Mrz 312017
 
Glaeser

Von der Amphore zur Optimalverpackung

Die Innoform Coaching GbR lud am 07./08. Februar 2017 zum 15. Inno-Meeting im Steigenberger Hotel Remarque in Osnabrück ein. Rund 160 Fachkräfte der Verpackungs- und Lebensmittelindustrie nahmen daran teil. Im Mittelpunkt des Branchentreffs der Flexpack-Industrie stand das Thema „Optimalverpackung“.

Gab es die ersten Einwegverpackungen als Amphoren in Persien, so hat sich die Verpackung im Laufe der Jahrhunderte immer weiter entwickelt und ist ein ständiger und nie endender und kreativer Lernprozess, und wie Michelangelo schon treffend sagte: Non finito.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutierten die Teilnehmer optimale Voraussetzungen, Grundlagen und Entwicklungsprozesse für eine perfekte Verpackung.

Florence_ColgateHerr Gundolf Meyer-Hentschel vom Age-Explorer Institut veranschaulichte an dem mathematisch perfekten Gesicht von Florence Colgate, der schönsten Frau der Welt, dass Schönheit messbar ist und es eine Formel für das Optimum gibt.
Ist auch die Optimalverpackung messbar bzw. berechenbar?

LeightyAnke Leighty vom GVM beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit den zentralen Einflussfaktoren für die Entwicklung des Verpackungsverbrauchs. Sie beleuchtete Wachstumsmärkte für Mono- und Verbundfolien an ausgewählten Branchen in Deutschland und Europa. So schlagen sich Megatrends wie „Umweltfreundlichkeit“ und „Save Food“ deutlich in der Entwicklung des Verpackungsverbrauchs nieder. Die Branche wächst weiter.

InnoviaInnova Market Insights veröffentlicht jedes Jahr die Top 10 der Food & Beverage Trends, die die Neuproduktentwicklungen der kommenden Jahre spürbar beeinflussen werden. Dominik Herwald zeigte anhand aktueller Flexpack-Innovationen in Europa, dass neben Convenience das wachsende Verlangen nach Produkten, die nachhaltigeren Konsum unterstützen, wesentlichen Einfluss auf Verpackungsinnovationen hat. Er stellte neue Produkte mit verschiedensten Lösungsansätzen vor. Das Spektrum reichte von flexiblen und wiederverschließbaren Verpackungen bis zur Neugestaltung tiefgefrorener Lebensmittel.

DaffnerVerpackungsinnovationen sind nur möglich, wenn alle am Entwicklungsprozess Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Maren Daffner von abc packmedia stellte optimale Entwicklungsprozesse aus Sicht eines Reprounternehmens und einer Designagentur im Zusammenspiel mit dem Markenartikler vor.

Kredel_MucheTobias Kredel (Interview: https://youtu.be/MkZ9gGNz3xI ) und Volker Muche der pacProject GmbH  stellten das Packaging Wheel Konzept vor, ein visuelles, logisches Tool, das auf Open Source und die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Beteiligten setzt. Über holistische Evaluierung und das Benchmarking von Marktmustern wird so der demokratische Meinungs- und Wissensaustausch der Teams erleichtert und der Entwicklungsprozess beschleunigt.

PantNeue und unterschiedliche Entwicklungsprozesse für eine Optimalverpackung wurden vorgestellt. Immer mehr Baukastensysteme halten Einzug in die Verpackungsentwicklung und ermöglichen so eine Standardisierung und damit Kosteneinsparung. Astrid Pant vom Fraunhofer Institut (Interview: https://youtu.be/pfQOe5x4aYc) stellte ein Berechnungssystem zur Abschätzung der Haltbarkeit und weiteren Eigenschaften von Lebensmittel vor. Dieses Modell beruht auf Modulen, die einzelne Teilbereiche separat oder kombiniert berechnen können, so dass verschiedene Blickwinkel auf ein verpacktes oder zu verpackendes Gut möglich sind, wie z. B. Sauerstoffbarriere, mechanische Festigkeit, Simulation etc.

HäpDr. Stefan Häp, Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA beschrieb die einzigarten Eigenschaften und Vorteile eines universellen Masterbatch Farb-Systems auf Polyurethanbasis. Mit einer Vielzahl von typischen Farbkomponenten erlaubt das System die schnelle Bereitstellung maßgeschneiderter Farblösungen, die mit exakt den gewünschten technischen Eigenschaften und der erforderlichen Druckperformance zum Gelingen einer optimalen Verpackung beitragen können. Diese Modul-Strategie spart Geld und Ressourcen.

SiebelsTim Siebels, Institut für Distributions- und Handelslogistik des VVL e.V. stellte Lösungsansätze vor, wie zukünftige Verpackungsentwicklungen die Herausforderungen des Online-Lebensmittelhandels und die damit verbundene komplexe Logistik im Kontext von Industrie 4.0 erfüllen können.

