Nov 172017
 
Kohlert_Michael_klein

Herr Dr.-Ing. Michael Kohlert studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU in Kaiserslautern. Anschließend sammelte er 7 Jahre Erfahrungen bei der Klöckner Pentaplast GmbH & Co. KG und der Mondi Gronau GmbH in den Bereichen: R&D, Extrusion, Druckerei, Kaschierung und IT. Als Abteilungsleiter IT & Automation am Standort Gronau stellte er seine Praxisnähe mit zahlreichen neuen Entwicklungen im Bereich Industrie 4.0 unter Beweis.
Im Jahre 2012 gründete er die Software & Messsysteme GbR, die seitdem Entwicklungen im Bereich der Folienindustrie anbietet.

Besonders gern beschäftigt er sich mit der präventiven Instandhaltung und Ausschussreduktion mittels mathematischer Algorithmik.

Das Inno-Meeting gilt mittlerweile als deutschsprachiger Branchentreff für Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich persönlich von einem Beitrag zu dieser Veranstaltung?
Industrie 4.0 der Branche näher zu bringen und neue Kontakte zu knüpfen.

Ihr Vortragstitel lautet: „Industrie 4.0 in der Kunststofffolienindustrie“
Was wird Ihre Kernaussage sein und wo sehen Sie für den Zuhörer in erster Linie den Nutzen?
Einen Überblick über 4.0 zu geben und anhand von Beispielen darzulegen, wie man mittels Daten zur Reduktion von bspw. Ausschuss beiträgt.

Große Datenmengen zu sammeln ist das eine. Aber was machen Flexpackunternehmen mit diesen Datenmengen und wie kann deren Beherrschung und Auswertung zur Nachhaltigkeit beitragen?
Daten müssen mit Intelligenz verknüpft werden, andernfalls sind sie nutzlos. Um einen Mehrwert zu erreichen, muss die Aggregation/Auswertung von Daten zu einem verständlichen Ergebnis führen, bspw. Kostenreduktion. Der wirtschaftliche Nutzen ist die Zielkomponente.

Wo sehen Sie die Ansätze für eine strikte Vermeidung von Verpackungsabfällen bezogen auf Folie?
Betrachtung der ganzheitlichen Wertschöpfungskette im Zusammenspiel. Die Zukunft liegt in der Überwachung aller Prozesse und einem schnellen Eingreifen. Wer nicht überwacht, der kann nicht steuern.

Welcher Bereich sollte dringend vom Gesetzgeber geregelt werden, um die Verpackungsindustrie stärker zu motivieren, Kreislaufwirtschaft zu betreiben?
Neuere Maschinen, denn je älter, desto geringer die Datendichte und damit die Erkenntnisse. Eine Abwrackprämie für alte Maschinen?

Achten Sie auf eine rezyclierbare Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? Was raten Sie als Fachmann dem Konsumenten und Ihren direkten Kunden?
Nein, denn dazu müsste die Abfallwirtschaft in der Lage sein, die rezyclierbaren Verpackungen zu bezwingen, was heute nur teilweise klappt. Verpackungen, die sich selbst zersetzen, werden in Zukunft stärker im Fokus sein.

Alle Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette (Verpackungshersteller, Abfüller/Abpacker, Handel, Recycler) müssen Anstrengungen zur stofflichen Wiederverwertung möglichst aller Verpackungsrohstoffe unternehmen. Wo fängt da die Kommunikation an?
Ein Netzwerk aufzubauen wäre hier ein erster Schritt. Dadurch können Schnittstellen geschaffen werden und die Kommunikation kann starten. Die Kommunikation fängt eigentlich beim Handel an, denn der Kunde bestimmt, was gekauft wird und was nicht.

Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außer Ihrem Beruf?
Umbau eines alten Rasenmähers zu einem automatisierten, steuerbaren Rasenmäher. Hobby, um Altes wiederzuverwenden.

 

Nov 142017
 
Natelberg_Johnny

Jonny Natelberg ist als Executive Advisor Corporate Affairs bei der Lekkerland AG & Co. KG tätig und verantwortet den Bereich der politischen Kommunikation. Corporate Responsibility fällt ebenfalls in seine Zuständigkeit. Jonny Natelberg war zuvor viele Jahre für den nationalen und internationalen Vertrieb sowie für den Bereich Electronic Value bei Lekkerland verantwortlich.

Das Inno-Meeting gilt mittlerweile als deutschsprachiger Branchentreff für Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich persönlich von einem Beitrag zu dieser Veranstaltung?
Der BGVZ möchte mit seinem Vortrag die Branche über den aktuellen Faktenstand von EinWeg mit Pfand im DPG-System informieren, neue Kontakte knüpfen und sich mit den Teilnehmern fachlich austauschen.

Ihr Vortragstitel lautet: „EinWeg-Getränkeverpackungen mit Pfand: Impuls für einen funktionierenden Wertstoffkeislauf“.Was wird Ihre Kernaussage sein und wo sehen Sie für den Zuhörer in erster Linie den Nutzen?

