Jun 232017
 
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Andreas Kollenda (Dipl.- Ing. FH) studierte Maschinenbau und Kunststofftechnik an der FH Bielefeld. Seit 1985 ist er bei namhaften Unternehmen des Kunststoff-Maschinenbaus (u. a. Barmag AG, KKA, Brückner Maschinenbau, Engel) in den Bereichen Vertrieb und Marketing tätig, davon insgesamt 14 Jahre in Asien.
In den mehr als 30 Jahren Tätigkeit in der Kunststoffwelt sammelte er Erfahrungen in den Bereichen:
. Folienextrusion (Blas-, Flachfolie, biaxial verstreckte Folien, Folienbändchen)
. Folienveredelung (Beschichten, Drucken, Prägen, Kaschieren)
. Chemiefaserextrusion und Texturierung
. Spritzgießen
. Marketing, Marketing Services
. Aufbau von Vertriebsorganisationen, Beteiligungscontrolling, JV Gründung

Seit Mitte 2015 ist er als Vertriebsleiter bei Kuhne Anlagenbau tätig. Kuhne Anlagenbau ist einer der führenden Anbieter von Hochleistungsblasfolienanlagen: konventionelle Anlagen, wassergekühlte Anlagen sowie Triple Bubble Anlagen zur Herstellung von biaxial verstreckten Barrierefolien.

Sie referieren über „Moderne Anlagentechnik zur Herstellung von dünnen Multilayer-Barrierefolien“. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?

Die Möglichkeit, mit Hilfe der Triple Bubble Technologie, einer simultanen, biaxialen Verstrecktechnologie, die unterschiedlichsten Materialien (Polyolefine, PA, PET, EVOH, Haftvermittler) zu coextrudieren und zu verstrecken, um damit maßgeschneiderte Hochbarrierefolien herzustellen. Eine komplexe, herausfordernde Technologie mit einem großen Zukunftspotential.

Sie beschreiben eine neue Anlagentechnik in Ihrem Vortrag. Welche besonderen Eigenschaften erzielen Sie damit in den Folienverpackungen?

Durch die simultane, biaxiale Verstreckung lassen sich die mechanischen, Barriere- und optischen Eigenschaften deutlich verbessern. Dieses erlaubt ein Downgauging der Foliendicke, was wiederum Materialeinsparungen bis zu 70% und entsprechende Kostenvorteile erbringt.

Barriereverpackungen bieten einen Schutz vor unerwünschter Kontamination der verpackten Lebensmittel. Das ist ein Beitrag zum Wohlstand und ermöglicht flächendeckende Versorgung mit Lebensmitteln. Trotzdem stehen immer mehr Verbraucher Plastikverpackungen kritisch gegenüber und verpackungsfreie Supermärkte schießen wie Pilze aus dem Boden. Wie sehen Sie diesen Trend hinsichtlich Ihres Vortrages?

Es fehlt an einer objektiven Informationspolitik, die das Thema Lebensmittelverpackung ganzheitlich betrachtet und nicht nur das Ende der Verpackungskette (sprich den Verpackungsmüll). Wüsste der Verbraucher, warum ein Produkt in einer bestimmten Art und Weise verpackt wird und was die Konsequenz einer „schlechteren“ Verpackung wäre, ergäbe sich eine deutlich höhere Akzeptanz von Kunststoffverpackungen. Natürlich muss die Lebensmittelindustrie sich fragen, ob eine doppelte oder dreifache Umverpackung nötig ist.

Für den Weg eines schnell verderblichen Produkts vom Erzeuger bis zum Point of Sale gibt es keine Alternative zu einer modernen Barrierverpackung.  Trotzdem verderben selbst in der hochentwickelten EU jährlich noch ca. 12 Mio. Tonnen an Fleischwaren im Wert von 33 Mrd. €  auf dem Weg vom Erzeuger zum Verbraucher aufgrund inadäquater Verpackung (Quelle: Rabobank).

Der verpackungsfreie Supermarkt ist zwar hip, aber keine Alternative für die Versorgung in der Breite. Online shopping im Lebensmittelbereich ist ein Megatrend – und dort braucht es optimale und mehr Verpackung, aufgrund der demographischen Entwicklung hin zu mehr Kleinhaushalten.

