{"id":6866,"date":"2018-10-02T10:49:43","date_gmt":"2018-10-02T10:49:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=6866"},"modified":"2018-10-02T11:21:18","modified_gmt":"2018-10-02T11:21:18","slug":"stefan-braun-ueber-qualitaetsbremsen-in-der-produktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2018\/10\/02\/stefan-braun-ueber-qualitaetsbremsen-in-der-produktion\/","title":{"rendered":"Stefan Braun \u00fcber Qualit\u00e4tsbremsen in der Produktion"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Sie sind Referent in Osnabr\u00fcck. Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?<br \/>\n<\/strong><\/em><br \/>\nDa ich, sehr zu meinem Leidwesen, bisher noch nicht an Veranstaltungen der Innoform teilgenommen habe, aber schon viele positive Berichte von Teilnehmern geh\u00f6rt habe, hatte ich ohnehin vor, einer der kommenden Veranstaltungen beizuwohnen. Das nun auch als Referent tun zu d\u00fcrfen, freut mich daher besonders. \u00a0Ich verspreche mir neben guten Kontakten, Networking und interessanten Vortr\u00e4gen, mit meiner Pr\u00e4sentation und dem anschlie\u00dfenden Expertenaustausch, einen Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung leisten zu k\u00f6nnen und ein Thema zu beleuchten, in dem sich die Zuh\u00f6rer wiederfinden und das f\u00fcr die Branche von immer gr\u00f6\u00dferer Wichtigkeit sein wird.<\/p>\n<p><em><strong>Ihr Thema geh\u00f6rt zu einer Reihe von verschiedenen Blickwinkeln auf den Fokus 1st time right bzw. im ersten Anlauf klappt schon alles. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen hierzu?<br \/>\n<\/strong><\/em><br \/>\n\u201eWenn Du es machst, dann mach&#8217; es richtig, denn wenn Du es richtig machst, machst Du es nur einmal!\u201c<\/p>\n<p><strong><em>Sie referieren \u00fcber &#8220;Schnell in Produktion &#8211; aber wie?&#8221; Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?<br \/>\n<\/em><\/strong><br \/>\nIn meiner Rolle als Regional Director On-Site-Consulting and InHouse EMEA bekomme ich viele Einblicke in unterschiedlichste Druckunternehmen aus der Verpackungsbranche. Die Voraussetzungen sind hier sehr vielf\u00e4ltig und unterschiedlich. Dennoch gibt es einige Grunds\u00e4tze, die \u00fcberall G\u00fcltigkeit haben. Unseren Kunden dabei zu helfen, diese Grunds\u00e4tze leben zu k\u00f6nnen, ist eines der prim\u00e4ren Ziele unserer Beratungsabteilung. Dabei m\u00f6chten wir unsere Kunden bef\u00e4higen, die Dinge selbst steuern, lenken und positiv beeinflussen zu k\u00f6nnen. Die Vermeidung von Verschwendung jeglicher Art sowie die optimale Nutzung aller zur Verf\u00fcgung stehenden Ressourcen sind der Hebel f\u00fcr optimale Ergebnisse \u201eon time\u201c und \u201ein full\u201c.<\/p>\n<p><em><strong>Sie sprechen \u00fcber die Top 10 der Qualit\u00e4tsbremsen Vor welcher Qualit\u00e4tsbremse ist kein Unternehmen gefeit und welche Fehler sind am einfachsten zu vermeiden?<br \/>\n<\/strong> <\/em><br \/>\nDie wichtigste Grundlage f\u00fcr gute Qualit\u00e4t ist eine m\u00f6glichst eindeutige und idealerweise messbare Beschreibung derselben. Wer nicht wei\u00df, was sein Kunde erwartet, geht ein hohes Risiko, die Kundenerwartung zu verfehlen. Die Stimme des Kunden zu h\u00f6ren und seine Erwartungshaltung in diese m\u00f6glichst messbaren Qualit\u00e4tskriterien zu \u00fcbertragen, wird h\u00e4ufig unter der Annahme \u201eschon zu wissen, was der Kunde braucht\u201c vernachl\u00e4ssigt. Das gilt \u00fcbrigens nicht nur f\u00fcr externe Kunden, sondern insbesondere auch f\u00fcr interne Kunden &#8211; Lieferantenbeziehungen.<br \/>\nEin weiterer, sehr wichtiger Baustein f\u00fcr gute Qualit\u00e4t ist die \u00dcbertragung der definierten Kundenerwartungen in standardisierte und reproduzierbare Prozesse, um nicht nur zuf\u00e4llig, sondern vorhersehbar, wiederholbar und gleichbleibend gute Qualit\u00e4t zu erzielen. Vielen Druckereien fehlt es an diesen Standards, was zu st\u00e4ndig wechselnden Prozessen, Einstellungen und Vorgehensweisen f\u00fchrt und demzufolge auch die Erzielung gleichbleibender Qualit\u00e4t erschwert. Hierzu dient auch die Festlegung und Vorgabe von Zielen, deren Kommunikation an die beteiligten Stellen und das m\u00f6glichst zeitnahe Erkennen und Abstellen von Abweichungen, was in vielen F\u00e4llen verbunden ist mit einem Wandel von Fehler- und Unternehmenskultur.