Sep 182017
 
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Dieter Hauser (Dipl.-Designer), geboren 1962 in Saabrücken, ist verheiratet und hat 3 Kinder. Er studierte Kommunikations-Design an der FH in Trier. Im Sommer 1986, direkt im Anschluss an das Studium, macht er sich selbstständig. Die ersten 6 Monate arbeitete er tagsüber als „fester freier Mitarbeiter“ in der damals größten Werbeagentur in Trier, abends in seiner eigenen Agentur HS Design, zu Beginn eine 1-Mann-Firma. Bereits im Frühjahr 1987 bearbeitete er die ersten Aufträge im Bereich Packungsdesign und POS-Materialien für einen Tabak- und Zigaretten-Produzenten. Diese Firma ist bis heute ununterbrochen Kunde von HS Design. Viele weitere Kunden werden schon seit 15 – 20 Jahren betreut. HS Design ist heute ein Team von 8 festangestellten Mitarbeitern, 2 Freelancer unterstützen bei Bedarf das Team.

Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

Innoform hat hochwertige Veranstaltungen, lehrreiche Inhalte und bietet gute Networking Möglichkeiten.

Ihr Thema gehört zu einer Reihe verschiedener Blickwinkel auf den Fokus, den Innoform dieses Jahr gesetzt hat:  Veredelung. Was ist Ihre Kernaussage, bezogen auf diesen Themenkomplex?

Veredelung ist ein hervorragendes Mittel zum Transport von Wertigkeit, zur Erregung von Aufmerksamkeit. Sie macht Produkte interessant, bedient ein menschliches Urbedürfnis und ist definitiv verkaufsfördernd. Sie ist ein seit Jahrzehnten wachsendes und sich stetig weiter entwickelndes  Markstsegment.

Sie referieren über „Neue Märkte und Verpackungen systematisch gestalten“. Was bewegt Sie besonders in diesem Zusammenhang?

Dass es immer Chancen gibt für Neues, auch wenn viele es oft kaum für möglich halten.

Wo setzen Sie bei der Gestaltung neuer Märkte und Verpackungen an, damit die Verpackung zu einem glaubwürdigen Medium für das entsprechende Produkt wird?

Beim Kern, dem Produkt selbst und der Zielsetzung der Marke bzw. des Markeninhabers.

Wo sehen Sie für die Verpackungsdrucker momentan besonderen Handlungsbedarf?

In der Schere zwischen wachsendem Kosten- und Innovationsdruck nicht zerschnitten zu werden, fokussiert zu denken und zu handeln.

Innoform ist bekannt für technisch orientierte Tagungen. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, ihren Kunden und Lieferanten. Was erwarten Sie persönlich von der Zuhörerschaft?

Ein kompetentes und themeninteressiertes Publikum.

Konferenzen zum Thema Verpackungsdruck erfreuen sich größerer Beliebtheit als noch vor einigen Jahren. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses gesteigerte Interesse an Wissen und auch Kontakten?

Nach und nach setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Packung ein Haupt-Leit-Medium ist. Viele erkennen „Packaging sells!“ In Märkten mit mehr vergleichbaren Produkten ist die Packung DAS Medium mit höchstem Differenzierungspotential.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach das Zusammenwachsen von verschiedenen Druckverfahren – nicht nur in einem Unternehmen oder einer Marke – sondern sogar in einer Maschine?

Eine große, weil nur so die wachsenden Anforderungen erfüllbar sind bzw. sein werden. In manchen Bereichen ist das schon länger üblich, z. B. Hybrid-Maschinen bei Rollen-Haftetiketten.  Vor allem das Zusammenwachsen in einer Maschine bietet größtmögliche Flexibilität und gleichzeitig effiziente Inline-Produktion.

Der Bereich „digital plus konventionell“ steht meines Erachtens noch fast ganz am Anfang.

Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für den Verpackungsdruck im Vergleich zu anderen Druckbereichen ein und warum?

1-2 – hauptsächlich aus 2 Gründen:

  • Verpackung wird es voraussichtlich immer geben und geben müssen, allen „Unverpackt-Trends“ zum Trotz.
  • Der Individualisierungsgrad und die Notwendigkeit für immense Vielfalt sind sehr viel größer als z. B. im Akzidenz-Bereich.

Unsere Teilnehmer möchten die Referenten auch gern persönlich besser kennenlernen. Deshalb eine persönliche Frage: Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?

Abgesehen von meiner Familie: für Musik! Hören und selbst machen! Ich kann ohne nicht sein und spiele seit vielen Jahren Schlagzeug, aktuell in 2 Bands, in erster Linie in einer Bluesband.