Die Einführung des sogenannten „Dosenpfands“ in 2003 hatte zum politischen Ziel, Einweg unattraktiver zu gestalten und somit die Mehrwegquote zu steigern. Jedoch hat die Einwegpfandpflicht möglicherweise anders gewirkt als beabsichtigt. Statt dem Mehrweg-System zu einer Renaissance zu verhelfen, wirkte die einheitliche Pfand- und Rückgabepflicht im DPG-System als Impuls für ein funktionierenden Wertstoffkreislauf.

Achten Sie auf eine rezyclierbare Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? Was raten Sie als Fachmann dem Konsumenten und Ihren direkten Kunden?
Durch das flächendeckende Rücknahmesystem wird bei EinWeg mit Pfand eine Rücklaufquote von 98,5 % erreicht. Unter Berücksichtigung aller Erfassungs- und Verwertungswege (Gelber Sack, Rückgewinnung aus Restmüll etc.) ergibt sich eine werkstoffliche Verwertungsquote von 99,7 Prozent für Weißblech-Getränkedosen und 98,9 Prozent für Aluminium-Getränkedosen. 97,9 Prozent der PET-Einwegflaschen mit Pfand werden recycelt.

Ich persönlich kaufe „convenient“ ein. Wasser und Erfrischungsgetränke in praktischen EinWeg mit Pfand-Verpackungen, und bei Bier bevorzuge ich regionale Produkte. Da ich in Bonn lebe: Ein Kölsch in der Glasflasche.

Alle Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette (Verpackungshersteller, Abfüller/Abpacker, Handel, Recycler) müssen Anstrengungen zur stofflichen Wiederverwertung möglichst aller Verpackungsrohstoffe unternehmen. Wo fängt da die Kommunikation an?
Beim Verbaucher, da ohne eine Rückgabe des Wertstoffes kein Wertstoffkreislauf aufgebaut werden kann.

Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außer Ihrem Beruf?
Reisen und Städte Erkundungen, indem ich in der Stadt meiner Wahl lebe.

Nov 142017
 
Kardetzky_Martin

Syndikusrechtsanwalt Martin Kardetzky studierte Jura an der Universität Bielefeld, Schwerpunkt Öffentliche Verwaltung. Anschließend arbeitete er bei der Stadt Brandenburg als Städtischer Rechtsrat und bei DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs und -bau GmbH) als Abteilungsleiter im Rechtsbereich, bevor er 1997 seine Karriere bei der Deutschen Bahn AG fortsetzte.
Seit Mai 2017 arbeitet er als Leiter der Abteilung Recht/Entsorgung bei der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister in Osnabrück.

Das Inno-Meeting gilt mittlerweile als deutschsprachiger Branchentreff für Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich persönlich von einem Beitrag zu dieser Veranstaltung?
Zunächst einmal freue ich mich darauf, die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister vor Verpackungsexperten in Osnabrück vorzustellen. Unsere Aufgabenstellung ist ehrgeizig, wir sind mitten im Aufbau begriffen und sehr daran interessiert, die Erwartungen an die Zentrale Stelle aufzunehmen und zu diskutieren. Vielleicht kann ich einige Erwartungen bestätigen und muss dafür die ein oder andere Hoffnung dämpfen – jedenfalls ist die Vermittlung eines sachlich-realistischen Bildes der Zentralen Stelle mein Ziel.

Ihr Vortragstitel lautet: „Aufgaben und Chancen des Zentralen Verpackungsregisters“
Was wird Ihre Kernaussage sein und wo sehen Sie für den Zuhörer in erster Linie den Nutzen?
Das System der Verpackungsentsorgung ist in den vergangenen zwanzig Jahren immer mal wieder in die Schieflage geraten, weil es beispielsweise Missverständnisse über die Frage gab, was eine lizenzpflichtige Verpackung ist und was nicht. Diese Unschärfen bei den Definitionen und Pflichten soll und wird die Zentrale Stelle ausräumen. Das schafft Klarheit, gerade auch in dem rasant wachsenden Bereich des Online-Handels.

Unsere Kernaufgabe ist die Zusammenführung und der Abgleich aller Marktdaten zu Herstellung und Entsorgung in einem Register. Ab dem 1. Januar 2019 laufen alle Daten bei uns in diesem Register zusammen, Unregelmäßigkeiten fallen deshalb sofort auf.  Wichtig ist, dass wir auch rückwirkend prüfen werden: Es geht also schon 2018 darum, sich rechtskonform zu registrieren und lizenzieren zu lassen.  Hinweise dafür finden Sie auf unserer Website www.verpackungsregister.org.

