{"id":6696,"date":"2018-07-25T10:28:37","date_gmt":"2018-07-25T10:28:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=6696"},"modified":"2019-04-08T08:33:14","modified_gmt":"2019-04-08T08:33:14","slug":"referenteninterview-mit-dominik-haug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2018\/07\/25\/referenteninterview-mit-dominik-haug\/","title":{"rendered":"Referenteninterview mit Dominik Haug"},"content":{"rendered":"<div class=\"col-2-3\">\n<div id=\"tabs\" class=\"module sys_ajax\">\n<div class=\"index_card\">\n<div class=\"main\">\n<div class=\"active\">Dominik Haug studierte Betriebswirtschaftslehre mit Fokus auf Marketing, Logistik und Controlling. Dar\u00fcber hinaus absolvierte er ein Executive Master of Business Administration an der Business School der RWTH Aachen. Er arbeitete u. a. im Handel bei Lidl, in der Lebensmittelindustrie bei Lactalis und Hochland sowie in der Verpackungsindustrie bei SIG Combibloc. Als Product-, Project- und Brand-Manager sammelte er dabei im Life Cycle Management und Product Development wertvolle Erfahrungen, die er heute als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Gr\u00fcnder des Startups yummypack gewinnbringend einbringen kann.<br \/>\nMit der Gr\u00fcndung und Markteinf\u00fchrung von yummypack setzt die Unternehmung yummypack neue Ma\u00dfst\u00e4be in der Verpackungsindustrie mit dem Angebot von individualisierbaren und nachhaltigen Verpackung f\u00fcr B2B und auch B2C Kunden.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><em><strong>Sie tragen auf der 6. Standbeutelkonferenz von Innoform vor. Was ist die Kernaussage Ihres Beitrages?<\/strong><\/em><br \/>\nDie zunehmend globale Vernetzung und radikale Digitalisierung unserer Gesellschaft pr\u00e4gt ma\u00dfgeblich den Wandel unseres Konsumverhaltens. Ein gegenl\u00e4ufiger Megatrend im Rahmen dieser Entwicklung ist der wachsende Wunsch nach Individualisierung und Personalisierung. \u00dcberwiegend zeichnen sich erfolgreiche Produkte dadurch aus, dass Kunden fr\u00fchzeitig in den Produktentstehungsprozess mit einbezogen werden und so Produkteigenschaften, -funktionen und Serviceleistungen mit Kundenbed\u00fcrfnissen verkn\u00fcpft werden. Mass Customization wird, verst\u00e4rkt durch die stetig wachsenden, technologischen M\u00f6glichkeiten, immer mehr zum Erfolgsmodell.<\/p>\n<p>Viele Beispiele bekannter Marken der Konsumg\u00fcterindustrie, wie z. B. mym\u00fcsli, Nespresso, Nutella, Coca-Cola und Nivea zeigen auf, dass der Wunsch nach personalisierten Produkten auch in etablierten Konsumg\u00fctersparten Eingang findet. Das geschieht in Form neuer Produkte, Services oder auch Gesch\u00e4ftsmodellinnovationen, die die jeweilige Sparte erg\u00e4nzen oder sogar grundlegend ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. Alle Unternehmen aus dem Bereich FMCG&#8217;s (Fast-Moving-Consumer-Goods), aber auch deren Zulieferer sowie die Verpackungsindustrie, sind gezwungen, sich mit dem Spannungsfeld zwischen Mass Production einerseits und Mass Customization andererseits auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p>yummypack zeigt mit einem neuen Plattform-Konzept, kombiniert mit nachhaltigen Standbeuteln &#8211; unseren yummypacks &#8211; wie durch neue technische M\u00f6glichkeiten ein neuer und alter Markt neu definiert und bedient werden kann.<\/p>\n<p><strong><em>Welche Zuh\u00f6rerschaft w\u00fcnschen Sie sich und warum?