Aug 142017
 
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Heike Schwertke hat eine Checkliste zur Erstellung von Konformitätsarbeit zur Verfügung gestellt. Hier finden Sie den Link zum Download. Die vollständige Beschreibung lautet: Checkliste für die Erstellung und Bewertung von Konformitätserklärungen von Zwischenmaterialien aus Kunststoff und fertigen Materialien und Gegenständen.

Aug 072017
 
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Wir haben gefragt und Sie haben geantwortet: Mit überraschender Mehrheit haben Sie für ein europäisches Inno-Meeting abgestimmt. Noch ist die Beteiligung an der Umfrage nicht repräsentativ,  doch der Trend ist klar. Es soll und wird kommen.

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Auch der Name steht fest: Inno-Meeting Europe. Und der Name ist Programm! Wir werden exakt das deutschsprachige Erfolgskonzept in englischer Sprache in Berlin anbieten.

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Die Mehrheit hat sich für einen Termin im September bzw. November entschieden, was wir im kommenden Jahr nicht mehr realisieren können. Deshalb werden wir im September 2018 die 6. Europäische Standbeutel-Tagung in Berlin durchführen und erst 2019 mit dem Inno-Meeting Europe starten. Die genauen Termine geben wir rechtzeitig auf unserer Webseite und in unserem Newsletter bekannt. Und – das deutschsprachige Inno-Meeting bleibt.

Wir freuen uns, wenn auch Sie Ihre Stimme noch abgeben möchten.  Das dürfen Sie hier gern tun: https://de.surveymonkey.com/r/Q5KXRKN

Mrz 312017
 
Glaeser

Von der Amphore zur Optimalverpackung

Die Innoform Coaching GbR lud am 07./08. Februar 2017 zum 15. Inno-Meeting im Steigenberger Hotel Remarque in Osnabrück ein. Rund 160 Fachkräfte der Verpackungs- und Lebensmittelindustrie nahmen daran teil. Im Mittelpunkt des Branchentreffs der Flexpack-Industrie stand das Thema „Optimalverpackung“.

Gab es die ersten Einwegverpackungen als Amphoren in Persien, so hat sich die Verpackung im Laufe der Jahrhunderte immer weiter entwickelt und ist ein ständiger und nie endender und kreativer Lernprozess, und wie Michelangelo schon treffend sagte: Non finito.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutierten die Teilnehmer optimale Voraussetzungen, Grundlagen und Entwicklungsprozesse für eine perfekte Verpackung.

Florence_ColgateHerr Gundolf Meyer-Hentschel vom Age-Explorer Institut veranschaulichte an dem mathematisch perfekten Gesicht von Florence Colgate, der schönsten Frau der Welt, dass Schönheit messbar ist und es eine Formel für das Optimum gibt.
Ist auch die Optimalverpackung messbar bzw. berechenbar?

LeightyAnke Leighty vom GVM beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit den zentralen Einflussfaktoren für die Entwicklung des Verpackungsverbrauchs. Sie beleuchtete Wachstumsmärkte für Mono- und Verbundfolien an ausgewählten Branchen in Deutschland und Europa. So schlagen sich Megatrends wie „Umweltfreundlichkeit“ und „Save Food“ deutlich in der Entwicklung des Verpackungsverbrauchs nieder. Die Branche wächst weiter.

InnoviaInnova Market Insights veröffentlicht jedes Jahr die Top 10 der Food & Beverage Trends, die die Neuproduktentwicklungen der kommenden Jahre spürbar beeinflussen werden. Dominik Herwald zeigte anhand aktueller Flexpack-Innovationen in Europa, dass neben Convenience das wachsende Verlangen nach Produkten, die nachhaltigeren Konsum unterstützen, wesentlichen Einfluss auf Verpackungsinnovationen hat. Er stellte neue Produkte mit verschiedensten Lösungsansätzen vor. Das Spektrum reichte von flexiblen und wiederverschließbaren Verpackungen bis zur Neugestaltung tiefgefrorener Lebensmittel.

