{"id":6010,"date":"2018-02-19T13:52:17","date_gmt":"2018-02-19T13:52:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=6010"},"modified":"2018-02-26T08:14:10","modified_gmt":"2018-02-26T08:14:10","slug":"gregor-hiesgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2018\/02\/19\/gregor-hiesgen\/","title":{"rendered":"Gregor Hiesgen \u00fcber M\u00f6glichkeiten zur Prozessoptimierung bei der Folienextrusion"},"content":{"rendered":"<p>Herr Dr. Gregor Hiesgen studierte Maschinen- und Anlagenbau an der Universit\u00e4t Duisburg-Essen (2002-2007). Im Anschluss\u00a0 promovierte er im Bereich Fahrerassistenzsysteme am Lehrstuhl f\u00fcr Mechatronik der Universit\u00e4t Duisburg-Essen (2007-2012). Parallel dazu gr\u00fcndete er 2012 gemeinsam mit Herrn Dr. Kenny Saul und Herrn Dr. Martin Spitz die SHS plus GmbH. Dort ist er als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer t\u00e4tig, im Bereich Consulting aktiv sowie an der Entwicklung der Simulationssoftware chillWARE\u00ae zur Simulation des Abk\u00fchlprozesses von extrudierten Kunststoffprodukten ma\u00dfgeblich beteiligt.<\/p>\n<p>Am liebsten besch\u00e4ftigt er sich mit simulationsgest\u00fctzter Prozessoptimierung und Umsetzung von intelligenten Regelungsstrategien zur Prozessoptimierung im Extrusionsprozess von Kunststoffen.<\/p>\n<p><em><strong>Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Veranstaltung ist f\u00fcr uns eine sehr interessante Plattform, um fachspezifischen Informationsaustausch auf einem hohen Niveau zu realisieren.<\/p>\n<p><em><strong>Multilayer ist der Themenschwerpunkt, den das SKZ und Innoform gelegt haben. Was wird Ihre Kernaussage dazu im Rahmen der Tagung sein?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Herstellung von Multilayer-Folien ist vergleichsweise komplex. Um die geforderten Qualit\u00e4tsanspr\u00fcche nachhaltig realisieren zu k\u00f6nnen, wird es immer wichtiger werden, den Automatisierungsgrad der Anlagen und die intelligente Prozessoptimierung zu fokussieren.<\/p>\n<p><em><strong>Sie referieren \u00fcber M\u00f6glichkeiten zur Prozessoptimierung bei der Folienextrusion. Simulation gibt es schon lange im Spritzguss. F\u00fcr Folien-Extrusion scheint das noch nicht so verbreitet zu sein. Worin liegen Ihrer Meinung nach f\u00fcr den Produzenten die Hauptvorteile durch Ihren Optimierungsprozess?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Oftmals wird der Fokus bei Prozessoptimierungen auf den hei\u00dfen Teil des Extrusionsprozesses gelegt. Doch auch der K\u00fchlprozess hat einen entscheidenden Einfluss auf die finale Produktqualit\u00e4t (z. B. Bogenlauf, Wellenbildung, Sagging, Randaufw\u00f6lbung, Haftverbunde). Mit modernen Simulationsmethoden k\u00f6nnen Optimierungspotenziale identifiziert und \u00a0gehoben werden, was im Rahmen einer konventionellen Prozessoptimierung nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p><em><strong>Wo sehen Sie f\u00fcr Folienhersteller und -Verwender besonderes Innovationspotenzial?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Das Thema Automatisierung und Industrie 4.0 wird zuk\u00fcnftig auch f\u00fcr Folienhersteller eine zentrale Rolle spielen. Eine vollst\u00e4ndige Nachverfolgbarkeit sowie die konsequente Prozessdatenerfassung in Kombination mit intelligenten Auswertungsalgorithmen &#8211; z. B. auf Basis Neuronaler Netze &#8211; sind diesbez\u00fcglich besonders anzustrebende Ziele.<\/p>\n<p><em><strong>Wie lassen sich Multilayer und Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Ihren Einflussbereich miteinander vereinbaren?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Kreislaufwirtschaft steht insbesondere f\u00fcr Multilayer-Anwendung noch vor gro\u00dfen Herausforderungen. Um nachhaltig und \u00f6kologisch zu wirtschaften, sollte dem Recyclingprozess zuk\u00fcnftig noch gr\u00f6\u00dfere Aufmerksamkeit gewidmet werden.<\/p>\n<p><strong><em>Innoform bietet technisch orientierte Tagungen an. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, Hersteller und Verwerter. Was erwarten Sie pers\u00f6nlich von der Zuh\u00f6rerschaft?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich erhoffe mir interessante Diskussionen zu den aktuellen Themen der Branche. Der Austausch mit Fachleuten sorgt erfahrungsgem\u00e4\u00df f\u00fcr neue Ideen und Impulse f\u00fcr zuk\u00fcnftige Strategien.<\/p>\n<p><strong><em>Konferenzen zum Thema \u201eKunststoffe in der Verpackung\u201c erfreuen sich gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gro\u00dfe Interesse an Wissen und auch Kontakten trotz h\u00e4ufig negativer Berichterstattung in den \u00f6ffentlichen Medien?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Kunststoffe stellen hinsichtlich Verpackung in vielen Anwendungsf\u00e4llen wohl die beste L\u00f6sung dar. Eine zunehmende Akzeptanz ist durch eine Verst\u00e4rkung der Aktivit\u00e4ten im Bereich des Recyclings zu erwarten.<\/p>\n<p><strong><em>Welchen Einfluss haben Ihrer Meinung nach der gesellschaftliche Druck sowie rechtliche Vorgaben und Kundenanforderungen auf die Innovation in der Herstellung von Multilayer-Folien?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Unter Ber\u00fccksichtigung des gesamten Materialflusses bis hin zur Kreislaufwirtschaft, bestehen die wichtigsten Innovationen im Bereich der Ausschussminimierung im Herstellungsprozess und der effizienteren Gestaltung des Recyclingprozesses.<\/p>\n<p><em><strong>Wie sch\u00e4tzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen f\u00fcr Mehrschichtfolien im Vergleich zu anderen Folienarten ein und warum?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Aufgrund der bedarfsgerechten Gestaltungsm\u00f6glichkeiten von Mehrschichtfolien k\u00f6nnen deutlich materialeffizientere Produkte mit gleichzeitig \u00fcberlegenen Eigenschaften entwickelt werden. Die Zukunftschancen sehe ich somit als sehr gut (1-2).<\/p>\n<p><em><strong>Unsere Teilnehmer m\u00f6chten Referenten auch gern pers\u00f6nlich besser kennenlernen. Deshalb eine pers\u00f6nliche Frage: Wof\u00fcr begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Neben meinem beruflichen Alltag stehen Zeit mit meiner Familie, sportliche Aktivt\u00e4ten und Urlaube im Fokus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Dr. Gregor Hiesgen studierte Maschinen- und Anlagenbau an der Universit\u00e4t Duisburg-Essen (2002-2007). Im Anschluss\u00a0 promovierte er im Bereich Fahrerassistenzsysteme am Lehrstuhl f\u00fcr Mechatronik der Universit\u00e4t Duisburg-Essen (2007-2012). Parallel dazu gr\u00fcndete er 2012 gemeinsam mit Herrn Dr. Kenny Saul und Herrn Dr. Martin Spitz die SHS plus GmbH. 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