Jan 032018
 

Schon zu Beginn des neuen Jahres sucht der Innoform Testservice in Oldenburg Verstärkung.

Für mehr Informationen klicken Sie auf: LaborantIn mit Erfahrung in der instrumentellen Analytik

Interessenten können sich direkt an Klaus.Behringer@innoform.de wenden.

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Jan 032018
 

Große Lebensmittelunternehmen und auch Handelsketten haben schon vor Jahren begonnen, Verpackungen zielgerichtet zu verwerten und zu vermeiden. Leider aber nicht alle und leider nicht auf breiter Front. Deshalb hat im Juli 2017 der Deutsche Bundestag das neue Verpackungsgesetz verabschiedet. Es wird schon im Januar 2019 in Kraft treten. Damit soll erreicht werden, dass mehr wertvolle Ressourcen geschont und einmal verwendete Rohstoffe wieder in den Produktionskreislauf zurückfließen – also Kreisläufe geschlossen werden.

Wichtige Hebel zur Erreichung der per Gesetz definierten Ziele sind die Vermeidung und anschließende Wiedergewinnung/-verwendung von Verpackungsabfällen.

Mit dem diesjährigen Inno-Meeting http://im.innoform.de möchten wir für die Flexpackindustrie sowie ihre Kunden und Lieferanten Anstöße und Lösungen liefern, wie aus der scheinbaren Last eine echte Chance entstehen kann. Es wird nach Einschätzung einiger Experten eine Art „New (Flex)packaging Economy“ entstehen können.

Eben solche Neuanfänge sind es, die Märkte neu sortieren und Firmen neu ausrichten könnten. Wir wollen dieses Thema auf breitere Füße stellen und mit unserem ersten Inno-Meeting zu diesem Schwerpunkt einen Beitrag leisten. Überzeugen Sie sich selbst von dem bunt gemischten und hochwertigen Sprechern: https://event.innoform-coaching.de/agenda.php?code=IM

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Lesen Sie dazu auch gern diesen ausführlicheren Artikel: http://ftp.pacoon.de/downloads/Pacoon_Neues_Verpackungsgesetz_Artikel_171206.pdf 

Nov 292017
 

Es ist wieder so weit: Das Meyer-Hentschel Instituts (Zürich | Saarbrücken) hat den SilverPack Award – Höfliche Verpackung 2018 ausgeschrieben.  Aus verschiedensten Gründen stehen Verpackungen immer wieder in der Kritik. Mit dem SilverPack Award will das Meyer-Henschel Institut als Berater der Konsumgüterindustrie und der Verpackungsbranche einen positiven Akzent setzen und zeigen, dass immer mehr Verpackungen die Auszeichnung „Höfliche Verpackung“ verdienen: Höflich zu Verbrauchern, höflich zur Umwelt und höflich zum Inhalt.

Seit 2008 findet der SilverPack Award von Jahr zu Jahr immer mehr Resonanz. Damit wird deutlich, dass der SilverPack Award auch die Industrie motiviert, noch mehr Anstrengungen in die Höflichkeit ihrer Verpackungen zu investieren.

Vorsitzender der SilverPack Jury ist Dr. Gundolf Meyer-Hentschel. Er ist ein gefragter Keynote-Speaker zum Thema Verpackungstrends.

Einsendeschluss ist am 30. Dezember 2017

Die Ausschreibungsbedingungen finden Sie hier.

 

 

 

Nov 292017
 

Jörg Schönwald referiert auf der 6. Europäische Standbeutel-Konferenz – ökonomisch und ökologisch am 11./12. September im Steigenberger Hotel Am Kanzleramt in Berlin über den Stand(boden)beutelmarkt in Europa und gibt eine Prognose über die Entwicklung bis zum Jahr 2025.

Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Studie von SCHÖNWALD CONSULTING „The Market for Stand-Up Pouches in Western, Central and Eastern Europe 2017 to 2020 – Consumption, Spouts, Sales and Outlook”. 2014 schätzte SCHÖNWALD CONSULTING, dass im Jahr 2018 in Europa knapp 45 Milliarden Standbodenbeutel verbraucht würden. Diese Marke wurde bereits 2017 erreicht und europaweit mit 45,7 Milliarden Szandbodenbeuteln sogar leicht überschritten. Bereits 2017 wurden europaweit 45,7 Milliarden Standbodenbeutel verbraucht und damit knapp 1 Milliarde mehr als prognostiziert. Insgesamt hat der Standbodenbeutel in Europa seit Beginn seines Siegeszuges Mitte der 90er Jahre eine Steigerung um das 17fache erfahren.

