{"id":5811,"date":"2017-10-16T08:43:19","date_gmt":"2017-10-16T08:43:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=5811"},"modified":"2017-11-06T10:18:55","modified_gmt":"2017-11-06T10:18:55","slug":"dr-martin-schmitt-lewen-ueber-anforderdungen-an-haptik-glanz-und-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2017\/10\/16\/dr-martin-schmitt-lewen-ueber-anforderdungen-an-haptik-glanz-und-mehr\/","title":{"rendered":"Dr. Martin Schmitt-Lewen \u00fcber Anforderdungen an Haptik, Glanz und mehr"},"content":{"rendered":"<p>Martin Schmitt-Lewen\u00a0 studierte Physik an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg, wo er auch promoviert hat.<br \/>\nSeine Berufserfahrung umfasst T\u00e4tigkeiten in der chemischen Verfahrenstechnik, der experimentellen Versuchstechnik und vor allem in der grafischen Industrie, in der er breite Erfahrungen gesammelt hat. Von 1994 bis 1997 war er als Entwickler in der Tiefdruckformenherstellung (Gravur) bei der Firma MDC Max D\u00e4twyler AG in der Schweiz t\u00e4tig. Seit 1997 arbeitet er f\u00fcr die Firma Heidelberger Druckmaschinen AG. Dort hat er zun\u00e4chst als Technologiescout und dann als Senior Manager &#8220;Technologies for Future Business&#8221; gearbeitet. Seine Themen sind eng an der Technik orientiert, aber immer auch gepaart mit einem zus\u00e4tzlichen Blick f\u00fcr neue Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten (Business Development).<br \/>\nHeute sind seine Hauptthemen die Umsetzung neuer Applikationen, um den Kunden erweiterte M\u00f6glichkeiten mit der Druckmaschine aufzuzeigen und damit einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.<br \/>\nEr arbeitet eng mit technischen und grafisch orientierten Hochschulen und Universit\u00e4ten zusammen, um dort von den frischen Ideen der Studenten zus\u00e4tzlich zu profitieren.<\/p>\n<p><em><strong>Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?<\/strong><\/em><br \/>\nDie Themen der Veranstaltung decken sich in vielen Punkten mit meinen Arbeitsinhalten bei Heidelberger Druckmaschinen AG.<\/p>\n<p><em><strong>Ihr Thema geh\u00f6rt zu einer Reihe verschiedener Blickwinkel auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat: \u00a0Veredelung. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Themenkomplex?<br \/>\n<\/strong><\/em>Meine Kernaussage ist, dass es noch viel Neues zu entwickeln und zu kommunizieren gibt, was im Markt noch nicht sehr bekannt ist oder nur wenig umgesetzt wird, obwohl die Technik dazu zum Teil schon verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p><em><strong>Sie referieren \u00fcber &#8220;Inline-Druckveredelung: Haptik, Glanz und mehr&#8221;. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?<br \/>\n<\/strong><\/em>Mich bewegt das Thema Inline-Veredelung, weil Veredelung meist als \u201eOffline-Finishing\u201c gedacht wird.<\/p>\n<p><em><strong>Sind Haptik, Glanz und mehr nur Marketinginstrumente f\u00fcr einen gesteigerten Umsatz oder werden auch Konsumentenw\u00fcnsche bei der Druckveredelung ber\u00fccksichtigt?<\/strong><\/em><br \/>\nDas ist schwer zu trennen; Marketing ist nah am Konsumentenwunsch, oder sollte es zumindest sein. Auf der unbewussten Ebene spielt Emotionalit\u00e4t, die Haptik zum Beispiel vermitteln kann, bestimmt eine wichtige Rolle beim Konsumenten. Ich glaube, manchmal macht sich der Konsument das auch gar nicht wirklich bewusst, aber wie will man das au\u00dfer mit professionellen Marketingmethoden messen. Ich arbeite aktuell mit einer Doktorandin an Veredelungsthemen und stelle in der Diskussion mit dieser jungen Frau fest, wie stark bei ihr die Emotionalit\u00e4t f\u00fcr Print vorhanden ist. \u201ePassion for Print\u201c eben und das bei einer Jungingenieurin, die man sonst vielleicht eher als Digital Native sehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><em><strong>Wo sehen Sie f\u00fcr die Verpackungsdrucker momentan besonderen Handlungsbedarf?