{"id":7663,"date":"2019-12-09T14:52:06","date_gmt":"2019-12-09T13:52:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/?p=7663"},"modified":"2019-12-10T10:09:34","modified_gmt":"2019-12-10T09:09:34","slug":"prof-dr-markus-schmid-ueber-handlungsansaetze-fuer-nachhaltigere-lebensmittelverpackungskonzepte-aktuelles-aus-der-anwendungsorientierten-forschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.innoform-coaching.de\/blog\/2019\/12\/09\/prof-dr-markus-schmid-ueber-handlungsansaetze-fuer-nachhaltigere-lebensmittelverpackungskonzepte-aktuelles-aus-der-anwendungsorientierten-forschung\/","title":{"rendered":"Prof. Dr. Markus Schmid \u00fcber Handlungsans\u00e4tze f\u00fcr nachhaltigere Lebensmittelverpackungskonzepte &#8211; Aktuelles aus der anwendungsorientierten Forschung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>Das Inno-Meeting gilt als deutschsprachiger Branchentreff f\u00fcr Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich pers\u00f6nlich von Ihrem Beitrag?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In meinem Vortrag zu \u201eHandlungsans\u00e4tzen f\u00fcr nachhaltigere Lebensmittelverpackungskonzepte &#8211; Aktuelles aus der anwendungsorientierten Forschung\u201c werde ich u.a. Ergebnisse aus \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Forschungsprojekten zu Biopolymeren aus Reststoffen und Nebenprodukten der Lebensmittelproduktion vorstellen. Pers\u00f6nlich verspreche ich mir von meinem Beitrag, dass eine sachliche Diskussion zu m\u00f6glichen Packmittelalternativen entsteht und dass wir gemeinsam handeln, um wirklich nachhaltigere Verpackungskonzepte in den Markt zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Der Themenschwerpunkt beim diesj\u00e4hrigen Inno-Meeting liegt auf \u201eHandeln\u201c. Anders ausgedr\u00fcckt: Zeit zum Umdenken. Was f\u00e4llt Ihnen spontan zu diesem Thema &#8211; bezogen auf Verpackungen und Verbraucheranforderungen &#8211; ein? <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Bezug auf die Verbraucheranforderung nach nachhaltigeren Produkten m\u00fcssen wir nat\u00fcrlich handeln, aber bitte mit Vernunft und Sachverstand. Zum Beispiel Mehrschichtverbundfolien einfach mit Papier zu kaschieren, um diese optisch nachhaltiger aussehen zu lassen, leistet sicherlich nicht zwingend einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Oder noch schlimmer: Verpackung so weit zu reduzieren, dass der Produktschutz nicht mehr gew\u00e4hrleistet ist. M\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen sollten erst ordentlich und ganzheitlich durchdacht werden, bevor gehandelt wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ihr Thema lautet \u201eHandlungsans\u00e4tze f\u00fcr nachhaltigere Lebensmittelverpackungskonzepte &#8211; Aktuelles aus der anwendungsorientierten Forschung\u201c. Was wird Ihre Kernaussage sein und wo sehen Sie f\u00fcr den Zuh\u00f6rer in erster Linie den Nutzen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine der wichtigen Aussagen wird sein, dass wir gerade in diesen turbulenten Zeiten, in denen Lebensmittelverpackungen so massiv unter medialem Beschuss stehen, nicht \u00fcberst\u00fcrzt reagieren, sondern klug agieren m\u00fcssen, um f\u00fcr die aktuellen und zuk\u00fcnftigen Herausforderungen ad\u00e4quate L\u00f6sungen zu finden. Einige m\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze werde ich aufzeigen und hoffe, dass m\u00f6glichst viele Zuh\u00f6rer daraus einen Nutzen ziehen.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Verbraucher betrachten Verpackungen oft als notwendiges \u00dcbel. Sie stellen in Ihrem Vortrag ausgew\u00e4hlte Ans\u00e4tze und Ergebnisse von mehreren Forschungs- und Entwicklungsprojekten vor, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: nachhaltigere Verpackungsmaterialien zu entwickeln. Welches Forschungsprojekt hat sie pers\u00f6nlich ganz besonders beeindruckt und warum?