{"id":7212,"date":"2019-03-21T11:12:57","date_gmt":"2019-03-21T11:12:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=7212"},"modified":"2019-03-25T07:20:41","modified_gmt":"2019-03-25T07:20:41","slug":"pierre-lorenz-ueber-anforderungen-an-regranulate-in-der-blasfolienextrusion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2019\/03\/21\/pierre-lorenz-ueber-anforderungen-an-regranulate-in-der-blasfolienextrusion\/","title":{"rendered":"Pierre Lorenz \u00fcber Anforderungen an Regranulate in der Blasfolienextrusion"},"content":{"rendered":"\n<p>\u00a0<strong><em>Mit Ihrem Thema &#8220;Anforderungen an Regranulate in der Blasfolienextrusion&#8221;  leisten Sie einen Beitrag zu unserer Tagung Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen durch Kreislaufwirtschaft im Mai in W\u00fcrzburg. Was genau werden Ihre Kernaussagen sein?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>a) Vermeidung von unn\u00f6tigen Produktionseinstell-Abf\u00e4llen beim Einsatz dieser Materialien<\/p>\n\n\n\n<p>b) Ideen, diese gewinnbringend einzusetzen, z. B. Circulene im Einsatz bei Lebensmittelverpackungen oder QCPs f\u00fcr Industrieverpackungen<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Die Kunststoffverpackung dient in erster Linie dem Produktschutz und beugt somit Lebensmittelverschwendung vor. Trotzdem tendieren Medien und auch die \u00f6ffentliche Meinung in j\u00fcngster Vergangenheit immer mehr zu Negativ-Darstellungen von Verpackungen insgesamt. Neben Umweltrisiken werden auch immer wieder Gesundheitsrisiken bem\u00e4ngelt. Wie sch\u00e4tzen Sie das Aufwand-Nutzen-Verh\u00e4ltnis von Verpackungen allgemein und von Kunststoffverpackungen insbesondere ein? <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8230; pers\u00f6nlich bin ich der Meinung, dass unsere Kunststoffverpackungen aktuell nicht wegzudenken sind, um die Verschwendung des Wegwerfens von Lebensmitteln nicht noch h\u00f6her zu treiben. Zudem ist die allgemeine Aufkl\u00e4rung unserer Massenmedien leider nicht zielf\u00fchrend, da die Aufkl\u00e4rung \u00fcber die richtigen Aspekte im Umgang mit Kunststoff einfach meist wirklich nur negativ und nicht erkl\u00e4rend erl\u00e4utert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Eine pers\u00f6nliche Anekdote: Bei einem Vortrag \u00fcber PE Green hatte ich die Frage: Herr Lorenz, finden Sie nicht auch, dass es etwas verschwenderisch ist, wenn man anstatt Lebensmittel in Brasilien Rohstoffe f\u00fcr die Kunststoffproduktion anbaut und weltweit Leute verhungern? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Meine Gegenfrage: Spielen Sie Golf? Antwort: Ja. Warum hat das mit PE Green zu tun? Ich: Sehr geehrter Herr &#8230;, man k\u00f6nnte auf dem Golfplatz sicher auch Kartoffeln anbauen, um den weltweiten Hunger zu stillen, oder??<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Gegen\u00fcber war sprachlos und ich glaube, er verstand nicht, dass man nicht zu viele Punkte vermischen sollte, wenn man leider unzureichend durch Presse etc. informiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Deutschland belegt mit 220,5 kg produziertem Verpackungsm\u00fcll pro Einwohner und Jahr einen traurigen Spitzenplatz in Europa (zum Vergleich: Der EU-Mittelwert liegt bei 167,3 kg). Welche Besonderheit steckt Ihrer Meinung nach hinter dieser Zahl?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8230; die immer mehr kleineren Single-Haushalts-Verpackungen, das \u00dcberangebot an z. B. K\u00e4se und Wurstwaren. Anfangs waren in der Regel 200 &#8211; 300 g Ware verpackt. Nun wird das Angebot immer mehr, der Markt bedient sich, aber man will ja von allem etwas kaufen und somit steigt der Kunststoffm\u00fcll an. Denn f\u00fcr 200 &#8211; 300 g Aufschnitt wird fast gleich viel Verpackung ben\u00f6tigt wie f\u00fcr 80 g.