{"id":6331,"date":"2018-06-01T11:40:07","date_gmt":"2018-06-01T11:40:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=6331"},"modified":"2018-06-04T14:40:09","modified_gmt":"2018-06-04T14:40:09","slug":"eine-stellungnahme-des-ik-und-jetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2018\/06\/01\/eine-stellungnahme-des-ik-und-jetzt\/","title":{"rendered":"Eine Stellungnahme des IK &#8211; und jetzt?"},"content":{"rendered":"<p>Dr. Bruder (IK) hat hier eine nachvollziehbare <a href=\"https:\/\/www.verpackungswirtschaft.de\/news\/biooekonomie\/IK-Industrievereinigung-Kunststoffverpackungen-e.-V.-Ein-Strohhalm-Verbot-loest-das-Marine-Litter-Problem-nicht-9221\">Stellungnahme<\/a> abgegeben. Er kritisiert zu Recht die einseitige Sicht der EU auf Kunststoffe. Wie immer in solchen Zeiten heben Medien das Thema in emotionale H\u00f6hen, und der Fachmann ist oft geneigt, Gegendarstellungen und Bedenken dagegen zu setzen. Ich denke, man sollte die Welle surfen und sich nicht gegen diese stellen. Der Surfer wei\u00df &#8211; es gibt nur Tauchen oder Surfen. Ich bevorzuge den Wellenritt, bei dem ich die Richtung noch mitbestimmen kann.<\/p>\n<p>Das sind seine Titel in www.verpackungswirtschaft.de<\/p>\n<h1 class=\"head10\"><span id=\"kindle-titel\" class=\"stickytitle\">&#8220;Ein Strohhalm-Verbot l\u00f6st das Marine Litter-Problem nicht&#8221;&#8230;<\/span><\/h1>\n<h2><strong>&#8230;&#8221;Produktverbote schaffen kein grunds\u00e4tzliches Verst\u00e4ndnis&#8221;&#8230;<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>&#8230;&#8221;Zielf\u00fchrender: EU-Unterst\u00fctzung f\u00fcr Schwellenl\u00e4nder und EU-weites Deponieverbot von Kunststoffabf\u00e4llen&#8221;&#8230;<\/strong><\/h3>\n<h3><strong>&#8230;&#8221;Single use \u2013 Ein irref\u00fchrender Begriff im Entwurf der EU-Direktive&#8221;&#8230;<\/strong><\/h3>\n<p>Den ganzen Text finden Sie hier:<a href=\"https:\/\/www.verpackungswirtschaft.de\/news\/biooekonomie\/IK-Industrievereinigung-Kunststoffverpackungen-e.-V.-Ein-Strohhalm-Verbot-loest-das-Marine-Litter-Problem-nicht-9221\">\u00a0https:\/\/www.verpackungswirtschaft.de\/news\/biooekonomie\/IK-Industrievereinigung-Kunststoffverpackungen-e.-V.-Ein-Strohhalm-Verbot-loest-das-Marine-Litter-Problem-nicht-9221<\/a><\/p>\n<p>Diese d\u00fcrften viele Kunststoffverarbeiter genauso teilen. Seit 1990 beobachte ich ein nahezu kontinuierliches Massenwachstum an Kunststoffverbrauch (auch f\u00fcr Verpackungen) in Deutschland und Europa &#8211; trotz Dickenreduzierung speziell bei Flaschen und Folien. Doch global beherrschen wir den Kunststoff nicht mehr. Wir entlassen ihn &#8211; weltweit gesehen &#8211; mehr oder weniger unkontrolliert in unsere Welt. Insbesondere die Verpackungen sind jeden Tag in aller H\u00e4nde und nun auch in aller Munde und allen Ozeanen.<\/p>\n<p>Im Moment reden wir viel \u00fcber die Meere und deren Kontamination. Aber was ist mit den \u00c4ckern, Deponien und den R\u00fcckst\u00e4nden aus der M\u00fcllverbrennung? Auch diese Probleme werden findige Reporter bald f\u00fcr h\u00f6here Auflagen ihrer Medien wieder ausgraben. Darauf Antworten zu finden ist meiner Meinung nach die Herausforderung dieses Jahrzehntes an die Kunststoffindustrie.<\/p>\n<p>Dramatisch wird es dann, wenn anstelle \u00f6kologisch und \u00f6konomisch sinnvoller Verpackungsl\u00f6sungen &#8211; per Gesetz &#8211; unbequeme und nachteilige Verpackungen in den Markt gepresst werden. Dann verlieren alle &#8211; auch unser Raumschiff Erde, das wir damit mehr ausbeuten als mit optimierten Minimalverpackungen. Auch der Verbraucher, der mit unbequemen, den Lebensstil einengenden Produkten umgehen muss und auch Handel und die Produzenten, die gr\u00f6\u00dferen Umw\u00e4lzungen ausgesetzt werden.<\/p>\n<p>Ehrliche Debatten \u00fcber Sinn und Unsinn, \u00fcber falschverpackte Produkte sollten unsere Foren f\u00fcllen. Unverpackt verkaufen wird eine elit\u00e4re Sache bleiben. Aber am Biotrend sehen wir, wie schnell gr\u00f6\u00dfere Kundengruppen ein anderes Konsumverhalten umsetzen und andere Produkte kaufen, die nicht zwingend billiger sein m\u00fcssen. F\u00fcr die Folienverpackungen erkenne ich viele Chancen und geringe Risiken, da es eine Minimalverpackung sein kann. Das ist starren Beh\u00e4ltern so nicht zu eigen. Aber unsere Materialvielfalt bremst derzeitige Recyclingkonzepte aus. Kunststoffmix ist schlecht zu recyceln &#8211; das wei\u00df jeder, der sich hier einarbeitet. Warum reduzieren wir nicht auch bei den Folien die Werkstoffe? Es muss doch f\u00fcr die diversen Verpackungen immer Optimall\u00f6sungen geben. Warum setzen diese sich noch nicht in der Form durch wie beispielsweise bei der PET-Flasche oder Wei\u00dfblechdose?<\/p>\n<p>Brauchen wir wirklich alle unsere 13 Schicht-Folien aus 7 Materialien? Oder sind wir da etwas \u00fcber das Ziel hinausgeschossen? Brauchen wir immer PP und PE oder reicht eventuell auch eines der beiden Polyolefine? Warum laminieren wir PET auf so viele PE-Folien? Geht das mit modernen Maschinen und Materialien auf PE- oder PP-Basis nicht genauso, aber deutlich besser recycelf\u00e4hig? Lag der Fokus in den letzten Jahre nicht zu wenig auf Recycling\u00a0 und zu sehr auf Marketing?<\/p>\n<p>Ja &#8211; das sind unbequeme Fragen. Ich denke, wir m\u00fcssen uns dieen stellen und sie beantworten &#8211; ohne zu viele Vorbehalte, warum etwas \u201ealternativlos\u201c so zu sein hat. Das Bessere ist des Guten Feind. Und was gut ist, wird gerade stark in eine umweltorientiertere Richtung verschoben. Da darf doch unser Denken nicht an derselben Stelle stagnieren.<\/p>\n<p>Autor: Karsten Schr\u00f6der<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Bruder (IK) hat hier eine nachvollziehbare Stellungnahme abgegeben. Er kritisiert zu Recht die einseitige Sicht der EU auf Kunststoffe. 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