DaffnerVerpackungsinnovationen sind nur möglich, wenn alle am Entwicklungsprozess Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Maren Daffner von abc packmedia stellte optimale Entwicklungsprozesse aus Sicht eines Reprounternehmens und einer Designagentur im Zusammenspiel mit dem Markenartikler vor.

Kredel_MucheTobias Kredel (Interview: https://youtu.be/MkZ9gGNz3xI ) und Volker Muche der pacProject GmbH  stellten das Packaging Wheel Konzept vor, ein visuelles, logisches Tool, das auf Open Source und die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Beteiligten setzt. Über holistische Evaluierung und das Benchmarking von Marktmustern wird so der demokratische Meinungs- und Wissensaustausch der Teams erleichtert und der Entwicklungsprozess beschleunigt.

PantNeue und unterschiedliche Entwicklungsprozesse für eine Optimalverpackung wurden vorgestellt. Immer mehr Baukastensysteme halten Einzug in die Verpackungsentwicklung und ermöglichen so eine Standardisierung und damit Kosteneinsparung. Astrid Pant vom Fraunhofer Institut (Interview: https://youtu.be/pfQOe5x4aYc) stellte ein Berechnungssystem zur Abschätzung der Haltbarkeit und weiteren Eigenschaften von Lebensmittel vor. Dieses Modell beruht auf Modulen, die einzelne Teilbereiche separat oder kombiniert berechnen können, so dass verschiedene Blickwinkel auf ein verpacktes oder zu verpackendes Gut möglich sind, wie z. B. Sauerstoffbarriere, mechanische Festigkeit, Simulation etc.

HäpDr. Stefan Häp, Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA beschrieb die einzigarten Eigenschaften und Vorteile eines universellen Masterbatch Farb-Systems auf Polyurethanbasis. Mit einer Vielzahl von typischen Farbkomponenten erlaubt das System die schnelle Bereitstellung maßgeschneiderter Farblösungen, die mit exakt den gewünschten technischen Eigenschaften und der erforderlichen Druckperformance zum Gelingen einer optimalen Verpackung beitragen können. Diese Modul-Strategie spart Geld und Ressourcen.

SiebelsTim Siebels, Institut für Distributions- und Handelslogistik des VVL e.V. stellte Lösungsansätze vor, wie zukünftige Verpackungsentwicklungen die Herausforderungen des Online-Lebensmittelhandels und die damit verbundene komplexe Logistik im Kontext von Industrie 4.0 erfüllen können.

KremerSchalenverpackungen sind ein Lösungsansatz, komplexe Logistikherausforderungen einfach zu lösen. Sebastian Kremer von silver plastics holte die Schalenverpackungen aus ihrem scheinbaren Schattendasein heraus und veranschaulichte, welche Möglichkeiten sich mit der richtigen Schalenverpackung eröffnen. So können mit einer adäquaten Standardisierung bezüglich Farben, Formen und Varianten Kosten eingespart, Logistikanforderungen erfüllt und zusätzlich die Umwelt geschont werden.

KohlertAktive und intelligente Verpackungslösungen schützen nicht nur das Produkt, sondern stellen sich auch Herausforderungen wie Fälschungssicherheit, Leitfähigkeit und Kratzfestigkeit. Prof. Christian Kohlert von Klöckner Pentaplast GmbH & Co. KG zeigte anhand von Mustern, welche Möglichkeiten sich mit der Nutzung von Nanopartikeln eröffnen. Aufgrund der kleinen Abmessungen und damit riesigen Oberflächen werden Eigenschaften erzeugt, die normale polymere Folien sonst nicht haben. Aber Achtung – neue Technologien bergen Risiken, die Klöckner zu beherrschen weiß.