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das Verpackungsgesetz soll Verpackungsm\u00fcll reduzieren oder anders gesagt Packmittelnutzen verbessern. Wie sieht Ihre Empfehlung zu diesem Themenkomplex aus?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Informationen &#8211; Informationen &#8211; Informationen, und das vor allem \u00fcber die Presse global auch an die Haushalte. Zum Beispiel den Zugang \u00fcber die Supermarkt-Ketten abbilden und Verbraucher auch dazu informieren und nicht nur Folienhersteller.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat einen \u201e5-Punkte-Plan\u201c mit Ma\u00dfnahmen f\u00fcr weniger Kunststoff und mehr Recycling vorgestellt. Dieser sieht gesetzliche und freiwillige Ma\u00dfnahmen zur Vermeidung von Plastik vor. Sie hat kein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, wenn Gurken in Folien eingeschwei\u00dft und Obst und Gem\u00fcse in Kunststoffverpackungen abgepackt sind. U. a. soll mehr Ware unverpackt angeboten und private Mehrweg-Beh\u00e4lter an der Frischetheke erm\u00f6glicht werden. Dass Folienverpackungen dem Produktschutz dienen und der Lebensmittelverschwendung vorbeugen, scheint sie dabei nicht zu bedenken. Was halten Sie von diesem Plan? <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gute Ans\u00e4tze, aber aktuell bewirkt es eher, dass die Ware von den Supermarktmitarbeitern im Lager ausgepackt und dann unverpackt in die Ladentheke gelegt wird. Somit wird der M\u00fcll mehr oder weniger hinter dem R\u00fccken der Verbraucher entsorgt, aktuell noch Augenwischerei. Man muss nat\u00fcrlich auch die Transportvorschriften und die Verpackungsvorschriften der produzierenden Betriebe ver\u00e4ndern. <\/p>\n\n\n\n<p>Positiv ist bei dieser Umpack-Aktion, dass die Verpackungen gr\u00f6\u00dftenteils sortenrein und sauberer zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ist Recycling f\u00fcr Sie der richtige Weg raus aus der Packmittel-Diskussion?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist definitiv ein Ansatz.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Welche Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen die \u201eInverkehrbringer\u201c von Verpackungen ergreifen, um eine ausgewogenere Diskussion zu erreichen?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>&#8230; vielleicht mit dem Schulministerium sprechen, um das Verst\u00e4ndnis und die Kenntnisse eines so weit tragenden Projektes als Lehrfach Umweltwirtschaft aufzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Was denken Sie, wie wir in 20 Jahren einkaufen? Wie werden umwelt- und umfeldgerechte Verpackungen in 10 oder sogar 20 Jahren aussehen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8230; das \u00fcbersteigt meine Zeit, hier zu kommentieren , sorry.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Achten Sie auf eine optimale Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? Und wie sieht die f\u00fcr Sie aus?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Teils und teils, ja und nein. Eine optimale Verpackung zu pauschalisieren, denke ich, gibt es nicht, da immer das Produkt, das man kauft, somit mit bewerten muss. Aber es gibt mitunter Verpackungen, die f\u00fcr manche Produkte nicht sinnvoll sind und hier Verbesserungen anzuregen sind. Zum Beispiel bei manchen M\u00f6beln, eine Oberfl\u00e4chenschutzfolie + ein Einleger aus Zellulose oder \u00e4hnliches + ein Umkarton, warum nicht den Einleger weglassen? Oder Verpackungen in einer Aktion, die separat nochmals banderoliert werden bei zwei f\u00fcr eins, warum dieses nicht einfach am Aufsteller schreiben und sich die Banderole sparen!? Teilweise bei VFFS zu gro\u00dfe TK-Verpackungen, weil die Druckbilder auf die Verpackung passen m\u00fcssen und somit oft 1\/4 zuviel Verpackung vorhanden ist &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie genau nehmen Sie es pers\u00f6nlich mit der M\u00fclltrennung? Und wie wichtig stufen Sie als Verbraucher und Fachmann die M\u00fclltrennung ein?