Sep 182017
 
Rommel_Christian_1_Blog

Christian Rommel wurde 1965 in Verl, Ostwestfalen, geboren und studierte nach seiner Ausbildung zum Druckformhersteller Verpackungstechnik in Stuttgart, Tokyo und West-China. 1994 schloss er das Studium ab und war bis 1997 am Print-Projektmanagment in Süostasien und an einem Fabrikaufbau in China beteiligt. 1998 wanderte er nach Hongkong aus und gründete die ROX Asia Consultancy Ltd., eine Design- und Produktionsagentur und Unternehmensberatung für Druck und Verpackung.

Christian Rommel ist Organisator von 18 internationalen Ausstellungen für asiatisches Verpackungsdesign und ein gefragter Key Note Speaker auf internationalen Kongressen und Symposien (Thema Innovation, Design, Marke, Verpackung und Neue Medien). Mehr als 120 Publikationen sind in mehr als 20 internatinalen Fachzeitschriften veröffentlicht worden. Außerdem ist er als Autor, Co-Autor und Verleger für fünfzehn Fach-, Sach- und Lehrbücher tätig.

Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Die Innoform-Veranstaltungen sind sehr professionell organisiert und prominent besetzt. Die Qualität der Vorträge ist hoch und die Themen immer aktuell. Berichterstattung im Vorfeld samt Live-Interviews während der Events sind vorbildlich. Die räumliche Nähe zum Standort Osnabrück ist für mich zudem von großem Vorteil. Dadurch lernt man auch Teilnehmer und Referenten aus der Region kennen, die man vorher nicht auf dem Radar hatte. In der Masse der Fachveranstaltungen liegt Innoform klar im oberen Drittel.

Ihr Thema gehört zu einer Reihe verschiedener Blickwinkel auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat:  Veredelung. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Themenkomplex?

Veredelung ist mehr als nur die Applikation von zusätzlichen Farben, Lacken, Folien oder Prägungen. Es geht um Multisensorik. Wie können wir möglichst viele Sinne des Verbrauchers ansprechen, um eine Verbindung zwischen ihm und dem Produkt herzustellen. Die gedruckte Elektronik in und auf Verpackungen bietet hier ungeahnte Möglichkeiten. Wir stehen erst am Anfang einer ganz neuen Generation von intelligenten Verpackungen. Mein Interesse gilt der kritischen Auslotung aller Möglichkeiten und Grenzen neuester Technologien, die die Qualität der Verpackung insgesamt voranbringt.

Sie referieren über eine Weltpremiere: „OLED-Technologie im Verpackungsmarkt“. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?

Mich begeistert immer der Blick über den Tellerrand. Was können wir von anderen Ländern und Kulturen lernen? Seit zwanzig Jahren beschäftige ich mich intensiv mit dem chinesischen Markt und den fantastischen Chancen, die sich dort bieten. Mit gewisser Sorge konstatiert man jedoch auch die zunehmende Abhängigkeit vom Reich der Mitte als Werkbank der Welt. Mit der OLED-Technologie hat man seit langer Zeit erstmals wieder eine bahnbrechende Lösung, die in Deutschland entwickelt wurde und auch hierzulande gefertigt wird.

Bislang gewannen Sie über 20 Branchenpreise mit einer selbstleuchtenden Gin-Verpackung, die innerhalb weniger Tage weltweit über 50.000 Mal verkauft wurde. Solche Verpackungen braucht doch eigentlich kein Mensch, oder?

Der Wunsch nach Individualität ist in uns allen verankert. Um Begehrlichkeit zu wecken, muss sich die internationale Markenartikelindustrie klar abheben. Intelligente Technik aktiviert den Spieltrieb und garantiert einen hohen Spaßfaktor. Das ehrgeizige Ziel, eine solche Packung zu kreieren, wurde in allen Bereichen sogar übertroffen. Der Erfolg gab uns recht und wir sind stolz auf dieses gelungene Ausnahmeprodukt. Trotzdem wird Mies van der Rohes berühmter Ausspruch, „Weniger ist mehr!“ auch im Verpackungsdesign immer seine Gültigkeit behalten.

Und inwieweit rechtfertigen solche Applikationen das Kosten-Nutzen-Verhältnis?

Die Bombay-Gin-Packung vereint alle Aspekte, die man sich als Verpackungshersteller, Markenartikler und Endverbraucher nur wünschen kann: geniales Design, tolle Optik, technische Innovation mit WOW-Effekt und dazu brillant umgesetzt. Es ist eine bisher so nie dagewesene Verpackung mit extrem hohem Wiedererkennungswert, die die Menschen begeistert. Die vergleichsweise hohen Produktionskosten rechtfertigen in jeder Hinsicht den unglaublichen Imagegewinn für die Marke.

Avancieren diese Verpackungen irgendwann zu Sammelobjekten?

Obwohl es nicht unser Ziel war, ist diese Bombay-Packung tatsächlich zu einem extrem begehrten Objekt avanciert, das auf Sammlerbörsen dreistellige Beträge erzielt. Interessiert daran sind nicht nur kreative Produktdesigner. Das Beispiel zeigt, wie auch Menschen außerhalb der Verpackungsindustrie der Faszination derartiger Innovationen erliegen. Das sollte als Ansporn dienen, weiter in dieser Hinsicht zu denken und ein klares Marktbedürfnis zu befriedigen, selbst wenn es nur ein Nischenmarkt ist und immer bleiben wird.

