Nov 292017
 
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Hermann Onusseit wurde 1951 in Paderborn geboren. Er studierte Maschinenbau mit der Fachrichtung Kunststoffverarbeitung. Nach dem sich anschließenden Chemiestudium promovierte er im Bereich der physikalischen Chemie (beides an der Universität Paderborn). Von 1984 bis 2012 war er bei der Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf auf dem Gebiet der Papier- und Verpackungsklebstoffe tätig. Er war ab 1989 Leiter der Produktentwicklung und des technischen Service für Papier- und Verpackungsklebstoffe und ab 1999 auch im Bereich „Technologie Entwicklung“ für Industrieklebstoffe tätig. Von 2003 bis 2012 war er im Unternehmensbereich „Adhesive Technologies“ in der Forschung u. a. für die Umsetzung der REACH Gesetzgebung zuständig. 25 Jahre war er Mitglied bzw. Vorsitzender der „Technischen Kommission für Papier- und Verpackungsklebstoffe“ des Industrieverbandes Klebstoffe sowie Mitglied und Vorsitzender des „Technisches Ausschusses“, des European Technical Boards des Europäischen Klebstoffverbandes (FEICA) und Mitglied der FEICA Arbeitsgruppe „Paper and Packaging Adhesives“. Außerdem war er Obmann der IVLV-Arbeitsgruppe „Qualität & Sicherheit verpackter Lebensmittel“. Seit 2012 ist er als selbstständiger Berater tätig.

Besonders gern beschäftigt er sich mit wissenschaftlichen und anwendungstechnischen Fragestellungen der Klebtechnik und Klebstoffe in Lebensmittel-Bedarfsgegenständen und Recyclingprozessen, Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit sowie dem Einfluss der Europäischen Chemikalienverordnung auf die Klebstoffindustrie und deren Kunden.

Das Inno-Meeting gilt mittlerweile als deutschsprachiger Branchentreff für Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich persönlich von einem Beitrag zu dieser Veranstaltung?
Mehr Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit.

Ihr Vortragstitel lautet: „Was bedeutet nachhaltige Verpackung eigentlich?“
Was wird Ihre Kernaussage sein und wo sehen Sie für den Zuhörer in erster Linie den Nutzen?
Verpackungen verbessern im Prinzip die Nachhaltigkeit von Konsum, solange sie sich auf die primäre Aufgabe von Verpackungen beschränken: Dem Schutz der Füllgüter. Alles Weitere ist im Licht der Nachhaltigkeit ungünstig. Hier gibt es viel zu tun!

Nachhaltigkeit ist eines Ihrer Lieblingsthemen. Wie leben Sie Nachhaltigkeit privat?  Was raten Sie den Firmenlenkern der Flexpack-Industrie?
Ich versuche, bewusst zu konsumieren. Dabei ist mir natürlich klar, dass unser Lebensstil einen für die Welt nachhaltigen Konsum nicht möglich macht.  Dass Nachhaltigkeit der gleiche Stellenwert wie dem wirtschaftlichen Erfolg eingeräumt wird!

Wo sehen Sie die Ansätze für eine strikte Vermeidung von Verpackungsabfällen bezogen auf Folie?
Dort, wo Folien nicht mehr dem Schutz, sondern anderen Aufgaben dienen.

Welcher Bereich sollte dringend vom Gesetzgeber geregelt werden, um die Verpackungsindustrie stärker zu motivieren, Kreislaufwirtschaft zu betreiben?
Design for Recycling, zum Beispiel durch eine entsprechende Öko-Direktive!

Achten Sie auf eine rezyclierbare Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? Was raten Sie als Fachmann den Konsumenten und ihren direkten Kunden?
Soweit es geht, ja! Verpackungen nach ihrem Sinn, und nicht nach ihrer Schönheit zu kaufen.

Alle Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette (Verpackungshersteller, Abfüller/Abpacker, Handel, Recycler) müssen Anstrengungen zur stofflichen Wiederverwertung möglichst aller Verpackungsrohstoffe unternehmen. Wo fängt da die Kommunikation an?
Die gesamte Kette muss interagieren. Die in den Verkehrbringer von Waren müssen jedoch die Ziele vorgeben, da sie die Waren in den Markt bringen.

Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außer Ihrem Beruf?
Familie, Naturwissenschaft, Musik, Sport.

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