Der Verbrauch von Standbodenbeuteln in Europa von 1996 bis 2017 in Millionen Stück

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In die Untersuchung eingeschlossen sind elf Länder und Ländergruppen. Mit Österreich und der Schweiz, den Benelux-Staaten, Frankreich, Deutschland, Irland und dem Vereinigten Königreich, Italien, Polen, Portugal und Spanien, Russland und der Ukraine, den Skandinavischen Ländern sowie den übrigen Europäischen Ländern umfasst die Marktuntersuchung den gesamten europäischen Raum mit 742 Millionen Verbrauchern.

Neun Marktsegmente liegen der Studie zugrunde. Neben Lebensmittel sterilisiert und nicht sterilisiert sind das Heimtiernahrung sterilisiert und nicht sterilisiert, Getränke und Non-Food. Zusätzlich wurden die Bereiche Lebensmittel nicht sterilisiert, Getränke und Non-Food unterteilt, und der Verbrauch in diesen Rubriken mit und ohne Einschweißteile ermittelt. Grund für diese Differenzierung ist die zunehmende Erwartungshaltung der Verbraucher an Convenience und einfacher Handhabung der Produkte. Sie führt zu einer steigenden Nachfrage nach wiederverschließbaren Standbodenbeuteln, deren Entwicklung SCHÖNWALD CONSULTING auf diese Weise abbildet.

Der Verbrauch von Standbodenbeuteln aller Länder und Ländergruppen wird pro Marktsegment für 2017 und als Vorausschau für 2020 angegeben.

Da Standbodenbeutel vorgefertigt oder von der Rolle hergestellt und abgefüllt werden, wird der prozentuale Anteil beider Beutelvarianten pro Marktsegment dargestellt und zeigt die unterschiedliche Verteilung von Segment zu Segment.

Umsatzzahlen für Standbodenbeutel in Europa, aufgelistet nach den oben genannten neun Marktsegmenten, sind ebenfalls Bestandteil der Untersuchung. Die Zahlen werden in Millionen Euro für 2017 und 2020 angegeben. SCHÖNWALD CONSULTING erwartet in diesem Zeitraum eine Umsatzsteigerung von 15 %.

Kaum eine andere Verpackungsart bietet eine umfangreichere Auswahl an Materialkombinationen, Größen und Formen. Die Menge der Folienverbunde, die für die Herstellung der Standbodenbeutel benötigt wird, ist gleichfalls Teil der Studie und wird in Quadratmetern angegeben. Bis 2020 wird eine Bedarfssteigerung von 10 % erwartet.

190 Tabellen und Grafiken veranschaulichen die Ergebnisse der 186 Seiten umfassenden Studie, die in englischer Sprache erschienen ist.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

am 11./12. September 2017

Nov 292017
 

Hermann Onusseit wurde 1951 in Paderborn geboren. Er studierte Maschinenbau mit der Fachrichtung Kunststoffverarbeitung. Nach dem sich anschließenden Chemiestudium promovierte er im Bereich der physikalischen Chemie (beides an der Universität Paderborn). Von 1984 bis 2012 war er bei der Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf auf dem Gebiet der Papier- und Verpackungsklebstoffe tätig. Er war ab 1989 Leiter der Produktentwicklung und des technischen Service für Papier- und Verpackungsklebstoffe und ab 1999 auch im Bereich „Technologie Entwicklung“ für Industrieklebstoffe tätig. Von 2003 bis 2012 war er im Unternehmensbereich „Adhesive Technologies“ in der Forschung u. a. für die Umsetzung der REACH Gesetzgebung zuständig. 25 Jahre war er Mitglied bzw. Vorsitzender der „Technischen Kommission für Papier- und Verpackungsklebstoffe“ des Industrieverbandes Klebstoffe sowie Mitglied und Vorsitzender des „Technisches Ausschusses“, des European Technical Boards des Europäischen Klebstoffverbandes (FEICA) und Mitglied der FEICA Arbeitsgruppe „Paper and Packaging Adhesives“. Außerdem war er Obmann der IVLV-Arbeitsgruppe „Qualität & Sicherheit verpackter Lebensmittel“. Seit 2012 ist er als selbstständiger Berater tätig.