Wo sehen Sie für die Verpackungsdrucker momentan besonderen Handlungsbedarf?

Das größte Potential sehe ich im Zusammenwachsen standardisierter Druckverfahren wie Offset- oder Tiefdruck mit dem Digitaldruck. Der Wunsch nach Individualisierung und Personalisierung ist tief in uns verwurzelt. Bei der Wahl des Druckverfahrens steht man heute überwiegend vor der Frage des „entweder – oder“. Ziel der Verpackungsdrucker muss lauten, ein „sowohl – als auch“-Angebot im Portfolio zu haben.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie persönlich von der Zuhörerschaft?

Ein Fachmann sollte wissen, was für Produkte, Technologien und Veredelungsarten in seiner Branche möglich sind. Um seine Kunden adäquat beraten zu können, sollte er die Möglichkeiten und Grenzen sowie die Vor- und Nachteile derartiger Innovativen zumindest rudimentär kennen. Ein solches Interesse erwarte ich von den Teilnehmern dieser Konferenz, ungeachtet dessen, ob sie bestimmte Produkte oder Technologien nun gut finden oder nicht, sie selbst anbieten können oder wollen oder nicht.

Konferenzen zum Thema Verpackungsdruck erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

Die Welt wird immer komplexer und die Informationsdichte nimmt zu. Eine Konferenz bietet den unschlagbaren Vorteil des persönlichen Austausches, um sich auf den aktuellen Stand zu bringen. Es geht um Kompetenz, Erfahrung und um Glaubwürdigkeit. Was muss man heute wissen oder können, um auch zukünftig am Markt bestehen zu können? Man kann sich nicht um alle Innovationen kümmern, sondern muss Prioritäten setzen. Als wertvolle Hilfe zur Orientierung und Entscheidungsfindung bieten Konferenzen ein hervorragendes Forum.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?

Wachsender Kostendruck war und ist immer ein entscheidender Faktor in der Notwendigkeit technologischer Weiterentwicklung. Die Inline-Fertigung hat zeitlich und damit finanziell entscheidende Vorteile. Eine Entscheidung zugunsten einer zusätzlichen Veredelung, wie z. B. Hybrid-Lack, fällt damit leichter. Hier geht es um die sinnvolle Kombination von Optik und Haptik in einem Fertigungsschritt. Modular aufgebaute Maschinen mit multiplen Druck- und Veredelungsverfahren werden von daher eine zunehmend bedeutendere Rolle einnehmen.

Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für den Verpackungsdruck im Vergleich zu anderen Druckbereichen ein und warum?

Ich sehe den Verpackungsdruck nicht isoliert an, sondern als elementaren Teil der äußerst dynamischen Druckbranche, die sich im fortwährenden Wandel befindet. Genau das macht unsere Arbeit auch so interessant. Wir müssen und werden uns der Herausforderung stellen, auch in Zukunft immer neue Impulse zu setzen und die hohen Chancen zu nutzen, die uns der Verpackungsdruck in vielerlei Hinsicht bietet.

Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?

Seit 30 Jahren führen mich Expeditions- und Abenteuerreisen in die entferntesten Winkel unserer Erde. Ob Wüsten, Dschungel oder Hochgebirge – per Jeep, zu Fuß oder im Kanu besuche ich am liebsten ethnische Minderheiten, die ihr Leben fernab unserer sogenannten Zivilisation meistern. Diese physischen und psychischen Herausforderungen und manchmal sehr grenzwertigen Erfahrungen haben meinen Charakter und meine Persönlichkeit geprägt. Aus diesen Reisen ziehe ich zusätzlich große Energie, die für die Qualität und den Erfolg meiner Arbeit hier in Deutschland von großer Bedeutung sind.

 

Kontakt:

www.roxasia.com sowie www.christianrommel.com.

 

 

Sep 182017
 
Hauser_Dieter_CloseUp_klein

Dieter Hauser (Dipl.-Designer), geboren 1962 in Saabrücken, ist verheiratet und hat 3 Kinder. Er studierte Kommunikations-Design an der FH in Trier. Im Sommer 1986, direkt im Anschluss an das Studium, macht er sich selbstständig. Die ersten 6 Monate arbeitete er tagsüber als „fester freier Mitarbeiter“ in der damals größten Werbeagentur in Trier, abends in seiner eigenen Agentur HS Design, zu Beginn eine 1-Mann-Firma. Bereits im Frühjahr 1987 bearbeitete er die ersten Aufträge im Bereich Packungsdesign und POS-Materialien für einen Tabak- und Zigaretten-Produzenten. Diese Firma ist bis heute ununterbrochen Kunde von HS Design. Viele weitere Kunden werden schon seit 15 – 20 Jahren betreut. HS Design ist heute ein Team von 8 festangestellten Mitarbeitern, 2 Freelancer unterstützen bei Bedarf das Team.

Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Innoform hat hochwertige Veranstaltungen, lehrreiche Inhalte und bietet gute Networking Möglichkeiten.

Ihr Thema gehört zu einer Reihe verschiedener Blickwinkel auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat:  Veredelung. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Themenkomplex?

Veredelung ist ein hervorragendes Mittel zum Transport von Wertigkeit, zur Erregung von Aufmerksamkeit. Sie macht Produkte interessant, bedient ein menschliches Urbedürfnis und ist definitiv verkaufsfördernd. Sie ist ein seit Jahrzehnten wachsendes und sich stetig weiter entwickelndes  Markstsegment.