Mit welchen Schwierigkeiten und Vorgaben hat die Zentrale Stelle Verpackungsregister vor allem zu kämpfen, um ihren Aufgaben gerecht zu werden? Wo sehen Sie die Ansätze für eine strikte Vermeidung von Verpackungsabfällen bezogen auf Folie?
Gemeinsam mit dem Umweltbundesamt, das die Rechts- und Fachaufsicht über die Zentrale Stelle übernehmen wird, entwickeln wir bis Mitte nächsten Jahres Mindestanforderungen für recyclinggerechtes Design. Das ist unsere Aufgabe. Die Unternehmen der Branche müssen dann selbst entscheiden, wie sie den Kreislaufanspruch an Verpackungen wahrnehmen wollen und können. Die konkrete Umsetzung entscheiden nicht wir, dies ist durch die zunehmenden Anforderungen des Marktes an die Verpackung determiniert. Mit Freude sehen wir die vielfältigen Anstrengungen der Branche, schon jetzt die Verpackungen recyclinggerechter zu gestalten.

Welcher Bereich sollte dringend vom Gesetzgeber geregelt werden, um die Verpackungsindustrie stärker zu motivieren, Kreislaufwirtschaft zu betreiben?
Zunächst einmal setzen wir alles daran, dass die Zentrale Stelle mehr Transparenz und damit auch mehr Gerechtigkeit in das System bringt. Wir helfen mit, die ehrgeizigen Quoten des neuen Gesetzes erfüllbar zu machen! Allen Marktteilnehmern ist daran gelegen, dass die Verbraucher, die allgemeine Öffentlichkeit und nicht zuletzt die Politiker in den Kommunen, im Land und im Bund darauf vertrauen, dass die Entsorgung funktioniert und nachvollziehbar ist. Bei Glas, Papier und Einweggetränken ist die Sammelleidenschaft der Deutschen ungebrochen. Aber für den gelben Sack oder die gelbe Tonne können sowohl Hersteller, als auch Verbraucher noch mehr tun, um die Wertstoffe in einen besseren Kreislauf zu bringen.

Achten Sie auf eine rezyclierbare Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? Was raten Sie als Fachmann dem Konsumenten und Ihren direkten Kunden?
Sicher kann ich privat nicht mehr einkaufen, ohne auf die Verpackungen zu achten. Verbraucher sollten vor allem dabei helfen, Verpackungen zu wählen, die gut zu recyceln sind und sie einer entsprechenden Sammlung zuführen.

Alle Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette (Verpackungshersteller, Abfüller/Abpacker, Handel, Recycler) müssen Anstrengungen zur stofflichen Wiederverwertung möglichst aller Verpackungsrohstoffe unternehmen. Wo fängt da die Kommunikation an?
Aus meiner Sicht sollten für die Kommunikation alle verfügbaren Kanäle genutzt werden: die Verpackungen selbst, das Internet, die Medien und natürlich das persönliche Gespräch. Und das ist gar nicht so schwer: Jüngere Generationen interessieren sich sehr für alle Fragen der Nachhaltigkeit; sie wollen beispielsweise sichergestellt wissen, dass sie mit ihrem Einkauf keinen weiteren Plastikmüll im Meer verursachen. Das ist in Deutschland mit dem dualen System längst umgesetzt. Dennoch kann dieses lebendige Interesse noch mehr für intelligente, zukunftsfähige Lösungen genutzt werden.

Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außer Ihrem Beruf?
Eiskunstlaufen und ins Kino gehen.

 

 

Nov 142017
 
IfBB Hannover - Einezelportrait. FOTO: CHINA HOPSON

Prof. Dr.-Ing. H-J. Endres hat an der Ruhr-Universität Bochum Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Werkstofftechnik studiert.
Nach seinem Studium war er zunächst ca. 10 Jahre in der Industrie im Bereich der Kunststoffentwicklung tätig. In dieser Zeit hat er auch berufsbegleitend im Bereich thermoplastischer Biopolymerwerkstoffe promoviert.
Seit 1999 ist er Professor an der Hochschule Hannover. Dort leitet er das von ihm aufgebaute IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe. Seit 2012 leitet er zudem das neu aufgebaute Fraunhofer Anwendungszentrum HOFZET für Holzfaser- und Verbundwerkstoffforschung. Neben zahlreichen Veröffentlichungen im Bereich der Biopolymere hat er 2011 beim Carl Hanser Verlag das Fachbuch „Engineering Biopolymers“ publiziert.
Für seine langjährigen und richtungsweisenden Tätigkeiten im Bereich der Biowerkstoffe wurde er mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.

Das Inno-Meeting gilt mittlerweile als deutschsprachiger Branchentreff für Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich persönlich von einem Beitrag zu dieser Veranstaltung?
– Treffen alter „Inno-Bekannter“
– Teilnahme an einer „innotypischen“, lebendigen Veranstaltung
– Beitrag zur Versachlichung der Diskussionen

Ihr Vortragstitel lautet: „Biokunststoffe als Teillösung zur Marine Littering Problematik“
Was wird Ihre Kernaussage sein und wo sehen Sie für den Zuhörer in erster Linie den Nutzen?