KremerSchalenverpackungen sind ein Lösungsansatz, komplexe Logistikherausforderungen einfach zu lösen. Sebastian Kremer von silver plastics holte die Schalenverpackungen aus ihrem scheinbaren Schattendasein heraus und veranschaulichte, welche Möglichkeiten sich mit der richtigen Schalenverpackung eröffnen. So können mit einer adäquaten Standardisierung bezüglich Farben, Formen und Varianten Kosten eingespart, Logistikanforderungen erfüllt und zusätzlich die Umwelt geschont werden.

KohlertAktive und intelligente Verpackungslösungen schützen nicht nur das Produkt, sondern stellen sich auch Herausforderungen wie Fälschungssicherheit, Leitfähigkeit und Kratzfestigkeit. Prof. Christian Kohlert von Klöckner Pentaplast GmbH & Co. KG zeigte anhand von Mustern, welche Möglichkeiten sich mit der Nutzung von Nanopartikeln eröffnen. Aufgrund der kleinen Abmessungen und damit riesigen Oberflächen werden Eigenschaften erzeugt, die normale polymere Folien sonst nicht haben. Aber Achtung – neue Technologien bergen Risiken, die Klöckner zu beherrschen weiß.

WilkeNicht zu vergessen ist bei der Entwicklung einer Optimalverpackung die Circular Economy, die Kreislaufwirtschaft, die sich wie ein roter Faden durch die ganze Tagung zog und in der Verpackungsindustrie immer mehr Gesprächsthema wird. In Diskussionen rücken Rohstoffknappheit, Entsorgung, nachwachsende Rohstoffe, Umwelteigenschaften der Verpackungen immer mehr in den Vordergrund: Welche Konsequenzen muss der Hersteller ergreifen, damit die Verpackung nicht in Misskredit gerät, weil sie Ressourcen kostet? Was ist für den Hersteller realisierbar und was fordert der Gesetzgeber? Dazu sprach u. a. Prof. Dr. Bernd Wilke (Interview: https://youtu.be/m7OEHXTKHSI). So wird am 04./05. April eine Tagung Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen auf der Marienfestung Würzburg stattfinden. Schwerpunktthema wird die Kreislaufwirtschaft sein.

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Rohstoffe werden knapper und teurer: Michael Krainz drehte an der Kostenschraube und zeigte auf, welche Minimierungsmöglichkeiten es gibt und wohin der Trend geht. So ist eine Verpackung umso effizienter und ressourcenschonender ist, je optimaler sie auf das Füllgut zugeschnitten ist. Materialreduktionen stellen Herausforderungen an neue Materialien und Materialkombinationen, an neue Bio-Kunststoffe und Verarbeitungsverfahren. Anhand praktischer Beispiele stellte er erfolgreiche Materialreduktionen vor, mit denen mittels der richtigen Vorgehensweise der Produktschutz gewährleistet ist und Kosten eingespart werden.

ZehOptimale Verpackungen erfordern optimierte Verpackungsprozesse. Convenience ist das Schlagwort unserer Zeit. Flexibilität ist in allen Lebensbereichen gefragt und bezieht sich auch bei der Verpackungsherstellung auf das gesamte Handling. Flexible Verpackungsanlagen bedeuten Wettbewerbsvorteil. Karl Zeh, Selo Deutschland GmbH zeigte am Beispiel vorgefertigter Beutel, welche Optimierungen im Verpackungsprozess möglich sind. Welche Qualitätsvorteile bieten vorgefertigte Beutel, und wie macht sich dieses bei der Warenpräsentation beim Endkunden bemerkbar?

Meyer-HentschelEin Höhepunkt der Tagung war die Verleihung des Silver-Awards durch das Meyer-Hentschel-Institut. Preisträger waren dieses Jahr die Homann Feinkost, Menshen und die STI Group.

So kann eine optimale Verpackung nur entstehen, wenn eine lückenlose Kommunikation aller Beteiligten auf Basis einer interdisziplinären Zusammenarbeit gewährleistet ist, gesellschaftliche Umwälzungen (Clean Label) und die produktionstechnischen Gegebenheiten berücksichtigt werden.

Die Teilnehmer lobten die hervorragende Organisation und betonten, dass die Referenten vorwiegend aus der Praxis kommen.

Das nächste Inno-Meeting findet am 20./21. Februar 2018 statt. Schwerpunktthema wird die Individualisierung der Verpackung sein. Sie möchten sich anmelden oder vielleicht auch referieren? Schreiben Sie eine Mail an coaching@innoform.de

Wir freuen uns auf Sie!

 

 

Mrz 202017
 
IM_Video

Das Interesse an unserem Youtube-Kanal wächst. Da wir immer häufiger hören, dass Original-Statements von Referenten und Teilnehmern auf Interesse stoßen, haben wir einen knappen Zusammenschnitt erstellt. https://youtu.be/SrLWFDYn0yc

Auch alle, die dabei waren, schauen gern noch einmal rein – ins Inno-Meeting.