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sehr genau , wenn die Entsorgung noch so genau funktionieren w\u00fcrde, dann w\u00e4re das sicher ein guter Weg weiter zu gehen &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Zum Schluss noch eine pers\u00f6nliche Frage: Was begeistert Sie au\u00dferhalb ihres Berufes?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Meine Kinder, die Sonne Italiens mit einem guten Glas Wein, die Art der Niederl\u00e4nder, mit stressigen Situationen souver\u00e4n umzugehen, unsere Hunde und auch Pferde &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Pierre Lorenz machte 1990 seine ersten Erfahrungen mit den flexiblen Kunststoffen.  Seinerzeit arbeitete er schulbegleitend in der Folienextrusion und  erlernte das Anfahren und Einstellen der Coexanlagen sowie deren Aufbau,  indem er f\u00fcr Montageeins\u00e4tze nach Italien zu Macchi geschickt wurde, um diverse Teile (wie z. B. Extruderschnecken etc.) ein- und auszubauen.  Bei dieser T\u00e4tigkeit half ihm seine erste Ausbildung als  Maschinen &amp; Systemtechniker.<br>Danach besch\u00e4ftigte er sich mit der Planung von Extrusionsanlagen, um  effiziente Fertigungsprozesse zu arrangieren, bis hin zum 8-farbigen  Flexodruck und dessen Veredlung im l\u00f6semittelfreien Kaschierverbund f\u00fcr  Endkunden in DACH und in den Niederlanden.<br>Die stetigen Absprachen mit dem Einkauf halfen, direkten Einfluss auf  die Rohstoffauswahl zu nehmen, um so die optimalen Folienqualit\u00e4ten zu  bestimmen und zu entwickeln. <\/em><br><br><em>Pierre Lorenz folgt den Entwicklungen im  Kunststoffmarkt und kann so seinen Kunden die besten L\u00f6sungen anbieten.  Analytische F\u00e4higkeiten, gepaart mit unz\u00e4hligen praktischen Erfahrungen lassen keine W\u00fcnsche offen. Entwicklungen hochtransparenter  Schrumpffolien f\u00fcr die Kunststoffbecher-Industrie, \u00fcber optimierte und extrem durchsto\u00dffeste TK- Folien bis hin zu  Hochleistungs-Kaschierverbunden. Beratungen im Bereich zu  Herstellerfahren Spheripol, Impact der Polymere sind keine Fremdw\u00f6rter  f\u00fcr ihn!<\/em><br><br><em>Er setzt seine langj\u00e4hrig erworbenen sen. Key Account Kenntnisse ein,  um f\u00fcr die Kunden die bestm\u00f6glichen Qualit\u00e4ten und L\u00f6sungen anzubieten und sucht Potenziale, die er mit seinen Folien in die Zukunft f\u00fchren kann.  <\/em><br><br><em>Der Wechsel zur Polymer-Distribution erm\u00f6glicht es ihm, noch tiefer in  den technischen Verkauf, die Qualit\u00e4tswelten der Granulate und die damit  verbundenen L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr neue Projekte einzutauchen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Am liebsten besch\u00e4ftigt er sich mit den ungeahnten M\u00f6glichkeiten von Load Security sowie Produktentwicklungen, vom Rohstoff\/Granulat bis zur fertigen Folienverpackung  <\/em><br><br> Segment Manager Packaging Solutions &#8211; pierre.lorenz@ultrapolymers.de &#8211; www.ultrapolymers.de<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p> <br> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Mit Ihrem Thema &#8220;Anforderungen an Regranulate in der Blasfolienextrusion&#8221; leisten Sie einen Beitrag zu unserer Tagung Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen durch Kreislaufwirtschaft im Mai in W\u00fcrzburg. 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