– Sinnvolle und weniger sinnvolle Lösungsansätze zur Marine Littering Problematik
– Was bedeutet marine Abbaubarkeit, Untersuchungsmethoden, Zertifizierung
– Marin abbaubare Kunststoffe können nicht das globale Problem des Marine Littering lösen, sie bieten jedoch in verschiedenen Anwendungen interessante        Optionen zu Teillösungen

Welche Rolle steht den Biokunststoffen offen, um Verpackungen im Kreis zu führen und nachhaltiger zu gestalten?
Auch Biokunststoffe sollten recycelt werden. Trotz manchmal sinnvoller Einzellösungen (z. B. Großevents) sollten sich Biokunststoffe in die bestehende Abfalllogistiksysteme integrieren (lassen).

Wo sehen Sie die Ansätze für eine strikte Vermeidung von Verpackungsabfällen bezogen auf Folie?
Design for Recycling, Abwägung zwischen optimalen Verarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften auf der einen Seite und Entsorgungseigenschaften auf der anderen Seite.

Welcher Bereich sollte dringend vom Gesetzgeber geregelt werden, um die Verpackungsindustrie stärker zu motivieren, Kreislaufwirtschaft zu betreiben?
– Novellierung der Verpackungsverordnung und Anhebung der Recyclingquoten (schon mit dem neuen Verpackungsgesetz geschehen)
– Förderpolitische Gleichbehandlung von stofflicher und energetischer Nutzung von petrochemischen und nachwachsenden Rohstoffen

Achten Sie auf eine rezyclierbare Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? Was raten Sie als Fachmann dem Konsumenten und Ihren direkten Kunden?
Das Thema muss m. E. von Seiten der Kunststoffindustrie, Verwerter, Verpackungshersteller, Brand Owner und von Seiten des Handels (oder alternativ von gesetzlicher Seite) und nicht von Verbraucherseite getrieben werden.

Alle Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette (Verpackungshersteller, Abfüller/Abpacker, Handel, Recycler) müssen Anstrengungen zur stofflichen Wiederverwertung möglichst aller Verpackungsrohstoffe unternehmen. Wo fängt da die Kommunikation an?
Entlang  der gesamten technischen Wertschöpfungskette. Zusätzlich aber auch außerhalb der direkt Beteiligten, angefangen bei den Verbänden über die NGO’s bis hin zu den derzeitigen (Politik, Industrie) sowie den zukünftigen Entscheidungsträgern (Schüler, Studenten).

Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außer Ihrem Beruf?
Meine Hobbys und meine Familie.

Okt 312017
 
Spaeter_Helmut_Referent_klein
  1. Das Inno-Meeting gilt mittlerweile als deutschsprachiger Branchentreff für Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich persönlich von einem Beitrag zu dieser Veranstaltung?

Ich bin davon überzeugt, dass wir hier in Osnabrück den Branchentreff haben – doch inzwischen erweitert sich der Kreis der Teilnehmer auf viele Bereiche der Kunststoffverpackung = vom Zulieferanten über den Packmittelhersteller zum Brand-Owner/Abpacker und Handelspartner.

Die inzwischen zur Packmittelentwicklung gehörenden Anforderungen – wie Circular Economy, das neue Verpackungsgesetz bis hin zu Cradle to Cradle –

möchte ich gern mit voranbringen – bevor „die Politik“ sagt, was wir zu tun haben! (die Automobilindustrie ist hier kein gutes Beispiel)

  1. Ihr Vortragstitel lautet: „Funktionelle Barrieren für Recyclingwerkstoffe in Lebensmittelverpackungen“
    Was wird Ihre Kernaussage sein, und wo sehen Sie für den Zuhörer in erster Linie den Nutzen?

Die Anforderungen aus dem Verpackungsgesetz – § 16 – (ab 1.1.2019) geben klare Aufgaben an die Kunststoffpackmittelhersteller: „Kunststoffe sind zu mind. 90 Massenprozent einer Verwertung zuzuführen.Dabei sind mind. 65% und ab 1.1.2022 – 70% dieser Verwertungsquote durch werkstoffliche Verwertung sicher zu stellen.“

= Hier zeige ich Lösungen auf, um dieses Anforderungen zu erreichen.

  1. Sie haben eines der längsten und erfülltesten Berufsleben aller Referenten. Wie ordnen Sie das Thema Kreislaufwirtschaft im Kontext ähnlicher Trends – Conveneince, Verbundfolien und natürlich Barrierefolien – der letzten 40 Jahre in der Verpackungswelt ein?

Die Weltbevölkerung nimmt von ca. 7 auf ca. 9 Mrd. in absehbarer Zeit zu. Ein immer größerer Anteil möchte „so leben wie wir…“.

Die Ressourcen hat der Globus nicht, also müssen wir umdenken zu Circular Economy und weiter zu Cradle to Cradle!

Somit sind alle Verpackungsentwicklungen diesen Zielen unterzuordnen! = Das bedeutet für viele Packmittelproduzenten und Brand-Owner/Abpacker :

“Was heute noch gilt – ist wohl morgen nicht mehr akzeptiert“.

