Apr 272017
 
Ratiodrink

Wir aus der Packmittel-Branche glauben immer noch, dass Verpackungen mehr positive als negative Effekte haben. Das stimmt auch in vielerlei Hinsicht. So verbrauchen Verpackungen wesentlich weniger Ressourcen als sie durch Produktschutz bewahren. Das muss doch gut sein – ja, aber es geht immer noch besser …

Wie wäre es, wenn wir noch weniger Ressourcen mit Verpackungen verbrauchen würden, ohne ganz auf Verpackungen zu verzichten, die uns das Leben doch so sehr vereinfachen und verlängern können?

Möglichkeiten gibt es viele. Eine davon möchte ich heute kurz vorstellen – bzw. nicht ich, sondern der Erfinder Rafael Kugel von Ratiodrink selbst:

Verpackung vermeiden mit RatioDrink in 60 Sekunden https://youtu.be/eFp1ciH_aMw via @YouTube

Ich kann mir viele solcher Ideen vorstellen, mit denen Lebensmittelindustrie und Packmittelindustrie zusammen neue Lösungen erdenken. Auch das verstehe ich unter Kreislaufdenken.

  • Abpacken von maschinell, im Laden geschnittenen Produkten wie Käse und Wurst, die dann minimal, individuell und maschinell direkt im Geschäft verpackt werden.
  • Direkte Lieferung vom Hersteller an den Konsumenten im Abo-System. Vorteil: Keine aufwendige Bedruckung nötig, da der Kunde eh abonniert hat und das Marktgeschrei der Verpackung im Supermarkt gespart werden kann. Auch könnte man Menge und Gestaltung an Kundengruppen anpassen (Großfamilie, Single etc.) und auf einer Anlage maschinell, optimal und minimal verpacken.
  • Persönlich gestaltete Verpackungen, die bedingt wieder verwendet werden können, z. B. die Butterdose, die in Bedruckung ans eigene Geschirr angepasst werden kann und als Primär-Verkaufsverpackung einmal bezogen wird. Danach wird nachgefüllt.

Neue Geschäfts- und Produktionsideen sowie Geschäfts- und Produktionsprozesse mit Verpackungen zu erdenken, ist doch eine ideale, noch nicht von vielen Start-ups belegte Nische, die es zu besetzen gilt. Ideal für studentische Projekte, finde ich.

Was denken Sie darüber? Welche Ideen möchten Sie teilen?

Sie wissen ja: Geteiltes Wissen ist das Einzige, was sich vermehrt.

Karsten Schröder

 

  One Response to “Weniger ist mehr – auch bei Verpackungen”

  1. Es gibt viele Möglichkeiten Verpackungsmaterial einzusparen. Dieses Beispiel ist bestimmt ein gutes, vorausgesetzt zu Hause kommt ein trinkbares Wasser aus dem Wasserhahn.
    Verpackungen sind Teil vom Einkaufs Erlebnis wenn Einkaufen überhaupt ein Erlebnis genannt werden darf. Oft wird der Einkauf zum Qual. Vor allem dann, wenn man nur noch damit beschäftigt ist die Inhaltstoffe zu studieren. Denken wir mal 60 Jahr zurück. Damals gab es noch andere Lebensmittelgesetzte. Viele Produkte konnten offen im Laden um der Ecke gekauft werden. Die Menge wurde in einen braunen Sack mit nach Hause genommen. So etwas ist heute kaum noch vorstellbar.
    Es gibt Personen die lassen Verpackungen im Geschäft und nehmen nur den Inhalt in Dosen mit. Auch eine interessante Initiative. Leider ist dann aber die Verpackung schon da und somit der Mühl auch schon entstanden. Wichtig ist ein Bewusstsein für Verpackungsmaterialien zu schaffen. Wiederverwertung ist ein Weg, verkleinern eine Andere!

 Leave a Reply

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>