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alle Forschungsprojekte, die ich vorstellen werde, haben ihren gewissen Reiz. Besonders beeindruckt bin ich von der Tatsache, dass es m\u00f6glich ist, aus Reststoffen- und\/oder Nebenprodukten der Lebensmittelproduktion hochwertige Werkstoffe mit gro\u00dfartiger Funktionalit\u00e4t herzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie lange m\u00fcssen wir noch bis zur Markteinf\u00fchrung warten?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einige der Prozesse und&nbsp; Materialien haben bereits einen sehr hohen Technologiereifegrad und k\u00f6nnten damit in naher Zukunft marktverf\u00fcgbar sein, wohingegen andere Materialien noch einiges an Forschungs- und Entwicklungsarbeit ben\u00f6tigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Warum sind die Biopolymere immer wieder auf der Agenda \u2013 wird das nicht alles viel zu teuer?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Tat k\u00f6nnen Biopolymere nur dann einen echten Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, wenn diese eine hohe Funktionalit\u00e4t aufweisen und zu marktf\u00e4higen Preisen produziert werden k\u00f6nnen. Um dies zu erreichen, ist noch einiges an Arbeit notwendig. Diesen Weg hin zu einer kreislauforientierten Bio\u00f6konomie einzuschlagen halte ich f\u00fcr richtig und wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Welche Anstrengungen muss die Verpackungsindustrie unternehmen, um dem Plastik-Bashing entgegen zu wirken?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sachliche Aufkl\u00e4rungsarbeit\nleisten und dass nicht alleine!&nbsp; Alle Akteure der Wertsch\u00f6pfungskette\nm\u00fcssen hier an einem Strang ziehen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie sch\u00e4tzen Sie pers\u00f6nlich die Zukunft von Kunststoffverpackungen ein?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kunststoffe werden auch in\nZukunft einen wichtigen Beitrag zur Erf\u00fcllung der Prim\u00e4rfunktion von\nVerpackungen leisten. Dabei wird der Anteil an Kunststoffen aus nachwachsenden\nRohstoffen steigen und der Ausbau kreislauff\u00e4higerer Konzepte weiter\nvoranschreiten. Kunststoffverpackungen werden also ein Teil der L\u00f6sung f\u00fcr den\nnotwendigen Wandel zu einer nachhaltigen und kreislauforientierten Bio\u00f6konomie\nsein.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Unsere Teilnehmer m\u00f6chten die Referenten auch gern pers\u00f6nlich besser kennenlernen. Deshalb noch eine letzte Frage: Wof\u00fcr begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Schw\u00e4bischer Zwiebelrostbraten mit Sp\u00e4tzle und So\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Prof. Dr. Markus Schmid ist ausgebildeter Fleischermeister und Betriebswirt des Handwerks. Er studierte Lebensmitteltechnologie und Food Processing an der Hochschule Fulda und promovierte am Lehrstuhl f\u00fcr Lebensmittelverpackungstechnik der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen. Er arbeitete als Projektmanager am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Freising. Seit M\u00e4rz 2018 ist er Professor an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen in der Fakult\u00e4t Life Sciences am Standort Sigmaringen. Dort leitet er das Sustainable Packaging Institute SPI.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Inno-Meeting gilt als deutschsprachiger Branchentreff f\u00fcr Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich pers\u00f6nlich von Ihrem Beitrag? In meinem Vortrag zu \u201eHandlungsans\u00e4tzen f\u00fcr nachhaltigere Lebensmittelverpackungskonzepte &#8211; Aktuelles aus der anwendungsorientierten Forschung\u201c werde ich u.a. Ergebnisse aus \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Forschungsprojekten zu Biopolymeren aus Reststoffen und Nebenprodukten der Lebensmittelproduktion vorstellen. 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