Dez 152016
 
Daffner_Maren

Maren Daffner startete ihren beruflichen Werdegang 1990 in ihrer Heimatstadt Hamburg bei repro68.

Nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Lithografin war Frau Daffner als Operator und später als Teamleiterin mit zuständig für das Inhouse-Colormanagement.

Als aktives Mitglied in der European Color Initiative war sie an der ersten Standardisierung im Offsetdruck (Prozess Standard Offset) beteiligt und hat Fachvorträge gehalten.

Seit 2007 ist Frau Daffner bei abc Packmedia und der Albertson Markenbande im Vertrieb tätig und betreut internationale Kunden im Bereich Verpackungsreproduktion und Design.

Frau Daffner ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und den Kindern in München.

Das Inno-Meeting gilt mittlerweile als deutschsprachiger Branchentreff für Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich persönlich von einem Beitrag zu dieser Veranstaltung?

Fachlichen und persönlichen Austausch mit Experten und Teilnehmern.

Ihr Thema lautet: „Optimal verpackt aus Sicht der Markeninhaber und des Handels“.
Was wird Ihre Kernaussage sein und wo sehen Sie für den Zuhörer in erster Linie den Nutzen?

Zusammenspiel von Design und technischen Machbarkeiten, der Weg zur fertigen Verpackung, Anforderungen vom Kunden an die Designagentur und Zentralrepro.

Was bieten Sie in besonderem Maße im Vergleich zu Marktbegleitern Ihren Kunden?

Als Teil der Albert Bauer Companies gehören abc packmedia und die Albertson Markenbande zu einem Firmennetzwerk, das alle Disziplinen in der Verpackungserstellung eng verzahnt unter einem Dach beherbergt. Mit Know-how vom Design bis zur fertigen Druckform sind wir mit Herzblut und Engangement nah an unseren Kunden.

Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außer Ihrem Beruf sonst noch?

Rennradeln, Aktivitäten in der Gemeinde und die Zeit mit der Familie.

 

Dez 082016
 
VD

Immer kleinere Auflagengrößen, dafür mehr Verpackungsvarianten und kürzere Lieferzeiten, einhergehend mit einem sich wandelnden Konsumentenverhalten stellen Verpackungsdrucker vor immer größere Herausforderungen: Die Abwicklung von Druckaufträgen und Druckprozessen, Weiterverarbeitung und Logistik in der Verpackungsproduktion verändert sich.

Auf dem 2. Expertentreff Verpackungsdruck – das Ergebnis zählt am 24./25. November 2016 in Osnabrück diskutierten fast 100 Teilnehmer aus Industrie und Handel, Tief- und Flexodruck sowie Digital- und Offsetdruck, wie mit Druckverfahren übergreifenden technischen Lösungen die steigenden Anforderungen von Markenartikelherstellern praxistauglich umgesetzt und sowohl ein gutes Druck- als auch ein gutes Verkaufsergebnis erzielt werden können.

Der Bogen spannte sich vom optimal standardisierten Flexodruck über die Einbindung des Digitaldrucks in den Verpackungsdruck und die damit verbundenen Voraussetzungen für das Farbhandling und neue Qualitätsmanagement- und Softwaresysteme in einer digitalen Welt: Wie können hochwertige Verpackungen einfach und sicher produziert werden? Wie können bewährte Techniken kombiniert und weiterentwickelt werden, um hochwertige Verpackungen zu produzieren, die auch die Haptik/den Tastsinn ansprechen?

Es wurde aufgezeigt, wie die Produktivität des Flexodrucks mit abgestimmten Maschinenkonzepten und Dienstleistungen deutlich erhöht werden kann. Am Beispiel von 7C, schon lange Realität im Flexodruck, referierte Herr Werner Schwab von der Heidelberg Web Carton Converting GmbH, wie im wasser- und UV-basierten Flexodruck mittels fixer Rasterwalzen durch weniger Restfarben und weniger Makulatur ein hohes Einsparpotenzial und damit eine maximale Standardisierung bei höchster Effizienz erreicht wird: Vom Auftragseingang bis zum fertigen Stanzling werden alle Arbeitsschritte mittels Workflow-Prozessen im 7C-Verpackungsruck automatisiert.  Der Digitaldruck, das konkurrierende Druckverfahren zum Flexodruck, war ein weiterer Schwerpunk der Tagung. Digitaldruck bedeutet, Systemlösungen aus Farbe, Maschinentechnik und Bedruckstoff aufeinander abzustimmen. Herr Dr. Knut Hornig von Schoeller Technocell GmbH & Co. KG gab eine Einführung, wie digitale Drucksysteme in den Verpackungsdruck integriert werden können und Systemlösungen aus Farbe, Maschinentechnik und vor allem eben auch Bedruckstoff aufeinander abgestimmt sein müssen, damit funktionalisierte Oberflächen aus Papier und Folie auf den Bedruckstoffen in der geforderten  Qualität digital bedruckbar sind, um das beste Ergebnis zu erzielen.