Sie referieren über „Neue Märkte und Verpackungen systematisch gestalten“. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?

Dass es immer Chancen gibt für Neues, auch wenn viele es oft kaum für möglich halten.

Wo setzen Sie bei der Gestaltung neuer Märkte und Verpackungen an, damit die Verpackung zu einem glaubwürdigen Medium für das entsprechende Produkt wird?

Beim Kern, dem Produkt selbst und der Zielsetzung der Marke bzw. des Markeninhabers.

Wo sehen Sie für die Verpackungsdrucker momentan besonderen Handlungsbedarf?

In der Schere zwischen wachsendem Kosten- und Innovationsdruck nicht zerschnitten zu werden, fokussiert zu denken und zu handeln.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie persönlich von der Zuhörerschaft?

Ein kompetentes und themeninteressiertes Publikum.

Konferenzen zum Thema Verpackungsdruck erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

Nach und nach setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Packung ein Haupt-Leit-Medium ist. Viele erkennen „Packaging sells!“ In Märkten mit mehr vergleichbaren Produkten ist die Packung DAS Medium mit höchstem Differenzierungspotential.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?

Eine große, weil nur so die wachsenden Anforderungen erfüllbar sind bzw. sein werden. In manchen Bereichen ist das schon länger üblich, z. B. Hybrid-Maschinen bei Rollen-Haftetiketten.  Vor allem das Zusammenwachsen in einer Maschine bietet größtmögliche Flexibilität und gleichzeitig effiziente Inline-Produktion.

Der Bereich „digital plus konventionell“ steht meines Erachtens noch fast ganz am Anfang.

Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für den Verpackungsdruck im Vergleich zu anderen Druckbereichen ein und warum?

1-2 – hauptsächlich aus 2 Gründen:

  • Verpackung wird es voraussichtlich immer geben und geben müssen, allen „Unverpackt-Trends“ zum Trotz.
  • Der Individualisierungsgrad und die Notwendigkeit für immense Vielfalt sind sehr viel größer als z. B. im Akzidenz-Bereich.

Unsere Teilnehmer möchten die Referenten auch gern persönlich besser kennenlernen. Deshalb eine persönliche Frage: Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?

Abgesehen von meiner Familie: für Musik! Hören und selbst machen! Ich kann ohne nicht sein und spiele seit vielen Jahren Schlagzeug, aktuell in 2 Bands, in erster Linie in einer Bluesband.

 

Sep 182017
 
Richter_Uwe_Blog

Uwe Richter will immer genau wissen, wie etwas funktioniert und gibt nicht eher auf, bevor er den Dingen auf den Grund gegangen ist.

In 25 Jahren Vertrieb und Anwendung von Farbmesstechnik und Software hat er sich seinen Erfahrungsschatz bei der Erstellung von Profilen und Device Links sowie bei der Zertifizierung und Standardisierung von Druckprozessen erarbeitet.

Für fast alle Probleme, die es in der Farbkommunikation von der Vorstufe bis zum Druck und zwischen Druckauftraggeber und Druckerei gibt, hat er sich dabei branchenübergreifende Lösungskompetenz aufgebaut und sein Wissen in Hunderten von Seminaren und Vorträgen weitergegeben.

In zahlreichen Projekten ist es ihm gelungen, die Reklamationsraten drastisch zu senken und enorme Kosten einzusparen.

Nach langjähriger Tätigkeit für die Firma Gretag/GretagMabeth/X-Rite ist er seit 2014 als selbstständiger Experte für Farbkommunikation, Colormanagement, Prozessoptimierung und Farbrezeptierung tätig.

Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Ich war schon einmal Referent bei einer Veranstaltung von Innoform. Mich haben besonders die Professionalität der Organisation und die Begeisterung von Karsten Schröder beeindruckt. Außerdem sitzen im Publikum genau die Leute, für die mein Fachwissen von Nutzen sein kann.

Ihr Thema gehört zu einer Reihe verschiedener Blickwinkel auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat:  Veredelung. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Themenkomplex?

Die Veredelung kommt ja erst nach dem Druck und die schönste Veredelung nützt nichts, wenn die Farbe nicht stimmt. Deshalb passt mein Vortrag ganz gut zum Thema, auch wenn er sich nicht direkt auf die Veredelung bezieht.

Sie referieren über „Was taugen heute Farbvorgaben von Auftraggebern?“. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?

Farbe ist der beliebteste Reklamationsgrund in der Druckindustrie. Die Unternehmen verlieren immer wieder eine Menge Geld durch Reklamationen wegen falscher Farbkommunikation. Die Auftraggeber glauben, genau gesagt zu haben, welche Farbe sie haben wollen. Dabei sind diese Vorgaben oftmals nicht eindeutig, nicht im Druckprozess umsetzbar und nicht messbar, d. h., es sind keine Toleranzen definiert. Mit dem entsprechenden Wissen und der heutigen Technik kann man diese Probleme nahezu vollständig in den Griff bekommen. Und dabei helfe ich sowohl den Druckauftraggebern als auch den Druckdienstleistern.

Welche Voraussetzungen müssen Mitarbeiter mitbringen, um eine reibungslose Kommunikation in der Lieferkette zu gewährleisten?