  1. Wo sehen Sie die Ansätze für eine strikte Vermeidung von Verpackungsabfällen bezogen auf Folie?

Ich bin davon überzeugt, dass es ein „Zurück“ nicht gibt – doch ein „Umbau“ des Kunststoffverpackungsmarktes kommt und hoffentlich (!), bevor „man“ verordnet,  wie es zu gehen hat!

  1. Welcher Bereich sollte dringend vom Gesetzgeber geregelt werden, um die Verpackungsindustrie stärker zu motivieren, Kreislaufwirtschaft zu betreiben?

Das Verpackungsgesetz vom 12. Juli 2017 – gültig ab 1.1.2019 –  ist der erste Schritt, und wir sollten die Wirkung begleiten, um dann Verbesserungen/Veränderungen einzufordern.

Die „Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister“ ist schon jetzt aktiv und wird schon in 2018 die Zahlen einfordern, um sie 2019 präsentieren zu können!

Die Entsorger haben die Aufgabe: siehe Verp.Gesetz § 21:

(1) Systeme sind verpflichtet, im Rahmen der Bemessung der Beteiligungsentgelte Anreize zu schaffen, um bei der Herstellung von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen:

  1. die Verwendung von Materialien und Materialkombinationen zu fördern, die unter Berücksichtigung der Praxis der Sortierung und Verwertung zu einem möglichst hohen Prozentsatz recycelt werden können und
  2. die Verwendung von Recyclaten sowie von nachwachsenden Rohstoffen zu fördern.

„Um zukünftig noch bessere Verwertungsergebnisse zu erzielen, ist aber auch schon bei der Produktion von Verpackungen auf ein möglichst recyclingfreudiges Design zu achten!“

Jetzt keine weitere Gesetzgebung, sondern aktiv die vorgegebene Richtung mit gestalten!

  1. Achten Sie auf eine rezyclierbare Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? Was raten Sie als Fachmann dem Konsumenten und Ihren direkten Kunden?

Zur Zeit sind meines Wissens nach bisher „nur“ PET-Flaschen im Cradle to Cradle-Einsatz, und „sehen“ können wir das nicht.

Im Bekannten- und Freundeskreis gebe ich schon „Empfehlungen“ – doch das ist weniger „als der Tropfen auf den heißen Stein“… Den Kunden und Bedarfsträgern gebe ich die Möglichkeit, recycelfähige Verpackungen zu gestalten und in Einsatz zu bringen.

  1. Alle Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette (Verpackungshersteller, Abfüller/Abpacker, Handel, Recycler) müssen Anstrengungen zur stofflichen Wiederverwertung möglichst aller Verpackungsrohstoffe unternehmen. Wo fängt da die Kommunikation an?

= Vor dem Verpackungshersteller sind auch jeweils die Rohstofflieferanten: Granulat, Kaschierkleber, Druckfarben mit einzubinden!

= Die Kommunikation ist im Verp.-Gesetz vorgegeben: „Die Systeme sind verpflichtet, die privaten Endverbraucher in angemessenem Umfang über Sinn und Zweck der getrennten Sammlung von Verpackungsabfällen, die hierzu eingerichteten Sammelsysteme und die erzielten Verwertungsergebnisse zu informieren.

… es sind die kommunalen Abfallberatungen und Verbraucherschutzorganisationen zu beteiligen!

= hier möchte ich den Handel bitten: 

„Nehmen Sie Ihre Kunden an die Hand“ und etablieren mit Ihnen gemeinsam das Bewusstsein zu: Verpackung – Recycling – Wertstoff!

  1. Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außer Ihrem Beruf?

„Beruf – Berufung = Hobby: Es ist ein Geschenk, nicht mehr arbeiten zu müssen, sondern zu dürfen – sich neuen Herausforderungen stellen!

u n d 2 Enkelkinder  mit allen Problemen/Problemchen aufwachsen sehen, was man beim eigenen Sohn nicht so erlebt hat …

 

Zum Autor:

Helmut Spaeter (Dipl.-Ing.) studierte Schiffsbetriebstechnik in Hamburg.
Über die Aluminiumverpackung (Alusingen GmbH), Aerosoldosen und Tuben 1979 zur flexiblen Verpackung bei Wolff – Walsrode AG (heute Wipak – Walsrode) – Leitung Verkaufsbüro: Süddeutschland, Österreich, Schweiz.

Ab 1985 – selbstständiger Handelsvertreter, vorrangig für EK-Pack, Kempten. Aufbau 5-Schicht-Coextrusion mit EVOH und die Vermarktung im Bereich Barrierefolien/Laminate für Food- und Nonfood-Verpackungen. Von 1993 – 1996 Alleingeschäftsführer der Firma EK-Pack, Kempten.

Seit 1996 tätig für Alusuisse – Lawson-Mardon-Neher AG/Alcan in CH (heute Amcor Flexibles).
Auf- und Ausbau des Bereichs Ceramis® bei Alcan Packaging Kreuzlingen AG. Kreation und Realisierung von Ceramis®-Anwendungen mit namhaften Bedarfsträgern im Bereich flexible Filme für Abpacker und Converter.