Wo sehen Sie für Packmittelhersteller – insbesondere solche, die hochwertige Barrierematerialien produzieren – besonderen Handlungsbedarf, damit Verpackungen beim Endverbraucher mehr Akzeptanz erfahren?

Hier bedarf es Aufklärung und einer umfassenden Informationspolitik. Allen voran die Produkthersteller/Brand owner, dann die Packmittelhersteller sowie die Verbände und Medien sollten ggf. durch Kampagnen die Verbraucher über Barrierefolien und ihre Vorteile informieren. Erst wenn der Verbraucher weiß, warum seine Wurst und sein Käse wochenlang haltbar sind, wird die Diskussion über das „schlechte Plastik“ versachlicht.

Unterverpackungen können bis hin zu Rechtsstreitigkeiten führen, Überverpackungen verursachen unnötige Kosten und Ressourcenverschwendung. Welche Voraussetzungen muss der Packmittelhersteller erfüllen, um ein gesundes Mittelmaß zu finden?

Der Lebensmittelproduzent/Verpacker sollte für sein Produkt eine optimierte Verpackung hinsichtlich Schutz, Haltbarkeit, Materialeinsatz und Kosten zusammen mit dem Packmittelhersteller designen unter Berücksichtigung modernster Technologien, wie z. B. der Triple Bubble Technologie.  Danach stellt sich die Frage, ob eine doppelte oder dreifache Umverpackung nötig ist. Die Kreativität der Verpackungsdesigner und Marketingstrategen ist hier gleichermaßen gefragt.

Welchen Beitrag leisten aus Ihrer Sicht Hochbarriereverpackungen zur Nachhaltigkeit?

Die Barriere verlängert die Haltbarkeit des Produkts signifikant und verringert somit Verluste durch frühzeitiges Verderben. Das Verstrecken ermöglicht die Herstellung dünnerer Folien mit höherer Barrierewirkung. Dadurch lassen sich Rohmaterialien einsparen und Kosten erheblich reduzieren – Nachhaltigkeit durch längere Haltbarkeit, dünnere Folien und Reduzierung des Ressourcenverbrauchs.

Bei welchen Verpackungen wird es Ihrer Meinung nach mit der Barriere übertrieben und warum?

Das Fraunhofer Institut hat in ihren Studien die Barriereanforderungen unterschiedlicher Produkte analysiert und aufgezeigt, was wirklich erforderlich ist.

Bei einigen Anwendungen übererfüllen Aluminium laminierte Barrierefolien die Anforderungen.

Auch ist zu beobachten, dass es in verschiedenen Ländern an einer wissenschaftlichen, analytischen Herangehensweise fehlt, die Verpackung an die echten Anforderungen des Produkts anzupassen; man findet viele überdimensionierte, laminierte Folienstrukturen.

Wo sehen Sie in naher Zukunft bahnbrechende Innovationen im Verpackungsbereich insgesamt und bezogen auf Barriere im Speziellen?

Im Bereich der laminierten Barrierefolienverbunde lässt sich ein Trend hin zu co-extrudierten, verstreckten Folien erkennen.

Dieses Produktsegment bietet große Zukunftschancen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Herstellung der Folie in einem Arbeitsschritt, gleiche oder bessere Eigenschaften bei signifikant geringeren Foliendicken und Kosten.

Auch hier: Nachhaltigkeit durch dünnere Folien und geringeren Ressourcenverbrauch.

Auch die Maschinentechnologie aus dem Hause Kuhne trägt diesem Trend Rechnung in der Entwicklung breiterer, leistungsfähigerer Anlagen.

Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben?

Auch privat sind es eher technische Themen, die mich begeistern, wie z. B. ein englischer Oldtimer und ein Altherren-Motorrad amerikanischer Bauart.