Mit steigender Informationsflut wird das menschliche Aufnahmevermögen immer weiter reduziert. Für Marken wird es immer schwieriger, den Produktnutzen klar und nachhaltig zu verankern. Florian Pick von Schmid Rhyner AG referierte über die Möglichkeiten innovativer Veredlungstechnologien, die mit ihren Touch & Feel Lösungen den Tastsinn ansprechen und so aufgrund ihrer Differenzierungs-Chancen eine höhere Produktionseffizienz garantieren.

Heute ist jeder in der Lage, die Marktanforderungen zu erfüllen; der Druck als Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens reicht heute nicht mehr aus, um vorne mit dabei zu sein. Hochwertige Verpackungen durch Spezialeffekte wie z. B. Holographie und Materialkombinationen mit Sichtfenster sind mit der Einführung der Cast and Cure Technologie wirtschaftlich und effektiv geworden. Oliver Leithäuser von Comexi Group Industries S.A.U. sprach über innovative und integrierte Maschinenlösungen, den Maschinenpark universell nutzen und Produkte mit Spezialeffekten effektiv herstellen zu können

In einer digitalisierten Welt stellt Augmented Reality eine immer größere  Bedeutung dar. Sie beschreibt die Verbindung von Virtualität und Realität und basiert auf der Bild- oder Objekterkennung. Augmented Reality findet zunehmend Anwendung in der Verpackungswelt. Den Teilnehmern wurden spannende Beispiele aufgezeigt, wie der Mehrwert einer Verpackung erhöht werden kann und Kunden wichtige Informationen zur Marke, zum Unternehmen und verpackten Produkt erhalten.

Im Anschluss an die Tagung lud der  Maschinenbauhersteller Windmöller & Hölscher KG in sein neues Technikum ein. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, das neue Maschinen- und Zylinderkonzept Dynastar zu erleben.
In der Anlage können sowohl Standardzylinder als auch Tiefdruck-Sleeve-Zylinder von Janoschka genutzt werden, die auch auf Leihbasis bezogen werden können. So erhöhen die beiden Unternehmen aus Druckvorstufe und Maschinenbau gemeinsam die Flexibilität und senken Betriebskosten und wahlweise auch Investitionskosten für Zylinder. Dieses Konzept basiert auf Marktforderungen, kleinste Tiefdruckauflagen wirtschaftlich zu realisieren.

Durchweg fiel das Feedback der Teilnehmer positiv aus. Die gute Organisation sowie die sorgfältig aufeinander abgestimmten Themen wurden vom Fachpublikum ebenso gelobt wie der familiäre Austausch und die guten Rahmenbedingungen zum  Networking neben den Vorträgen.

Der 3. Expertentreff Verpackungsdruck wird am 22.11.2017 in Osnabrück stattfinden. Noch gibt es einige offene Programmpunkte. Sie haben ein interessantes Thema und möchten gern referieren? Dann schicken Sie eine E-Mail an: karsten.schroeder@innoform.de.

Kontakt:

Innoform Coaching GbR
Stüvestraße 25
49205 Hasbergen
Tel.: +49 5405 80767-0
Fax: +49 5405 80767-290

Nov 292016
 
Blog

Im Anschluss an den 2. Expertentreff Verpackungsdruck nutzten zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit, das neue Technikum von W&H in Lengerich zu besichtigen und vor allem das neue Maschinen- und Zylinderkonzept Dynastar zu erleben. Trotz fortgeschrittener Stunde nahmen viele Teilnehmer die Möglichkeit wahr, ins benachbarte Lengerich zu fahren, um noch vor der Heimreise von der spannenden Tagung (http://vd.innoform.de ) die „Schmalbahnmaschine von W&H“ live zu begutachten. „Zutritt bis in die Maschine hinein gewährten uns die Maschinenbediener kurz vor bzw. eigentlich schon nach dem Feierabend“, sagte ein Teilnehmer.

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In der Anlage können sowohl Standardzylinder als auch Tiefdruck-Sleeve-Zylinder von Janoschka genutzt werden, die auch auf Leihbasis bezogen werden können, . So erhöhen die beiden Unternehmen aus Druckvorstufe und Maschinenbau gemeinsam die Flexibilität und senken Betriebskosten und wahlweise auch Investitionskosten für Zylinder. Dieses Konzept basiert auf Marktforderungen, kleinste Tiefdruckauflagen wirtschaftlich zu realisieren.

