 &nbsp;halte ich f\u00fcr sehr wichtig &#8211; schlie\u00dflich sind wir auch alle Verbraucher.<\/p>\n<p><em><strong>Welcher Bereich sollte dringend vom Gesetzgeber aus Ihrer Sicht geregelt werden?<\/strong><\/em><br \/>\nEs sollte dringend gekl\u00e4rt werden, wie die lange Liste der in Lebensmittelverpackungen zwar verwendeten, aber toxikologisch nicht oder unzureichend bewerteten Stoffe rascher abgearbeitet werden kann. Dazu sollten &nbsp;z. B. Methoden &#8220;with TTC&#8221; verst\u00e4rkt eingesetzt werden. Die Gesetzgeber und EFSA sollten hier klare (und einfache) Richtlinien erstellen, die auch in der Praxis umsetzbar sind.<\/p>\n<p><em><strong>Wo sehen Sie momentan f\u00fcr Packmittelhersteller besonderen Handlungsbedarf?<\/strong><\/em><br \/>\nBei allen Anwendungen mit strahlengeh\u00e4rteten &nbsp;Systemen (Klebstoffe, Druckfarben usw.) sowie allen exotischen Anwendungen, wie z. B. Garung des Lebensmittels in der Verpackung im Ofen. Packmittelhersteller und &nbsp;Brandowner sollten sich fragen, ob wirklich alle denkbaren Anwendungen umgesetzt werden m\u00fcssen und dann vor allem sicher sind.<\/p>\n<p><em><strong>Wie sch\u00e4tzen Sie grunds\u00e4tzlich die Bedeutung von Grenzwerten, z. B. f\u00fcr spezifische Migrationslimits (SML), ein?<br \/>\n<\/strong><\/em>Eine gute Sache, da sie Sicherheit und Klarheit geben und einfach zu verstehen sind. Allerdings ist der Prozess, weitere Stoffe zu evaluieren, zu aufwendig und dauert zu lange. Moderne Q-SAR Methoden k\u00f6nnten hier evtl. helfen.<\/p>\n<p><em><strong>Sie referieren \u00fcber \u201e&#8217;Non-intentionally added substances&#8217; in Druckfarben &#8211; die EuPIA NIAS und NLS Guideline&#8221;. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?<\/strong><\/em><br \/>\nNIAS und NLS sind in der letzten Zeit ins \u00f6ffentliche Interesse ger\u00fcckt. Moderne Analyseverfahren erlauben immer detailliertere Aussagen \u00fcber Stoffe, die &#8211; oft \u00fcberraschend &#8211; gefunden werden. Wie mit diesen Stoffen umgehen und sie bewerten, ist ein spannender, aber oftmals auch komplizierter Prozess. Das geht nur gemeinsam in der Lieferkette, angefangen vom Hersteller der Rohstoffe \u00fcber den Weiterverarbeiter bis zu demjenigen, &nbsp;der das fertige Verpackungsmaterial letztlich nutzt. Da gibt es noch viel Lernbedarf.<\/p>\n<p><em><strong>Wof\u00fcr begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben?<\/strong><\/em><br \/>\nIch bin seit meiner Jugend Freizeitentomologe und befasse mich da mit der Erforschung und dem Monitoring der Tag- und vor allem Nachtfalterfauna in Hessen, speziell im Taunus. Digitale Makrofotografie nutze ich dabei zur Dokumentation. &nbsp;Au\u00dferdem bin ich mit meiner Ehefrau seit vielen Jahren in einem Tanzsportverein aktiv (Breitensport).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Matthias Henker, geb. in Sohland\/Spree ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er studierte Chemie an der TH Leuna-Merseburg und arbeitet seit fast 20 Jahren in verschiedenen Positionen im Bereich Entwicklung und Anwendung&nbsp; von Druckfarben. Seit 2006 ist er bei der Flint Group als Product Director Packaging &amp; Narrow Web t\u00e4tig. 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