WilkeNicht zu vergessen ist bei der Entwicklung einer Optimalverpackung die Circular Economy, die Kreislaufwirtschaft, die sich wie ein roter Faden durch die ganze Tagung zog und in der Verpackungsindustrie immer mehr Gesprächsthema wird. In Diskussionen rücken Rohstoffknappheit, Entsorgung, nachwachsende Rohstoffe, Umwelteigenschaften der Verpackungen immer mehr in den Vordergrund: Welche Konsequenzen muss der Hersteller ergreifen, damit die Verpackung nicht in Misskredit gerät, weil sie Ressourcen kostet? Was ist für den Hersteller realisierbar und was fordert der Gesetzgeber? Dazu sprach u. a. Prof. Dr. Bernd Wilke (Interview: https://youtu.be/m7OEHXTKHSI). So wird am 04./05. April eine Tagung Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen auf der Marienfestung Würzburg stattfinden. Schwerpunktthema wird die Kreislaufwirtschaft sein.

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Rohstoffe werden knapper und teurer: Michael Krainz drehte an der Kostenschraube und zeigte auf, welche Minimierungsmöglichkeiten es gibt und wohin der Trend geht. So ist eine Verpackung umso effizienter und ressourcenschonender ist, je optimaler sie auf das Füllgut zugeschnitten ist. Materialreduktionen stellen Herausforderungen an neue Materialien und Materialkombinationen, an neue Bio-Kunststoffe und Verarbeitungsverfahren. Anhand praktischer Beispiele stellte er erfolgreiche Materialreduktionen vor, mit denen mittels der richtigen Vorgehensweise der Produktschutz gewährleistet ist und Kosten eingespart werden.

ZehOptimale Verpackungen erfordern optimierte Verpackungsprozesse. Convenience ist das Schlagwort unserer Zeit. Flexibilität ist in allen Lebensbereichen gefragt und bezieht sich auch bei der Verpackungsherstellung auf das gesamte Handling. Flexible Verpackungsanlagen bedeuten Wettbewerbsvorteil. Karl Zeh, Selo Deutschland GmbH zeigte am Beispiel vorgefertigter Beutel, welche Optimierungen im Verpackungsprozess möglich sind. Welche Qualitätsvorteile bieten vorgefertigte Beutel, und wie macht sich dieses bei der Warenpräsentation beim Endkunden bemerkbar?

Meyer-HentschelEin Höhepunkt der Tagung war die Verleihung des Silver-Awards durch das Meyer-Hentschel-Institut. Preisträger waren dieses Jahr die Homann Feinkost, Menshen und die STI Group.

So kann eine optimale Verpackung nur entstehen, wenn eine lückenlose Kommunikation aller Beteiligten auf Basis einer interdisziplinären Zusammenarbeit gewährleistet ist, gesellschaftliche Umwälzungen (Clean Label) und die produktionstechnischen Gegebenheiten berücksichtigt werden.

Die Teilnehmer lobten die hervorragende Organisation und betonten, dass die Referenten vorwiegend aus der Praxis kommen.

Das nächste Inno-Meeting findet am 20./21. Februar 2018 statt. Schwerpunktthema wird die Individualisierung der Verpackung sein. Sie möchten sich anmelden oder vielleicht auch referieren? Schreiben Sie eine Mail an coaching@innoform.de

Wir freuen uns auf Sie!

 

 

Mrz 292017
 
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Karlheinz Hausmann studierte Werkstoffwissenschaften an der Universtät Erlangen-Nürnberg und der ETH Lausanne. 1987 begann er seine Karriere bei DuPont de Nemours Intl SA in Genf, wo er auf verschiedenen Gebieten in der Polymerentwicklung tätig war und verschiedene Funktionen ausfüllte: Technischer Kundendienst, technische Marktentwicklung, Polymer- und Compoundentwicklung in den Bereichen der Ethylene, Copolymere, Fluoropolymere und technischen Polymere für die Anwendungsbereiche Verpackung, Autoinnenbereich und W&C.