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Osnabrück/Lengerich, 25.11.2016, Karsten Schröder, Innoform und Dietmar Pötter, W&H

Nov 172016
 
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Lars Sturm ist Dipl. Wirtschaftsingenieur mit dem Schwerpunkt Projektmanagement und hat seine Anfänge in der Verpackungsindustrie bei der RAKO-Gruppe (Rako-Etiketten und Folienprint-Rako) gemacht. Nach 5 Jahren ging es für ihn 4 Jahre zum Wellpappenhersteller und Copacking Dienstleister SEYFERT (heute Teil der Palm Gruppe) am Standort im Rheinland. Dort erfolgte der berufliche Wechsel vom technischen Projekt- und Prozessmanagement in den strategischen Vertrieb. 2012 wechselte Lars Sturm zurück zur RAKO-Gruppe und führte die Folien Company FCS GmbH als Geschäftsführer bis zu ihrem Verkauf an einen Marktbegleiter. Seit Juli 2015 ist er Sales Account Manager bei der Firma ESKO.

Auf dem 2. Expertentreff Verpackungsdruck referiert Lars Sturm über Augmented Reality in der Verpackungsindustrie.

Sie Sind Referent in Osnabrück. Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Ich besuche selbst sehr gern die Innoform-Veranstaltungen und das nicht nur aufgrund des tollen Biers und der netten Gespräche im Rahmen der Abendveranstaltungen. Es macht Spaß. Man nimmt eine gute Motivation mit, man lernt dazu und man erweitert seinen Horizont. Manchmal entstehen auch völlig neue Ideen. Neben der sehr guten Organisation und der wirklich tollen Moderation ist immer ein innovativer Geist im Raum. Das gefällt mir sehr.

Ihr Thema gehört zu einer Reihe von verschiedenen Blickwinkeln auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat – Das Ergebnis zählt. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Fokus?

Das Ergebnis bewegt hoffentlich die Gedanken und animiert hoffentlich zu kreativen Ideen an Umsetzungsmöglichkeiten.

Bezogen auf mein Thema geht es am Ende um eine durchschlagende Wirkung auf den Verbraucher mit einer relativ neuen, technischen Methode. Bei einem Zukunftsthema ist es schwer, Effizienz und „Zählbarkeit“ zu erreichen. Das Thema hat viel mit probieren und unterschiedlichen gedanklichen Szenarien zu tun. Ich könnte zufrieden sein, möglichst vielen Leuten einen gedanklichen Anstoß zu geben. Und wenn dann mal ein Projekt mit Augmented Reality aufgrund dieses Vortrags realisiert wird, dann ist das ein positives, zählbares Ergebnis.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie sich persönlich von der Zuhörerschaft?

Offenheit und etwas Kreativität, um mit dem technischen Verständnis neue kreative, vertriebliche Ideen zu entwickeln

Konferenzen zum Thema Drucken erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

Wenn sich das Interesse tatsächlich gesteigert hat, dann aufgrund eines Selbsterhaltungstriebs. Keiner will etwas verpassen bei einer sich immer schneller weiter entwickelnden Gesellschaft und damit Geschäftslandschaft.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?

Es ist der Geist der Zeit. Es verändert sich so vieles und so rasant. Es kommen immer neue Köpfe hinzu und es brechen an anderer Stelle welche weg. Es ist ein Abbild der Gesellschaft, dass im Endeffekt sich auch die Produktionsverfahren den neuen, kreativen Produktwünschen anpassen. Und das, was geht und von dem man sich eine Wirkung verspricht, wird realisiert. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis wann etwas realisiert werden kann.

Was erhoffen Sie sich persönlich und als Unternehmen nach dem Vortrag als Feedback und Wahrnehmung am Markt?

Ich habe Spaß an diesem Vortrag und diesem Thema und möchte nur möglichst viele Leute damit erreichen und zum Nachdenken und Querdenken bewegen. Ich mache diesen Vortrag aus einer rein persönlichen Motivation und um etwas Bewegung in (alte) Gedankenmuster zu bringen.

Okt 192016
 
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Nach dem Studium an der Technischen Universität in Clausthal/Harz war Ulrich Harte ab 1985 als Produktionsingenieur bei einem namhaften Unternehmen in der Öl- und Gas-Branche tätig, bevor er 1990 zu Windmöller & Hölscher wechselte. Hier war er zuerst als Projekt-Ingeneur für die Erstellung kompletter Produktionswerke zur Herstellung flexibler Verpackungen tätig.
Seit 1993 ist Ulrich Harte im Marketing bei Windmöller & Hölscher als Product Manager Druck für alle Marketing- und Business Development-Maßnahmen für Druckmaschinen zuständig. Schwerpunkt dabei ist der Abgleich von Marktbedürfnissen mit den R&D- und Vertriebsaktivitäten.

Auf der Drucktagung am 24./25. November in Osnabrück referiert Ulrich Harte über die Tiefdruckmaschinen-Revolution für ultrakurze Aufträge

Innoform: Sie Sind Referent in Osnabrück. Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Ulrich Harte (UH): Innoform hat sich zu einer der führenden Tagungen zum Thema Verpackungen und Verpackungsdruck entwickelt. In diesem Forum stellen wir naturgemäß als einer der weltweit führenden Hersteller von Maschinen für die flexible Verpackung gern Innovationen  vor und nehmen am Gedankenaustausch zur Zukunft der Märkte teil.