Besonders gern beschäftigt er sich mit wissenschaftlichen und anwendungstechnischen Fragestellungen der Klebtechnik und Klebstoffe in Lebensmittel-Bedarfsgegenständen und Recyclingprozessen, Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit sowie dem Einfluss der Europäischen Chemikalienverordnung auf die Klebstoffindustrie und deren Kunden.

Das Inno-Meeting gilt mittlerweile als deutschsprachiger Branchentreff für Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich persönlich von einem Beitrag zu dieser Veranstaltung?
Mehr Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit.

Ihr Vortragstitel lautet: „Was bedeutet nachhaltige Verpackung eigentlich?“
Was wird Ihre Kernaussage sein und wo sehen Sie für den Zuhörer in erster Linie den Nutzen?
Verpackungen verbessern im Prinzip die Nachhaltigkeit von Konsum, solange sie sich auf die primäre Aufgabe von Verpackungen beschränken: Dem Schutz der Füllgüter. Alles Weitere ist im Licht der Nachhaltigkeit ungünstig. Hier gibt es viel zu tun!

Nachhaltigkeit ist eines Ihrer Lieblingsthemen. Wie leben Sie Nachhaltigkeit privat?  Was raten Sie den Firmenlenkern der Flexpack-Industrie?
Ich versuche, bewusst zu konsumieren. Dabei ist mir natürlich klar, dass unser Lebensstil einen für die Welt nachhaltigen Konsum nicht möglich macht.  Dass Nachhaltigkeit der gleiche Stellenwert wie dem wirtschaftlichen Erfolg eingeräumt wird!

Wo sehen Sie die Ansätze für eine strikte Vermeidung von Verpackungsabfällen bezogen auf Folie?
Dort, wo Folien nicht mehr dem Schutz, sondern anderen Aufgaben dienen.

Welcher Bereich sollte dringend vom Gesetzgeber geregelt werden, um die Verpackungsindustrie stärker zu motivieren, Kreislaufwirtschaft zu betreiben?
Design for Recycling, zum Beispiel durch eine entsprechende Öko-Direktive!

Achten Sie auf eine rezyclierbare Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? Was raten Sie als Fachmann den Konsumenten und ihren direkten Kunden?
Soweit es geht, ja! Verpackungen nach ihrem Sinn, und nicht nach ihrer Schönheit zu kaufen.

Alle Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette (Verpackungshersteller, Abfüller/Abpacker, Handel, Recycler) müssen Anstrengungen zur stofflichen Wiederverwertung möglichst aller Verpackungsrohstoffe unternehmen. Wo fängt da die Kommunikation an?
Die gesamte Kette muss interagieren. Die in den Verkehrbringer von Waren müssen jedoch die Ziele vorgeben, da sie die Waren in den Markt bringen.

Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außer Ihrem Beruf?
Familie, Naturwissenschaft, Musik, Sport.

Nov 142017
 

Prof. Dr.-Ing. H-J. Endres hat an der Ruhr-Universität Bochum Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Werkstofftechnik studiert.
Nach seinem Studium war er zunächst ca. 10 Jahre in der Industrie im Bereich der Kunststoffentwicklung tätig. In dieser Zeit hat er auch berufsbegleitend im Bereich thermoplastischer Biopolymerwerkstoffe promoviert.
Seit 1999 ist er Professor an der Hochschule Hannover. Dort leitet er das von ihm aufgebaute IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe. Seit 2012 leitet er zudem das neu aufgebaute Fraunhofer Anwendungszentrum HOFZET für Holzfaser- und Verbundwerkstoffforschung. Neben zahlreichen Veröffentlichungen im Bereich der Biopolymere hat er 2011 beim Carl Hanser Verlag das Fachbuch „Engineering Biopolymers“ publiziert.
Für seine langjährigen und richtungsweisenden Tätigkeiten im Bereich der Biowerkstoffe wurde er mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.

Das Inno-Meeting gilt mittlerweile als deutschsprachiger Branchentreff für Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich persönlich von einem Beitrag zu dieser Veranstaltung?
– Treffen alter „Inno-Bekannter“
– Teilnahme an einer „innotypischen“, lebendigen Veranstaltung
– Beitrag zur Versachlichung der Diskussionen

Ihr Vortragstitel lautet: „Biokunststoffe als Teillösung zur Marine Littering Problematik“
Was wird Ihre Kernaussage sein und wo sehen Sie für den Zuhörer in erster Linie den Nutzen?