Die Mitarbeiter müssen vor allem aufgeschlossen und gewillt sein, sich mit den Möglichkeiten zu beschäftigen und diese einzusetzen. Die Bedienung von z. B. Farbmesstechnik ist heute so einfach geworden, dass sie jeder (nach einer entsprechenden Schulung) anwenden kann.

Wer allerdings auf der Position beharrt: „Das haben wir schon immer so gemacht“, der wird schwer mithalten können im Wandel vom Handwerk zur industriellen Produktion in der Druckindustrie.

Wo sehen Sie für die Verpackungsdrucker momentan besonderen Handlungsbedarf?

Viele Unternehmen haben die technischen Möglichkeiten für eine durchgängige Farbkommunikation und -kontrolle bereits im Haus, nutzen diese aber nur sehr eingeschränkt.  Viele Prozesse, wie z. B. Farbrezeptierung, werden einmal eingerichtet und dann nie wieder überprüft, weil es immer 2 oder 3 andere „Baustellen“ gibt, um die man sich dringender kümmern muss. Dadurch werden die Möglichkeiten zur Kosteneinsparung oftmals nicht hinreichend ausgeschöpft.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie persönlich von der Zuhörerschaft?

Ich gehe davon, dass ich mit meinem Thema einen Nerv bei vielen Zuhörern treffe und dass diese einige Erkenntnisse aus dem Vortrag mitnehmen und in Zukunft nutzten werden. Wenn ich ihnen dann bei der Umsetzung helfen darf, würde mich das umso mehr freuen.

Konferenzen zum Thema Verpackungsdruck erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

Der Konkurrenzkampf wird stärker. Die Anzahl der Produkte wird immer größer. Was der Kunde zuerst von einem Produkt sieht, ist die Verpackung. Deshalb ist es für die Hersteller immer wichtiger, sich über neue Trends und Möglichkeiten für Verpackungen zu informieren, die ihre Produkte besonders wirkungsvoll hervorheben.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?

Ein Druckverfahren ist immer nur für einen bestimmten Aufgabenbereich besonders gut und für andere Anforderungen nur eingeschränkt oder gar nicht geeignet. Die Kombination von Druckverfahren eröffnet da völlig neue Möglichkeiten. Wenn diese dann noch in einer Druckmaschine vereint sind, wird die Produktion natürlich wesentlich wirtschaftlicher.

Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für den Verpackungsdruck im Vergleich zu anderen Druckbereichen ein und warum?

Ich sehe sehr gute Zukunftschancen für den Verpackungsdruck. 1. Der Zeitungsdruck und der Akzidenzdruck verlieren immer mehr Anteile an digitale Medien. Produkte kann man auch in Zukunft nicht digital einpacken. Da außerdem die Anzahl der Produkte und Produktvarianten ständig steigt, steigt auch der Bedarf an Verpackungen.

Im Akzidenzdruck hat die Standardisierung zu einer kompletten Austauschbarkeit der Druckanbieter und damit zu einem ruinösen Preiskampf geführt. Bei Verpackungen geht es um individuelle Druckerzeugnisse, die auffallen und sich von der Konkurrenz bestmöglich unterscheiden sollen.

Unsere Teilnehmer möchten Referenten auch gern persönlich besser kennenlernen. Deshalb eine persönliche Frage: Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?

Zur Zeit bin ich besonders begeistert von den Möglichkeiten des Online-Marketing und beschäftige mich intensiv damit. Ansonsten liebe ich meinen Garten, Reisen und guten Weißwein.

Sep 182017
 
Simons_Rolf_Blog

Rolf Simons wurde 1942 in Nottuln (Westfalen) geboren. Nach seiner Ausbildung arbeitete er als Siebdrucker und machte sich 1964 mit einem eigenen Betrieb selbstständig. Bereits in den 1970er Jahren beschäftigte sich Simons mit den Themen Produkt- und Fälschungssicherheit. 1984 gründete er die Simons Druck und Vertrieb GmbH und entwickelte die patentierten, weltweit kleinsten und rechtssicheren Mikro-Farbcodes SECUTAG®. 2008 fand die Umfirmierung in die 3S Simons Security Systems GmbH statt, deren alleiniger Geschäftsführer Simons ist. Neben seinen Aktivitäten in der Geschäftsleitung sowie in Forschung und Entwicklung referiert Simons regelmäßig auf Konferenzen und Fachmessen über Produkt- und Fälschungssicherheit. Darüber hinaus engagiert er sich in verschiedenen Gremien und Arbeitskreisen für internationale Standardisierungsverfahren.

„Fälschungsschutz ist Verbraucherschutz. Angesichts der Gefahren, die von Plagiaten ausgehen, sollte der Endverbraucher jedes Produkt, von dem Gesundheit und Leben abhängt, zweifelsfrei als Original identifizieren können.“ (Rolf Simons)

Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen? 

Die Möglichkeit, einem größeren Kreis die Gefährlichkeit der Produktpiraterie aufzuzeigen.

Sie referieren über Fälschungssicherheit nicht nur als „nice to have“. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?

Der Verbraucher- und Produzentenschutz.

Produktpiraterie bezeichnet die gezielte Verletzung von Urheberrechten und gewerblichen Schutzrechten durch unerlaubtes Nachahmen und Kopieren von Waren. Fälschungsschutz ist Verbraucherschutz. Sie waren Ihrer Zeit voraus und beschäftigen sich schon seit den 70er Jahren mit dem Thema Fälschungssicherheit. Was war der genaue Anlass? 

Image- und Ertragsverluste bei den Produzenten.