Innform: Ihr Thema gehört zu einer Reihe von verschiedenen Blickwinkeln auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat – Das Ergebnis zählt. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Fokus?

UH: Natürlich zählt das Ergebnis für jeden Produktionsprozess. Dabei sehen wir nicht nur das kurzfristige wirtschaftliche Ergebnis unseres Handelns, sondern auch die Qualität, Leistungsfähigkeit und den Nutzen unserer Produkte für unsere Kunden. Erst aus langfristig positiven Ergebnissen unserer Kunden erwachsen dauerhafte, enge Kundenbindungen, die auch rückwirkend den Erfolg unseres Unternehmens sicherstellen.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie sich persönlich von der Zuhörerschaft?

UH: Von den aus vielen Innoform-Veranstaltungen bekannten versierten Besuchern erwarten wir fruchtbare Diskussionen zu den Vorträgen und fundiertes Feedback zu neuen Ideen und maschinentechnischen Ansätzen. Gern nutzen wir die Veranstaltungen auch, um zukunftsträchtige Themen aufzuzeigen und diese später in unserem Unternehmen spezifisch weiter zu diskutieren.

Innoform: Konferenzen zum Thema Drucken erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

UH: Von allen Druckprodukten entwickelt sich der Verpackungsdruck seit vielen Jahren und wohl auch in absehbarer Zukunft positiv. Der Markt des Verpackungsdrucks zeigt sich bei gutem Wachstum als äußerst dynamisch: Konventionelle Verfahren, wie der Flexo- und Tiefdruck, werden ergänzt durch neue Ansätze wie den Digitaldruck. Das bringt neue Innovationskraft für alle Verfahren. Auch künftig werden neue, innovative Verpackungsmaterialien auf den Markt kommen, die Auswirkungen auf den Druckprozess haben. Anwender, Maschinenhersteller sowie Lieferanten von Komponenten führen kontinuierlich Verbesserungsprozesse durch, die Schritt für Schritt die Effektivität des Verpackungsdrucks erhöhen.  Um dem Fortschritt der Technologien folgen zu können, sind umfangreiche Informationen – auch aus Fachkonferenzen wie den Innoform Expertentreff zum Verpackungsdruck- eine gute Entscheidungsbasis.

Innoform: Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?

UH: In den überwiegenden Fällen gibt das Druckprodukt das Druckverfahren vor. Designvorgaben und Druckqualitäten, Substrat- und Farbvorgaben sowie Anforderungen aus dem Abfüll- und Distributionsprozess haben einen wesentlichen Einfluss auf das angewendete Druckverfahren.

Die Druckqualitäten der heute dominierenden Verpackungsdruckverfahren Flexo- und Tiefdruck haben sich in den letzten Jahren weiter angenähert. Es bleiben aber für beide Verfahren Stärken, die in der Druckmaschine kombiniert werden können. Dieses ist ein durchaus übliches Verfahren beim Druck von Etiketten. In der flexiblen Verpackung wird die Kombination Flexodruck mit Inline-Tiefdruck häufig für den Downstream-Auftrag von Lacken, Kaltsiegelmaterialien o. ä. angewandt.

Innoform: Was erhoffen Sie sich persönlich und als Unternehmen nach dem Vortrag als Feedback und Wahrnehmung am Markt?

UH: Ich erwarte aus dem Vortrag eine offene Diskussion darüber, welche Rolle der Verpackungstiefdruck gerade in Mitteleuropa in Zukunft spielen kann. Besonders in Hinblick auf Entwicklungen aus dem Digitaldruck, der heute seine Eignung für die flexible Verpackung noch nicht nachgewiesen hat, sollte intensiv erörtert werden, wie die heutigen marktführenden Tief- und Flexodruckverfahren weiterentwickelt und auf sich stark verändernde Marktgegebenheiten weiter optimiert werden können.

 

 

Okt 192016
 
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Oliver Leithäuser ist gelernter Tief- und Flexodrucker und studierte nach der Lehrzeit an der FH Stuttgart Drucktechnik. Anschließend hat er über 10 Jahre für einen namhaften Zulieferer der Druckindustrie im Bereich Rasterwalzen in verschiedenen Positionen gearbeitet.

Seit über vier Jahren ist er jetzt für den Druckmaschinenbauer Comexi/Spanien als Business Development Manager für neue Kunden und Produkte weltweit tätig. Auf der Innoform-Drucktagung am 24./25. November referiert er über „Hochwertige Verpackungen durch Spezialeffekte und Materialkombinationen“

Innoform: Sie Sind Referent in Osnabrück. Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Oliver Leithäuser (OL): Die Innoform-Veranstaltungen sind ein wichtiger Teil der Verpackungsbranche. Das Publikum besteht aus Experten ihrer Abteilungen. Durch die einzelnen Vorträge werden der Branche nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch immer wieder Denkanstöße, auch einmal quer zu denken.

