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Uwe Sockel über Kennzeichnungspflichten ohne Verpackung

Das Inno-Meeting gilt mittlerweile als deutschsprachiger Branchentreff für Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich persönlich von einem Beitrag zu dieser Veranstaltung?

Kontakte und interessante Gespräche rund um die flexible Verpackung. Außerdem glaube ich, dass mein Thema für die Teilnehmer interessante Informationen enthält.

Woran denken Sie bei unserem diesjährigen Fokus Neustart?

Ich hoffe, dass das Meeting wieder den hohen Stellenwert bekommt wie in der Vergangenheit. Ich hoffe, dass dieses Meeting zu dem Branchentreff und festem Termin wird, den die Verpackungsbranche benötigt. Wichtig ist, Anbieter, Hersteller und Anwender wieder zusammen zu bringen.

Ihr Thema lautet „Kennzeichnungspflichten erfüllen ohne Verpackung – geht das?“ Was wird Ihre Kernaussage sein und wo sehen Sie für den Zuhörer in erster Linie den Nutzen?

Die Frage ist ein wenig provokant gestellt. Ich möchte deutlich machen, dass dies nur in sehr begrenztem Umfang möglich ist! Die Direktbedruckung von einigen Lebensmitteln ist möglich, aber eben nur unter bestimmten Umständen. Für alles andere benötigen wir intelligente und innovative Lösungen. Nicht nur bei der Verpackung, sondern eben auch bei den eingesetzten Kodiersystemen. Dazu möchte ich einen kleinen Überblick geben, was heute möglich ist.

Viele Jahre sind Sie als Kommunikationsberater tätig, und jetzt halten Sie einen Vortrag über die Erfüllung von Kennzeichnungspflichten ohne Verpackung. Woher kommt der fachliche Ausflug, oder sagen wir Rückfall?  Und vor allem – wie passt das zum Branchentreffen der Verpackungsindustrie?

Das passt ausgezeichnet! Da ich auch als Berater immer sehr stark im Umfeld der Verpackungsindustrie unterwegs war und bin. Rückfall oder alte Liebe, beides stimmt. Ich habe auch als Berater sehr intensiv in der Kodierbranche gearbeitet und viele langjährige Kontakte. Ich habe mich zum Ende meiner Berufslaufbahn entschlossen, noch einmal die Herausforderung anzunehmen als Repräsentant und Berater bei der Firma MFG Service zu arbeiten und parallel weiter Kommunikations- und Vertriebs-Seminare durchzuführen.

Welche Konsequenzen kann ein Zurückdrängen oder sogar Verbot von bestimmten Verpackungen für die breite Masse und sogar für unsere Industrie haben?

Ich sehe hier aktuell Chancen und Möglichkeiten. Ich glaube, dass die Verpackungsindustrie viele Innovationen und Möglichkeiten besitzt. Verbot bestimmter Verpackungen bedeutet ja nicht generell keine Verpackung. Das wird in vielen Fällen gar nicht möglich sein. Also muss die Industrie nach Alternativen suchen, von denen einige schon da sind und vielleicht gerade durch Verbote eine Chance erhalten. Das ist auch ein Ansatz meines Vortrages: Der Verbraucher hat das Recht und WILL über seine Lebensmittel informiert werden! Diese Informationen benötigen einen Träger und das wird absehbar die Verpackung sein.

Wie schätzen Sie persönlich die Zukunft von Kunststoffverpackungen ein? Muss das Rad zurückgedreht werden? Arbeiten Sie an alternativen Systemen?

Siehe Punkt 5. Wir arbeiten daran, für alternative Verpackungen optimale Kodiersysteme zu entwickeln.

Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außer Ihrem Beruf sonst noch?

Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten und meine Ideen zu vermitteln. Daneben habe ich 3 weitere Leidenschaften: 1. Frau und Hund; 2. Motorrad ; 3. Mein Fußballverein

 

Uwe Sockel ist seit vielen Jahren als Vertriebsberater, Interims-Manager sowie als INtem-Trainer und Coach für verhaltensorientierte Verkaufs- und Managementtrainings selbstständig. Als ISO 9000ff zertifizierter INtem-Verkaufstrainer und Berater verfügt er über 25 Jahre Vertriebs- und Führungserfahrung. Nach seiner Ausbildung zum Fach-Kaufmann für Organisation war er lange Jahre als Vertriebsleiter und Führungskraft in der Investitionsgüter-Industrie erfolgreich tätig.
Er verfügt über eine umfangreiche verkäuferische Ausbildung und Erfahrung als Fachreferent, Schwerpunkt Verpackungsindustrie.
Uwe Sockel war von 1986 bis 2003 als Vertriebsleiter/GF in der Kodierbranche tätig und ist seit 2018 Repräsentant der Fa. MFG Service Kennzeichnungstechnik .