 

Jun 142017
 
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Die meisten Lebensmittel werden mit guten Barrierematerialien verpackt. Das ist gut so, sagen die einen. Das muss nicht sein, sagen die anderen. Schon seit Jahren geht es nicht mehr nur darum, eine möglichst gute Barriere zu garantieren, sondern diese an die Anforderungen anzupassen. Das geschah aus ökonomischen Überlegungen heraus. Nun kommt der Aspekt der Nachhaltigkeit und zunehmend der Rezyklierbarkeit hinzu. Was heißt das konkret für Barrierefolien und Verpackungen mit Barrieren insgesamt? Welche Neuerungen gibt es, um z. B. migrierende Substanzen aus Regranulaten oder Umverpackungen vom Produkt fernzuhalten?

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Zunehmend geraten Verpackungen in den Fokus der Medien und Verbraucher. Das ist nicht gerade nachhaltig, und nicht umsonst fragen sich mehr und mehr Verbraucher, warum eine Gurke in Folie eingepackt sein muss. Manchmal wird es mit der Verpackung eben übertrieben. Selten ist das bei Barriereverpackungen der Fall. Diese dienen dem Produktschutz – nach wie vor der wichtigsten Aufgabe einer Verpackung.

Referenten der Kooperationsveranstaltung Barriere-Verbundfolien – nachhaltig und effizient am 13./14. September 2017 liefern Argumente für Verpackung und für Nachhaltigkeit gleichermaßen.

innoform_logo_Blog_2011Welche Barriere eignet sich jetzt für welche Füllgüter? Was kann Papier mit Barriere heute leisten und wie funktionieren Barriereschichten für Monomaterialien zur besseren Rezyklierbarkeit? Diesen und anderen Fragen stellen sich namhafte Experten auf der Tagung Barriere-Verbundfolien – nachhaltig und effizient am 13./14. September 2017 in Würzburg.

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Die Referenten beleuchten  etablierte und optimierte Lösungen ebenso wie Neuentwicklungen im Bereich der perfekten – sprich angepassten – Barriere und den Nutzen von Hochbarriereverpackungen in Relation zur verlängerten Haltbarkeit. Neuigkeiten und Entwicklungen der Sperrschichtfolien der letzten zwei Jahre werden unter die Lupe genommen. Neben hochwertigen Vorträgen profitieren Teilnehmer von vielen Kontaktmöglichkeiten und fachlichem Austausch mit Branchenteilnehmern entlang der Lieferkette.

Im Vorfeld der Tagung haben wir die Referenten um ein Interview gebeten, das wir in unserem Blog veröffentlichen werden. Schauen Sie also regelmäßig vorbei und erhalten Sie schon jetzt einen Eindruck von den Inhalten der Tagung.

Kontakt:
Innoform Coaching GbR
Stüvestraße 25
49205 Hasbergen
Tel.: +49 (0)5405 80767-0
E-Mail: coaching@innoform.de
www.innoform-coaching.de

 

 

Mrz 312017
 
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Von der Amphore zur Optimalverpackung

Die Innoform Coaching GbR lud am 07./08. Februar 2017 zum 15. Inno-Meeting im Steigenberger Hotel Remarque in Osnabrück ein. Rund 160 Fachkräfte der Verpackungs- und Lebensmittelindustrie nahmen daran teil. Im Mittelpunkt des Branchentreffs der Flexpack-Industrie stand das Thema „Optimalverpackung“.

Gab es die ersten Einwegverpackungen als Amphoren in Persien, so hat sich die Verpackung im Laufe der Jahrhunderte immer weiter entwickelt und ist ein ständiger und nie endender und kreativer Lernprozess, und wie Michelangelo schon treffend sagte: Non finito.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutierten die Teilnehmer optimale Voraussetzungen, Grundlagen und Entwicklungsprozesse für eine perfekte Verpackung.

Florence_ColgateHerr Gundolf Meyer-Hentschel vom Age-Explorer Institut veranschaulichte an dem mathematisch perfekten Gesicht von Florence Colgate, der schönsten Frau der Welt, dass Schönheit messbar ist und es eine Formel für das Optimum gibt.
Ist auch die Optimalverpackung messbar bzw. berechenbar?