Innoform: Ihr Thema gehört zu einer Reihe von verschiedenen Blickwinkeln auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat – Das Ergebnis zählt. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Fokus?

OL: Bleib flexibel und produktiv, ohne dabei Effizienz und Zukunftstrends zu verpassen.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie sich persönlich von der Zuhörerschaft?

OL: Ich hoffe, Referenten und Zuhörer haben zwei tolle Tage mit vielen neuen Denkanstößen. Ich hoffe auf gute und kritische Diskussionen, auch bei den Abendtreffen.

Innoform: Konferenzen zum Thema Drucken erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

OL: Es ist richtig, dass es früher oft nur um „sehen und gesehen werden“ ging. Innoform hat einen großen Anteil daran, dass die Tagungen einen hohen Mehrwert haben. Wo sind die Trends? Welche Lösungen gibt es? Viele verschiedene Blickwinkel von unterschiedlichen Lieferanten machen die Branche stärker und zukunftsorientierter. Innoform ist hier klar der Vorreiter.

Innoform: Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?

OL: Die Hybrid-Technik ist nicht neu. Im Etikettendruck ist diese schon seit Jahren gängige Praxis. Meist spielen aber hier Sonderveredelungen eine tragende Rolle. Für die verschiedensten Effekte haben sich unterschiedliche Druckverfahren als Lösung angeboten. Die Integration in eine Druckeinheit ist eher Folge für eine effiziente Produktion. COMEXI CI8 Offsetmaschine wird oft auch als Hybridmaschine verstanden. Die Möglichkeit besteht auch. In der Praxis hat sich aber nach 14 Druckmaschinen gezeigt, dass es sieben Farben Offset sind und ein Farbwerk Flexo für Weiss oder Lackierungen. Jedes Druckverfahren hat seine Stärken und Schwächen. Arbeit gibt es für alle, ein „Durchmischen“ der Drucktechnologien in einer Maschine sehe ich in der flexiblen Verpackung eher nicht.          

Innoform: Was erhoffen Sie sich persönlich und als Unternehmen nach dem Vortrag als Feedback und Wahrnehmung am Markt?

OL: Alle Vortragenden wollen Input und Ideen in die Branche bringen. Wir wollen in den Dialog mit der Branche kommen, um gemeinsam Lösungen für die Verpackungsherstellung von morgen gemeinsam zu erarbeiten.

Okt 112016
 
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Stephan Doppelhammer absolvierte nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Drucktechniker am BSZ Alois Senefelder in München. Im Anschluss arbeitete er sechs Jahre bei BASF Drucksysteme GmbH bzw. Flint Group im Bereich Anwendungstechnik und Key-Account-Management Flexodruck. Nach einer kurzen Zwischenstation bei RAFF der Drucker als Vertriebsleiter Offsetdruck ist er seit 2009 bei der Firma QuadTech beschäftigt, bei der er bis Ende 2013 für den Vertrieb DACH sowie Osteuropa zuständig war. Seit 2014 ist Herr Doppelhammer als Market Manager Packaging mitverantworlich für die globale Produktausrichtung, Produkteinführung, Marktbeobachtung sowie das Brand Owner Management.

Innoform: Sie sind Referent in Osnabrück. Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Stephan Doppelhammer (SD): Die hohe Qualität und professionelle Durchführung der Veranstaltung war ausschlaggebend für mich.

Innoform: Ihr Thema gehört zu einer Reihe von verschiedenen Blickwinkeln auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat – Das Ergebnis zählt. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Fokus?

SD: Das Ergebnis zählt trifft es sehr genau. Aufzeigen, weshalb Markenartikelhersteller verstärkt auf die Druckqualität blicken, welche Möglichkeiten es gibt, diese zu beurteilen, darzulegen, zu ermitteln und welche Vorteile der Drucker dabei erzielen kann.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie sich persönlich von der Zuhörerschaft?

SD: Dass die Zuhörer offen sind für neue Ansatzpunkte in Bezug auf Farbkorrekturen und Qualitätssicherung an der Druckmaschine und weshalb dieses für Markenartikelhersteller so wichtig ist.

Konferenzen zum Thema Drucken erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

SD: Meiner Meinung nach geht dieses Hand in Hand mit den gesteigerten Anforderungen von Markenartikelherstellern. Farbe und Sustainability rücken immer mehr in den Fokus.

Was erhoffen Sie sich persönlich und als Unternehmen nach dem Vortrag als Feedback und Wahrnehmung am Markt?