Gründungspartner der InnoNETpartners: http://www.innonet-partners.eu.

Geschäftsführender Gesellschafter der Cavonic GmbH: 2010 bis 2015.

In 2015 Gründung der BARRIOPAC®

Okt 172017
 
Barth_Peter

Herr Dr. Peter Barth promovierte im Anschluss an sein Biologie-Studium im Zuge einer Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Universität Hannover, wo er 1988 promovierte. Im gleichen Jahr wechselte er zu einer bekannten Unternehmensgruppe der grafischen Industrie. Dort übte er verschieden Funktionen und Aufgaben aus, die teilweise parallel durchgeführt wurden:

. Leiter Abt. Qualität und Umwelt, Qualitäts- und Umweltmanagementbeauftragter
. Leiter Anwendungstechnik, Reklamationsbearbeitung und mitverantwortlich für den technischen Einkauf
. Innovationsmanager
. Mitverantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit, inkl. Messe- und Verbandsaktivitäten
. Geschäftsführender Gesellschafter einer Tochtergesellschaft

Seit dem 01.01.2010 ist er selbstständiger Unternehmensberater in den Bereichen ganzheitliche Organisations- und Prozessberatung, inkl. Innovationsentwicklung und Coaching. In seinem Netzwerk sind Klebstoff-, Lackhersteller und Folienhändler sowie Sondermaschinenbauer und ein Rechtsanwalt vertreten. Gemeinsam mit seiner Frau bietet er Kommunikationsseminare, Personalcoaching etc. an.

Besonders gern beschäftigt er sich bei Innovationsprojekten mit der Entwicklung neuer, zukunftsweisender Technologien und Materialien sowie ganzheitlichem Organisations- und Prozessmanagement.

Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?
Das Thema der Tagung.

Ihr Thema gehört zu einer Reihe verschiedener Blickwinkel auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat:  Veredelung. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Themenkomplex?
Die Veredelung muss zum Produkt und zur Aussage passen.

Sie referieren über „Sind Veredelungstechnologien aus der grafischen Industrie auf Verpackungen zu übertragen?“ Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?
Die Veredelungstechnologien, die heute eingesetzt werden, passen technologisch wie auch von Seiten der Marktanforderungen nicht mehr. Hier muss ein Wandel hin zu mehr Flexibilität, zu ganzheitlichen Prozess- und Organisationsausrichtungen vollzogen werden, der auch in der Zukunft noch seine Anforderungen erfüllt.

Sofort im Anschluss an Ihre Promotion im Fach Biologie haben Sie zu einer Unternehmensgruppe der grafischen Industrie gewechselt. Was war Ihre Motivation? Haben Druck und Biologie etwas gemeinsam?
Die Aussichten für eine weitere langfristige Anstellung waren nicht gegeben und der Zufall hat mich dann in die grafische Industrie gebracht.

Wo sehen Sie für die Verpackungsdrucker momentan besonderen Handlungsbedarf?
In der Flexibilisierung bis hin zur Personalisierung – erhöhte Kunden- und Marktbezogenheit – Zeitmanagement.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie persönlich von der Zuhörerschaft?
Diskussionsbereitschaft und Offenheit für Neues.

Konferenzen zum Thema Verpackungsdruck erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?
Die Vielfältigkeit in der Veredelung hat so zugenommen, dass sicherlich auch hier nach Orientierung und Informationen gesucht wird.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?
Erfüllung der komplexen Anforderungen vom Markt.

Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für den Verpackungsdruck im Vergleich zu anderen Druckbereichen ein und warum?
1 – Verpackung zum Produktschutz und zur Präsentation, inkl. Orientierung, ist mehr denn je gefragt.

Unsere Teilnehmer möchten die Referenten auch gern persönlich besser kennenlernen. Deshalb eine persönliche Frage: Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?
Natur, klassische Musik, Familie und unsere Tiere.

Okt 162017
 
Busse_Stefan1_klein

Herr Dr. Stefan Busse ist Diplom-Chemiker und seit 17 Jahren für Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA in Siegburg tätig. Als Regionaldirektor für Anwendungstechnik ist er für den Geschäftsbereich Flexible Verpackungen EMEA verantwortlich.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sind strahlenhärtende und wasserbasierte Farbsysteme im Bereich der flexiblen Verpackung und lösemittelbasierte Systeme für den Tief- und Flexodruck.

Ihr Thema gehört zu einer Reihe verschiedener Blickwinkel auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat:  Veredelung. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Themenkomplex?
Als Alternative zur Standardisierung kann eine differenzierende Veredlung zum unternehmerischen Erfolg beitragen.

Sie referieren über „Differenzierung oder Standardisierung – wie Druckfarbenkonzepte beides unterstützen können“. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?
Die Herausforderung, mit jedem einzelnen Kunden zusammen die beste Lösung zu erarbeiten.