LeightyAnke Leighty vom GVM beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit den zentralen Einflussfaktoren für die Entwicklung des Verpackungsverbrauchs. Sie beleuchtete Wachstumsmärkte für Mono- und Verbundfolien an ausgewählten Branchen in Deutschland und Europa. So schlagen sich Megatrends wie „Umweltfreundlichkeit“ und „Save Food“ deutlich in der Entwicklung des Verpackungsverbrauchs nieder. Die Branche wächst weiter.

InnoviaInnova Market Insights veröffentlicht jedes Jahr die Top 10 der Food & Beverage Trends, die die Neuproduktentwicklungen der kommenden Jahre spürbar beeinflussen werden. Dominik Herwald zeigte anhand aktueller Flexpack-Innovationen in Europa, dass neben Convenience das wachsende Verlangen nach Produkten, die nachhaltigeren Konsum unterstützen, wesentlichen Einfluss auf Verpackungsinnovationen hat. Er stellte neue Produkte mit verschiedensten Lösungsansätzen vor. Das Spektrum reichte von flexiblen und wiederverschließbaren Verpackungen bis zur Neugestaltung tiefgefrorener Lebensmittel.

DaffnerVerpackungsinnovationen sind nur möglich, wenn alle am Entwicklungsprozess Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Maren Daffner von abc packmedia stellte optimale Entwicklungsprozesse aus Sicht eines Reprounternehmens und einer Designagentur im Zusammenspiel mit dem Markenartikler vor.

Kredel_MucheTobias Kredel (Interview: https://youtu.be/MkZ9gGNz3xI ) und Volker Muche der pacProject GmbH  stellten das Packaging Wheel Konzept vor, ein visuelles, logisches Tool, das auf Open Source und die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Beteiligten setzt. Über holistische Evaluierung und das Benchmarking von Marktmustern wird so der demokratische Meinungs- und Wissensaustausch der Teams erleichtert und der Entwicklungsprozess beschleunigt.

PantNeue und unterschiedliche Entwicklungsprozesse für eine Optimalverpackung wurden vorgestellt. Immer mehr Baukastensysteme halten Einzug in die Verpackungsentwicklung und ermöglichen so eine Standardisierung und damit Kosteneinsparung. Astrid Pant vom Fraunhofer Institut (Interview: https://youtu.be/pfQOe5x4aYc) stellte ein Berechnungssystem zur Abschätzung der Haltbarkeit und weiteren Eigenschaften von Lebensmittel vor. Dieses Modell beruht auf Modulen, die einzelne Teilbereiche separat oder kombiniert berechnen können, so dass verschiedene Blickwinkel auf ein verpacktes oder zu verpackendes Gut möglich sind, wie z. B. Sauerstoffbarriere, mechanische Festigkeit, Simulation etc.

HäpDr. Stefan Häp, Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA beschrieb die einzigarten Eigenschaften und Vorteile eines universellen Masterbatch Farb-Systems auf Polyurethanbasis. Mit einer Vielzahl von typischen Farbkomponenten erlaubt das System die schnelle Bereitstellung maßgeschneiderter Farblösungen, die mit exakt den gewünschten technischen Eigenschaften und der erforderlichen Druckperformance zum Gelingen einer optimalen Verpackung beitragen können. Diese Modul-Strategie spart Geld und Ressourcen.

SiebelsTim Siebels, Institut für Distributions- und Handelslogistik des VVL e.V. stellte Lösungsansätze vor, wie zukünftige Verpackungsentwicklungen die Herausforderungen des Online-Lebensmittelhandels und die damit verbundene komplexe Logistik im Kontext von Industrie 4.0 erfüllen können.

KremerSchalenverpackungen sind ein Lösungsansatz, komplexe Logistikherausforderungen einfach zu lösen. Sebastian Kremer von silver plastics holte die Schalenverpackungen aus ihrem scheinbaren Schattendasein heraus und veranschaulichte, welche Möglichkeiten sich mit der richtigen Schalenverpackung eröffnen. So können mit einer adäquaten Standardisierung bezüglich Farben, Formen und Varianten Kosten eingespart, Logistikanforderungen erfüllt und zusätzlich die Umwelt geschont werden.

