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Johannes Betz über Kostensenkung und optimierte Prozesse beim Farbmanagement

Sie Sind Referent in Osnabrück. Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Innoform ist eine erstklassige und kompetente Plattform für Wissen und Austausch rund um die Verpackung, und wir bringen sehr gern unsere Kompetenzen im Farbmanagement ein.

Ihr Thema gehört zu einer Reihe von verschiedenen Blickwinkeln auf den Fokus 1st time right bzw. im ersten Anlauf klappt schon alles. Was ist Ihre Kernaussage?

Modernes Farbmanagement ist essentiell, um bereits im Vorfeld einer Produktion die Prozesse abzustimmen, so dass später kein Nachjustieren mehr nötig ist.

Sie referieren über „Wie Farbmanagement heute Prozesse optimiert und Kosten senkt“. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?

Farbverbindliche Proofs ermöglichen, das Endergebnis einer konkreten Druckbedingung realistisch zu simulieren. Dadurch lassen sich Prozesse optimieren, um Zeit und Kosten zu sparen.

Farbempfinden ist subjektiv, ganz im Gegensatz zum Beispiel zum Ergebnis einer Matheaufgabe. Wie können Zielvorgaben des Kunden klarer definiert werden, um aufwendige Korrektur- und Abstimmungszyklen zu vermeiden und damit von Anfang an eine reibungslose Produktion zu gewährleisten?

Ein Proof kann als zentrale Referenz definieren, was in der Produktion hinsichtlich Farbwiedergabe zu erwarten ist und erleichtert eine klare Kommunikation. Die technischen Parameter stecken dabei den Rahmen für das, was letztendlich möglich ist.

Wo sehen Sie für die Verpackungsdrucker momentan besonderen Handlungsbedarf?

Zum einen müssen Schnittstellen für verschiedene Drucksysteme und Verfahren etabliert werden, das betrifft vor allem den Digitaldruck, aber auch konventionelle Systeme. Extended-Gamut-Printing ist ein wichtiges Thema, außerdem die Prozesskontrolle und Standardisierung in Bezug auf Farbe.

Was erwarten Sie sich persönlich von der Zuhörerschaft?

Ich freue mich auf den Austausch und die konkreten Herausforderungen und Fragestellungen aus dem Alltag der Profis.

Konferenzen zum Thema Drucken erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und Kontakten?

Die Druckbranche ist stark innovationsgetrieben. So spielt die Dekoration von Verpackungen eine immer größere Rolle – die Möglichkeiten in Veredelung und Produktion werden immer vielfältiger. Zum anderen werden Prozesse weiter digitalisiert und automatisiert.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?

Eine Entwicklung, die man im Bereich der Etiketten schon länger beobachten kann. Leistungsstarke Farbmanagement-Tools und -Workflows helfen hier, Prozesse zu etablieren und effektiv zu produzieren. Wichtig sind auch passende Businessmodelle, gerade wenn Digitaldruck eingebunden wird.

Und dann noch eine private Frage: Was begeistert Sie außerhalb Ihrer beruflichen Tätigkeit?

Wenn ich mich nicht mit den Innovationen und Entwicklungen in der Druckbranche und des Farbmanagements beschäftige, sehr gern mit guter Rockmusik oder dem Mountainbike.

 

Nach der Ausbildung zum Drucker (Illustrationstiefdruck) und dem Studium der Druck- und Medientechnik an der Hochschule der Medien widmete sich Johannes Betz der Weiterentwicklung des Flexo- und Verpackungsdrucks am DFTA-Technologiezentrum in Stuttgart. Heute leitet er bei GMG, Hersteller von hochwertigen Farbmanagement-Lösungen, die Academy und stellt in verschiedenen Formaten Wissen und Know-How zum Thema Druckprozesse, -produktion, Farbmanagement und Proofing zur Verfügung. Er ist in diversen Arbeitskreisen beteiligt und tritt auf Fachveranstaltungen und Events auf.