Wo sehen Sie für die Verpackungsdrucker momentan besonderen Handlungsbedarf? 

Den Verbraucher in die Lage zu versetzen, ein Produkt jederzeit nicht nur identifizieren, sondern auch authentifizieren zu können.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie persönlich von der Zuhörerschaft?

Der Zuhörer soll auf die Sinnhaftigkeit von Sicherheitsverpackungen sensibilisiert werden.

Konferenzen zum Thema Verpackungsdruck erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

Der Verbraucher erwartet nicht nur schöne, sondern auch sichere Verpackungen, die ihm auch die Authentität des Inhaltes garantieren.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?

Hier ist eine entsprechende Normung für alle Beteiligten von Vorteil.

Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für den Verpackungsdruck im Vergleich zu anderen Druckbereichen ein und warum?

Gut bis sehr gut.

Unsere Teilnehmer möchten Referenten auch gern persönlich besser kennenlernen. Deshalb eine persönliche Frage: Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?

Kontakte zu anderen Menschen und deren Kultur, Schwimmen, Radfahren.

 

Aug 072017
 
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Wir haben gefragt und Sie haben geantwortet: Mit überraschender Mehrheit haben Sie für ein europäisches Inno-Meeting abgestimmt. Noch ist die Beteiligung an der Umfrage nicht repräsentativ,  doch der Trend ist klar. Es soll und wird kommen.

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Auch der Name steht fest: Inno-Meeting Europe. Und der Name ist Programm! Wir werden exakt das deutschsprachige Erfolgskonzept in englischer Sprache in Berlin anbieten.

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Die Mehrheit hat sich für einen Termin im September bzw. November entschieden, was wir im kommenden Jahr nicht mehr realisieren können. Deshalb werden wir im September 2018 die 6. Europäische Standbeutel-Tagung in Berlin durchführen und erst 2019 mit dem Inno-Meeting Europe starten. Die genauen Termine geben wir rechtzeitig auf unserer Webseite und in unserem Newsletter bekannt. Und – das deutschsprachige Inno-Meeting bleibt.

Wir freuen uns, wenn auch Sie Ihre Stimme noch abgeben möchten.  Das dürfen Sie hier gern tun: https://de.surveymonkey.com/r/Q5KXRKN

Mrz 312017
 
Glaeser

Von der Amphore zur Optimalverpackung

Die Innoform Coaching GbR lud am 07./08. Februar 2017 zum 15. Inno-Meeting im Steigenberger Hotel Remarque in Osnabrück ein. Rund 160 Fachkräfte der Verpackungs- und Lebensmittelindustrie nahmen daran teil. Im Mittelpunkt des Branchentreffs der Flexpack-Industrie stand das Thema „Optimalverpackung“.

Gab es die ersten Einwegverpackungen als Amphoren in Persien, so hat sich die Verpackung im Laufe der Jahrhunderte immer weiter entwickelt und ist ein ständiger und nie endender und kreativer Lernprozess, und wie Michelangelo schon treffend sagte: Non finito.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutierten die Teilnehmer optimale Voraussetzungen, Grundlagen und Entwicklungsprozesse für eine perfekte Verpackung.

Florence_ColgateHerr Gundolf Meyer-Hentschel vom Age-Explorer Institut veranschaulichte an dem mathematisch perfekten Gesicht von Florence Colgate, der schönsten Frau der Welt, dass Schönheit messbar ist und es eine Formel für das Optimum gibt.
Ist auch die Optimalverpackung messbar bzw. berechenbar?

LeightyAnke Leighty vom GVM beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit den zentralen Einflussfaktoren für die Entwicklung des Verpackungsverbrauchs. Sie beleuchtete Wachstumsmärkte für Mono- und Verbundfolien an ausgewählten Branchen in Deutschland und Europa. So schlagen sich Megatrends wie „Umweltfreundlichkeit“ und „Save Food“ deutlich in der Entwicklung des Verpackungsverbrauchs nieder. Die Branche wächst weiter.

InnoviaInnova Market Insights veröffentlicht jedes Jahr die Top 10 der Food & Beverage Trends, die die Neuproduktentwicklungen der kommenden Jahre spürbar beeinflussen werden. Dominik Herwald zeigte anhand aktueller Flexpack-Innovationen in Europa, dass neben Convenience das wachsende Verlangen nach Produkten, die nachhaltigeren Konsum unterstützen, wesentlichen Einfluss auf Verpackungsinnovationen hat. Er stellte neue Produkte mit verschiedensten Lösungsansätzen vor. Das Spektrum reichte von flexiblen und wiederverschließbaren Verpackungen bis zur Neugestaltung tiefgefrorener Lebensmittel.

DaffnerVerpackungsinnovationen sind nur möglich, wenn alle am Entwicklungsprozess Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Maren Daffner von abc packmedia stellte optimale Entwicklungsprozesse aus Sicht eines Reprounternehmens und einer Designagentur im Zusammenspiel mit dem Markenartikler vor.

Kredel_MucheTobias Kredel (Interview: https://youtu.be/MkZ9gGNz3xI ) und Volker Muche der pacProject GmbH  stellten das Packaging Wheel Konzept vor, ein visuelles, logisches Tool, das auf Open Source und die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Beteiligten setzt. Über holistische Evaluierung und das Benchmarking von Marktmustern wird so der demokratische Meinungs- und Wissensaustausch der Teams erleichtert und der Entwicklungsprozess beschleunigt.