<br \/>\n<\/em><\/strong>Das Gesch\u00e4ftsmodell von yummypack steht im Grunde nicht in Konkurrenz zu bestehenden Marktteilnehmern. Es bietet vielmehr die Gelegenheit, durch Partnerschaft gemeinsam Bestands- und Neukunden, die z. B. losgr\u00f6\u00dfenbedingt uninteressant sind oder kurzfristige Lieferungen bed\u00fcrfen, bedarfsorientiert zu bedienen. Mit wachsendem Absatz bzw. Expansion suchen wir dar\u00fcber hinaus Partner, die wir in unsere Prozesskette integrieren k\u00f6nnen. Auch wollen wir unsere Umweltperformance weiter steigern und suchen hierf\u00fcr weitere Partner und Lieferanten.<\/p>\n<p><em><strong>Wie sch\u00e4tzen Sie insgesamt die Entwicklung des Standbodenbeutels (SUP) bezogen auf Ihr T\u00e4tigkeitsgebiet ein?<\/strong><\/em><br \/>\nDer Standbodenbeutel ist ein ausgewogenes Multitalent: Er ist vergleichsweise preislich attraktiv, bietet Vorteile im Bereich Umwelt, Sicherheit und Gesundheit<br \/>\nund dar\u00fcber hinaus besitzt er ein hohes Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t und Verbraucherfreundlichkeit. Zus\u00e4tzlich ist der Standbodenbeutel sowohl f\u00fcr den B2B als auch f\u00fcr den B2C Markt geeignet. Das sind beste Voraussetzungen, damit wir in unserem Markt wachsen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em><strong>Warum haben Sie sich bei Ihrer Plattform f\u00fcr standardisierte Standbeutel entschieden und was kommt als n\u00e4chstes?<\/strong><\/em><br \/>\nStandbodenbeutel sind die absoluten Leichtgewichte unter den Verpackungen. Sie bieten hervorragende Eigenschaften insbesondere in Bezug auf Barriere, Convenience und Nachhaltigkeit. Mit dem verwendeten Papierverbund geh\u00f6ren yummypacks zu den umweltfreundlichsten Verpackungen ihrer Art. Sie kann man wie ein Fotobuch nach Belieben online auf unserer Plattform selbst und individuell gestalten und zu Hause selbst oder im mittelst\u00e4ndischen Betrieb mit Maschinen bef\u00fcllen. Die Erfolgsfaktoren sind: &nbsp;Yummy-Qualit\u00e4t in kundenindividuellen Yummypacks.<\/p>\n<p>Neue technologische M\u00f6glichkeiten und Materialien wollen wir f\u00fcr noch mehr Nachhaltigkeit und noch individuellere Verpackungsformen einsetzen. So arbeiten wir beispielsweise bereits an einer Verpackung, die bis zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen besteht.<\/p>\n<p><strong><em>Worin sehen Sie die Gr\u00fcnde f\u00fcr das stetige Wachstum des Standbeutelmarktes?<\/em><\/strong><br \/>\nConvenience, Sichtbarkeit im Regal, &nbsp;flexibler Einsatz, Preis und Umweltperformance sind nach unseren eigenen Marktforschungen die wichtigsten Erfolgsfaktoren im Markt. Dar\u00fcber hinaus tr\u00e4gt aber auch die relativ einfache Herstellung und Weiterverarbeitung zum Erfolg dieser Verpackungsform bei. Flexibilit\u00e4t in Form und Verbund sowie in neuen technischen M\u00f6glichkeiten, wie zum Beispiel dem Digitaldruck, beg\u00fcnstigen dar\u00fcber hinaus ein stetiges Wachstum des Standbodenbeutelmarktes.<\/p>\n<p><strong><em>Wie ordnen Sie den Standbeutel bezogen auf die Forderung nach Kreislaufwirtschaft ein?<\/em> <\/strong><br \/>\nWir verfolgen mit unseren yummypacks eine besondere Form der Nachhaltigkeit und einen zweigleisigen Ansatz der Kreislaufwirtschaft.<\/p>\n<p>Heute schon bestehen unsere yummypacks aus bis zu 80% nachwachsenden Rohstoffen. Derzeit setzen wir noch PET im Verbund ein, welchen wir aber bald durch alternative Lagen ersetzten werden, um auf bis zu 100% nachwachsende Rohstoffe zu kommen. Ein wichtiger Bestandteil &#8211; auch heute schon &#8211; ist dabei Papier. Dieses Papier ist FSC\u00ae zertifiziert &#8211; also aus nachhaltiger Forstwirtschaft.