<\/p>\n<p><em><strong>Wo sehen Sie f\u00fcr die Verpackungsdrucker momentan besonderen Handlungsbedarf?<br \/>\n<\/strong><\/em><br \/>\nErfreulicherweise steigt der Bedarf an Verpackungen kontinuierlich, was nicht zuletzt immer besseren Funktionalit\u00e4ten und immer h\u00f6herer Benutzerfreundlichkeit von Verpackungen, aber auch immer kleiner werdenden Haushalten und immer zahlreicheren Produktvarianten geschuldet ist. Der Markt wird also nach wie vor gr\u00f6\u00dfer. Es \u00a0gibt unz\u00e4hlige Verpackungsdruckerein, die im gegenseitigen Wettbewerb stehen, um von diesem Kuchen ihren Teil abzubekommen. Neben der Erf\u00fcllung der geforderten Qualit\u00e4t steht die Kosteneffizienz im Fokus, um wettbewerbsf\u00e4hig zu sein. In diesem Zusammenhang haben sich viele Unternehmen im Rahmen von kontinuierlicher Verbesserung in den vergangen Jahren auf die Optimierung der wertsch\u00f6pfenden Prozesse fokussiert. Das ist grunds\u00e4tzlich erst einmal ein guter Ansatz. Leider stellen wir in der t\u00e4glichen Beratungsarbeit h\u00e4ufig fest, dass die \u201eVermeidung nicht-wertsch\u00f6pfender Prozesse\u201c dabei h\u00e4ufig noch nicht die notwendige Aufmerksamkeit erf\u00e4hrt. Hier liegt aus meiner Sicht der gr\u00f6\u00dfte Hebel f\u00fcr Kostenminimierung und Leistungsmaximierung.<strong><br \/>\n<\/strong><br \/>\nEin weiterer wichtiger Aspekt ist das Thema Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Umweltvertr\u00e4glichkeit. Verpackungen aus Kunststoff sind dabei in j\u00fcngster Vergangenheit immer st\u00e4rker in den Fokus und in ein zunehmend negatives Bild ger\u00fcckt. Der Markt f\u00fcr Verpackungen wird sich, neben dem individuellen Hinterfragen unserer eigenen Konsumgewohnheiten, deutlich \u00e4ndern. Wir alle m\u00fcssen uns die Frage stellen, was in diesem Zusammenhang notwendig und sinnvoll und was vermeidbar oder sogar \u00fcberfl\u00fcssig ist.<\/p>\n<p><em><strong>Was erwarten Sie pers\u00f6nlich von der Zuh\u00f6rerschaft?<br \/>\n<\/strong><\/em><br \/>\nIch erwarte interessante Fragen und spannenden Austausch von eigenen Erfahrungen und L\u00f6sungsans\u00e4tzen.<\/p>\n<p><em><strong>Konferenzen zum Thema Drucken erfreuen sich gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und Kontakten?<br \/>\n<\/strong><\/em><br \/>\nDer Blick \u00fcber den eigenen Tellerrand, lebenslanges Lernen, der Wissensaustausch und die Wissenserweiterung, ein gutes Netzwerk und die hilfreichen Informationen von Experten und Marktbegleitern sind von existentieller Bedeutung f\u00fcr den Erfolg eines Unternehmens. Expertenkonferenzen sind hierzu eine hervorragende Plattform.<\/p>\n<p><strong><em>Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren &#8211; nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke &#8211; sondern sogar in einer Maschine?<br \/>\n<\/em><\/strong><br \/>\nUnternehmen stellen verschiedenste Produkte oder Produktreihen her, welche auf unterschiedlichsten Bedruckstoffen und in zahlreichen Varianten das Kaufinteresse der Kunden wecken sollen. Ein markenkonsistentes Erscheinungsbild, eine hohe Identifikation mit dem Hersteller und der Wiedererkennungswert eines Produktes sind dabei von hoher Wichtigkeit, insbesondere in Bezug auf Kundenbindung. F\u00fcr all diese unterschiedlichen Produkte gibt es unterschiedliche Herstellungsverfahren, welche sich in Qualit\u00e4t, Reproduzierbarkeit und Kosteneffizienz individuell bestm\u00f6glich eignen m\u00fcssen. Daher wird das Zusammenwachsen unterschiedlicher Druckverfahren immer bedeutungsvoller. In Zeiten immer kleiner werdender Auflagen durch z. B. immer gr\u00f6\u00dfere Produktvielfalt, steigende Varianten, Qualit\u00e4ten und Geschmacksrichtungen, Promotions oder \u201eOne-Time\u201c-Products sowie durch immer st\u00e4rkeren Fokus der Unternehmen auf schlankes \u201eworking capital\u201c und \u201eprint on demand\u201c, wird eine kosteneffiziente Produktion immer wichtiger. Das Thema \u201eHybrid-Printing\u201c kann sowohl f\u00fcr diese Anforderung wie auch der Forderung nach Individualisierung eine L\u00f6sung darstellen.<\/p>\n<p><em><strong>Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie au\u00dferhalb Ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ich bin sportbegeistert und suche regelm\u00e4\u00dfig auch im privaten Umfeld Herausforderungen, bei denen ich mich aus meiner \u201eKomfortzone\u201c bewegen muss und das Leben im wahrsten Sinne sp\u00fcren kann.