– Sinnvolle und weniger sinnvolle Lösungsansätze zur Marine Littering Problematik
– Was bedeutet marine Abbaubarkeit, Untersuchungsmethoden, Zertifizierung
– Marin abbaubare Kunststoffe können nicht das globale Problem des Marine Littering lösen, sie bieten jedoch in verschiedenen Anwendungen interessante        Optionen zu Teillösungen

Welche Rolle steht den Biokunststoffen offen, um Verpackungen im Kreis zu führen und nachhaltiger zu gestalten?
Auch Biokunststoffe sollten recycelt werden. Trotz manchmal sinnvoller Einzellösungen (z. B. Großevents) sollten sich Biokunststoffe in die bestehende Abfalllogistiksysteme integrieren (lassen).

Wo sehen Sie die Ansätze für eine strikte Vermeidung von Verpackungsabfällen bezogen auf Folie?
Design for Recycling, Abwägung zwischen optimalen Verarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften auf der einen Seite und Entsorgungseigenschaften auf der anderen Seite.

Welcher Bereich sollte dringend vom Gesetzgeber geregelt werden, um die Verpackungsindustrie stärker zu motivieren, Kreislaufwirtschaft zu betreiben?
– Novellierung der Verpackungsverordnung und Anhebung der Recyclingquoten (schon mit dem neuen Verpackungsgesetz geschehen)
– Förderpolitische Gleichbehandlung von stofflicher und energetischer Nutzung von petrochemischen und nachwachsenden Rohstoffen

Achten Sie auf eine rezyclierbare Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? Was raten Sie als Fachmann dem Konsumenten und Ihren direkten Kunden?
Das Thema muss m. E. von Seiten der Kunststoffindustrie, Verwerter, Verpackungshersteller, Brand Owner und von Seiten des Handels (oder alternativ von gesetzlicher Seite) und nicht von Verbraucherseite getrieben werden.

Alle Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette (Verpackungshersteller, Abfüller/Abpacker, Handel, Recycler) müssen Anstrengungen zur stofflichen Wiederverwertung möglichst aller Verpackungsrohstoffe unternehmen. Wo fängt da die Kommunikation an?
Entlang  der gesamten technischen Wertschöpfungskette. Zusätzlich aber auch außerhalb der direkt Beteiligten, angefangen bei den Verbänden über die NGO’s bis hin zu den derzeitigen (Politik, Industrie) sowie den zukünftigen Entscheidungsträgern (Schüler, Studenten).

Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außer Ihrem Beruf?
Meine Hobbys und meine Familie.

Okt 312017
 
  1. Das Inno-Meeting gilt mittlerweile als deutschsprachiger Branchentreff für Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich persönlich von einem Beitrag zu dieser Veranstaltung?

Ich bin davon überzeugt, dass wir hier in Osnabrück den Branchentreff haben – doch inzwischen erweitert sich der Kreis der Teilnehmer auf viele Bereiche der Kunststoffverpackung = vom Zulieferanten über den Packmittelhersteller zum Brand-Owner/Abpacker und Handelspartner.

Die inzwischen zur Packmittelentwicklung gehörenden Anforderungen – wie Circular Economy, das neue Verpackungsgesetz bis hin zu Cradle to Cradle –

möchte ich gern mit voranbringen – bevor „die Politik“ sagt, was wir zu tun haben! (die Automobilindustrie ist hier kein gutes Beispiel)

  1. Ihr Vortragstitel lautet: „Funktionelle Barrieren für Recyclingwerkstoffe in Lebensmittelverpackungen“
    Was wird Ihre Kernaussage sein, und wo sehen Sie für den Zuhörer in erster Linie den Nutzen?

Die Anforderungen aus dem Verpackungsgesetz – § 16 – (ab 1.1.2019) geben klare Aufgaben an die Kunststoffpackmittelhersteller: „Kunststoffe sind zu mind. 90 Massenprozent einer Verwertung zuzuführen.Dabei sind mind. 65% und ab 1.1.2022 – 70% dieser Verwertungsquote durch werkstoffliche Verwertung sicher zu stellen.“

= Hier zeige ich Lösungen auf, um dieses Anforderungen zu erreichen.

  1. Sie haben eines der längsten und erfülltesten Berufsleben aller Referenten. Wie ordnen Sie das Thema Kreislaufwirtschaft im Kontext ähnlicher Trends – Conveneince, Verbundfolien und natürlich Barrierefolien – der letzten 40 Jahre in der Verpackungswelt ein?