PantNeue und unterschiedliche Entwicklungsprozesse für eine Optimalverpackung wurden vorgestellt. Immer mehr Baukastensysteme halten Einzug in die Verpackungsentwicklung und ermöglichen so eine Standardisierung und damit Kosteneinsparung. Astrid Pant vom Fraunhofer Institut (Interview: https://youtu.be/pfQOe5x4aYc) stellte ein Berechnungssystem zur Abschätzung der Haltbarkeit und weiteren Eigenschaften von Lebensmittel vor. Dieses Modell beruht auf Modulen, die einzelne Teilbereiche separat oder kombiniert berechnen können, so dass verschiedene Blickwinkel auf ein verpacktes oder zu verpackendes Gut möglich sind, wie z. B. Sauerstoffbarriere, mechanische Festigkeit, Simulation etc.

HäpDr. Stefan Häp, Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA beschrieb die einzigarten Eigenschaften und Vorteile eines universellen Masterbatch Farb-Systems auf Polyurethanbasis. Mit einer Vielzahl von typischen Farbkomponenten erlaubt das System die schnelle Bereitstellung maßgeschneiderter Farblösungen, die mit exakt den gewünschten technischen Eigenschaften und der erforderlichen Druckperformance zum Gelingen einer optimalen Verpackung beitragen können. Diese Modul-Strategie spart Geld und Ressourcen.

SiebelsTim Siebels, Institut für Distributions- und Handelslogistik des VVL e.V. stellte Lösungsansätze vor, wie zukünftige Verpackungsentwicklungen die Herausforderungen des Online-Lebensmittelhandels und die damit verbundene komplexe Logistik im Kontext von Industrie 4.0 erfüllen können.

KremerSchalenverpackungen sind ein Lösungsansatz, komplexe Logistikherausforderungen einfach zu lösen. Sebastian Kremer von silver plastics holte die Schalenverpackungen aus ihrem scheinbaren Schattendasein heraus und veranschaulichte, welche Möglichkeiten sich mit der richtigen Schalenverpackung eröffnen. So können mit einer adäquaten Standardisierung bezüglich Farben, Formen und Varianten Kosten eingespart, Logistikanforderungen erfüllt und zusätzlich die Umwelt geschont werden.

KohlertAktive und intelligente Verpackungslösungen schützen nicht nur das Produkt, sondern stellen sich auch Herausforderungen wie Fälschungssicherheit, Leitfähigkeit und Kratzfestigkeit. Prof. Christian Kohlert von Klöckner Pentaplast GmbH & Co. KG zeigte anhand von Mustern, welche Möglichkeiten sich mit der Nutzung von Nanopartikeln eröffnen. Aufgrund der kleinen Abmessungen und damit riesigen Oberflächen werden Eigenschaften erzeugt, die normale polymere Folien sonst nicht haben. Aber Achtung – neue Technologien bergen Risiken, die Klöckner zu beherrschen weiß.

WilkeNicht zu vergessen ist bei der Entwicklung einer Optimalverpackung die Circular Economy, die Kreislaufwirtschaft, die sich wie ein roter Faden durch die ganze Tagung zog und in der Verpackungsindustrie immer mehr Gesprächsthema wird. In Diskussionen rücken Rohstoffknappheit, Entsorgung, nachwachsende Rohstoffe, Umwelteigenschaften der Verpackungen immer mehr in den Vordergrund: Welche Konsequenzen muss der Hersteller ergreifen, damit die Verpackung nicht in Misskredit gerät, weil sie Ressourcen kostet? Was ist für den Hersteller realisierbar und was fordert der Gesetzgeber? Dazu sprach u. a. Prof. Dr. Bernd Wilke (Interview: https://youtu.be/m7OEHXTKHSI). So wird am 04./05. April eine Tagung Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen auf der Marienfestung Würzburg stattfinden. Schwerpunktthema wird die Kreislaufwirtschaft sein.

Yildrim

Rohstoffe werden knapper und teurer: Michael Krainz drehte an der Kostenschraube und zeigte auf, welche Minimierungsmöglichkeiten es gibt und wohin der Trend geht. So ist eine Verpackung umso effizienter und ressourcenschonender ist, je optimaler sie auf das Füllgut zugeschnitten ist. Materialreduktionen stellen Herausforderungen an neue Materialien und Materialkombinationen, an neue Bio-Kunststoffe und Verarbeitungsverfahren. Anhand praktischer Beispiele stellte er erfolgreiche Materialreduktionen vor, mit denen mittels der richtigen Vorgehensweise der Produktschutz gewährleistet ist und Kosten eingespart werden.

ZehOptimale Verpackungen erfordern optimierte Verpackungsprozesse. Convenience ist das Schlagwort unserer Zeit. Flexibilität ist in allen Lebensbereichen gefragt und bezieht sich auch bei der Verpackungsherstellung auf das gesamte Handling. Flexible Verpackungsanlagen bedeuten Wettbewerbsvorteil. Karl Zeh, Selo Deutschland GmbH zeigte am Beispiel vorgefertigter Beutel, welche Optimierungen im Verpackungsprozess möglich sind. Welche Qualitätsvorteile bieten vorgefertigte Beutel, und wie macht sich dieses bei der Warenpräsentation beim Endkunden bemerkbar?

Meyer-HentschelEin Höhepunkt der Tagung war die Verleihung des Silver-Awards durch das Meyer-Hentschel-Institut. Preisträger waren dieses Jahr die Homann Feinkost, Menshen und die STI Group.