KohlertAktive und intelligente Verpackungslösungen schützen nicht nur das Produkt, sondern stellen sich auch Herausforderungen wie Fälschungssicherheit, Leitfähigkeit und Kratzfestigkeit. Prof. Christian Kohlert von Klöckner Pentaplast GmbH & Co. KG zeigte anhand von Mustern, welche Möglichkeiten sich mit der Nutzung von Nanopartikeln eröffnen. Aufgrund der kleinen Abmessungen und damit riesigen Oberflächen werden Eigenschaften erzeugt, die normale polymere Folien sonst nicht haben. Aber Achtung – neue Technologien bergen Risiken, die Klöckner zu beherrschen weiß.

WilkeNicht zu vergessen ist bei der Entwicklung einer Optimalverpackung die Circular Economy, die Kreislaufwirtschaft, die sich wie ein roter Faden durch die ganze Tagung zog und in der Verpackungsindustrie immer mehr Gesprächsthema wird. In Diskussionen rücken Rohstoffknappheit, Entsorgung, nachwachsende Rohstoffe, Umwelteigenschaften der Verpackungen immer mehr in den Vordergrund: Welche Konsequenzen muss der Hersteller ergreifen, damit die Verpackung nicht in Misskredit gerät, weil sie Ressourcen kostet? Was ist für den Hersteller realisierbar und was fordert der Gesetzgeber? Dazu sprach u. a. Prof. Dr. Bernd Wilke (Interview: https://youtu.be/m7OEHXTKHSI). So wird am 04./05. April eine Tagung Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen auf der Marienfestung Würzburg stattfinden. Schwerpunktthema wird die Kreislaufwirtschaft sein.

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Rohstoffe werden knapper und teurer: Michael Krainz drehte an der Kostenschraube und zeigte auf, welche Minimierungsmöglichkeiten es gibt und wohin der Trend geht. So ist eine Verpackung umso effizienter und ressourcenschonender ist, je optimaler sie auf das Füllgut zugeschnitten ist. Materialreduktionen stellen Herausforderungen an neue Materialien und Materialkombinationen, an neue Bio-Kunststoffe und Verarbeitungsverfahren. Anhand praktischer Beispiele stellte er erfolgreiche Materialreduktionen vor, mit denen mittels der richtigen Vorgehensweise der Produktschutz gewährleistet ist und Kosten eingespart werden.

ZehOptimale Verpackungen erfordern optimierte Verpackungsprozesse. Convenience ist das Schlagwort unserer Zeit. Flexibilität ist in allen Lebensbereichen gefragt und bezieht sich auch bei der Verpackungsherstellung auf das gesamte Handling. Flexible Verpackungsanlagen bedeuten Wettbewerbsvorteil. Karl Zeh, Selo Deutschland GmbH zeigte am Beispiel vorgefertigter Beutel, welche Optimierungen im Verpackungsprozess möglich sind. Welche Qualitätsvorteile bieten vorgefertigte Beutel, und wie macht sich dieses bei der Warenpräsentation beim Endkunden bemerkbar?

Meyer-HentschelEin Höhepunkt der Tagung war die Verleihung des Silver-Awards durch das Meyer-Hentschel-Institut. Preisträger waren dieses Jahr die Homann Feinkost, Menshen und die STI Group.

So kann eine optimale Verpackung nur entstehen, wenn eine lückenlose Kommunikation aller Beteiligten auf Basis einer interdisziplinären Zusammenarbeit gewährleistet ist, gesellschaftliche Umwälzungen (Clean Label) und die produktionstechnischen Gegebenheiten berücksichtigt werden.

Die Teilnehmer lobten die hervorragende Organisation und betonten, dass die Referenten vorwiegend aus der Praxis kommen.

Das nächste Inno-Meeting findet am 20./21. Februar 2018 statt. Schwerpunktthema wird die Individualisierung der Verpackung sein. Sie möchten sich anmelden oder vielleicht auch referieren? Schreiben Sie eine Mail an coaching@innoform.de

Wir freuen uns auf Sie!