Die Weltbevölkerung nimmt von ca. 7 auf ca. 9 Mrd. in absehbarer Zeit zu. Ein immer größerer Anteil möchte „so leben wie wir…“.

Die Ressourcen hat der Globus nicht, also müssen wir umdenken zu Circular Economy und weiter zu Cradle to Cradle!

Somit sind alle Verpackungsentwicklungen diesen Zielen unterzuordnen! = Das bedeutet für viele Packmittelproduzenten und Brand-Owner/Abpacker :

“Was heute noch gilt – ist wohl morgen nicht mehr akzeptiert“.

  1. Wo sehen Sie die Ansätze für eine strikte Vermeidung von Verpackungsabfällen bezogen auf Folie?

Ich bin davon überzeugt, dass es ein „Zurück“ nicht gibt – doch ein „Umbau“ des Kunststoffverpackungsmarktes kommt und hoffentlich (!), bevor „man“ verordnet,  wie es zu gehen hat!

  1. Welcher Bereich sollte dringend vom Gesetzgeber geregelt werden, um die Verpackungsindustrie stärker zu motivieren, Kreislaufwirtschaft zu betreiben?

Das Verpackungsgesetz vom 12. Juli 2017 – gültig ab 1.1.2019 –  ist der erste Schritt, und wir sollten die Wirkung begleiten, um dann Verbesserungen/Veränderungen einzufordern.

Die „Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister“ ist schon jetzt aktiv und wird schon in 2018 die Zahlen einfordern, um sie 2019 präsentieren zu können!

Die Entsorger haben die Aufgabe: siehe Verp.Gesetz § 21:

(1) Systeme sind verpflichtet, im Rahmen der Bemessung der Beteiligungsentgelte Anreize zu schaffen, um bei der Herstellung von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen:

  1. die Verwendung von Materialien und Materialkombinationen zu fördern, die unter Berücksichtigung der Praxis der Sortierung und Verwertung zu einem möglichst hohen Prozentsatz recycelt werden können und
  2. die Verwendung von Recyclaten sowie von nachwachsenden Rohstoffen zu fördern.

„Um zukünftig noch bessere Verwertungsergebnisse zu erzielen, ist aber auch schon bei der Produktion von Verpackungen auf ein möglichst recyclingfreudiges Design zu achten!“

Jetzt keine weitere Gesetzgebung, sondern aktiv die vorgegebene Richtung mit gestalten!

  1. Achten Sie auf eine rezyclierbare Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? Was raten Sie als Fachmann dem Konsumenten und Ihren direkten Kunden?

Zur Zeit sind meines Wissens nach bisher „nur“ PET-Flaschen im Cradle to Cradle-Einsatz, und „sehen“ können wir das nicht.

Im Bekannten- und Freundeskreis gebe ich schon „Empfehlungen“ – doch das ist weniger „als der Tropfen auf den heißen Stein“… Den Kunden und Bedarfsträgern gebe ich die Möglichkeit, recycelfähige Verpackungen zu gestalten und in Einsatz zu bringen.

  1. Alle Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette (Verpackungshersteller, Abfüller/Abpacker, Handel, Recycler) müssen Anstrengungen zur stofflichen Wiederverwertung möglichst aller Verpackungsrohstoffe unternehmen. Wo fängt da die Kommunikation an?

= Vor dem Verpackungshersteller sind auch jeweils die Rohstofflieferanten: Granulat, Kaschierkleber, Druckfarben mit einzubinden!

= Die Kommunikation ist im Verp.-Gesetz vorgegeben: „Die Systeme sind verpflichtet, die privaten Endverbraucher in angemessenem Umfang über Sinn und Zweck der getrennten Sammlung von Verpackungsabfällen, die hierzu eingerichteten Sammelsysteme und die erzielten Verwertungsergebnisse zu informieren.

… es sind die kommunalen Abfallberatungen und Verbraucherschutzorganisationen zu beteiligen!

= hier möchte ich den Handel bitten: 

„Nehmen Sie Ihre Kunden an die Hand“ und etablieren mit Ihnen gemeinsam das Bewusstsein zu: Verpackung – Recycling – Wertstoff!

  1. Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außer Ihrem Beruf?