Ist Differenzierung grundsätzlich mit steigenden Kosten und Standardisierung mit Kosteneinsparung gleichzusetzen oder gibt es auch Ausnahmen?
Gute Ideen im Design müssen nicht teuer sein. Darüber hinaus spielen mittelfristig Investitionen in günstigere Druckverfahren eine Rolle.

Wo sehen Sie für die Verpackungsdrucker momentan besonderen Handlungsbedarf?
Unabhängig von Standardisierung oder Differenzierung muss jeweils ein Optimum in der Effizienz der jeweiligen Prozesse erarbeitet werden.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie persönlich von der Zuhörerschaft?
Fragen zur Rolle der Druckfarben, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Konferenzen zum Thema Verpackungsdruck erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?
Wissen, d. h. das Verständnis von technischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen bei der Fertigung von Verpackungsmaterial, ist sicherlich noch entscheidender, um im steigenden, internationalen Wettbewerb langfristig erfolgreich zu bleiben.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?
Zur Erreichung des Optimums im Spannungsfeld aus Diversifizierung bei möglichst geringen Kosten werden hybride Druckverfahren weiter an Bedeutung zunehmen.

Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für den Verpackungsdruck im Vergleich zu anderen Druckbereichen ein und warum?
Bei einer 1, da ansprechende und bezüglich der Gebrauchseigenschaften hochwertige Verpackungen über den Erfolg der Markenartikler entscheiden.

Unsere Teilnehmer möchten die Referenten auch gern persönlich besser kennenlernen. Deshalb eine persönliche Frage: Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?
Winterurlaub in den Bergen und Sommerurlaub am Meer.

 

Okt 162017
 
heidelberger druckmaschinen ag
archivnummer hdm2007247

Martin Schmitt-Lewen  studierte Physik an der Universität Würzburg, wo er auch promoviert hat.
Seine Berufserfahrung umfasst Tätigkeiten in der chemischen Verfahrenstechnik, der experimentellen Versuchstechnik und vor allem in der grafischen Industrie, in der er breite Erfahrungen gesammelt hat. Von 1994 bis 1997 war er als Entwickler in der Tiefdruckformenherstellung (Gravur) bei der Firma MDC Max Dätwyler AG in der Schweiz tätig. Seit 1997 arbeitet er für die Firma Heidelberger Druckmaschinen AG. Dort hat er zunächst als Technologiescout und dann als Senior Manager „Technologies for Future Business“ gearbeitet. Seine Themen sind eng an der Technik orientiert, aber immer auch gepaart mit einem zusätzlichen Blick für neue Geschäftsmöglichkeiten (Business Development).
Heute sind seine Hauptthemen die Umsetzung neuer Applikationen, um den Kunden erweiterte Möglichkeiten mit der Druckmaschine aufzuzeigen und damit einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Er arbeitet eng mit technischen und grafisch orientierten Hochschulen und Universitäten zusammen, um dort von den frischen Ideen der Studenten zusätzlich zu profitieren.

Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?
Die Themen der Veranstaltung decken sich in vielen Punkten mit meinen Arbeitsinhalten bei Heidelberger Druckmaschinen AG.

Ihr Thema gehört zu einer Reihe verschiedener Blickwinkel auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat:  Veredelung. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Themenkomplex?
Meine Kernaussage ist, dass es noch viel Neues zu entwickeln und zu kommunizieren gibt, was im Markt noch nicht sehr bekannt ist oder nur wenig umgesetzt wird, obwohl die Technik dazu zum Teil schon verfügbar ist.

Sie referieren über „Inline-Druckveredelung: Haptik, Glanz und mehr“. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?
Mich bewegt das Thema Inline-Veredelung, weil Veredelung meist als „Offline-Finishing“ gedacht wird.

Sind Haptik, Glanz und mehr nur Marketinginstrumente für einen gesteigerten Umsatz oder werden auch Konsumentenwünsche bei der Druckveredelung berücksichtigt?
Das ist schwer zu trennen; Marketing ist nah am Konsumentenwunsch, oder sollte es zumindest sein. Auf der unbewussten Ebene spielt Emotionalität, die Haptik zum Beispiel vermitteln kann, bestimmt eine wichtige Rolle beim Konsumenten. Ich glaube, manchmal macht sich der Konsument das auch gar nicht wirklich bewusst, aber wie will man das außer mit professionellen Marketingmethoden messen. Ich arbeite aktuell mit einer Doktorandin an Veredelungsthemen und stelle in der Diskussion mit dieser jungen Frau fest, wie stark bei ihr die Emotionalität für Print vorhanden ist. „Passion for Print“ eben und das bei einer Jungingenieurin, die man sonst vielleicht eher als Digital Native sehen würde.