Besonders gut kennt er sich mit Anwendungen für flexible Lebensmittelverpackungen (Extrusionsbeschichtung, Blasfilm, Foliendesign) und mit erneuerbaren, nachhaltigen und kompostierbaren Materialien und Materiallösungen für die Verpackungsindustrie aus. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er auf der Tagung über „Nachhaltige Verpackungen – Lightweighting und Recyclierbarkeit“ referiert.

Seine Lieblingsthemen sind die Ionomere (Surlyn®), Polymermodifikation und Biopolymere.

Die Tagungsüberschrift: „Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen“ beschreibt den Spannungsbogen zwischen Marketing-, Konsumenten- und Umweltanforderungen. Wie sehen Sie insgesamt, abgesehen von Ihrem Vortragsthema, die Rolle der Verpackung im gesellschaftlichen Umfeld? Verpacken wir richtig?

Das kommt drauf an, von welcher Seite Sie es betrachten- auf der einen Seite soll Verpackung schützen, auf der anderen Seite soll Verpackung gar nicht da sein, da sie als Störfaktor angesehen wird, der die Umwelt verschmutzt. Also arbeiten wir daran, die Verpackungsstoffe zu verringern, aber gleichzeitig den Produktschutz beizubehalten. Dies kann zu komplizierteren Strukturen führen, welche deswegen als schlecht recyclierbar eingeschätzt werden, aber in Wirklichkeit genauso gut recyclierbar sind wie ihre dickeren Vorgänger – sie müssen halt nur gesammelt und recycliert werden … dann stellt sich die Frage weniger.

Der Punkt ist doch, den Verpackungsaufwand zu minimieren und den Produktschutz zu maximieren.

Mit Ihrem Thema „Nachhaltige Verpackungen – Lightweighting und Recyclierbarkeit“ leisten Sie einen inhaltlich sehr gut passenden Beitrag. Was genau werden Ihre Kernaussagen sein?

Minimierung des Verpackungsaufwandes bei gleichzeitiger Maximierung des Produktschutzes. Recyclierbarkeit ist gegeben und kann durch Kompatibilisatoren optimiert werden, solange der Abfall gesammelt wird.

An Beispielen wie dem Virtuous Circle in Südafrika kann das aufgezeigt werden. Auf diese Weise erhält der Recyclierprozess sowohl einen sozialen, wirtschaftlichen als auch umweltorientierten Gesichtspunkt. Mehrschichtfolienabfälle aus der Lebensmittelverpackung werden von Schulkindern gesammelt und kommen dann in Form von Schulbänken oder Häusern wieder in dieselben Communities zurück

Ein weiterer Gesichtspunkt ist das Design zur Recyclierbarkeit. Man sollte bestimmte Komponenten in flexiblen Kunstoffverpackungen minimieren oder vermeiden, um eine gute Recyclierbarkeit zu erzielen, so z. B. Papier, Aluminium oder vernetzte Laminierungsklebstoffe.

Sie als Rohstofflieferant setzen auf weniger Material. Wie passt das mit Ihren kommerziellen Absatzstrategien zusammen?

Wir wollen mit Spezialprodukten die Wertschöpfung, zu welcher diese Produkte beitragen, betonen und zur Nachhaltigkeit der jeweiligen Verpackungskonzepte beisteuern, gemäss dem Motto „weniger ist mehr“.

Medien und auch die öffentliche Meinung tendieren in jüngerer Vergangenheit eher zu Negativ-Darstellungen von Verpackungen insgesamt. Neben Umweltrisiken werden auch immer wieder Gesundheitsrisiken bemängelt. Wie schätzen Sie das Aufwand-Nutzen-Verhältnis von Verpackungen allgemein und von Kunststoffverpackungen insbesondere ein?