„Beruf – Berufung = Hobby: Es ist ein Geschenk, nicht mehr arbeiten zu müssen, sondern zu dürfen – sich neuen Herausforderungen stellen!

u n d 2 Enkelkinder  mit allen Problemen/Problemchen aufwachsen sehen, was man beim eigenen Sohn nicht so erlebt hat …

 

Zum Autor:

Helmut Spaeter (Dipl.-Ing.) studierte Schiffsbetriebstechnik in Hamburg.
Über die Aluminiumverpackung (Alusingen GmbH), Aerosoldosen und Tuben 1979 zur flexiblen Verpackung bei Wolff – Walsrode AG (heute Wipak – Walsrode) – Leitung Verkaufsbüro: Süddeutschland, Österreich, Schweiz.

Ab 1985 – selbstständiger Handelsvertreter, vorrangig für EK-Pack, Kempten. Aufbau 5-Schicht-Coextrusion mit EVOH und die Vermarktung im Bereich Barrierefolien/Laminate für Food- und Nonfood-Verpackungen. Von 1993 – 1996 Alleingeschäftsführer der Firma EK-Pack, Kempten.

Seit 1996 tätig für Alusuisse – Lawson-Mardon-Neher AG/Alcan in CH (heute Amcor Flexibles).
Auf- und Ausbau des Bereichs Ceramis® bei Alcan Packaging Kreuzlingen AG. Kreation und Realisierung von Ceramis®-Anwendungen mit namhaften Bedarfsträgern im Bereich flexible Filme für Abpacker und Converter.

Gründungspartner der InnoNETpartners: http://www.innonet-partners.eu.

Geschäftsführender Gesellschafter der Cavonic GmbH: 2010 bis 2015.

In 2015 Gründung der BARRIOPAC®

Okt 122017
 

Mit dem Vortrag „Mehr Produktsicherheit durch perfekten Folieneinsatz“ wird Karsten Schröder von Innoform einige typische Fehlerbilder bei Folienverpackungen darstellen, Abhilfemaßnahmen vorschlagen und gelungene Verpackungen zeigen. Der Vortrag beleuchtet typische Fehler im Produktionsprozess, die zu Produktverderb führen können.

Im zweiten Teil werden gelungene Verpackungsbeispiele gezeigt, die zu einer reibungslosen Verarbeitung und optimalen Produktsicherheit führen. Der Fokus liegt auf Folienwissen und Tipps für den Praktiker. Wie es für Innoform mit seinen Impuls-Vorträgen üblich ist, setzt Karsten Schröder das Ganze noch in einen gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext.

Sollten Sie Interesse an dem Gesamtthema „Verpacken und Verpackungstechnik“ haben, sind Sie herzlich zu GEA Verpackungstechnik nach Wallau eingeladen.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier »
Jetzt online anmelden! »
Oder per Fax/E-Mail mit diesem Formular anmelden »

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Aug 142017
 

Heike Schwertke hat eine Checkliste zur Erstellung von Konformitätsarbeit zur Verfügung gestellt. Hier finden Sie den Link zum Download. Die vollständige Beschreibung lautet: Checkliste für die Erstellung und Bewertung von Konformitätserklärungen von Zwischenmaterialien aus Kunststoff und fertigen Materialien und Gegenständen.

Aug 072017
 

Wir haben gefragt und Sie haben geantwortet: Mit überraschender Mehrheit haben Sie für ein europäisches Inno-Meeting abgestimmt. Noch ist die Beteiligung an der Umfrage nicht repräsentativ,  doch der Trend ist klar. Es soll und wird kommen.

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Auch der Name steht fest: Inno-Meeting Europe. Und der Name ist Programm! Wir werden exakt das deutschsprachige Erfolgskonzept in englischer Sprache in Berlin anbieten.

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Die Mehrheit hat sich für einen Termin im September bzw. November entschieden, was wir im kommenden Jahr nicht mehr realisieren können. Deshalb werden wir im September 2018 die 6. Europäische Standbeutel-Tagung in Berlin durchführen und erst 2019 mit dem Inno-Meeting Europe starten. Die genauen Termine geben wir rechtzeitig auf unserer Webseite und in unserem Newsletter bekannt. Und – das deutschsprachige Inno-Meeting bleibt.

Wir freuen uns, wenn auch Sie Ihre Stimme noch abgeben möchten.  Das dürfen Sie hier gern tun: https://de.surveymonkey.com/r/Q5KXRKN