<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/co_neu\/de\/referenten\/stefan-braun\">Stefan Braun<\/a> (Dipl. Ing.) schloss nach Abitur und Bundeswehr die Ausbildung zum Drucker, Fachrichtung Tiefdruck flexible Verpackungen, bei Amcor Flexibles am Standort in Viersen erfolgreich ab und arbeitete dort weitere 1 \u00bd Jahre als Maschinenf\u00fchrer.<\/em><\/p>\n<p><em>Anschlie\u00dfend studierte er an der BUGH in Wuppertal \u201eKommunikationstechnologie Druck\u201c. Im Rahmen des Studiums absolvierte er ein Praktikum \u00fcber zwei Semester bei der Fa. Infineon Technologies in Erlangen.<\/em><\/p>\n<p><em>Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums \u00fcbernahm er f\u00fcr 3 Jahre die Betriebsleitung bei der Cellpack Packaging in Rheinland-Pfalz, einem mittelst\u00e4ndischen Druckunternehmen f\u00fcr Flexible Packaging, und war dort verantwortlich f\u00fcr die Bereiche Druck, Kaschierung, Rollenschnitt sowie weitere Nebenbereiche.<\/em><\/p>\n<p><em>Von 2008 bis 2016 leitete er den Fachbereich Druck der SIG Combibloc mit 3 Packungswerken am Mutterstandort in Linnich. Die SIG Combibloc ist der weltweit zweitgr\u00f6\u00dfte Hersteller f\u00fcr aseptische Getr\u00e4nke und Lebensmittelverpackungen aus Karton-Verbundmaterial. Hier sammelte er 8 Jahre u. a. Erfahrungen in den Bereichen Lean- und Changemanagement, Operational Excellence, KVP, Best Practice, Six Sigma, MDI (Management of daily Improvement), SMED, 5S, etc.<\/em><\/p>\n<p><em>Seit Anfang 2016 leitet Herr Braun bei der Siegwerk Druckfarben AG &amp; Co KGaA die Abteilung On-Site Consulting\/InHouse Packaging EMEA. Die Abteilung ber\u00e4t und hilft mit einem Team von Projektmanagern Kunden des Siegwerks mit Projekten zur Prozessoptimierung, Effizienzsteigerung und Kostensenkung, mit Schwerpunkt in den Bereichen \u201eInk-Room-Management\u201c und \u201ePress-Room-Management\u201c.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie sind Referent in Osnabr\u00fcck. Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen? Da ich, sehr zu meinem Leidwesen, bisher noch nicht an Veranstaltungen der Innoform teilgenommen habe, aber schon viele positive Berichte von Teilnehmern geh\u00f6rt habe, hatte ich ohnehin vor, einer der kommenden Veranstaltungen beizuwohnen. Das nun auch als Referent tun zu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":6873,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2190,671,672,674,683,675,684,1,687,688,730],"tags":[7239,7233,7235,7243,7221,927,7237,7249,7227,462,7223,111,7219,7247,7231,7225,7241,2088,7229,7217,1394,7159,764,401,565,1747,7245],"class_list":["post-6866","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein-de","category-digitaldruck","category-farben_und_klebstoffe","category-etiketten_sleeves","category-flexodruck","category-folienherstellung_veredelung","category-primaerverpackungen","category-news-news","category-repro","category-tiefdruck","category-verpackungsdesign","tag-bedruckstoffe","tag-benutzerfreundlichkeit","tag-druckereienverpackungsdruckereien","tag-hybrid-printing","tag-in-full","tag-kommunikation","tag-konsumgewohnheiten","tag-kostenffizient","tag-kundenerwartungen","tag-kunststoff","tag-messbar","tag-nachhaltigkeit","tag-on-time","tag-print-on-demand","tag-prozesse","tag-qualitaetskriterienressourcen","tag-reproduzierbarkeit","tag-ressourcenschonung","tag-standard","tag-stefan_braun","tag-umweltvertraeglichkeit","tag-vd-11-18","tag-verpackungen","tag-verpackungsbranche","tag-verschwendung","tag-wettbewerb","tag-working-capital"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6866","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6866"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6866\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6897,"href":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6866\/revisions\/6897"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6873"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6866"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6866"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6866"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}