<\/strong><\/em><br \/>\nIch will diese Frage nicht generell beantworten, sondern nur f\u00fcr diejenigen, die sich als Qualit\u00e4tsf\u00fchrer sehen. F\u00fcr die habe ich folgende Antwort: die heute bekannten \u00a0Veredelungsm\u00f6glichkeiten sind schon sehr vielf\u00e4ltig, aber es ergeben sich doch immer wieder neue M\u00f6glichkeiten. Die Zitrone ist noch lange nicht ausgepresst. Wer also ganz vorne mitspielen will und das \u00fcber Differenzierung erreicht, hat auch in Zukunft noch neue M\u00f6glichkeiten dazu.<\/p>\n<p><em><strong>Innoform ist bekannt f\u00fcr technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie pers\u00f6nlich von der Zuh\u00f6rerschaft?<br \/>\n<\/strong><\/em>Da bin ich sehr gespannt. Ich w\u00fcrde mich sehr freuen, wenn reges Feedback zu den vorgestellten Themen kommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><em><strong>Konferenzen zum Thema Verpackungsdruck erfreuen sich gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?<br \/>\n<\/strong><\/em>Ich denke, das liegt zum Teil daran, dass der Verpackungsdruck ein recht stabiles und wachsendes Marktsegment im Printumfeld darstellt.<\/p>\n<p><em><strong>Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren &#8211; nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke &#8211; sondern sogar in einer Maschine?<\/strong><\/em><br \/>\nDas spielt eine gro\u00dfe Rolle, aber nicht eine alleinig dominierende. Wir kennen das im Bereich des schmalbahnigen Etikettendrucks schon sehr lange. Im Bogenoffsetdruck ist ein Flexo-basiertes Lackierwerk heute Standard. Die Inline-Veredelung lebt davon.<\/p>\n<p><em><strong>Wie sch\u00e4tzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen f\u00fcr den Verpackungsdruck im Vergleich zu anderen Druckbereichen ein und warum?<\/strong><\/em><br \/>\n1 bis 2. Wenn ich als gelernter Physiker eine glatte 1 vergeben w\u00fcrde, w\u00fcrde ich mir unseri\u00f6s vorkommen, weil mir das zu absolut ist. Schlie\u00dflich kann man nicht alles vorhersehen, insbesondere wenn es um die Zukunft und die noch unbekannten Trends und Str\u00f6mungen geht. \u00a0Warum? Weil die Banane krumm ist, von Natur aus gut verpackt und trotzdem ein Chiquita Label bekommt.<\/p>\n<p><em><strong>Unsere Teilnehmer m\u00f6chten die \u00a0Referenten auch gerne pers\u00f6nlich besser kennenlernen. Deshalb eine pers\u00f6nliche Frage: Wof\u00fcr begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?<br \/>\n<\/strong><\/em>Fotografieren beim \u201eKurpfalzen\u201c = rund um Heidelberg die Natur, die Kultur und die Gen\u00fcsse von dort erleben.<\/p>\n<p><em><strong>\u00a0<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>\u00a0<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>\u00a0<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martin Schmitt-Lewen\u00a0 studierte Physik an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg, wo er auch promoviert hat. Seine Berufserfahrung umfasst T\u00e4tigkeiten in der chemischen Verfahrenstechnik, der experimentellen Versuchstechnik und vor allem in der grafischen Industrie, in der er breite Erfahrungen gesammelt hat. 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