Ohne Verpackungen könnte man Produkte nicht sicher von A nach B transportieren. Vielen Menschen würden sichere und auch hoch qualitative Lebensmittel vorenthalten. Wollte man alle Kunststoffverpackungen durch Metall, Papier etc. ersetzen, wären der Verpackungaufwand und die Umweltbelastung viel grösser. Nur die flexible Kunststoffverpackung erlaubt es, das Produkt mit einem minimalen Kunstoffmaterialverbrauch zu schützen. Deswegen wird sie auch wahrscheinlich nicht gern gesammelt. Und hier muss das Umdenken ansetzen. Wenn sie gesammelt wird, kann die Recyclierung kostengünstiger sein und neue Märkte erschlossen werden.

Hinsichtlich Gesundheitsrisiken … das ist wohl mit allen Verpackungsarten verbunden, mit recyclierten Kartons wohl noch mehr als mit reinen Kunststoffen. Auch recyclierte Metalle können mit Verunreinigungen behaftet sein. Da hilft nur Kontrolle.

Folienverpackungen werden als Minimalverpackung bezeichnet. Doch in einem Punkt sind sich viele einig – das Recycling ist schwierig und belastet die Ökobilanz der Folie. Wie schätzen Sie diesen Nachteil im Vergleich zu Mehrweg- oder Pfandsystemen ein, wie es uns die Flaschenindustrie vormacht?

Alle Ökobilanzen, die ich gesehen habe, sind eigentlich vorteilhaft für Mehrschichtverpackungen, vor allem, wenn man den erzielten Nutzen, also die Vermeidung von Lebensmittelabfällen, mit einbezieht – aber das wird von vielen Leuten ignoriert. Man kann die Ökobilanzen von Verpackung und Lebensmitteln eigentlich nicht trennen – sie müssen als Ganzes gesehen werden. Der Co2 Footprint der Verpackung ist eigenlich klein gegenüber dem Co2 Footprint des Lebenmittels, das geschützt wird und dessen Verderb vermieden wird.

Auch der Umstand, dass ich mit einer dünnen Folienverpackung 90% des Materials einer dickeren Verpackung ersetzen kann, ist wichtig zu verstehen. Es ist schon mal schwierig, eine Recyclierungsrate von 90 % zu erreichen … und 10 % ist eigentlich nur der Abfall der dünneren Verpackung, welche ich max. produziere … recycliere ich diese dann, erhalte ich eine sehr positive Ökobilanz.

Achten Sie auf eine optimale Verpackung, wenn Sie privat einkaufen? Wählen Sie Produkte bewusst oder unbewusst nach der Verpackung und nicht nur nach dem Inhalt aus? Und wie wichtig stufen Sie als Verbraucher und Fachmann das Image eines Packmittels im Vergleich zu alternativen Packmitteln ein?

Ja, bei Fleisch achte ich darauf, Vakuumverpackungen zu kaufen, da diese weniger Material verbrauchen und besser schützen. Auch erachte ich „Mogelverpackungen“ als weniger sinnvoll und versuche das Verhältnis Produktgewicht/Verpackungsgewicht zu maximieren.

Ja, das Image eines Packmittels ist wichtig – ich versuche, Packungen aus Karton oder solche, die Papier zusammen mit dünnen Kunststoffolien enthalten, zu vermeiden (sehr schlechte Ökobilanz, Kontamination mit Mineralölen, Störung der Recyclierung, wenn mit Kunststoffen verbunden etc.)

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Was begeistert Sie außerhalb Ihres Berufes?

Reisen und das Kennenlernen fremder Kulturen.