 

Aug 302017
 
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Am 19./20. Oktober 2017 lädt das Ofi zur österreichischen Verpackungstagung Impackt 2017 in Salzburg ein. Aus verschiedenen Perspektiven beleuchten Wirtschaftsexperten, wie Innovationen einen Mehrwert und mehr Umsatz für Unternehmen generieren können.

Ständig drängen neue Produkte auf den Markt, Services werden kontinuierlich an wandelnde Strukturen angepasst. Doch wie wird etwas Neues zu einer Innovation? Welche Projekte gibt es zur Zeit am Markt? Wie innovativ ist die Verpackungsindustrie?

Herr Dipl.-Ing. Michael Auer,  Leiter des österreichischen Instituts für Verpackungswesen hat die Kernaussagen der Referenten treffend auf den Punkt gebracht, wo der Bedarf an Innovation in der Verpackungsindustrie liegt:
„Die Herausforderung ist die optimale Erfüllung der Verpackungsfunktionen in Abstimmung mit den Produkteigenschaften und den vorgesehenen Distributionskanälen unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sowie „Easy of use“ für den Konsumenten. Ferner darf hier das Instrument „Marketing“ nicht außer Acht gelassen werden, sprich die direkte Kommunikation des Produktes mit dem Endverbraucher, welche über die Verpackung stattfindet.“

Innovationen resultieren erst dann aus Ideen, wenn diese in neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden, ihre Nützlichkeit erkannt  und ein Produkt, Produktionsprozess oder Geschäftsmodell entsprechend neu eingeführt oder verändert wird (Quelle: Wikipedia). Ein wesentliches Kriterium für eine Innovation ist das Hinterfragen bestehender Leistungen und Vorgehensweisen sowie ihre erfolgreiche Anwendung und Marktdurchdringung bis hin zur Akzeptanz beim Kunden.

Innoform unterstützt aktiv den österreichischen Branchentreff  für Verpackungen: Karsten Schröder, Geschäftsführer der Innoform Coaching GbR, macht auf der Impackt 2017 den Anfang und rollt mit seinem Vortrag „Trends in der Flexpack-Industrie: Mega-Trend Kreislaufwirtschaft und Recyclierbarkeit durch Einstoff-Verpackungen“ das Thema von hinten auf. Er sieht in der allgegenwärtigen Digitalisierung unendliche Ressourcen zur Optimierung einer maßgeschneiderten Verpackungslösung für individuelle frische Lieferungen. Am Beispiel der Kreislaufwirtschaft zeigt er, wie Konzepte erfolgreich positioniert werden können, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Entwicklung neuer Kunststoffe und Verpackungssysteme über gelungene Marketingstrategien wie intelligent eingesetzter Verpackungssensorik bis hin zu Prozessierungsschritten zur Haltbarkeitsverlängerung von Lebensmitteln zeigen die Referenten anhand Best Practice Beispielen, wie Sie mit Nachhaltigkeit punkten, Kundenerwartungen erfüllen und mit Innovationen vielleicht sogar einen steigenden Umsatz erzielen.

Die wirtschaftlichen Gegebenheiten müssen stimmen, um innovative Konzepte in die Praxis umsetzen zu können.

Profitieren Sie von neuen Inputs rund um die zentrale Fragestellung DER österreichischen Verpackungstagung „Mehr Umsatz durch Innovation?“ Hier geht’s zur Anmeldung.

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Okt 062016
 
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Packung ist Marketing in seiner reinsten Form, denn sie ist das wohl meistbeachtete und meistgenutzte Medium eines Produktes und oft die einzige Werbung, die einem Produkt zur Verfügung steht. Die Verpackung transportiert den Charakter und die Botschaft einer Marke, ist rational begreifbar und emotional aufgeladen. Kurz: Packungen verdienen Geld!

Flaschen_kleinInnoform veranstaltet in Kooperation mit dem Dipl.-Designer Dieter Hauser  ein neues Seminar Grundlagen der Verpackungsgestaltung. Dieter Hauser studierte Kommunikations-Design an der FH Trier. Bereits ein Jahr nach Abschluss des Studiums machte er sich 1987 mit seiner  Werbeagentur HS Design selbständig. Innoform hat mit ihm über den Stellenwert der Verpackung sowie seine Beweggründe gesprochen, über das Thema Verpackungsgestaltung zu referieren.