So kann eine optimale Verpackung nur entstehen, wenn eine lückenlose Kommunikation aller Beteiligten auf Basis einer interdisziplinären Zusammenarbeit gewährleistet ist, gesellschaftliche Umwälzungen (Clean Label) und die produktionstechnischen Gegebenheiten berücksichtigt werden.

Die Teilnehmer lobten die hervorragende Organisation und betonten, dass die Referenten vorwiegend aus der Praxis kommen.

Das nächste Inno-Meeting findet am 20./21. Februar 2018 statt. Schwerpunktthema wird die Individualisierung der Verpackung sein. Sie möchten sich anmelden oder vielleicht auch referieren? Schreiben Sie eine Mail an coaching@innoform.de

Wir freuen uns auf Sie!

 

 

Mrz 202017
 
IM_Video

Das Interesse an unserem Youtube-Kanal wächst. Da wir immer häufiger hören, dass Original-Statements von Referenten und Teilnehmern auf Interesse stoßen, haben wir einen knappen Zusammenschnitt erstellt. https://youtu.be/SrLWFDYn0yc

Auch alle, die dabei waren, schauen gern noch einmal rein – ins Inno-Meeting.

Dez 152016
 
Daffner_Maren

Maren Daffner startete ihren beruflichen Werdegang 1990 in ihrer Heimatstadt Hamburg bei repro68.

Nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Lithografin war Frau Daffner als Operator und später als Teamleiterin mit zuständig für das Inhouse-Colormanagement.

Als aktives Mitglied in der European Color Initiative war sie an der ersten Standardisierung im Offsetdruck (Prozess Standard Offset) beteiligt und hat Fachvorträge gehalten.

Seit 2007 ist Frau Daffner bei abc Packmedia und der Albertson Markenbande im Vertrieb tätig und betreut internationale Kunden im Bereich Verpackungsreproduktion und Design.

Frau Daffner ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und den Kindern in München.

Das Inno-Meeting gilt mittlerweile als deutschsprachiger Branchentreff für Entscheider der Flexpack-Industrie. Was versprechen Sie sich persönlich von einem Beitrag zu dieser Veranstaltung?

Fachlichen und persönlichen Austausch mit Experten und Teilnehmern.

Ihr Thema lautet: „Optimal verpackt aus Sicht der Markeninhaber und des Handels“.
Was wird Ihre Kernaussage sein und wo sehen Sie für den Zuhörer in erster Linie den Nutzen?

Zusammenspiel von Design und technischen Machbarkeiten, der Weg zur fertigen Verpackung, Anforderungen vom Kunden an die Designagentur und Zentralrepro.

Was bieten Sie in besonderem Maße im Vergleich zu Marktbegleitern Ihren Kunden?

Als Teil der Albert Bauer Companies gehören abc packmedia und die Albertson Markenbande zu einem Firmennetzwerk, das alle Disziplinen in der Verpackungserstellung eng verzahnt unter einem Dach beherbergt. Mit Know-how vom Design bis zur fertigen Druckform sind wir mit Herzblut und Engangement nah an unseren Kunden.

Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außer Ihrem Beruf sonst noch?

Rennradeln, Aktivitäten in der Gemeinde und die Zeit mit der Familie.

 

Dez 082016
 
VD

Immer kleinere Auflagengrößen, dafür mehr Verpackungsvarianten und kürzere Lieferzeiten, einhergehend mit einem sich wandelnden Konsumentenverhalten stellen Verpackungsdrucker vor immer größere Herausforderungen: Die Abwicklung von Druckaufträgen und Druckprozessen, Weiterverarbeitung und Logistik in der Verpackungsproduktion verändert sich.

Auf dem 2. Expertentreff Verpackungsdruck – das Ergebnis zählt am 24./25. November 2016 in Osnabrück diskutierten fast 100 Teilnehmer aus Industrie und Handel, Tief- und Flexodruck sowie Digital- und Offsetdruck, wie mit Druckverfahren übergreifenden technischen Lösungen die steigenden Anforderungen von Markenartikelherstellern praxistauglich umgesetzt und sowohl ein gutes Druck- als auch ein gutes Verkaufsergebnis erzielt werden können.

Der Bogen spannte sich vom optimal standardisierten Flexodruck über die Einbindung des Digitaldrucks in den Verpackungsdruck und die damit verbundenen Voraussetzungen für das Farbhandling und neue Qualitätsmanagement- und Softwaresysteme in einer digitalen Welt: Wie können hochwertige Verpackungen einfach und sicher produziert werden? Wie können bewährte Techniken kombiniert und weiterentwickelt werden, um hochwertige Verpackungen zu produzieren, die auch die Haptik/den Tastsinn ansprechen?