SD: Ich wünsche mir, dass Investitionen in Bezug auf Qualitätssicherung, speziell im Bereich Farbe, Wettbewerbsvorteile bringen, ROI kurzfristig erzielt werden kann und zukünftige Anforderungen von Markenartikelherstellern erfüllt werden. QuadTech bietet speziell im Bereich inline Farbmessung über 18 Jahre Erfahrung mit aktuell über 1000 installierten Farbmesssystemen.  

 

Okt 062016
 
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Packung ist Marketing in seiner reinsten Form, denn sie ist das wohl meistbeachtete und meistgenutzte Medium eines Produktes und oft die einzige Werbung, die einem Produkt zur Verfügung steht. Die Verpackung transportiert den Charakter und die Botschaft einer Marke, ist rational begreifbar und emotional aufgeladen. Kurz: Packungen verdienen Geld!

Flaschen_kleinInnoform veranstaltet in Kooperation mit dem Dipl.-Designer Dieter Hauser  ein neues Seminar Grundlagen der Verpackungsgestaltung. Dieter Hauser studierte Kommunikations-Design an der FH Trier. Bereits ein Jahr nach Abschluss des Studiums machte er sich 1987 mit seiner  Werbeagentur HS Design selbständig. Innoform hat mit ihm über den Stellenwert der Verpackung sowie seine Beweggründe gesprochen, über das Thema Verpackungsgestaltung zu referieren.

Innoform: Herr Hauser, Sie bieten ein neues Seminar in Kooperation mit Innoform an. Was sind Ihre Beweggründe, als Designer über das Thema „Grundlagen der Verpackungsgestaltung“ zu referieren?

question-1301144_1920_kleinDieter Hauser (DH): Die Verpackung wird noch immer in zu vielen Fällen rein technisch behandelt. Teilweise fehlt das tiefe Bewusstsein, was Verpackung durch ihre Gestaltung zum Markterfolg beitragen kann. Oft beobachte ich, dass grundlegende Gestaltungs-Parameter nicht beachtet werden und führe das auf Unkenntnis zurück. Diese Lücken möchte ich schließen.

 

Innoform: Welcher Stellenwert kommt Ihrer Meinung nach dem Design/der Gestaltung einer Verpackung im Digitalzeitalter zu?

Moment_Memory_kleinDH: Das ist – wie im analogen Zeitalter – der primäre Stellenwert auf dem Kommunikationsweg des Produktes zum Verbraucher. Visualisierung und Erinnerung müssen auch digital erreicht werden. Das innere Programm, nach dem wir alle funktionieren, ändert sich nicht plötzlich, wenn wir digital agieren. Nur der Weg ist ein anderer. An was erinnern sich Menschen? Nicht an bits und bytes, sondern an Bilder – die müssen über Gestaltung vermittelt werden.

fingerprint-257037_1280_kleinInnoform: Produkte sind oft austauschbar geworden. Marken wollen sich daher oft über Verpackungsgestaltung unterscheiden. Andererseits sucht der Verpackungsentwickler nach der Optimallösung, die auch noch nachhaltig sein soll. Beißen sich diese Ziele und welche Trends sehen Sie hier?

DH: Diese Ziele beißen sicht nicht, aber sie stehen natürlich in einem Spannungsverhältnis. Es ist unter anderem unsere Aufgabe als Gestalter, diese Spannungen in Einklang zu bringen. Trends sind gegenläufig zu beobachten, lassen Sie mich 2 Beispiele nennen.

service_efficiency_kleinAuf der einen Seite sind viele Entwicklungen primär von Aspekten wie Kosten / Effizienz / Produktivität / Menge getrieben. Das führt zwangsweise bei ähnlichen Produkten zu ähnlichen Lösungen.

Auf der anderen Seite ist gleichzeitig der Trend „Manufaktur“ aktuell sehr stark, der getrieben ist von Qualität / Individualität / Nähe.

Innoform: Was nimmt ein Teilnehmer an diesem Seminar mit nach Hause und was versprechen Sie sich im Hinblick auf den Lernerfolg?

Skills_kleinDH: Die Teilnehmer nehmen erweitertes Wissen über Packungsgestaltung mit, das sie auf vielfältige Weise in ihrer täglichen Arbeit einsetzen können. Es wird ihnen z. B. helfen, Sicherheit zu erlangen bei Planung, Beurteilung und Entscheidung zukünftiger Packungsentwicklungen.

Das Seminar Grundlagen der Verpackungsgestaltung findet statt am Mittwoch/Donnerstag 16./17. November im Steigenberger Hotel Remarque in Osnabrück. Es gibt eine begrenzte Teilnehmerzahl. Die Teilnehmer können sich online anmelden, aber auch per Fax oder Telefon. Event-Manager ist Wilma Igelbrink.

Kontakt:

Innoform Coaching GbR
Wilma Igelbrink
Stüvestraße 25
49205 Hasbergen
Tel.: +49 (0) 5405 80767-250
Fax:  +49 (0) 5405 80767-290
E-Mail: wilma.igelbrink@innoform.de