Wo sehen Sie für die Verpackungsdrucker momentan besonderen Handlungsbedarf?
Ich will diese Frage nicht generell beantworten, sondern nur für diejenigen, die sich als Qualitätsführer sehen. Für die habe ich folgende Antwort: die heute bekannten  Veredelungsmöglichkeiten sind schon sehr vielfältig, aber es ergeben sich doch immer wieder neue Möglichkeiten. Die Zitrone ist noch lange nicht ausgepresst. Wer also ganz vorne mitspielen will und das über Differenzierung erreicht, hat auch in Zukunft noch neue Möglichkeiten dazu.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie persönlich von der Zuhörerschaft?
Da bin ich sehr gespannt. Ich würde mich sehr freuen, wenn reges Feedback zu den vorgestellten Themen kommen würde.

Konferenzen zum Thema Verpackungsdruck erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?
Ich denke, das liegt zum Teil daran, dass der Verpackungsdruck ein recht stabiles und wachsendes Marktsegment im Printumfeld darstellt.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?
Das spielt eine große Rolle, aber nicht eine alleinig dominierende. Wir kennen das im Bereich des schmalbahnigen Etikettendrucks schon sehr lange. Im Bogenoffsetdruck ist ein Flexo-basiertes Lackierwerk heute Standard. Die Inline-Veredelung lebt davon.

Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für den Verpackungsdruck im Vergleich zu anderen Druckbereichen ein und warum?
1 bis 2. Wenn ich als gelernter Physiker eine glatte 1 vergeben würde, würde ich mir unseriös vorkommen, weil mir das zu absolut ist. Schließlich kann man nicht alles vorhersehen, insbesondere wenn es um die Zukunft und die noch unbekannten Trends und Strömungen geht.  Warum? Weil die Banane krumm ist, von Natur aus gut verpackt und trotzdem ein Chiquita Label bekommt.

Unsere Teilnehmer möchten die  Referenten auch gerne persönlich besser kennenlernen. Deshalb eine persönliche Frage: Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?
Fotografieren beim „Kurpfalzen“ = rund um Heidelberg die Natur, die Kultur und die Genüsse von dort erleben.

 

 

 

 

 

Okt 122017
 
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Mit dem Vortrag „Mehr Produktsicherheit durch perfekten Folieneinsatz“ wird Karsten Schröder von Innoform einige typische Fehlerbilder bei Folienverpackungen darstellen, Abhilfemaßnahmen vorschlagen und gelungene Verpackungen zeigen. Der Vortrag beleuchtet typische Fehler im Produktionsprozess, die zu Produktverderb führen können.

Im zweiten Teil werden gelungene Verpackungsbeispiele gezeigt, die zu einer reibungslosen Verarbeitung und optimalen Produktsicherheit führen. Der Fokus liegt auf Folienwissen und Tipps für den Praktiker. Wie es für Innoform mit seinen Impuls-Vorträgen üblich ist, setzt Karsten Schröder das Ganze noch in einen gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext.

Sollten Sie Interesse an dem Gesamtthema „Verpacken und Verpackungstechnik“ haben, sind Sie herzlich zu GEA Verpackungstechnik nach Wallau eingeladen.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier »
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Sep 282017
 
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Herr Dr. Wolfgang Jeschke (Dr. oec. publ., Dipl.-Kfm.) wurde in Landshut geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. An der Ludwig-Maximilians-Universität in München studierte er BWL. Im Anschluss an seine Promotion sammelte er Erfahrungen bei Bain & Company als Berater und bei BMW als Gruppenleiter. Seit 1998 ist er als Management Consultant und später auch als Geschäftsführer bei der GC Graphic Consult GmbH tätig.
Darüber hinaus engagiert er sich als Lehrbeauftragter an der Hochschule München, Druck- und Medientechnik.

Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?
Wir wollen gern einen Beitrag zu diesem interessanten Event leisten.

Sie referieren über „Erfolgskonzepte in einem enger werdenden Verpackungsdruckmarkt“. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?
Der Verpackungsmarkt verändert sich seit einiger Zeit deutlich. Dieses beeinflusst die Erfolgsrezepte der Verpackungsunternehmen. Es ist weiterhin möglich, erfolgreich zu sein – aber sicherlich mit neuen Rezepten.

Was sind für Sie die drei Grundpfeiler einer erfolgreichen Druckerei?
Exzellente Kundenbeziehungen
Schlanke effiziente Produktion
Aussagekräftige Steuerungsinstrumente

Von Haus aus sind Sie Betriebswissenschaftler. Was war Ihre berufliche Motivation, in die Druckindustrie einzusteigen?
Der Reiz, als selbststständiger Unternehmensberater tätig zu sein.

Konferenzen zum Thema Verpackungsdruck erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?
Der Markt verändert sich, neue Erfolgskonzepte sind erforderlich, Input dafür kann man sich auf Konferenzen holen.

Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für den Verpackungsdruck im Vergleich zu anderen Druckbereichen ein und warum?
1: Weil der Markt wächst (im Gegensatz zur Akzidenz). Verpackung wird immer gebraucht und kann nicht substituiert werden.

Unsere Teilnehmer möchten die Referenten auch gern persönlich besser kennenlernen. Deshalb eine persönliche Frage: Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?
Meine Familie und Sport.