Innoform: Herr Hauser, Sie bieten ein neues Seminar in Kooperation mit Innoform an. Was sind Ihre Beweggründe, als Designer über das Thema „Grundlagen der Verpackungsgestaltung“ zu referieren?

question-1301144_1920_kleinDieter Hauser (DH): Die Verpackung wird noch immer in zu vielen Fällen rein technisch behandelt. Teilweise fehlt das tiefe Bewusstsein, was Verpackung durch ihre Gestaltung zum Markterfolg beitragen kann. Oft beobachte ich, dass grundlegende Gestaltungs-Parameter nicht beachtet werden und führe das auf Unkenntnis zurück. Diese Lücken möchte ich schließen.

 

Innoform: Welcher Stellenwert kommt Ihrer Meinung nach dem Design/der Gestaltung einer Verpackung im Digitalzeitalter zu?

Moment_Memory_kleinDH: Das ist – wie im analogen Zeitalter – der primäre Stellenwert auf dem Kommunikationsweg des Produktes zum Verbraucher. Visualisierung und Erinnerung müssen auch digital erreicht werden. Das innere Programm, nach dem wir alle funktionieren, ändert sich nicht plötzlich, wenn wir digital agieren. Nur der Weg ist ein anderer. An was erinnern sich Menschen? Nicht an bits und bytes, sondern an Bilder – die müssen über Gestaltung vermittelt werden.

fingerprint-257037_1280_kleinInnoform: Produkte sind oft austauschbar geworden. Marken wollen sich daher oft über Verpackungsgestaltung unterscheiden. Andererseits sucht der Verpackungsentwickler nach der Optimallösung, die auch noch nachhaltig sein soll. Beißen sich diese Ziele und welche Trends sehen Sie hier?

DH: Diese Ziele beißen sicht nicht, aber sie stehen natürlich in einem Spannungsverhältnis. Es ist unter anderem unsere Aufgabe als Gestalter, diese Spannungen in Einklang zu bringen. Trends sind gegenläufig zu beobachten, lassen Sie mich 2 Beispiele nennen.

service_efficiency_kleinAuf der einen Seite sind viele Entwicklungen primär von Aspekten wie Kosten / Effizienz / Produktivität / Menge getrieben. Das führt zwangsweise bei ähnlichen Produkten zu ähnlichen Lösungen.

Auf der anderen Seite ist gleichzeitig der Trend „Manufaktur“ aktuell sehr stark, der getrieben ist von Qualität / Individualität / Nähe.

Innoform: Was nimmt ein Teilnehmer an diesem Seminar mit nach Hause und was versprechen Sie sich im Hinblick auf den Lernerfolg?

Skills_kleinDH: Die Teilnehmer nehmen erweitertes Wissen über Packungsgestaltung mit, das sie auf vielfältige Weise in ihrer täglichen Arbeit einsetzen können. Es wird ihnen z. B. helfen, Sicherheit zu erlangen bei Planung, Beurteilung und Entscheidung zukünftiger Packungsentwicklungen.

Das Seminar Grundlagen der Verpackungsgestaltung findet statt am Mittwoch/Donnerstag 16./17. November im Steigenberger Hotel Remarque in Osnabrück. Es gibt eine begrenzte Teilnehmerzahl. Die Teilnehmer können sich online anmelden, aber auch per Fax oder Telefon. Event-Manager ist Wilma Igelbrink.

Kontakt:

Innoform Coaching GbR
Wilma Igelbrink
Stüvestraße 25
49205 Hasbergen
Tel.: +49 (0) 5405 80767-250
Fax:  +49 (0) 5405 80767-290
E-Mail: wilma.igelbrink@innoform.de

Mai 232016
 
IIP

Ab sofort bieten Dr. Hermann Onusseit, Andreas Holt und Karsten Schröder ein einzigartiges Angebot für Firmen-Events und Entscheidertreffen aus der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie an. Der Impulsvortag, der jeden bewegt, dreht sich nicht nur um Food und Verpackung, sondern eben auch um unsere Gesellschaft und das, was wir mit unserer Umwelt anstellen. Die drei Fachexperten liefern fundierte Daten und Fakten zu Trends in der Verpackungswelt. Aber vor allem legen sie den Finger sanft in die offenen Wunden unserer Zeit, z. B. immer mehr Verpackung zu immer geringeren Kosten. Dabei klagt niemand an,  sondern die Experten weisen auf Lösungen hin.

Schauen Sie selbst, wie Ihr Firmen-Event – unterstützt durch einen einzigartigen Vortrag – zu einem unvergesslichen Erlebnis wird: www.InnoImpuls.com