<\/p>\n<p>Unser aluminiumfreier Papierverbund ist recyclebar und \u00e4hnelt einem Getr\u00e4nkekartonverbund, welcher &#8211; obwohl eine Aluminiumlage enthalten &#8211; als \u00f6kologisch vorteilhaft gilt. Die f\u00fchrenden Unternehmen der Kartonverbundindustrie setzten auch hier alles daran, die Recyclingquote stetig zu erh\u00f6hen und den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck auch durch Verbundoptimierung weiter zu senken. Diesen Pfad wollen wir ebenso mitgehen.<br \/>\nDoch auch der nicht recycelte Anteil eines Papierverbundes, welcher aus 100% nachwachsenden Rohstoffen besteht, sollte in ein positives Licht ger\u00fcckt werden: \u00c4hnlich einem Eigenheim mit einer Palletheizung wird eine traditionelle M\u00fcllverbrennungsanlage (die auch noch Schadstofffilter verwendet) pl\u00f6tzlich zu einem \u00f6kologisch ausgeglichenen, sinnvollen Energieerzeuger, oder nicht?<\/p>\n<p><strong><em>Welches Standbeutelkonzept hat Sie ganz besonders beeindruckt?<\/em> <\/strong><br \/>\nIm vergangenen Jahr haben viele Anbieter fast zeitgleich verschiedene Papierverbunde u. a. ohne Aluminium im Bereich Standbeutel f\u00fcr fl\u00fcssige und haltbare Produkte auf den Markt gebracht. \u00dcberzeugt von der Nachhaltigkeit des Kartonverbund ist, haben wir einen zuverl\u00e4ssigen, d. h. bereits markterprobten, Papierverbund als nachhaltige Grundlage einer onlinebasierten Plattform in Kombination mit Digitaldruck gesehen. Nachhaltigkeit und Individualisierbarkeit sind dabei die wesentlichen Merkmale unseres Gesch\u00e4ftsmodells. So laufen bereits mit vielen Kunden spannende Konzepte und erste Tests, die diese Vorteile &nbsp;f\u00fcr sich nutzen.<\/p>\n<p><strong><em>Was empfehlen Sie einem Markeninhaber, der mit Pouches starten m\u00f6chte?<\/em><\/strong><br \/>\nFrei nach den neusten Methoden des Innovationsmanagements &#8211; einfach, aber systematisch testen. So erstellen wir losgr\u00f6\u00dfenunabh\u00e4ngig f\u00fcr unsere Kunden yummypacks mit verschiedenen Verpackungsdesigns, um z. B. Testm\u00e4rkte g\u00fcnstig und agil durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Co-Packer k\u00f6nnen dar\u00fcber hinaus helfen, Investitionen in eigenes Abf\u00fcllequipment zeitlich zu verschieben &#8211; oder ganz zu vermeiden.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus sollten neue technische M\u00f6glichkeiten genutzt werden, damit idealtypische Produktl\u00f6sungen dem Kundenbed\u00fcrfnis entspricht. So haben z. B. alle yummypacks individuelle QR Codes, mit denen nicht nur der Logistikprozess kontrolliert werden kann, sondern auch innovative Produktkonzepte mit ebenso innovativen Marketing- und Saleskonzepten, \u00e4hnlich wie z. B. dem Erfolgsrezept von mym\u00fcsli, kombiniert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong><em>Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie au\u00dferhalb Ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit?<\/em><\/strong><br \/>\nMeine Familie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dominik Haug studierte Betriebswirtschaftslehre mit Fokus auf Marketing, Logistik und Controlling. Dar\u00fcber hinaus absolvierte er ein Executive Master of Business Administration an der Business School der RWTH Aachen. Er arbeitete u. a. im Handel bei Lidl, in der Lebensmittelindustrie bei Lactalis und Hochland sowie in der Verpackungsindustrie bei SIG Combibloc. 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