Es wurde aufgezeigt, wie die Produktivität des Flexodrucks mit abgestimmten Maschinenkonzepten und Dienstleistungen deutlich erhöht werden kann. Am Beispiel von 7C, schon lange Realität im Flexodruck, referierte Herr Werner Schwab von der Heidelberg Web Carton Converting GmbH, wie im wasser- und UV-basierten Flexodruck mittels fixer Rasterwalzen durch weniger Restfarben und weniger Makulatur ein hohes Einsparpotenzial und damit eine maximale Standardisierung bei höchster Effizienz erreicht wird: Vom Auftragseingang bis zum fertigen Stanzling werden alle Arbeitsschritte mittels Workflow-Prozessen im 7C-Verpackungsruck automatisiert.  Der Digitaldruck, das konkurrierende Druckverfahren zum Flexodruck, war ein weiterer Schwerpunk der Tagung. Digitaldruck bedeutet, Systemlösungen aus Farbe, Maschinentechnik und Bedruckstoff aufeinander abzustimmen. Herr Dr. Knut Hornig von Schoeller Technocell GmbH & Co. KG gab eine Einführung, wie digitale Drucksysteme in den Verpackungsdruck integriert werden können und Systemlösungen aus Farbe, Maschinentechnik und vor allem eben auch Bedruckstoff aufeinander abgestimmt sein müssen, damit funktionalisierte Oberflächen aus Papier und Folie auf den Bedruckstoffen in der geforderten  Qualität digital bedruckbar sind, um das beste Ergebnis zu erzielen.

Mit steigender Informationsflut wird das menschliche Aufnahmevermögen immer weiter reduziert. Für Marken wird es immer schwieriger, den Produktnutzen klar und nachhaltig zu verankern. Florian Pick von Schmid Rhyner AG referierte über die Möglichkeiten innovativer Veredlungstechnologien, die mit ihren Touch & Feel Lösungen den Tastsinn ansprechen und so aufgrund ihrer Differenzierungs-Chancen eine höhere Produktionseffizienz garantieren.

Heute ist jeder in der Lage, die Marktanforderungen zu erfüllen; der Druck als Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens reicht heute nicht mehr aus, um vorne mit dabei zu sein. Hochwertige Verpackungen durch Spezialeffekte wie z. B. Holographie und Materialkombinationen mit Sichtfenster sind mit der Einführung der Cast and Cure Technologie wirtschaftlich und effektiv geworden. Oliver Leithäuser von Comexi Group Industries S.A.U. sprach über innovative und integrierte Maschinenlösungen, den Maschinenpark universell nutzen und Produkte mit Spezialeffekten effektiv herstellen zu können

In einer digitalisierten Welt stellt Augmented Reality eine immer größere  Bedeutung dar. Sie beschreibt die Verbindung von Virtualität und Realität und basiert auf der Bild- oder Objekterkennung. Augmented Reality findet zunehmend Anwendung in der Verpackungswelt. Den Teilnehmern wurden spannende Beispiele aufgezeigt, wie der Mehrwert einer Verpackung erhöht werden kann und Kunden wichtige Informationen zur Marke, zum Unternehmen und verpackten Produkt erhalten.

Im Anschluss an die Tagung lud der  Maschinenbauhersteller Windmöller & Hölscher KG in sein neues Technikum ein. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, das neue Maschinen- und Zylinderkonzept Dynastar zu erleben.
In der Anlage können sowohl Standardzylinder als auch Tiefdruck-Sleeve-Zylinder von Janoschka genutzt werden, die auch auf Leihbasis bezogen werden können. So erhöhen die beiden Unternehmen aus Druckvorstufe und Maschinenbau gemeinsam die Flexibilität und senken Betriebskosten und wahlweise auch Investitionskosten für Zylinder. Dieses Konzept basiert auf Marktforderungen, kleinste Tiefdruckauflagen wirtschaftlich zu realisieren.

Durchweg fiel das Feedback der Teilnehmer positiv aus. Die gute Organisation sowie die sorgfältig aufeinander abgestimmten Themen wurden vom Fachpublikum ebenso gelobt wie der familiäre Austausch und die guten Rahmenbedingungen zum  Networking neben den Vorträgen.

Der 3. Expertentreff Verpackungsdruck wird am 22.11.2017 in Osnabrück stattfinden. Noch gibt es einige offene Programmpunkte. Sie haben ein interessantes Thema und möchten gern referieren? Dann schicken Sie eine E-Mail an: karsten.schroeder@innoform.de.

Kontakt:

Innoform Coaching GbR
Stüvestraße 25
49205 Hasbergen
Tel.: +49 5405 80767-0
Fax: +49 5405 80767-290

Nov 292016
 
Blog

Im Anschluss an den 2. Expertentreff Verpackungsdruck nutzten zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit, das neue Technikum von W&H in Lengerich zu besichtigen und vor allem das neue Maschinen- und Zylinderkonzept Dynastar zu erleben. Trotz fortgeschrittener Stunde nahmen viele Teilnehmer die Möglichkeit wahr, ins benachbarte Lengerich zu fahren, um noch vor der Heimreise von der spannenden Tagung (http://vd.innoform.de ) die „Schmalbahnmaschine von W&H“ live zu begutachten. „Zutritt bis in die Maschine hinein gewährten uns die Maschinenbediener kurz vor bzw. eigentlich schon nach dem Feierabend“, sagte ein Teilnehmer.

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In der Anlage können sowohl Standardzylinder als auch Tiefdruck-Sleeve-Zylinder von Janoschka genutzt werden, die auch auf Leihbasis bezogen werden können, . So erhöhen die beiden Unternehmen aus Druckvorstufe und Maschinenbau gemeinsam die Flexibilität und senken Betriebskosten und wahlweise auch Investitionskosten für Zylinder. Dieses Konzept basiert auf Marktforderungen, kleinste Tiefdruckauflagen wirtschaftlich zu realisieren.

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Osnabrück/Lengerich, 25.11.2016, Karsten Schröder, Innoform und Dietmar Pötter, W&H