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Jürgen Gröninger über Multilayer-Folien zur verbesserten elektrischen Ableitfähigkeit

Jürgen Gröninger studierte Feinwerktechnik an der FH in Wilhelmshaven. 1992 begann er seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule Münster. Sein Dienstort ist Steinfurt. Neben studentischen Aufgaben kümmert er sich seit vielen Jahren leitend und verantwortlich für die Durchführung von diversen praxisnahen Forschungsprojekten mit verschiedenen Kooperationspartnern im Bereich der Laseranwendungstechnik. Darüber hinaus nimmt er Aufgaben im Bereich der Selbstverwaltung als Senatsmitglied innerhalb der FH Münster wahr. Gemeinsam mit Herrn Siegfried Hartmann referiert er am 13. April 2018 auf den 5. PE- und PP-Folientagen über Multilayer-Folien zur verbesserten elektrischen Ableitfähigkeit.

Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Die Innoform-Veranstaltung bietet ein ausgezeichnetes Auditorium, um neue innovative Verfahren zu präsentieren. Zudem freue ich mich auf den Austausch mit ausgewiesenen Fachleuten.

Multilayer ist der Themenschwerpunkt, den das SKZ und Innoform gelegt haben. Was wird Ihre Kernaussage dazu im Rahmen der Tagung sein?

Unsere Kernaussage wird die Vorstellung eines neuartigen Verfahrens sein, um Multilayer ableitfähig zu machen. Die damit verbundenen Vorteile sollen dabei in den Blick genommen werden.

Sie referieren über „Multilayer-Folien zur verbesserten elektrischen Ableitfähigkeit“. Warum braucht man im Verpackungsbereich überhaupt eine elektrische Leitfähigkeit und welche Trends zeichnen sich ab?

Die elektrische Leitfähigkeit von Multilayer-Folien ist absolut notwendig, um Sicherheitsstandards nach DIN für Schüttgutbehälter zu erfüllen. Mit dem neuartigen Verfahren kann ein Beitrag zur wesentlich verbesserten Ableitfähigkeit von Multilayer-Folien erreicht werden.

Wo sehen Sie für Folienhersteller und -Verwender besonderes Innovationspotenzial?

Mit dem Laserverfahren ist es möglich, neuartige Multilayer-Folien ableitfähig zu machen, die wesentlich höher beansprucht werden können  und über wesentlich bessere physikalische Eigenschaften verfügen.   

Wie lassen sich Multilayer und Kreislaufwirtschaft für Ihren Einflussbereich miteinander vereinbaren?

Siehe Antwort Co-Referent Siegfried Hartmann/Fa EMPAC.

Innoform bietet technisch orientierte Tagungen an. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, Hersteller und Verwerter. Was erwarten Sie persönlich von der Zuhörerschaft?

Im Rahmen von Gesprächen mit Fachleuten hoffe ich auf neue Impulse und möglicherweise erweiterte Ansätze für das neue Laserverfahren. Zudem hoffe ich auf eine vielseitige Bewertung und Einschätzung  des Verfahrens.

Konferenzen zum Thema „Kunststoffe in der Verpackung“ erfreuen sich größerer Beliebtheit. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses große Interesse an Wissen und auch Kontakten trotz häufig negativer Berichterstattung in den öffentlichen Medien?

Die gute Resonanz der Teilnahme an der Veranstaltung Multilayer zeigt, dass es einerseits  ein großes Interesse an neuen Entwicklungen  im Verpackungsbereich gibt. Und andererseits besteht ein weiteres Interesse daran, über einen individuellen Austausch mit Fachleuten an nützliche Informationen zu kommen. Nicht zu unterschätzen sind die Kontakte, die für Neuentwicklungen und Bewertungen genutzt werden können.

Welchen Einfluss haben Ihrer Meinung nach der gesellschaftliche Druck sowie rechtliche Vorgaben und Kundenanforderungen auf die Innovation in der Herstellung von Multilayer-Folien?

Laut meiner Einschätzung führt das neue Verfahren zu verbesserten Produkten. Wünschenswert wäre deshalb eine unmittelbare Akzeptanz des Verfahrens sowohl bei Anwendern als auch bei Institutionen, die sich mit unabhängigen Verfahrensbewertungen beschäftigen.

Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für Mehrschichtfolien im Vergleich zu anderen Folienarten ein und warum?

Meine persönliche Bewertung ist sehr gut, weil ich mich im Rahmen unserer Forschungsarbeiten mit alternativen Herstellungsverfahren auseinandergesetzt und von daher erkannt habe, dass viele Vorteile mit dem neuen Fertigungsprozess verbunden sind.

Unsere Teilnehmer möchten die Referenten auch gern persönlich besser kennenlernen. Deshalb eine persönliche Frage: Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?

Neben meinen beruflichen Aufgaben leiste ich in unterschiedlichen Bereichen ehrenamtliche Arbeit und hoffe, dass ich die Welt in meinem Umfeld ein wenig besser machen kann.