 

Feb 242017
 
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Das Inno-Meeting 2017 war nicht nur zahlenmäßig eine gelungene Veranstaltung. Teilnehmer sprachen von einer freundschaftlichen und kollegialen Stimmung mit vielen neuen Impulsen und Kontakten.  Wie ein roter Faden zog sich das Thema Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz durch die beiden Tage. Obwohl das eigentliche Thema „Die Optimalverpackung“ hieß. Bedeutet das, dass hier besonderer Nachholbedarf in unserer Branche besteht? Wie auch immer – das motiviert uns, zum Thema Kreislaufwirtschaft eine eigene Veranstaltungsreihe zu beginnen und zwar schon Anfang April – http://um.innoform.de.

Schauen Sie doch einmal in die Zusammenfassung von Karsten Schröder mit einigen, spontanen Bemerkungen zu
den Highlights rein – es macht Lust auf mehr. Wir freuen uns auf die nächste Tagung, dann in Würzburg.

 

Feb 172017
 
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Klingt logisch: Der Müll wird in ein Raumschiff gepackt, zum Mars geschossen und dann sind wir ihn los! Aus den Augen, aus dem Sinn! Das machen wir so lange, bis der ganze Müll weg ist. Das Problem: Es entsteht täglich neuer Müll, und wenn wir immer so weiter machen und den Müll (im wahrsten Sinne des Wortes) abfeuern, dann haben wir irgendwann keine Ressourcen mehr, um für unsere Lebensmittel Verpackungen zu produzieren. Denn die Verpackungen – oder das „Endprodukt“ Müll – entspringen den Erdressourcen und werden im besten Fall der Erde wieder zugeführt. Aber wenn der Müll dann irgendwann entsorgt ist, wo kommen dann die Ressourcen her?

Karsten Schröder hat sich in seinem Blogeintrag Das Raumschiff Erde ist vom Nachschub abgeschnitten mit diesem Thema beschäftigt. Erfahren Sie, was der Marsianer Mark Watney, wir Menschen auf der Erde und ein Raumschiff gemeinsam haben. Gründe genug, um die Tagung Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen zu besuchen, die Innoform in Kooperation mit dem Süddeutschen Kunststoffzentrum (SKZ) am 04./05. April 2017 auf der Marienfestung Würzburg veranstaltet.

 

Jan 252017
 
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Auf der Website EU SCIENCE HUB wurde ein Bericht über nicht-harmonisierte Lebensmittelkontaktmaterialien (FCM = Food Contact Material)  in der EU veröffentlicht. Darin geht es um gesetzliche Vorgaben und die Marktsituation für nicht-harmonisierte Lebensmittelkontaktmaterialien.

Der Bericht beschreibt vier wesentliche Probleme bei der Realisierung der EU-Vorgaben zu den FMCs.

…“Es mangelt an gemeinsamen Leitlinien und Transparenz bei der Durchführung von Risikobewertungen in den Mitgliedstaaten (MS). Die Protokolle für die Zulassung von Stoffen können sich von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat und von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) unterscheiden. Das Potenzial von in der EU entwickelten Tools für Risikobewertungen wird nicht ausgeschöpft. Nationale Maßnahmen sind schwer zugänglich und nicht immer durchgängig oder hinreichend detailliert. Für alle FCMs und für die „Good Manufacturing Practice“ (GMP) sind spezifische Standards für die Lebensmittelsicherheit erforderlich. Insbesondere die Konformitätserklärung (DoC) und die „supporting documents“ (Belegdokumente wie Prüfberichte, Gutachten etc.) verlangen spezifische Qualitätskriterien, die möglicherweise mit Sanktionen für eine angemessene Qualität und Rückverfolgbarkeit des Informationstransfers entlang der Kette verbunden sein sollten. Die Maßnahmen basieren auf Listen zugelassener Stoffe (insgesamt knapp 8.000), zeigen jedoch Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten in der Art der betrachteten Stoffe, der Art der Einschränkungen und deren Zahlenwerte. Dies führt zu mehrfachen Prüfanforderungen und kompliziert die gegenseitige Anerkennung. Testmethoden fehlen für die Durchsetzung und Einhaltung, so dass es schwierig nachzuweisen ist, dass die Lebensmittelsicherheit konsequent gewährleistet ist“…

The European Commission‘

Der vollständige Report kann hier kostenlos geladen werden.