 

 

Mai 032016
 
Manhatten

Am 13. August 2014 um 17:41 Uhr lebten 7.256.299.777  Menschen auf der Erde. Mittlerweile sind es einige mehr, denn jede Sekunde wächst diese Zahl um 2,6 neue Erdenbürger an. Im Jahr 2050 werden wahrscheinlich 9 Millarden Menschen die Erde bevölkern.  Lebensmittel werden für 12 Milliarden Menschen produziert und obwohl genügend Nahrung vorhanden ist, hungern 1 Milliarde!

Hunger_KinderDer Dokumentarfilmer Valentin Thurn hat vorgerechnet, dass das Essen, das wir in Europa im Müll entsorgen, zwei Mal reichen würde, um alle Hungernden der Welt zu ernähren. Entlang der globalen Wertschöpfungskette gehen 1, 3 Milliarden Tonnen Lebensmittel bis einschließlich zum Verbraucher verloren! Allein in Deutschland werden 313 kg Lebensmittel jede Sekunde verschwendet bzw. 18 Millionen Tonnen Lebensmittel landen pro Jahr in der Tonne. Dies entspricht fast einem Drittel des aktuellen Nahrungsmittelverbrauchs von 54,5 Millionen Tonnen in Deutschland. Das entspricht pro Kopf und Tag fast einer ganzen Mahlzeit (Alle Zahlen auf der Infografik des WWF).

WüsteDiese Lebensmittelverschwendung führt zu einer hohen Verschwendung von Ressourcen und ist schädlich für das Klima:
Alle umsonst produzierten Lebensmittel sind je nach Produkt mit einem unterschiedlich hohen Klimafußabddruck verbunden und benötigen für ihre Erzeugung eine bestimmte Fläche an Ackerland bzw. Grünland. Umgerechnet sind die weggeschmissenen Lebensmittel  mit einem Ausstoß von Treibhausgasen von fast 22 Millionen Tonnen verbunden, was in etwa dem Doppelten des Klimagasausstoßes der deutschen Abfallwirtschaft entspricht.

Rechnet man die vermeidbaren Verluste in den damit einhergehenden Flächenfußabdruck um, so wird eine Fläche von über 2,6 Millionen Hektar mit Agrarrohstoffen angebaut, nur um diese nach der Ernte irgendwo entlang der Wertschöpfungskette zu entsorgen.

DWeizenies entspricht fast 15 % der gesamten Fläche, die wir für die Erzeugung der Agrarrohstoffe für unsere Ernährung benötigen (Zum Weiterlesen empfiehlt Innoform die WWF-Studie Das große Wegschmeißen). 

Vor diesem Hintergrund leistet das Kompaktseminar Aktive Verpackungen zum Qualitätserhalt von Lebensmitteln am 25./26. Oktober 2016 einen Beitrag zur Nachhaltigkeitsverbesserung und zur Reduktion von Lebensmitteln: 

Die Teilnehmer lernen weitere Grundlagen des Lebensmittelverderbs kennen und erhalten einen Überblick über aktive und passive Verpackungsmöglichkeiten.

Die Haltbarkeitsverlängerung bei Lebensmitteln und die Rolle der Verpackung sind die zentralen Inhalte des Seminars: Aktive und passive Verpackungen sowie die wichtigsten aktiven Systeme und ihre Anwendungsgebiete werden besprochen.
Neue Verpackungssysteme mit Sauerstoff-, Feuchte-, Ethylen-Absorber, antimikrobiellen Verpackungen und Feuchteregulierung und die Permeation werden besprochen, aber auch rechtliche Aspekte werden erörtert. Die Teilnehmer erlernen Bewertungskriterien, um den Einsatz und Nutzen aktiver Systeme beurteilen zu können. Neben marktreifen Produkten werden auch ein Blick in die Zukunft gewandt und erfolgversprechende Entwicklungsprojekte vorgestellt.

Nutzen Sie dieses einzigartige Kompaktseminar rund um das Thema „Aktive Verpackung“ zur Reduktion von Lebensmitteln für Ihren Beitrag der Nachhaltigkeitsverbesserung.