Jan 202017
 
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Der Initiative von Ellen MacArthur haben sich im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos 40 teils illustre Mitstreiter angeschlossen. Der „Action Plan“ diene der Bekämpfung des weltweiten Problems der Kunststoffabfälle in den Meeren.

Die Initiative ziele laut in Davos vorgestelltem „Action Plan“ darauf ab, dass 50 Prozent des jährlich verbrauchten Kunststoffes recycelt und weitere 20 Prozent wiederverwendet würden, wie beispielsweise Sprühflaschen für Reinigungsmittel.

Mehr Details und Quelle: http://www.bkv-gmbh.de/infothek/woechentliche-presseschau.html#panel-4841-0

Sep 292016
 
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Im Vorfeld des 2. Expertentreffs Verpackungsdruck am 24./25. November 2016 in Osnabrück haben wir unsere Referenten zu ihren Erwartungen und der weiteren Entwicklung der Druckbranche befragt. Den Start macht Kurt Bräutigam, der als Account Manager bei der Firma HP Indigo tätig ist.

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Sie Sind Referent in Osnabrück. Was hat Sie bewogen der Einladung von Innoform zu folgen?

Nach meinem ersten Vortrag vor 2 Jahren und der positiven Resonanz mache ich es sehr gern wieder. Darüber hinaus erreicht man hier ein Fachpublikum, dass seinesgleichen sucht. Von Experten für Experten.

Ihr Thema gehört zu einer Reihe von verschiedenen Blickwinkeln auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat – Das Ergebnis zählt. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Fokus?

Digitaldruck wandelt sich vom „kann man machen“ zum „muss man anbieten“!

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie sich persönlich von der Zuhörerschaft?

Eine erneute Erhöhung meines Bekanntheitsgrades und der Digitaldrucktechnologie im Verpackungsmarkt.

Konferenzen zum Thema Drucken erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

Die Druckbranche hat das Networking als unumgängliches Instrument zur Kommunikation, Information und Weiterentwicklung entdeckt.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?

Hybride sind in aller Munde. Hier wird der Weg zur optimalen Kombination ein weiter sein, den der Digitaldruck am meisten beeinflussen wird.

Was erhoffen Sie sich persönlich und als Unternehmen nach dem Vortrag als Feedback und Wahrnehmung am Markt?

Gerade beim Thema Digitaldruck soll es zu mehr Aufklärung, einer größeren Akzeptanz und somit einer schnelleren Verbreitung im Markt beitragen.

Sep 122016
 
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You will give a presentation during the 5th European stand-up pouch conference. What is the basic premise of your presentation?

The presentation will illustrate an example of a stand-up pouch with a spout to show the possibility fulfilling the requirements of mechanical recycling using a “mono material” PP stand-up pouch. A relevant part will include sealing with ultrasonic tools.

What kind of audiences do you hope for and why?

I would like to have an audience that consists of raw material suppliers, extrusion equipment manufacturers, printing specialists, marketing experts and end-users for discussing all the questions which may emerge.

How do you estimate the development of the pouches (SUP) relating to your activities?

Innovative print, laminating and sealing technologies are more and more requiring a consulting competence, in particular with regards to stand-up pouches.

What are your recommendations to a brand owner who is going to start with pouches?

In my experience, the annual stand-up pouch conference offers a very good market overview with a range of end-use applications. Also the high level of presentations and the well informed audience are reasons for having a good opportunity to inform and discuss the different aspects regarding pouches.

Which innovations are of the greatest interest to you, especially in the flex pack market – disregarding the SUP?

In my opinion there are interesting opportunities resulting from the high flexibility through digital printing. In addition, a growing use of transparent barrier films can be expected. And for sure, the mechanical recycling of films with a barrier will become more and more relevant.